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06: Tribologie – unterschiedliche Betrachtungen von Reibung und Verschleiß

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Hauptschule
Breakout / Working Group
in deutscher Sprache

Erfolg oder Pleite und das Mitspiel menschlicher Faktoren:
Nicht nur in technischer Hinsicht kann Verschleiß vermieden werden, auch reibungslose zwischenmenschliche Kommunikation ist maßgeblich für das Erreichen von Zielen und ein wesentlicher Punkt, um ein Forschungszentrum wissenschaftlich-wirtschaftlich führen zu können, um nachhaltig Ergebnisse für die Forschungscommunity und Industrie zu erzielen.
Im Arbeitskreis wird über die Bedeutung von Kompetenzzentren berichtet – soziale und technische Kompetenz als Basis für Informationsaustausch und Kooperationsbereitschaft.

Vortragende

Member of the Provincial Government of Lower Austria for Economic Affairs, Tourism, Technology and Sports, St. Pölten Introduction
Head, Innovation Management, OMV AG, Vienna
Professor emeritus für Rechtsmedizin; Präsident des Verwaltungsrats, Forim-X AG, Bern Abstract
Im Forschungsmanagement spielt der sogenannte transdisziplinäre Forschungs-ansatz eine zunehmende Rolle. Leichter gesagt als getan. Dies soll am Beispiel des Projekts  Virtopsy (s. www.virtopsy.com) an der Universität Bern dargelegt werden.

Vor dem Hintergrund der technologischen Entwicklungen der bildgebenden Verfahren in der Medizin, der Robotic und des Vermessungswesens, ist das Ziel dieser wissenschaftlich transdisziplinären Zusammenarbeit, eine minimalinvasive Autopsie für die Rechtsmedizin zu entwickeln. Die für das Forschungsmanagement auftretenden Reibereien, aber auch deren  geölte Abläufe werden dargestellt.

Sowohl Reibereien wie unkomplizierte Abläufe resultieren aus den Stärken und Schwächen, nicht nur der beteiligten Personen, sondern auch der Institutionen, wie Universitätsinstituten, deren Verwaltungen, technologischen Einrichtungen und deren Flexibilitätsunterschiede, z. B. zwischen Großindustrie und KMU-Betrieben.

Für den Start solcher Projekte ist die fächerübergreifende Kommunikation des Forschungsziels, die gezielte Auswahl der Forschungspartner und die Akquisition von finanziellen Forschungsmitteln (sogenannte Drittmittel) prioritär. Auf die damit verbundenen Probleme und Erfahrungen wird näher eingegangen.

Auch die Publikationstätigkeit bedarf einer aufmerksamen Koordination hinsichtlich Reihenfolge der Autorenschaften, Auswahl der fachspezifischen Publikationsorgane und die damit verbundenen Probleme eines transdisziplinären Forschungsinhaltes.
Zu beachten ist auch die zeitliche Zurückhaltung von Publikationen bei laufenden Patentanmeldungen.

Die Forschungspartnerschaft muss sich am Begriff der Transdisziplinarität orientieren. Darunter ist nicht eine  zwischen den Stühlen angesiedelte Interdisziplinarität zu verstehen, sondern der fachübergreifende Austausch hochspezifischen Know-How-Kapitals des jeweiligen Partners.

Die jungen Forscher in transdisziplinären Projekten müssen primär nicht fachlich spezialisiert, sondern sollen von der Neugier bezüglich der in transdisziplinären Projekten sich entwickelnden Schnittmengen geleitet sein. Wesentlich ist dabei die Motiviation des Forschungseinsatzes unter dem Motto:  Der Tag hat 24 Stunden und die Nacht gehört Ihnen . Dabei können teilzeitliche Einsätze durch dieselben Personen in verschiedenen Fachbereichen im Verhältnis 50 : 50 notwendig werden. Dies Bedarf einer entsprechenden Flexibilität der Personalverwaltungen.

Die Kommunikation zwischen den beteiligten Forschern ist zentral. Die Hauptverantwortung dafür trägt das Forschungsmanagement, in dem es für den kommunikativen Austausch verantwortlich zeichnet. Entscheidend ist dabei, dass das transdisziplinäre Forschungsziel allen Beteiligten klar ist. Vorzeitige  Verselbständig-ungen von Einzelgruppen der Forschungsgemeinschaft muss laufend Aufmerksam- keit geschenkt werden. Derartige Entwicklungen können zu Qualitätseinbußen führen.

Den ersten innovativen Forschungsergebnissen wird von Seiten der Scientific Community der angewandten Forschung nicht selten skeptisch begegnet. Dies hängt sicher mit der Entwicklung neuer attraktiver, aber auch konkurrenzierender Berufs-bilder zusammen. Auch dafür werden Beispiele angeführt.

Damit im Zusammenhang steht auch die Beachtung der Zeitachse zwischen den erarbeiteten Forschungsergebnissen und der Umsetzung in marktreife Produkte. Dies müssen sich Investoren auch bewusst sein.

Zusammenfassend steht für transdisziplinäre Forschungsprojekte der Begriff der Nachhaltigkeit im Vordergrund. Kurzfristiges Forschungsdenken im Sinne von Publish or Perish, Ansammlung von Impact-Punkten unter dem Druck der Forschungsevaluation von Fakultäten, egoistische Überlegungen zur Forschungs-karriere haben in solchen Projekten keinen Platz.

Abschließend wird die technologische Umsetzung wesentlicher Virtopsy-Projekt Teile durch die niederösterreichische Firma Profactor und das schweizerische Unter-nehmen Fumedica dargelegt.
Geschäftsführer und Wissenschaftlicher Leiter, AC²T research GmbH - Österreichisches Kompetenzzentrum für Tribologie und K2-Zentrum XTribology, Wiener Neustadt Abstract
Tribologie - 1966 als integraler Begriff für das Gebiet der  interagierenden, d.h. aufeinander einwirkenden Oberflächen unter Relativbewegung geprägt - bezieht sich in ursprünglicher Form in ganzheitlicher Weise auf eine bestimmte Klasse technischer Systeme, auf  Tribosysteme . Diese sind in vereinfachter, schematischer Weise zu beschreiben als Gesamtheit der relevanten Systemelemente: Grundkörper, Gegenkörper, Zwischenstoff, Umgebung und das durch die äußeren Belastungsbedingungen definierte  Beanspruchungskollektiv .
Aus der Befassung mit tribologischen Systemen, deren Analyse und den Erfahrungen mit diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen lassen sich Effekte, ja Gesetzmäßigkeiten erkennen, die auch in anderen Systemumfeldern in analoger Weise gelten.

In  Organisationseinheiten kann man Effekte beobachten, die offensichtlich ähnlich zu beurteilen sind wie tribologische Probleme bei technischen (Tribo-)Systemen Man könnte hier von  psychosozialen Tribosystemen sprechen. Die psychosoziale Tribologie beobachtet in analoger Weise tribologische Prozessgrößen, wie z. B. erhebliche Reibungswiderstände bzw. Reibungsverluste, Abnutzung von Personen (gesundheitliche Überforderung) oder vereinzelt  Fressverschleiß (überdurchschnittlicher Personaldurchsatz, etwa im Bereich einer bestimmten Dienststelle, z.B. des Sekretariates).
Dann ist eine Tribosystemanalyse der  Organisationseinheit angezeigt. Gewisse Kenntnisse tribologischer Begriffe und Zusammenhänge sind empfehlenswert, um den spezifischen Fokus der Betrachtung zu verstehen und Effekte zuzuordnen, z. B. sind im übertragenen Sinne die tribologischen Elementen ( Körper ) die handelnden Personen (Mitglieder der  Organisationseinheit ). In vielen Fällen hat man es mit einem  offenen Mehrkörper-Tribosystem zu tun. Die  Relativbewegung ergibt sich aus den Gegensätzlichkeiten der Anforderungen, Interessen und Ziele der betreffenden Personen.  Innere Reibung stellt sich ein, wenn die Gegensätzlichkeiten innerhalb einer Person wirksam werden.  Äußere Reibung betrifft Konflikte zwischen den Personen.
Die  psychosoziale Tribotechnik im Management (und durchaus auch im gesellschaftlichen Zusammenspiel, wie etwa in der Politik) kann Basisempfehlungen zur Bewältigung tribologischer Aufgabenstellungen in Analogie auf das Tribosystem einer  Organisationseinheit anwenden, insbesondere:

- Optimierung der  Relativgeschwindigkeiten , i.A. Absenken auf das niedrigst-mögliche Niveau, d. h. weitestgehende Entschärfung der Gegensätzlichkeiten (Konfliktpotenziale)
- Reduktion der Beanspruchung (= spezifische Belastung) bzw. generell des Beanspruchungsniveaus
- Vergleichmäßigung der Beanspruchung
- Verringerung des  Reibzahlniveaus
- Optimierung der Materialpaarung
- Vermeidung von Start-Stopp-Betrieb (Anlaufschwierigkeiten,  Mischreibungsgefahr )

Die genannten  Merksätze lassen sich im Detail für das Alltagsgeschäft im Aufbau und in der Konsolidierung einer Forschungseinrichtung, wie eines Kompetenz- bzw. Exzellenzzentrums, interpretieren.  Relativgeschwindigkeiten , die tribologische Probleme aufwerfen können, ergeben sich beispielhaft aus der möglichen Gegensätzlichkeit zwischen den strategische Erfordernisse der  Organisationseinheit und den jeweils persönliche Ziele bzw. Interessen von Mitarbeitern.
Unterschiede lassen sich durch wechselseitige, dynamische Anpassung der Strategie (des Unternehmens, Geschäftsbereiches etc.) und der persönlichen Zielsetzungen  entschärfen . Mehr oder weniger rasch wechselnde strategische Zielsetzungen der  Organisationseinheit ohne infrastrukturelle Begleitmaßnahmen (z. B. Verfügbarkeit eines geeigneten Personals) sind genauso problematisch wie zu stark differenzierte und zu wenig definierte oder unklare persönliche Ziele! Besser eindeutige Stärken fördern und in der Gesamtstrategie berücksichtigen als häufiges  Umpolen (Verheizen) überdurchschnittlich fähiger Mitarbeiter.
Konkrete Abhilfemaßnahmen wären z.B. in häufigeren Karrieregesprächen (Protokoll mit Meilensteinen) zu sehen! Dem  Geschwindigkeitsabgleich dienen auch Jour-fix-Termine für Gespräche untereinander (Gesprächskultur!) bzw. Kurzreferate über aktuelle Arbeiten sowie Ergebnisse. Dabei sollte jedoch Zeit- und Präsentationsaufwand nicht übertrieben werden (eventuell ist dabei ein Doppelnutzen zu lukrieren, z.B. für Marketingmaßnahmen)!
Im Rahmen des Beitrages werden weitere Analogiebetrachtungen zwischen tribologischen und sozialen Wechselwirkungen angestellt und daraus abgeleitete  tribotechnische Maßnahmen skizziert. Deren Umsetzung - innerhalb einer Institution, im Umgang mit Geschäftspartnern oder mit öffentlichen Einrichtungen - hat jedenfalls auf die jeweiligen Systemkonstellationen und Systemgrenzen Rücksicht zu nehmen.

Literaturhinweis:
Franek F.: Tribologie in Theorie und Anwendung. Lehrunterlagen zum Studiengang  Professional MBA Industrial Management - Modul 9. Technik Akademie Vienna Region (TAVR) in Zusammenarbeit mit der Donauuniversität Krems, 2008
Geschäftsführer, Integrated Microsystems Austria GmbH; Leiter, K1-Zentrum ACMIT - Austrian Center for Medical Innovation and Technology, Wiener Neustadt Abstract
Mit dem "Austrian Center for Medical Innovation and Technology" (ACMIT) ging mit April 2010 ein neues K1 Kompetenzzentrum im COMET-Programm am Standort Wiener Neustadt ins Rennen.
Ziel von ACMIT ist es eine führende Forschungseinrichtung auf dem Gebiet der Medizintechnik mit dem Fokus auf Minimal Invasiver Chirurgie und Medizinrobotik aufzubauen. Die Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen innovativer chirurgischer Instrumente und deren Antriebssysteme, medizinischer Robotersysteme, neuartiger Sensoren und Sensorsystemen, sowie Simulations- und Trainingsmaßnahmen zur optimalen Integration neuer Geräte in das klinische Umfeld.
Das Gesundheitssystem als Grundversorgungseinrichtung der Bevölkerung und Gradmesser des Wohlstandes eines Landes ist aufgrund der demographischen Entwicklung einem starken Druck aus Versorgungssicherheit, Letztstand der medizinischen Behandlungsmethoden und Finanzierbarkeit ausgesetzt.
Wissenschaftliche Forschungserkenntnisse aus den technischen und medizinischen Aufgabenstellungen erfordern Forschungs- und Entwicklungsarbeiten über mehrere Jahre und müssen zusätzlich über Studien abgesichert werden um überhaupt für Unternehmen interessant zu sein. Welche Technologien das Potenzial zu Innovationen haben, entscheiden Unternehmen und der globale Markt der Medizintechnik.
ACMIT hat neben den technischen und marktrelevanten Anforderungen die von den Unternehmen vorgegeben werden auch medizinische Anforderungen in den Forschungsarbeiten zu erfüllen und muss ständig einen Abgleich mit diesen  unterschiedlichen Welten der Projektpartner herbeiführen.
Im Vortrag werden diese unterschiedlichen Gruppen und Bezugssysteme unter den Gesichtspunkten der Tribologie - im Kontext mit dem K1-Zentrum ACMIT diskutiert.
Professor of Physics and Expert in Nanotechnology, Tribology and Biomimetics, University of Kebangsaan, Malaysia; Professor, Institute of Applied Physics, Vienna University of Technology, Vienna Abstract
Der wissenschaftliche und wirtschaftliche Erfolg von Kompetenzzentren ist eng an psychosoziale Komponenten gebunden. Kommunikation und menschliche Schwächen sowie Druck und Reibung in hierarchischen Systemem beeinflussen die Umsetzung des Entwurfs in die Wirklichkeit und bedingen, dass die Realisierung oft anders aussieht als die Vorstellung. Bisherige psychosoziale Modelle bauen auf historisch gewachsenen, im gesellschaftlichen Kontext adaptierten Mechanismen auf. Frau Professor Gebeshuber stellt eine neue, technische Annäherung an zwischenmenschliche Kommunikation in Kompetenzzentren vor, basierend auf einer umfassenden Systemanalyse. Gesellschaftliche Problemstellungen werden mit Werkzeugen der Biomimetik und Tribologie beleuchtet. In der Biomimetik findet Wissentransfer von Lösungsansätzen aus der Natur in die Technik statt. Die Tribologie beschäftigt sich mit der Entwicklung von Technologien zur Optimierung von Reibungsvorgängen. Bei der thematischen Zusammenarbeit mit Forschungszentren und Unternehmen sowie bei der Erreichung von Ergebnissen und deren Umsetzung in die Wirtschaft müssen die Trägheiten des Systems berücksichtigt werden, um zu einer möglichst produktiven, zukunftsorientierten und nachhaltigen Übereinstimmung zu kommen. 45 Millionen Jahre alte mikromechanisch optimierte Verbindungen in Kieselalgen und das Einlaufen eines Ferrarimotors sind anschauliche Beispiele dafür, wie das Verhältnis von zielgerichteter Energie und dissipierter Energie möglichst groß gehalten werden kann, und die nachteilige Wirkung der dissipierten Energie gemindert beziehungsweise sogar sinnvoll eingesetzt wird. Es ist natürlich nicht möglich, in Natur und Technik existierende Lösungsansätze 1:1 auf die Lösung von sozialen Anforderungen zu übertragen. Die Methode der strukturierten Analyse der Problembündel in Biomimetik und Tribologie können jedoch zu einem besseren Gesamtverständnis der Anforderungen an sich führen. Daraus ergeben sich Lektionen für die wissenschaftliche und wirtschaftliche Führung von Forschungszentren, in Bezug auf das eigene Team und andere Forschungsgruppen (Reibung innerhalb der Organisation), die Kollegen (andere Forschungseinrichtungen und wissenschaftlicher Wettbewerb) und die Kunden (Kommunkation und Verhältnis zu den Geldgebern), die zu einem optimalen Verhältnis zwischen Reibungsenergie (im System) und Leistungsenergie (zielgerichtet) führen.
Vizerektor für Forschung und Technologie sowie Leiter, Zentrum für Regenerative Medizin, Donau-Universität Krems Abstract
Die Funktionsfähigkeit des Bewegungsapparates ist hochgradig an die Funktionalität des Gelenkknorpels gebunden. Die biomechanischen Eigenschaften von Knorpel erlauben eine reibungslose Beweglichkeit, die die Bewegungsvielfalt des Menschen unterstützen. Die Einwirkung von Verletzungen, Überlastung aber auch altersphysiologische Einflüsse und Erkrankungen beeinträchtigen die Funktionsfähigkeit des Bewegungsapparates. Im Altersgang werden die Gelenke in unterschiedlichem Ausmaß von Gelenkabnützung
(Arthrose) betroffen, was eine schmerzhaft Einschränkung der Mobilität nach sich zieht; die tribologischen Eigenschaften von Knorpel stellen hier einen wesentlichen Aspekt dar. Die Gelenksschädigung kann einerseits im Sinne eines Knorpeldefektes, andererseits im
Sinne eines degenerativen Prozesses - der Arthrose - des gesamten Gelenkes gesehen werden. Möglichkeiten, diese tribologischen Eigenschaften wieder zu verbessern, sind vor allem Zelltherapien, die mit der Knorpelzelltransplantation eine Regeneration der
Gelenkoberflächen erlauben. Diesbezüglich wurde ein Projekt mit dem Land Niederösterreich initiiert, um Möglichkeiten der Zelltransplantation im Bereich der Gelenkoberflächen zu erweitern. Ergebnisse zeigen, dass eine Mechanostimulation der
arthrotisch veränderten Knorpelzellen ihre Funktionalität wieder deutlich erhöhen kann und sie damit wieder regenerativen Aufgaben zugeführt werden können. Die Tribologie bei degenerativ veränderten Gelenken kann durch die Zuführung von  Schmiermitteln
wie Hyaluronsäure verbessert und so der Degenerationsprozess verlangsamt werden. Die Optimierung der Anhaftung von Hyaluronsäure und damit verlängerte Wirksamkeit im Bereich der Gelenke wird in FFG-Projekten an der Donau-Universität Krems beforscht. Im Weiteren werden auch Materialien entwickelt, die die aufgerauten Oberflächen von Gelenken wie mit einem  Knorpelpflaster wieder herstellen können. Die Wiederherstellung der Tribologie  im Sinne der Biotribologie - von Gelenkoberflächen ist
der zentrale Forschungsaspekt des Zentrums für Regenerative Medizin und wird im Projekt  COMET gemeinsam mit dem Österreichischen Kompetenzzentrum für Tribologie (AC2T) bearbeitet. Die Verbesserung von tribologischen, biomechanischen
Eigenschaften des Gelenksknorpels und Erhalt seiner Funktionalität im Altersgang ist ein wichtiger Faktor in der Erhaltung der Mobilität der Menschen und somit unmittelbar mit der Aufrechterhaltung der sozialen Integrität, gesellschaftlichen Kontakten und
Berufsausübung verbunden. Bewegung als Ausdruck des Lebens ist somit unmittelbar an die biotribologische Charakteristik von Gelenkoberflächen gebunden und stellt eine zentrale Herausforderung in der medizinischen Forschung dar.
Professor of Chemistry, Interdisciplinary Research Institute, Université des Sciences et Technologies de Lille Abstract
Tribocorrosion has evolved into a new and emerging area of research drawing attention from scientists and engineers belonging to a wide spectrum of research domains. It is basically an integration of two major areas of significance and application in mechanical systems namely Tribology, the science of friction, wear and lubrication, and Corrosion which relates to chemical aspects of the material degradation in mechanical systems. Tribocorrosion phenomena have lead to uneconomical material as well as durability and reliability loss. There is thus obviously a need to prevent tribocorrosive material degradation.
Diamond interfaces have emerged in the last decade s an alternative material coating. Diamond is famous among scientists for its combination of exceptional physical properties and mechanical properties such as high thermal conductivity, chemical inertness, optical transparency (from UV to IR) together with high mechanical stability and corrosion resistance. These properties are mainly a result of the crystalline structure of diamond comprising sp3-hybridized carbon atoms where the carbon atoms are forming tetrahedral bonds with four nearest neighbors
In this presentation the interest of diamond thin protection films for tribocorrosive systems will be presented. A special focus will be on the surface chemistry of diamond, as it is strongly influencing the physico-chemical properties of the coating.1,2

References:
[1] S. Szunerits, R. Boukherroub, Review: Chemical, photochemical and electrochemical surface modification of diamond.; J. Solid State Electrochem., 2008, 12, 1205-1218
[2] M. Wang, A. Schneider, J. NiedzióBka-Jönsson; L. Marcon, S. Ghodbane, D. Steinmüller-Nethl, M. Li, R. Boukherroub, S. Szunerits, Covalent modification of boron-doped diamond electrodes with an imidazolium-based ionic liquid; Electrochimica Acta 2010, 55, 1582-1587
Organisationsberaterin, Supervisorin und Lehrbeauftragte, Department für Weiterbildungsforschung und Bildungsmanagement, Donau-Universität Krems Chair
Head of Department, Company and Technology, ecoplus. The Business Agency of Lower Austria, St. Pölten Coordination

Dr.in Petra BOHUSLAV

Member of the Provincial Government of Lower Austria for Economic Affairs, Tourism, Technology and Sports, St. Pölten

1991 Economic sciences (tourism, human resource management), WU (Vienna University of Economics and Business)
1991-1994 Marketing manager, Railtours Austria
1995 Head of Marketing and Sales Department, Rogner-Thermen Blumau, Stegersbach
1996-2001 Chief Executive Officer, Archäologiepark Carnuntum Ltd.
2001-2004 Chief Executive Officer, Congress Casino Baden
2004-2008 Minister for Labour, Social Affairs, Sports, Culture, Provincial Government of Lower Austria, St. Pölten
2008-2009 Minister for Youth, Education and Sports, Provincial Government of Lower Austria, St. Pölten
since 2009 Minister for Economic Affairs, Tourism, Technology and Sports, Provincial Government of Lower Austria, St. Pölten

Dipl.-Ing. Dr. M.Sc. MBA Walter BÖHME

Head, Innovation Management, OMV AG, Vienna

  Study of Mechanical Engineering, Vienna University of Technology
  Research and Development on engines, different automotive engine projects (e.g. the impact of fuels composition on emissions of HDV)
  Ph.D. thesis on diesel fuel and emissions of diesel engines, Institute of Internal Combustion, Vienna University of Technology
1985 Assistant, Technical University of Vienna
since 1991 Employee, OMV AG
1996 Technical Marketing Services Fuels and Technical Marketing Services Lubricants, OMV AG
1996-2002 Technical Product Manager Lubricants, responsible for Research and Development of Lubricants, OMV AG
2001-2002 Finance MBA, Danube-University Krems, University of British Columbia
since 2003 Head of Innovation, Innovation Management in Refining and Marketing, responsible for Research and Development - market introduction and new businesses, OMV AG
since 2011 Science and Innovation Manager across the OMV Group

Dr. Richard DIRNHOFER

Professor emeritus für Rechtsmedizin; Präsident des Verwaltungsrats, Forim-X AG, Bern

1967 Studium und Promotion, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
1976 Facharzt für Rechtsmedizin
1979 Habilitation in Rechtsmedizin, Karl-Franzens-Universität Graz
1984-2005 Direktor und Ordinarius für Rechtsmedizin, Universitäten Basel und Bern
1986-1987 Präsident, Schweizerische Gesellschaft für Rechtsmedizin

Dr. Friedrich FRANEK

Geschäftsführer und Wissenschaftlicher Leiter, AC²T research GmbH - Österreichisches Kompetenzzentrum für Tribologie und K2-Zentrum XTribology, Wiener Neustadt

1981 Dr. techn.
1983-1998 Stellvertretender Institutsvorstand, Institut für Feinwerktechnik, Technische Universität Wien
1984 Habilitation im Fachgebiet Feinwerktechnik, mit besonderer Berücksichtigung der Tribologie, Technische Universität Wien
1984-1988 Leiter, Abteilung für Tribologie, Institut für Feinwerktechnik, Technische Universität Wien
1999-2003 Vorstand, Institut für Mikro- und Feinwerktechnik, Technische Universität Wien
2002-2005 Administrativer und wissenschaftlich-technischer Leiter, Ludwig-Boltzmann-Institut für Hüftendoprothetik und orthopädische Implantologie
seit 2002 Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter, AC²T research GmbH - Österreichisches Kompetenzzentrum für Tribologie, Wiener Neustadt
seit 2004 Stellvertretender Leiter, Abteilung Mikrosystemtechnik, Institut für Sensor- und Aktuatorsysteme, Technische Universität Wien

DI (FH) Martin GAGGL

Geschäftsführer, Integrated Microsystems Austria GmbH; Leiter, K1-Zentrum ACMIT - Austrian Center for Medical Innovation and Technology, Wiener Neustadt

1989-2000 Verschiedene Führungsfunktionen in österreichischen technischen Unternehmen
2000-2006 Aufbau von Cluster- und Technologieprogrammen für Niederösterreich, ecoplus
seit 2007 Geschäftsführung der Integrated Microsystems Austria GmbH

Dipl.-Ing. Dr. techn. Ille C. GEBESHUBER

Professor of Physics and Expert in Nanotechnology, Tribology and Biomimetics, University of Kebangsaan, Malaysia; Professor, Institute of Applied Physics, Vienna University of Technology, Vienna

1995-2000 Tutor, Institute for Analysis and Scientific Computing, Vienna University of Technology, Vienna
1998 Ph.D., Physics Engineering, Vienna University of Technology, Vienna
1998 Research Assistant, Institute for Analysis and Scientific Computing, Vienna University of Technology, Vienna
1998-1999 Post-Doctoral Researcher, Institute for Analysis and Scientific Computing, Vienna University of Technology, Vienna
1999 Post-Doctoral Researcher, Physics Department, University of California, Santa Barbara
2000-2002 Post-Doctoral Researcher, Institute of Applied Physics, Vienna University of Technology, Vienna
2002-2009 Assistant Professor, Institute of Applied Physics, Vienna University of Technology, Vienna
2003-2006 Senior Researcher, Austrian Center of Competence for Tribology, Wiener Neustadt
2009-2015 Professor, Institute of Microengineering and Nanoelectronics, Universiti Kebangsaan Malaysia, Bangi
2009-2015 Associate Professor, Institute of Applied Physics, Vienna University of Technology, Vienna

Dr. Stefan NEHRER

Vizerektor für Forschung und Technologie sowie Leiter, Zentrum für Regenerative Medizin, Donau-Universität Krems

1992-2006 Teamleiter des Sportteams, Teamleiter des Kinderteams, Stellvertretender Teamleiter des Spezialteams für Endoprothetik, Stellvertretender Teamleiter des Spezialteams Rheumaorthopädie, Universitätsklinik für Orthopädie, Medizinische Universität Wien
seit 2006 Professor für Tissue Engineering, Leitung des Zentrums für Regenerative Medizin
seit 2006 Oberarzt an der Orthopädischen Abteilung am Landesklinikum Krems (Schwerpunkt Sportorthopädie und Knorpelchirurgie), Donau Universität Krems
seit 2009 Vizerektor für Forschung und Technologie, Donau-Universität Krems

Dr. Sabine SZUNERITS

Professor of Chemistry, Interdisciplinary Research Institute, Université des Sciences et Technologies de Lille

1994 "Magister" in Chemistry, University of Vienna
  The award of a Schroedinger Stipendium allowed her to work for 2 years as a post-doctoral fellow with Prof. C. Amatore at the Ecole Normale Supérieure Paris, France. This was followed by several positions as research fellow at Tufts University, Boston, USA, ENSCPB, Bordeaux, France, before joining the CEA (Grenoble, France) as a CNRS post-doctoral fellow
1998 Ph.D. in Organic Electrochemistry from Queen Mary and Westfield College, University of London
2001 MA in Social Science, Open University London
2003 Habilitation, University Joseph Fourier, Grenoble, France
2004 Appointed Professor, Institut Polytechnique de Grenoble INPG
2007 CNRS appointment, Interdisciplinary Research Institute IRI, Villeneuve d'Ascq, France
2009 Appointed Professor, Université des Sciences et Technologies de Lille 1 USTL, France

Mag. M.Sc. MBA Bettina STRÜMPF

Organisationsberaterin, Supervisorin und Lehrbeauftragte, Department für Weiterbildungsforschung und Bildungsmanagement, Donau-Universität Krems

 Ausbildungen:
 Post-graduate Studium, General Management, Business School Krems - Donau-Universität Krems
 Post-graduate Studium, Supervision, Coaching, Organisationsentwicklung, Donau-Universität Krems
 Ausbildung zur Qualitätsberaterin und zur Gutachterin für Lerner- und Kundenorientierte Qualitätstestierung, ArtSet GmbH Deutschland
 Diplomlehrgang Mediation, Wien
 Akademische Bildungsmanagerin
 Studium Germanistik und Französisch, Universität Wien
1993-2006 Bildungsmanagement, Schwerpunkte: Projektmanagement, Organisationsentwicklung, Qualitätsmanagement, Personalentwicklung
2004-2007 Ehrenamtliches Engagement in der Regionalentwicklung
 Aktuelle Funktionen:
 Unternehmensberaterin, Supervisorin (ÖVS), Mediatorin: struempf unternehmensberatung
 Lehrbeauftragte der Donau-Universität Krems, Department Weiterbildungsforschung und Bildungsmanagement, Department Psychosoziale Medizin und Psychotherapie, Department Interaktive Medien und Bildungstechnologien, Department Bauen und Umwelt: u.a. Supervision und Coaching; Qualitätsentwicklung; Kompetenzbilanz
 Gutachterin und Auditorin für Cert NÖ
seit 2004 Organisationsentwicklung, Supervision (Integrativer Ansatz), Mediation

Dipl.-Ing. Claus ZEPPELZAUER

Head of Department, Company and Technology, ecoplus. The Business Agency of Lower Austria, St. Pölten

 Studium der Lebensmittel- und Biotechnologie, Universität für Bodenkultur Wien
1998-2000 Brauereileiter, Braumeister und stellvertretender Geschäftsführer, 1. Wiener Gasthofbrauerei
2000-2001 Senior Consultant, Czipin & Proudfoot, früher Czipin & Partner, Internationale Produktivitätsberatung
2001-2003 Leiter, Abteilung Research & Development, Melbrosin International GmbH & Co KG
2003-2004 Gründer und Inhaber, Life Science Project Management, Unternehmensberatung für externe Projektleitung von interdisziplinären F&E - Projekten
seit 2004 Technopolmanager, Tulln, ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH
seit 2006 Geschäftsfeldleiter, Technopole, ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH
  Verantwortlich für die Geschäftsfelder Cluster Niederösterreich, Internationalisierung und Technopole
seit 2007 Bereichsleiter, Unternehmen & Technologie, ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur

Technologiegespräche

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26.08.2010

10:00 - 12:30Technologiebrunch der Tiroler ZukunftsstiftungSocial
13:00 - 13:10BegrüßungPlenary
13:10 - 13:30Eröffnung der Alpbacher Technologiegespräche 2010Plenary
13:30 - 14:30EröffnungsreferatePlenary
14:30 - 15:20Die Entwicklung von Biomolekülen für die Grundlagenforschung und für Anwendungen in der BiotechnologiePlenary
15:40 - 17:10Neue Wege der InnovationPlenary
17:10 - 18:00Energieautarkie und RessourcenverfügbarkeitPlenary
20:00 - 21:30Robotik - neue Technologien für eine alternde GesellschaftPlenary
21:30 - 23:30Abendempfang gesponsert durch Forschung AustriaSocial
21:30 - 23:30Karrierelounge Abendveranstaltung mit Buffet für StudentInnen, JungwissenschaftlerInnen und BerufseinsteigerInnen, gegeben von den Veranstaltern der Alpbacher TechnologiegesprächeSocial

27.08.2010

09:00 - 15:30Arbeitskreis 01: Elektromobilität - von der Vision zur RealitätBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 02: Innovation für soziale Veränderungen - Chancengleichheit in einem digitalen ZeitalterBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 03: Endlich - intelligent, erneuerbar, sinnlich! Klimaschutz: die Chance für Mensch, Gemeinden und WirtschaftBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 04: Exzellente Forschung durch exzellentes Management. Die Bedeutung von Führung und Management in der kooperativen ForschungBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 05: Mechatronik - die stille RevolutionBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 06: Tribologie - unterschiedliche Betrachtungen von Reibung und VerschleißBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 07: Digitale vs. reale Welten - Grenzen von Computermodellen?Breakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 08: Von der Idee zur InnovationBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 09: Wozu braucht man eigentlich eine FTI-Strategie und was passiert damit?Breakout
09:00 - 18:00Junior Alpbach - Wissenschaft und Technologie für junge MenschenBreakout
09:00 - 16:00Sonderveranstaltung: ERA-Netze als Motor der internationalen Kooperation: Chancen und HerausforderungenBreakout
09:00 - 15:30Technologieworkshop: Innovative Internet-Technologien für intelligentes, nachhaltiges und integratives WachstumBreakout
09:00 - 15:00Ö1 Kinderuni Alpbach - Wissenschaft und Technologie für KinderBreakout
16:30 - 17:45Genomforschung und die Zukunft der KrebsmedizinPlenary
18:15 - 19:30Die digitale GenerationPlenary

28.08.2010

09:30 - 10:50Idee und Wirklichkeit des InternetsPlenary
11:00 - 12:10Chancen und Risiken von SchlüsseltechnologienPlenary
12:10 - 13:10James Bond und die PhysikPlenary
13:10 - 13:15Abschluss-StatementPlenary
13:15 - 14:00Imbiss zum Abschluss der VeranstaltungSocial