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03: Smart City – Wege zur urbanen Mobilität von morgen

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Hauptschule
Breakout / Working Group
in deutscher Sprache

Das rasante Wachstum urbaner Ballungsräume ist eine der großen globalen Herausforderungen unserer Zeit. Gleichzeitig sind es aber auch die Städte selbst, die über das nötige Potenzial an Wissen, Kreativität und Innovationskraft verfügen, um nachhaltige Lösungen zu entwickeln und Transformationsprozesse einzuleiten. Besonders gefragt sind Ideen, Konzepte und Modelle zur Mobilität der Zukunft – Schlüsselthema für die Gestaltung des komplexen Organismus einer Smart City von morgen, in der die individuelle Lebensqualität der Menschen ebenso gesichert ist wie die ökonomische Standortqualität im internationalen Wettbewerb.

Vortragende

Head, Municipal Department 28 - Road Management and Construction (MA 28); Chairman, ITS Vienna Region, Vienna Abstract
Für Ausbau, Erhaltung und Betrieb der Verkehrsinfrastruktur werden derzeit etwa 7,0 Mrd. € von der öffentlichen Hand bzw. deren Unternehmungen ausgegeben, was etwa 10 % der gesamten Ausgaben der öffentlichen Hand in Österreich darstellt. Damit wird die sogenannte Hardware für die Mobilität - die Verkehrsinfrastruktur - relativ großzügig ausgestattet. Diese ist aber gleichzeitig eine wesentliche Grundlage für die Entwicklung intelligenter Mobilität.
Urbane Mobilität der Zukunft:
In Zukunft wird aber die weiter steigende Mobilitätsnachfrage insbesondere in urbanen Regi-onen nicht mehr allein durch Hardwaremaßnahmen, das heißt durch weitere Netzerweite-rungen möglich sein. Dagegen sprechen nicht nur budgetäre Engpässe, sondern auch die Erhaltung eines hohen Standards an Lebensqualität sowie die nicht mehr gegebene Um-weltverträglichkeit.
Stetiges Bevölkerungswachstum in städtischen Ballungsräumen (in Wien werden bis 2025 ca. 2,0 Mio. Menschen leben) und die enge wirtschaftliche Vernetzung sowie die Siedlungs-politik führen zu ständig steigender Mobilitätsnachfrage. Um aber auch in Zukunft hohe Le-bensqualität und Bevölkerungszuwachs zu ermöglichen, darf der Anteil für den motorisierten Individualverkehr (MIV) nicht mehr wachsen. In Wien soll daher im Rahmen des aktuellen Masterplans für Verkehr der Anteil des MIV bis 2020 auf unter 25 % sinken, der ÖV über 40 % und der Anteil des Radverkehrs bereits im Jahr 2015 über 10 % ansteigen.
Mit dem laufenden Ausbau des öffentlichen Verkehrs in Wien und der massiven Förderung des Rad- und Fußgängerverkehrs sind bereits vor längerer Zeit die Weichen in Richtung umweltfreundlicher Mobilität gestellt worden. Die Umsetzung dieser Zielsetzung erfordert auch ein Umdenken beim Verkehrsverhalten der Bevölkerung, wobei hier im Bereich der Tagespendler hohes Potential besteht, wenn neben der Schaffung notwendigen Umsteigka-pazitäten auch ein umfassendes Informationssystems über die einzelnen Verkehrsträger und die jeweils passenden Umsteigerelationen geschaffen werden.
Ein wichtiges Instrument hierfür ist ITS. Intelligente Verkehrssysteme sollen dazu beitra-gen, dass die intermodale und multimodale Nutzung der bestehenden Verkehrssysteme wei-ter ausgedehnt wird.
ITS Vienna Region - ein intermodales Vekehrsinformationssystem zur Stärkung nach-haltiger Mobilität:
ITS Vienna Region ist das gemeinsame Verkehrstelematikprojekt der Länder Wien, NÖ und Bgld das bereits im Jahr 2006 gestartet wurde. ITS Vienna Region sammelt Verkehrsdaten von zahlreichen Partnern und Datenquellen, errechnet daraus ein Echtzeitverkehrslagebild, optimiert die Datenqualität, unterstützt die Länder bei ökologischen und effizienten Ver-kehrsmanagement und ist lfd. in mehr als 20 Forschungsprojekte involviert. Zu den Partnern von ITS Vienna Region zählen unter anderem Wiener Linien, VOR, ÖBB, ASFINAG, Polizei sowie die Taxiunternehmen 31300, 40100 und 60160, sowie City Bike Wien und die Ö3 Verkehrsredaktion.
AnachB.at wird laufend verbessert:
Bereits seit 2009 betreibt ITS Vienna Region das Echtzeitverkehrsinfoservice AnachB.at für Wien, NÖ und Bgld. AnachB.at bietet intermodale Routenplaner für alle Verkehrsarten, spe-zielle Rad- und Park & Ride Routenplaner sowie ein Verkehrslagebild auf der Webseite www.anachb.at, als Smart-Phone, APP an. AnachB.at arbeitet mit lfd. aktualisierten Ver-kehrsdaten die von den o.g. Partnern von ITS Vienna Region zur Verfügung gestellt werden und berechnet so monatlich mehr als 1,0 Mio. Routen.
Managing Director, Innovation Centre for Mobility and Societal Change; Head of Business Development, DB FuhrparkServices, Berlin
Head of Corporate Technology Central Eastern Europe (CEE), Siemens AG Österreich, Vienna Abstract
Stadt Wien, Siemens und Wien Energie starten ein europaweit einzigartiges Forschungsprojekt. Am 1. Oktober 2013 nimmt die Forschungsgesellschaft „Aspern Smart City Research GmbH & Co Kg“ ihre Arbeit auf. Das Projekt ist auf fünf Jahre angelegt, die Erforschung von Lösungen zur erhöhten Energieeffizienz stehen im Mittelpunkt.

Welche konkreten Ergebnisse des Projekts sind geplant?
-Effiziente Energienutzung: Reduktion des Energieverbrauchs, intelligente Regelung und gezieltes Energiemanagement im Verteilnetz sowie in der Gebäudetechnik bringen Einsparpotentiale (Energie und finanziell).
-Erneuerbare Energien: Einbindung und Management von erneuerbaren Energiequellen (Photovoltaik, Solarthermie) ermöglichen zusätzlich zur Energieeffizienz auch CO2-Reduktion.
-Energiespeicher: Da Wind und Sonne unregelmäßig Energie liefern, sind Stromspeicher und deren Management ein Muss. Die Wirtschaftlichkeit und Effizienz verschiedener Energiespeichertechnologien wird erprobt.
-Niederspannungsautomatisierung (Smart Grid): Künftig werden Millionen kleiner Energieerzeuger Strom in die Netze einspeisen. Die Niederspannungsnetze müssen für Stabilität im Netz sorgen und balancieren Erzeugung und Verbrauch aus. Wie das in Zukunft funktionieren kann, wird im Rahmen des Projekts demonstriert.

Was ist das Besondere an diesem Projekt?
-Aspern ist eines der größten Greenfield-Stadtentwicklungsprojekte in Europa. Geplant: Wohnungen für 20.000 Menschen sowie 20.000 Arbeitsplätze bis 2030.
-Aspern ist ein „Living Lab“, ein „lebendes Labor“: Das Projekt ermöglicht das Forschen und Entwickeln an einer realen Infrastruktur. Dies bietet die Chance, ein langfristig integriertes Konzept mit Technologien, Produkten und Lösungen für einen energieoptimierten Stadtteil zu entwickeln.
-Das Testlab in der Seestadt Wien bietet die ideale Voraussetzung, da unterschiedliche Gebäudekategorien im Projekt eingebunden werden. (Wohngebäude, Schulgebäude, Bürogebäude, in Zukunft ev. auch Gewerbe und Studentenwohnheim)
-Nähe zu Kunden und Endkunden und die Möglichkeit Entwicklungen auf den Zielsystemen zu testen ermöglicht:
-Evaluierung des wirtschaftlichen Nutzens der neuen Lösungen.
-Tests, ob die neuen Produkte/Lösungen auch auf bestehender Infrastruktur ausgerollt werden können.
-Einbeziehung der Endkunden - Akzeptanzsteigerung
Director General, Wiener Stadtwerke Holding AG, Vienna
Managing Director, AustriaTech - Federal Agency for Technological Measures Ltd., Vienna
Head of Unit, New and Renewable Energy Sources, Directorate General for Research and Innovation, European Commission, Brussels
Editor-in-Chief, Vienna Regional Studio, Austrian Broadcasting Corporation, Vienna Chair
Chief Executive Officer, TINA Vienna Urban Technologies & Strategies GmbH, Vienna Coordination

Dipl.-Ing. Bernhard ENGLEDER

Head, Municipal Department 28 - Road Management and Construction (MA 28); Chairman, ITS Vienna Region, Vienna

1981-1987 Sekretär im Kabinett des Bundesministers, Bundesministerium für Bauten und Technik
1987-1992 Bereichsleiter, Wiener Bundesstraßen AG
1992-1997 Leiter der Abteilung Umwelt und Verkehr
1997-2001 Vorstandsdirektor in der Autobahnen- und Schnellstraßen- Finanzierungs- Aktiengesellschaft (ASFINAG)
  privater Investoren an Autobahnprojekten)
2002-2006 Konsulententätigkeit im Infrastrukturbereich, Entwicklung eines Public Private Partnership Modells (Beteiligung
seit 2006 Leiter der Magistratsabteilung 28 - Straßenverwaltung und Straßenbau sowie Leiter von ITS-Vienna Region

Prof.Dr. Andreas KNIE

Managing Director, Innovation Centre for Mobility and Societal Change; Head of Business Development, DB FuhrparkServices, Berlin

1990 Political Science in Marburg and Berlin, Diploma at the Freie Universität Berlin, PhD
1994 Habilitation at the Technical University of Berlin
since 1988 Research Fellow, Social Science Research Center Berlin (WZB)
since 1996 Professor of Sociology at the Technical University of Berlin
since 2006 Managing Director, Centre for Innovation in Mobility and Societal Change (InnoZ)
since 2010 Head of Business Development at the Fleet Management Group of Deutsche Bahn AG

Dipl.-Ing. Dr. Gerald MURAUER

Head of Corporate Technology Central Eastern Europe (CEE), Siemens AG Österreich, Vienna

1994-1999 TU Wien Wirtschaftsingenieurwesen, Dipl.-Ing. Industrie-Finanzierung Industrielle Betriebswirtschaftslehre Material Science
1999-2001 Studium TU Wien Wirtschaftsingenieurwesen, Dr. Dissertation: Unternehmensgründungen durch Venture Capital
2001-2002 Berater, Boston Consulting Group
2002-2005 Stv. Geschäftsführer, Wiener Wissenschafts- und Technologiefonds
2005-2007 Unternehmersgründer, Murauer & Partner
2007-2012 Managing Director, Institute of Science and Technology Austria (I.S.T. Austria)

Dr. Gabriele PAYR

Director General, Wiener Stadtwerke Holding AG, Vienna

1981 Doktorat der Rechtswissenschaften, Universität Wien
2004 Abschluss (MBA) des Universitätslehrgangs Public Management an der University Salzburg Business School
1981-2003 Dienst bei der Stadt Wien:
1997-1999 Leitung der MA 17 Gemeindewohnhäuser
2000-2003 Leitung der städtischen Unternehmung "Wiener Wohnen"
2004-2008 Vorstandsmitglied, Wiener Stadtwerke Holding AG
2007 Generaldirektor-Stellvertreterin
seit 2009 Generaldirektorin, Wiener Stadtwerke Holding AG

DI Martin RUSS

Managing Director, AustriaTech - Federal Agency for Technological Measures Ltd., Vienna

2002-2005 Projektleiter im Bereich Verkehrs- und Mobilitätsforschung sowie Verkehrstechnologien, Herry Consult GmbH
2005-2008 Programmmanager für das Verkehrstechnologieprogramm, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
2008-2011 Kabinett der Bundesministerin, Referent für Forschung, Technologie und Patentwesen, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
2011 Geschäftsführer, AustriaTech - Federal Agency for Technological Measures Ltd., Wien
2012 Generalsekretär ITS Austria

M.Sc Electrical Engineering Paul VERHOEF

Head of Unit, New and Renewable Energy Sources, Directorate General for Research and Innovation, European Commission, Brussels

1982-1982 Philips Electrical Industries, Lower Hutt, NZ
1984-1986 United Nations/ITU, Suva, Fiji
1986-1987 EUTELSAT, Paris, France
1988-1989 European Space Agency, Noordwijk, Netherlands
  Head of Unit New and Renewable Energy Sources, DG RTD
  HoU Research and Innovative Transport Systems,DG MOVE
  Programme Manager, EU satellite navigation programmes
  HoU International Affairs, DG INFSO
  Cabinet of Commissioner Bangemann
  various roles in telecommunications policy
since 1990 European Commission, Brussels, Belgium

Dr. Paul TESAREK

Editor-in-Chief, Vienna Regional Studio, Austrian Broadcasting Corporation, Vienna

1984 Promotion zum Dr.phil., Universität Wien
seit 1984 Journalist beim ORF in Wien:
1984-1987 Redakteur ORF Teletext
1988 Redakteur ORF Bundesländerredaktion
1989 Redakteur Landesstudio Wien
1992 Moderator "Wien heute"
1999 Chefredakteur

Mag.a Veronika HAUNOLD

Chief Executive Officer, TINA Vienna Urban Technologies & Strategies GmbH, Vienna

1984-1986 Ausbildung zur Werbegestalterin, Wirtschaftsförderungsinstitut der Handelskammer/WIFI, Wien
1987-1994 Studium der Politik- und Kommunikationswissenschaft, Universität Wien
1992-1994 Assistentin, The Washington Post, Wien
1994-1995 Diplom in Internationalen Beziehungen, The Johns Hopkins University, Bologna
1996-1997 Umweltrechtsexpertin, GLOBAL 2000, Wien
1998-2000 Projektmanagerin, Wiener Jugendrotkreuz, Wien
2000-2003 Eurogroup for Animals, Campaigns Officer, Brüssel
2003-2006 Leitung Internationale Kampagnen, Vier Pfoten International Wien und Brüssel
2007-2008 Public Affairs Abteilung, ÖBB Holding AG, Wien
2008-2012 Geschäftsführung EU-Umweltbüro im Umweltdachverband
seit 2012 Geschäftsführerin, TINA VIENNA Urban Technologies & Strategies GmbH

Technologiegespräche

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22.08.2013

10:00 - 12:30Technologiebrunch gegeben von Standortagentur TirolPartner
13:00 - 13:10Eröffnung der Alpbacher Technologiegespräche 2013Plenary
13:10 - 13:45Innovation und PolitikPlenary
13:45 - 15:15Die Zukunft der Innovation - internationale PerspektivenPlenary
15:40 - 16:40Graphen - Hoffnungsträger zukünftiger Technologien?Plenary
16:40 - 18:00Von der Forschung zum wirtschaftlichen ErfolgPlenary
20:00 - 21:45Wir im UniversumPlenary
21:45 - 00:00Abendempfang gegeben von Forschung AustriaSocial
21:45 - 00:00Karrierelounge gegeben von den Veranstaltern und Siemens AG ÖsterreichSocial

23.08.2013

08:30 - 15:00Arbeitskreis 05: Zukunftsraum Alpen: Fokus nachhaltige RessourcennutzungBreakout
09:00 - 15:00Arbeitskreis 01: Die Wertschöpfungsketten der ZukunftBreakout
09:00 - 15:00Arbeitskreis 02: To Develop the Future - Innovation von morgen am Beispiel internationaler LeitbetriebeBreakout
09:00 - 15:00Arbeitskreis 03: Smart City - Wege zur urbanen Mobilität von morgenBreakout
09:00 - 15:00Arbeitskreis 04: "Frontrunner" als neuer Ansatz der FTI-PolitikBreakout
09:00 - 15:00Arbeitskreis 06: Das Potenzial von IKT-Tools im Open Innovation-ProzessBreakout
09:00 - 15:00Arbeitskreis 07: Web attack! Der Kampf gegen Hacker und DatenverlustBreakout
09:00 - 15:00Arbeitskreis 08: Industrie 4.0 - Auswirkungen auf die Arbeitswelt der ZukunftBreakout
09:00 - 15:00Arbeitskreis 09: Green Tech: Vision und Business ECO-MobilitätBreakout
09:00 - 15:00Arbeitskreis 10: Identität 2.0: der digitale MenschBreakout
09:00 - 15:00Arbeitskreis 11: Intellectual Property Management - Voraussetzungen für Wohlstand und ErfolgBreakout
09:00 - 15:00Arbeitskreis 12: Sichere Gesellschaft = Gesicherte Zukunft = SicherheitsforschungBreakout
09:00 - 18:00Junior Alpbach - Wissenschaft und Technologie für junge MenschenBreakout
09:00 - 15:00Sonderveranstaltung: Strategieempfehlungen zur FTI InternationalisierungBreakout
09:00 - 15:00Ö1 Kinderuni Alpbach - Wissenschaft und Technologie für KinderBreakout
16:00 - 17:30i-Learning - Die Zukunft des Lernens in der digitalen WeltPlenary
17:45 - 20:00Herausforderungen der biomedizinischen ForschungPlenary
20:00 - 22:00Open Dialogue - Smarte Mobilität für Smart CitiesPartner

24.08.2013

09:30 - 10:15Innovation planen: Irrwege und AuswegePlenary
10:15 - 12:00Cybercrime und CybersecurityPlenary
12:15 - 13:15Die wunderbare Welt der QuantenmechanikPlenary
13:15 - 13:30Abschluss-Statement der Alpbacher TechnologiegesprächePlenary
13:30 - 14:00Imbiss zum Abschluss der Veranstaltung gegeben von den VeranstalternSocial