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03: „Säen und Ernten“ in der bio(techno-)logischen Forschung: Vom atomaren Bauplan der Proteine zur Entwicklung neuer Arzneimittel und ihrer klinischen Anwendung

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Breakout / Working Group
in deutscher Sprache

Anhand konkreter Beispiele aus Strukturbiologie und Arzneimittelentwicklung wird erarbeitet, nach welchen Prinzipien exzellente Grundlagenforschung und erfolgreiche Innovation in der Anwendung  funktionieren , und unter welchen Rahmenbedingungen sie überhaupt zustande kommen können. Ergebnisoffene Grundlagenforschung und zielorientierte angewandte Forschung unterscheiden sich naturgemäß schon auf der Ebene der Projektauswahl. Was sind demnach realistische Erwartungen an die  translationale Forschung? Anhand welcher Kriterien sollten Krankheiten priorisiert werden, insbesondere aus dem Blickwinkel eines Wirtschaftsunternehmens? Und wie werden neue Wirkstoffe in die klinische Praxis integriert?

Vortragende

Professor für Biochemie; Freier Berater im Bereich Medizin, Berlin Abstract
Proteine sind aus Aminosäuren zusammen gesetzte Makromoleküle und fundamentale Bausteine lebender Materie. In der Tierwelt bilden sie u.a. den Stütz- und Bewegungsapparat, das Blut und das Blutgefäßsystem, die inneren Organe, das Nervensystem und das Immunsystem. Proteine erledigen vielfältige Aufgaben z.B. als Strukturelemente, Biokatalysatoren, Ionenkanäle, Botenstoffe und Hormonrezeptoren. Bis in die 80iger-Jahre des vorigen Jahrhunderts gab es nur eine Handvoll Proteinarzneimittel, die aus Schlachttieren (Insulin) oder Spenderblut (Antihaemophiles Globulin: AHG) gewonnen werden mussten. Bereits Mitte der 70-iger Jahre ermöglichten zwei fundamentale Entdeckungen. einen Paradigmenwechsel . Köhler und Milstein produzierten in Cambridge sogenannte monoklonale Antikörper in Zellkultur und die Transplantation menschlicher Gene in Mikroorganismen und Zellkulturen ermöglichte die Herstellung menschlicher Proteine in beliebiger Menge. Da die etablierte Pharmaindustrie auf diese Entwicklung nicht vorbereitet war entstand eine neue Branche: Die Biotech-Industrie. Die ersten Produkte dieser neuen Unternehmen waren menschliche Insuline, Interferone, Erythropoietin, Blutgerinnungsfaktoren, Entzündungshemmer und diverse monoklonale Antikörper für die Krebstherapie. Bei der Schering AG in Berlin (heute Bayer-Schering Pharma AG) haben wir uns unter anderem mit Blutgerinnungs-hemmenden und Blutgerinnsel auflösenden Wirkstoffen aus dem Speichel blutsaugender Tiere beschäftigt. Ein Wirkstoff aus dem Speichel der Vampirfledermaus Desmodus rotundus (Desmoteplase ®) befindet sich in der Indikation Schlaganfall in der letzten Phase der Klinischen Prüfung.
Therapeutische Proteine sind ein wertvoller und unverzichtbarer Bestandteil des ärztlichen Instrumentariums geworden und werden heute bei zahlreichen Erkrankungen eingesetzt wo früher keine oder nur unzureichende therapeutische Optionen zur Verfügung standen. Vor allem in Deutschland verbreitete Befürchtungen hinsichtlich möglicher Risiken dieser Technologie haben sich nicht bestätigt.
Honorarprofessor für Pharmabiotechnologie, Fachbereich Angewandte Biowissenschaften und Prozesstechnik, Hochschule Anhalt (FH), Köthen; Co-founder, probiodrug AG, Halle an der Saale Abstract
In unserer alternden Gesellschaft wird die Anzahl der Alzheimer schen Demenz-Erkrankungen (AD) noch weiter zunehmen. Gegenwärtig leiden weltweit über 24 Millionen Menschen an der Erkrankung und im Jahr 2050 könnten es 100 Millionen sein. Eine enorme Bürde für die Sozialsysteme der OECD Länder, aber auch zunehmend für Länder wie Indien und China, ganz zu Schweigen vom persönlichen Leid betroffener Familien.
Kennzeichnendes und dominierendes Modell für die Ursache der Demenzerkrankung (ca. 70 bis 80% aller Demenzen sind vom AD-Typ) war bisher, dass ²-fibrilläre amyloide Ablagerungen, die sogenannten Plaques und Tau-Filamente im Gehirn von AD-Patienten ein Absterben von Nervenzellen zur Folge haben. Solche Amyloid-² (A²) und fibrilläres Tau-Protein (NFT) enthaltende Strukturen hatte schon Alois Alzheimer 1906 lichtmikroskopisch bei der post mortem Analyse des Gehirns einer Patientin ausgemacht.
Insbesondere nach dem 2. Weltkrieg konzentriert sich daher die pharmazeutische Forschung darauf, diese Plaques zu beseitigen und auch die Tau-Filament-Bildung zu verhindern.
Dabei haben solche Projekte wie aktive und passive Immunisierung gegen A² sowie die Hemmung der an der Bildung des A² beteiligten sogenannten Sekretasen bisher kaum Fortschritte, aber viel Erkenntnisgewinn gebracht. Beispielsweise ist es paradox, dass es keine Überproduktion von A² gibt, wenn man gleichaltrige Demenzkranke und nicht demente Menschen auf diesen Proteingehalt hin untersucht, von den genetisch bedingten Demenzen (die nur ca. 0,5% aller AD-Fälle ausmachen) abgesehen. Außerdem haben viele Nichtdemente ebensoviele Ablagerungen im Hirn wie AD-Patienten.
Die gegenwärtige Forschung konzentriert sich daher zunehmend auf die Tatsache, dass der Neuronenverlust, der letztlich den kognitiven Niedergang nach sich zieht, lange vor den Ablagerungen im Gehirn, schon 10 bis 20 Jahre vor der klinisch (psychiatrisch) diagnostizierbaren Demenz stattfindet. D.h. die Erkrankung irgendwie intraneuronal beginnt und parallel eine massive Gegenreaktion der  Immunpolizei des ZNS , den sogenannten Gliazellen nach sich zieht.
Wir sind in unseren Forschungen daher der Frage nachgegangen, ob es unter den Amyloid Peptiden Strukturen gibt, die eventuell besonders toxisch sind und die darüber hinaus auch noch für eine neuronale Entzündung sorgen.
Wir konnten in einer Serie von Arbeiten unsere Hypothese untermauern, dass die Toxizität einer insbesondere beim Menschen vorkommenden Unterform der Amyloid Peptide, also der Grundbestandteile der Alzheimer schen Plaques, auf eine unscheinbare Modifikation zurückzuführen ist. Diese Modifikation wird von einem Enzym, der sogenannten Glutaminylzyklase (QC), hervorgerufen und zieht letztlich die besonders schnelle und aggressive Verklumpung aller Amyloid Peptide nach sich. Dieser Prozess scheint - schon lange vor den Plaque-Ablagerungen im Parenchym - zunächst in den Neuronen selbst statt zu finden und sorgt für die massive Verstopfung der Transportwege innerhalb der Axone und damit zwangsläufig zu deren Degeneration, z.B. auch zu der Tau-Proteine. Dabei stellte sich heraus, dass dieses Enzym um mehr als das 20igfache im Alzheimer schen Hirn erhöht vorkommt. Wir fanden weiterhin, dass die QC auch noch ein wichtiger Mediator der Immunantwort im gesamten Organismus ist.
Dieser Zusammenhang ist bahnbrechend, verspricht er doch eine kausale Behandlung der Alzheimer-Erkrankung durch die gezielte Hemmung des QC-Enzyms. Die Belastbarkeit dieses Wirkansatzes konnte in Tierexperimenten bereits weiter erhärtet werden, in denen sowohl die amyloiden Ablagerungen initiiert durch (die durch QC) modifizierten A²-Peptide als auch die parallele Unterdrückung der Neuroinflammation nachgewiesen werden konnte.
Anhand eines faszinierenden Beispiels der Alzheimerforschung soll erarbeitet werden, welche Randbedingungen für innovative Wirkstoffentwicklung charakteristisch sind. Unter anderem kommt es darauf an, aus teilweise komplementären Faktoren wie Multidisziplinarität und Konzentration auf die eigenen Kernkompetenzen eine quasi-explosive Gemengelage zu schaffen, aus der heraus die richtigen Ideen zünden.
Professor of Structural Chemistry; Group Leader, Research Unit "Structure determination", The Norwegian Structural Biology Centre, University of Tromsø Abstract
Die Integration neuer (Hochdurchsatz-)Technologien zur molekularen Diagnose, kristallographischen Strukturaufklärung, chemischen Synthese, Proteomik und Zellbiologie liefern ein atomar aufgelöstes Bild der Krebsursachen, Wirkmechanismen von Arzneimitteln und Auswege aus der Resistenzfalle von Krebstherapien. Dies führt zu einer wahren Revolution in der Krebstherapie, beginnend mit der Entdeckung neuer Wirkstoffe.
Hierzu dienen Kristallstrukturen der oft fehlregulierten og krebsfördernden Enzyme als Templat für gezielte chemische Synthesen. Biologische Effekte der neuen Wirkstoffkandidaten können mit Modellsystemen gründlich erforscht werden, ohne dass unerwartete Nebenwirkungen in klinischen Versuchen riskiert werden. Aber auch klinische Versuche werden durch neue hochempfindliche, molekulare diagnostische Verfahren revolutioniert. Hiermit werden Forscher befähigt, Konsequenzen der in vivo Behandlung detailliert zu rekonstruieren. Zum Beispiel, im Falle der Krebsbehandlung entwickeln sich häufig Resistenzen gegen die eingesetzte Wirkstoffe. Empfindliche Diagnostik, kombiniert mit atomar aufgelöste Strukturen der Resistenzmechanismen, ermöglicht sowohl die rechtzeitige Wahl einer neuen Therapie, als auch die Entwicklung neuer Wirkstoffe und Therapien, um Resistenzen gezielt zu vermeiden. Diese gesamte technologische Revolution führt in Richtung einer stark individualisierte Diagnostik-Therapie Kombination, was allerdings durch hohen Kosten gefährdet ist.
Professor für Sozialphilosophie, Institut für Philosophie, Universität Bayreuth Abstract
Anhand des Beispiels der Adipositas (krankhafte Fettleibigkeit) werden vielschichtige Probleme bei der Definition und Behandlung von Krankheiten diskutiert: Kann uns die Biologie helfen zu sagen, was eine Krankheit ist und welche Krankheiten wichtiger sind als andere? Lassen sich vielleicht auf anderem Wege objektive Standards dafür finden? Wie kann sichergestellt werden, dass für die wichtigen Krankheiten auch die richtigen Medikamente entwickelt und zu einem erschwinglichen Preis angeboten werden - sofern Medikamente überhaupt die richtige Antwort sind?

Literatur:
Krankheit und Gesundheit, von Niels Gottschalk-Mazouz und Günter Zurhorst, in der Reihe "Philosophie und Psychologie im Dialog", Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2008.
"Wie sollte eine liberale Gesellschaft mit Krankheiten umgehen, wenn sie gerecht sein will?", von Niels Gottschalk-Mazouz und Mazouz, in: Zeitschrift für medizinische Ethik, Nr. 3 (2004), S. 263-276.
Übergewicht und Adipositas bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen als systemisches Risiko, Dokumentation des Forschungsprojekts mit vielen Materialien und Texten, http://www.zirn-info.de/indexadi.htm
Bittere Arznei. Wirtschaftsethik und Ökonomik der pharmazeutischen Industrie, hg. von Peter Koslowski und Aloys Prinz, München: Wilhelm Fink Verlag 2008.
Nobelpreisträger für Chemie; Direktor, Emeritus Gruppe Strukturforschung, Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried Abstract
Die Strukturbiologie klärt die räumliche Struktur von Proteinen und anderen wichtigen Makromolekülen auf. Die Kenntnis ermöglicht ein detailliertes Verständnis des Wirkmechanismus dieser biologischen Schlüsselmoleküle. Anhand konkreter Beispiele wird illustriert, wie dieses Verständnis genutzt werden kann, um gezielt in Reaktionsgleichgewichte einzugreifen, die im Krankheitsgeschehen gestört sind.
Vorstand und Direktor, Institut für Pharmakologie und Toxikologie und Helga & Erich Kellerhals Research Laboratories for Novel Therapeutics, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Salzburg Abstract
Fallbeispiele zur Entwicklung von Asthma-Medikamenten und der kritischen Rolle biomedizinischer Forschung.
Die Entwicklung eines Medikaments "dauert" im Schnitt 900 Millionen ¬ . Ich vermische hier bewusst Zeit und Geld, da die ca. 10 Jahre Entwicklungsdauer für ein Medikament merklich verkürzt werden können wenn ein entsprechender 'Bedarf' besteht und damit die notwendigen Investitionsmittel und Momentum schneller bereitgestellt werden können. Die Wertschöpfungskette der Medikament Entwicklung kann man in drei große Segmente aufteilen: (i) die Identifikation, Screening, Validierung und Optimierung von  Lead' Strukturen (Wirksubstanzen), (ii) Praeklinische Phase, und (iii) Klinische Phase. Das post-Genomic Zeitalter ergab vor allem im Bereich der Lead-Identifikation eine starke Kostenreduktion. Beeindruckend kosten-stabil (-intensiv) blieb aber die Validierung von Lead-Strukturen. Gerade in diesem Segment spielen Forschungseinrichtungen außerhalb der Pharmaindustrie (Privat, Public/Privat, Public) eine wichtige Rolle . Universitären Forschungseinrichtungen käme dabei eine besonders wichtige Rolle zu, da sie durch den ihr eigenen - besonders breiten - Forschungsansatz, eine besonders detailreiche Validierung der Leadstruktur ermöglichen könnten. Die Wahl des Konjunktivs geschieht bewusst, da - leider - öffentliche Universitäten den Vorteil der breiten Validierung von Leads in der Regel NICHT den entsprechenden  Raum' gewähren. An Hand von zwei Beispielen möchte ich aufzeichnen wie wichtig auch kleine universitäre Einrichtungen (David) für Big-Pharma (Goliath) sein können.
Professor für Molekulare Biologie; Stellvertretender Leiter, Fachbereich Molekulare Biologie, Naturwissenschaftliche Fakultät, Paris-Lodron-Universität Salzburg Abstract Chair
Schon Goethe wusste von der Besonderheit des Bluts, das in unserem Körper eine Vielzahl kritischer Funktionen ausübt und so beispielsweise seine Sauerstoff- und Nahrungsversorgung gewährleistet. Die Wissenschaft untersucht die molekularen Mechanismen, die die besonderen Eigenschaften des Bluts verstehbar machen - und damit auch Strategien für ein steuerndes Eingreifen aufzeigen.
Wir wollen diese Herangehensweise am Beispiel der Blutgerinnung veranschaulichen, die einerseits einen lebensbedrohlichen Blutverlust infolge von Gefäßverletzungen schnell stoppen, andererseits jedoch unkontrolliert und im Übermaß zu Gefäßverschluss (Thrombosen) führen kann. Es kommt offenbar auf ein feines Austarieren gerinnungsfördernder und gerinnungshemmender Mechanismen an. Die Natur greift dabei auf ein Verfahren zurück, das auch im Alltag bei wichtigen Entscheidungsprozessen Anwendung findet: Ein molekulares Vier-Augen-Prinzip. Für die Blutgerinnung bedeutet das, dass wichtige Signale nicht von einem einzelnen Protein gesetzt werden können, sondern nur im Zusammenwirken des katalytisch aktiven Proteins (Enzym) mit einem Kofaktor-Protein, dem eine Aufpasserrolle zukommt.
Freilich ist ein solches System doppelt ausfallgefährdet; dies manifestiert sich klinisch in der Bluterkrankheit (Hämophilie), die durch einen Defekt von Blutgerinnungsfaktor IX (Enzym) oder VIII (Kofaktor) verursacht wird. Auf der Basis des Verständnisses für die wechselseitige Abhängigkeit dieser beiden Proteine können wir nun zielscharfe Behandlungsverfahren für die betroffenen Patienten entwickeln.
Forschungsgruppe Strukturbiologie, Abteilung Molekulare Biologie, Naturwissenschaftliche Fakultät, Paris-Lodron-Universität Salzburg Coordination

Dr. Berlin Bayer Schering Pharma

Professor für Biochemie; Freier Berater im Bereich Medizin, Berlin

1972 M.D. degree, University of Munich
1974 Doctorate in Clinical Biochemistry, University of Munich
1975 moved to Rockefeller University in New York as a post-doc
1976 was appointed Assistant Professor of Chemical Biology
1982 Group Leader of Molecular Haematology, Centre Hopitalier Universitaire Vaudoise in Lausanne, Switzerland
1987 hired by Schering AG in Berlin in order to create a new Department of Molecular and Cellular Biology. Dr. Schleuning left Schering and cofounded PAION GmbH, a biopharmaceutical company with a drug portfolio largely based on Dr. Schleuning s research.
since 2004 working as an independent consultant for biotechnology and venture capital firms. Dr. Schleuning has been a pioneer in the field of genetically engineered protein drugs. One of them (Desmoteplase) is now in the last stage of clinical development. His research strategy is based on the notion that evolution has created analogues of human proteins for specific adaptations in the animal world which are suitable as drugs for medicinal interventions. Examples include snake, spider, scorpion venoms and vampire bat saliva.

Dr. Hans-Ulrich DEMUTH

Honorarprofessor für Pharmabiotechnologie, Fachbereich Angewandte Biowissenschaften und Prozesstechnik, Hochschule Anhalt (FH), Köthen; Co-founder, probiodrug AG, Halle an der Saale

1973-1978 Biochemiestudium an der Martin-Luther-Universität, Diplom 1978, Dissertation 1981, Habilitation und Lehrbefähigung (Facultas docendi) für das Fach Biochemie 1990
1981-1987 Assistent im Wissenschaftsbereich Biochemie der Sektion Biowissenschaften
1983/1986 Postdoc am Department of Chemistry, University of Kansas, Lawrence, KS, USA
1988 Oberassistent im Wissenschaftsbereich Bioorganische Chemie, Biotechnikum der Martin-Luther-Universität, Leiter der AG Wirkstoffbiochemie
1989-1990 Postdoc am Department of Pharmaceutical Pharmacology, Biomedical-Research Center, University of Uppsala, Schweden
1992 Leiter einer BMFT-Nachwuchsförderarbeitsgruppe
1994 Leiter der Abteilung Wirkstoffbiochemie am Hans-Knöll-Institut für Naturstoff-Forschung, Jena
seit 1997 Vorstand Forschung probiodrug AG, Halle (Saale)
seit 2006 Professor für Pharmabiotechnologie, Hochschule Anhalt
seit 2007 Geschäftsführer Ingenium Pharmaceuticals GmbH, München

Ph.D. Richard A. ENGH

Professor of Structural Chemistry; Group Leader, Research Unit "Structure determination", The Norwegian Structural Biology Centre, University of Tromsø

1981 Augustana College, South Dakota, B.A.
1982-1987 University of Chicago; M.S., Ph.D. thesis on Molecular dynamics studies and laser spectroscopy
1988-1992 Postdoctoral fellow with R. Huber, MPI Biochemistry
1992-2006 Coordination of structure based drug design collaboration MPI with Boehringer Mannheim GmbH and Roche Diagnostics GmbH: Technology Director Structural Analysis and Head of Crystallography

Dr. Niels GOTTSCHALK-MAZOUZ

Professor für Sozialphilosophie, Institut für Philosophie, Universität Bayreuth

 Diplom-Physiker (Technische Universität Berlin/Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin) sowie promovierter und habilitierter Philosoph (Universität Stuttgart). Er studierte zunächst Physik an der TU Berlin, dann auch Philosophie und Wissenschaftsgeschichte an der TU und der Freien Universität Berlin sowie an den Universitäten Leipzig und Tübingen, und verbrachte Forschungsaufenthalte an der Princeton University und der Australian National University. Er lehrte und forschte von 1997-2008 an der Universität Stuttgart im Institut für Philosophie und arbeitete dort auch in interdisziplinären Projekten auf den Themenfeldern Informatik, Umwelt sowie Gesundheit. Seit dem WS 08/09 ist er Professor für Sozialphilosophie an der Universität Bayreuth und Leiter einer Arbeitsgruppe zu wissenschaftstheoretischen Aspekten von Computersimulationen im Rahmen des Stuttgarter Exzellenzclusters 310 (Simulation Technology).

Dr. Dr. h.c. mult. Robert HUBER

Nobelpreisträger für Chemie; Direktor, Emeritus Gruppe Strukturforschung, Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried

1960 Diploma in Chemistry, Technische Universität München
1963 Dr. rer. nat., Technische Universität München
1968 Habilitation, Technische Universität München
1972-2005 Scientific Member of the Max-Planck-Gesellschaft and Director at the Max-Planck-Institut für Biochemie
since 1976 Apl. Professor, Technische Universität München
since 1997 Co-founder and advisor of the Biotech Company "Proteros"
2001 Visiting Professor, Universitat Autonoma de Barcelona
  Gastprofessor, Universität Duisburg-Essen
2005 Director Emeritus
since 2005 Co-founder and advisor of the Biotech Company "SuppreMol"
  Visiting Professor, Korean German Institute of Technology (KGIT), Seoul National University, Korea
2007 Visiting Professor, Cardiff University

Dr. med. Markus PAULMICHL

Vorstand und Direktor, Institut für Pharmakologie und Toxikologie und Helga & Erich Kellerhals Research Laboratories for Novel Therapeutics, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Salzburg

1977-1983 Studium der Medizin in Innsbruck
1983 Dr.med. Universität Innsbruck
1984-1989 Assistent am Institut für Physiologie (Universität Innsbruck, Arbeitsgruppe Prof. Florian Lang)
1985 Dr.med. Universität Bologna
  Facharzt für Physiologie und Leistungsphysiologie
1989 Habilitation (Venia) im Fach Physiologie an der Universität Innsbruck
1989-1997 Ass. Professor am Institut für Physiologie der Universität Innsbruck
1990-1991 Max Kade Fellowship - Visiting Assistant Professor im Dept. of Pharmacology, Mayo Foundation, Rochester, MN, USA (Prof. D. Clapham)
1990-1992 Research Associate am Department of Pharmacology der Mayo Foundation, Rochester, MN, USA
1991-1992 Erwin-Schrödinger Research Grant - Visiting Assistant Professor im Dept. of Pharmacology, Mayo Foundation, Rochester, MN, USA (Prof. D. Clapham)
1992 Leiter der Arbeitsgruppe Molekulare Membranphysiologie
  Ao. Univ. Prof am Institut für Physiologie der Universität Innsbruck
  Gastprofessor, University of Naples, Italy (Dept. of Nephrology, Prof. Capasso)
1995 Stellvertretender Institutsvorstand Institut für Physiologie der Universität Innsbruck
  EMBO Short-Term Fellowship (Prof. R. Benz)
1996 Gastprofessor, University of Sydney; Dept. of Respiratory Medicine of the Royal Prince Alfred Hospital
  Gastprofessor, Harvard Medical School HHMI (Prof.D.E.Clapham)
2000 Professore Straordinario (Leiter des Instituts Fisiologia Molecolare e dei Trasporti; Professore di I. Fascia Universitá degli Studi, Mailand)
2002 Facharzt für Pathophysiologie
seit 2004 Professore Ordinario - Departimento delle Scienze Biomolecolari e Biotechnologie, Università degli Studi di Milano
2005 Professore Ordinario, CIMAINA Centro Interdisciplinare Materiali e Interfacce Nanostrutturali, Università degli Studi di Milano
2007 Venia im Fach Pharmakologie an der PMU-Salzburg
2007-2008 o. Univ.-Professor für Pharmakologie (Institute für Pharmakologie, PMU Salzburg)
  Österreichischer Delegierter EMEA Pharmakogenetik
2008 Facharzt für Pharmakologie und Toxikologie
  Mitglied der Ethikkommision des Landes Salzburg
seit 2008 o. Univ.-Professor für Pharmakologie und Toxikologie (Institut für Pharmakologie and Toxikologie, PMU Salzburg)

Dr. Johann BRANDSTETTER

Professor für Molekulare Biologie; Stellvertretender Leiter, Fachbereich Molekulare Biologie, Naturwissenschaftliche Fakultät, Paris-Lodron-Universität Salzburg

1991 Diplom in Physik
1991-1994 Promotion am Max-Planck-Institut für Biochemie bei Prof. Robert Huber
1994-1998 Postdoktorat am Massachusetts Institute of Technology und der Harvard University, Cambridge/Boston
1998-2002 Junior Gruppe am Max-Planck-Institut für Biochemie Martinsried
2002-2005 Chief Scientific Officer Proteros biostructures GmbH
seit 2005 Professor, Paris-Lodron-Universität Salzburg

Technologiegespräche

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27.08.2009

10:00 - 12:30Technologiebrunch der Tiroler ZukunftsstiftungSocial
13:00 - 13:10Eröffnung durch das Europäische Forum AlpbachPlenary
13:10 - 14:00EröffnungsreferatePlenary
14:00 - 16:00Wege aus der Krise - neue Perspektiven durch Forschung und Innovation?Plenary
16:30 - 18:00Die Zukunft der StammzellenforschungPlenary
20:00 - 21:30Blick in die Vergangenheit - das Rätsel unserer HerkunftPlenary
21:30 - 23:30Abendempfang gesponsert durch Forschung Austria in Kooperation mit der GFF und dem BMVITSocial

28.08.2009

09:00 - 15:30Arbeitskreis 01: Können wir unseren Nahrungsmitteln vertrauen?Breakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 02: Forschungs-, technologie- und innovationspolitische (FTI) Strategien im internationalen VergleichBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 03: "Säen und Ernten" in der bio(techno-)logischen Forschung: Vom atomaren Bauplan der Proteine zur Entwicklung neuer Arzneimittel und ihrer klinischen AnwendungBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 04: Biomedical and Pharmaceutical Engineering - Schlüsseltechnologien des 21. JahrhundertsBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 05: Infratech - Krise als ChanceBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 06: Kreativität - Treibstoff der Wissensgesellschaft?Breakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 07: Creative Industries vs. Old Economy: Wohin steuert die Wirtschaft?Breakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 08: Universitäten: Verantwortung für die ZukunftBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 09: Vertrauen in die Zukunft - Investieren in die ForschungBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 10: Digital Government im Spannungsfeld zwischen Bürger und VerwaltungBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 11: E-Mobility AustriaBreakout
09:00 - 18:00Junior Alpbach - Wissenschaft und Technologie für junge MenschenBreakout
09:00 - 15:00Technologieworkshop: Trend-Radar Gesellschaftliche EntwicklungenBreakout
09:00 - 15:00Ö1 Kinderuni Alpbach - Wissenschaft und Technologie für KinderBreakout
10:00 - 15:00Sonderveranstaltung: Positionierung Österreichs im internationalen WissensraumBreakout
16:30 - 17:45Kreativität. Wie Kinder lernen - Lernen wie die Kinder?Plenary
18:15 - 20:00Innovative Forschungsstandorte - Regionen im WettbewerbPlenary

29.08.2009

09:30 - 10:45Vertrauen in die Wissenschaft? Integrität in der wissenschaftlichen ForschungPlenary
10:45 - 11:30Die Zukunft des Universums - Perspektiven für Astrophysik und KosmologiePlenary
12:00 - 13:00I-Brain - die technologische Evolution des Gehirns?Plenary
13:00 - 13:15Abschluss-StatementPlenary
13:15 - 14:00Imbiss zum Abschluss der VeranstaltungSocial