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08: Universitäten: Verantwortung für die Zukunft

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Hauptschule
Breakout / Working Group
in deutscher Sprache

Universitäten spielen eine zentrale Rolle in der Ausbildung hochqualifizierter Nachwuchskräfte und im heimischen Innovationssystem. Die autonome Universität im Sinne des UG 2002 setzt selbst ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre und steht damit im Wettbewerb mit anderen tertiären Ausbildungseinrichtungen. Gleichzeitig steht sie in einer facettenreichen Wechselbeziehung mit ihrer Umwelt.
Welche Rollen spielen Universitäten heute in der und für die Gesellschaft? Welchen Beitrag leisten sie zum aktuellen Diskurs, und welche Zukunftsthemen finden an den Universitäten ihren originären Raum? Was sind die Herausforderungen dieses Jahrtausends an die Lehre und die Forschung des tertiären Sektors?

Vortragende

Professor emeritus für Philosophie, Universität für angewandte Kunst Wien
Mag.a Landesrätin für Gesundheit und Pflegemanagement, Wissenschaft und Forschung, Graz
Vizerektorin für Lehre, Gender & Diversity, Medizinische Universität Wien
Executive Director, European Centre for Social Welfare Policy and Research, Vienna
Rektor, Akademie der bildenden Künste, Wien Abstract
Die Universitäten haben über 150 Jahre lang, zusammen mit den Museen, den Konzerthäusern, den Kliniken und anderen Institutionen, an der Formierung eines Subjekts teilgenommen, das die Grundlage des modernen Staates bildete. Der Bildungsbegriff, der der traditionellen Universitätsorganisation zu Grunde liegt, spiegelt diese staatstragende Funktion der Universität. Die technologischen und ökonomischen Entwicklungen haben diesen Staatsbegriff in den letzten Jahrzehnten drastisch redefiniert und einen neuen Begriff von Kultur entstehen lassen. Der Bologna-Prozess, der die Universitäten in drastischer Weise entsprechend den neuen Bedürfnissen umbaut, ist nur das politische Symptom dieser tiefergehenden Umbildung von Staat, Kultur, Gesellschaft. Ein wesentliches Merkmal dieser Entwicklung ist eine nachhaltige Vernetzung. Die Multitude tritt an die Stelle des Subjekts.

Die Frage nach der zukünftigen Rolle der Universitäten muss hier ansetzen: beim Verlust des alten regulativen Begriffs des Bildungs-Subjekts, bei der Frage nach permanent zu entwickelnden Kompetenzen, nach den Möglichkeiten von Devianz und Kritik, nach en Freiräumen für Kreativität. Die Aufgabenfelder der Universität haben sich deutlich vergrößert: Jetzt soll sie berufsqualifizierende Ausbildung genauso leisten wie Spitzenforschung. Sie soll immer mehr Studierenden mit einer akademischen Denkweise versorgen und gleichzeitig Exzellenz beweisen. Da die politische Perspektive jedoch eine ausschließlich ökonomische ist, werden die gesellschaftlichen Fragen vernachlässigt und vor allem auch jene universitären Disziplinen, denen ihre Bearbeitung obläge, die Geisteswissenschaften. Hier zeichnet sich ein problematisches Dilemma ab. Während die Universitäten bereits den Weg ins 21. Jahrhundert beschritten haben, denken die Politiker, wenn sie ihre praktisch motivierten Forderungen erheben, noch immer in den kulturellen Koordinaten des industriellen Zeitalters.
President Emeritus, Jacobs University Bremen
Freie Journalistin, Wien Chair
Leiter, Abteilung I.5 - Wissenschaftsrat, Bibliotheks-, Informations- und Dokumentationswesen - Universitäten; Universitäten der Künste, Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, Wien Coordination

Dr. Rudolf BURGER

Professor emeritus für Philosophie, Universität für angewandte Kunst Wien

 Studium der Technischen Physik, Technischen Universität Wien
1965 Promotion
1965-1973 Institut für angewandte Physik und am Ludwig-Boltzmann-Institut für Festkörperphysik, Battelle-Institut in Frankfurt/M. und Planungsstab des Bundesministeriums für Forschung und Technologie, Bonn
ab 1973 Leiter, Abteilung für sozial- und geisteswissenschaftliche Forschung, Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, Wien
1979 Habilitation
seit 1990 Professor für Philosophie, Universität für angewandte Kunst in Wien
1995- 1999 Rektor, Hauptarbeitsgebiete: Ästhetik, politische Philosophie

Mag.a Kristina EDLINGER-PLODER

Mag.a Landesrätin für Gesundheit und Pflegemanagement, Wissenschaft und Forschung, Graz

 Studium der Rechtswissenschaften
1995-1998 Mitarbeit im Aufbau eines Handelsunternehmens
1998 Eintritt in das Büro von Landeshauptmann Waltraud Klasnic
2002 Leiterin des Büros von Landeshauptmann Waltraud Klasnic
2003-2005 Landesrätin für Jugend, Familie und Generationen, Bildung und Wissenschaft
2004-2005 Zusätzlich Landesrätin für Finanzen
2005-2010 Landesrätin für Wissenschaft, Forschung, Verkehr und Technik
seit 2010 Landesrätin für Gesundheit und Pflegemanagement, Wissenschaft und Forschung

Dr. Karin GUTIERREZ-LOBOS

Vizerektorin für Lehre, Gender & Diversity, Medizinische Universität Wien

 Studium der Medizin, Universität Wien
 Promotion Dr. med. univ., 1984
 Fachärztin für Psychiatrie & Neurologie
 Ärztin für Psychotherapeutische Medizin, psychosomatische Medizin
 Psychotherapeutin gem. Psychotherapiegesetz
 Ausbildung in Krankenhausorganisation und Personalführung
 Moderation der Medizin- und Wissenschaftssendung "Medizin und Gesundheit", Radio Ö1
 Vizerektorin der Medizinischen Universität Wien

Dr. Bernd MARIN

Executive Director, European Centre for Social Welfare Policy and Research, Vienna

1967-1975 Studium, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Universität Wien (1971 Mag. 1975 Dr. rer.oec.soc.)
1972-1974 Post-Graduate Studium, Institut für Höhere Studien, Wien
1975-1984 Mitarbeiter, später Stellvertreter des Wissenschaftlichen Leiters, Institut für Konfliktforschung, Wien
seit 1972 Universitätslektor/ -dozent bzw. Gastprofessor in Soziologie, Government, Gesellschaftslehre, Sozialpolitik und Sozialökonomie an österreichischen und ausländischen Universitäten und Forschungszentren
seit 1979 Redaktionsleiter, Journal für Sozialforschung
seit 1980 Mitherausgeber, Journal für Sozialforschung
1982 Habilitation
1984-1988 Professor, Vergleichende Politik- und Sozialforschung, Europäisches Hochschulinstitut (EUI), Florenz
1986-1987 Dekan, Abteilung für Politik- und Gesellschaftswissenschaften, EUI Florenz
1987-1996 Herausgeber, Journal für Sozialforschung
seit 1988 Executive Director, Europäisches Zentrum für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung, Wien

Dr. Stephan SCHMIDT-WULFFEN

Rektor, Akademie der bildenden Künste, Wien

 Studium der Philosophie, theoretischen Sprachwissenschaft, Kommunikationsästhetik
1987 Promotion
1982-1987 freier Journalist
1987-2002 Teilzeitprofessur für Kunsttheorie, Hochschule für bildende Künste in Hamburg
1992-2001 Direktor des Kunstvereins, Hamburg
 Zahlreiche Gastvorträge an Universitäten und Museen des In- und Auslandes
seit 2002 Rektor, Akademie der bildenden Künste Wien

Dr. Joachim TREUSCH

President Emeritus, Jacobs University Bremen

1970 Professur in Frankfurt
1971 Lehrstuhl für Theoretische Physik in Dortmund
1984-1986 Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft
seit 1987 Vorstandsmitglied der Kernforschungsanlage Jülich (KFA)
1993-1997 Vorsitzender der Hermann-von-Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren
1995-1996 Präsident der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte
1990-2006 Vorsitzender des Vorstands der Forschungszentrum Jülich GmbH
1999-2003 Vorsitzender des Deutschen Verbandes Technisch-Wissenschaftlicher Vereine
2000-2006 Vorsitzender des Lenkungsausschusses "Wissenschaft im Dialog"
2006-2012 Präsident der Jacobs University Bremen

Dr. Gisela HOPFMÜLLER-HLAVAC

Freie Journalistin, Wien

1984-2009 Ressort Innenpolitik in der Radio-Information, ORF - Österreichischer Rundfunk
1991-1997 Ressortleiterin, ORF - Österreichischer Rundfunk
1997-2002 Sendungsverantwortliche "Report", Moderation des politischen TV-Wochenmagazins des ORF "Report"
1999 Sendungsverantwortung für "Report International"
2001 Sendungsverantwortung für "Europa-Panorama"
2002-2005 Moderation von "Modern Times", des Zukunftsmagazins des ORF
2002-2009 Leiterin der Hauptabteilung "Bildung und Zeitgeschehen", ORF - Österreichischer Rundfunk
seit 2009 Freie Journalistin und Moderatorin

Technologiegespräche

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27.08.2009

10:00 - 12:30Technologiebrunch der Tiroler ZukunftsstiftungSocial
13:00 - 13:10Eröffnung durch das Europäische Forum AlpbachPlenary
13:10 - 14:00EröffnungsreferatePlenary
14:00 - 16:00Wege aus der Krise - neue Perspektiven durch Forschung und Innovation?Plenary
16:30 - 18:00Die Zukunft der StammzellenforschungPlenary
20:00 - 21:30Blick in die Vergangenheit - das Rätsel unserer HerkunftPlenary
21:30 - 23:30Abendempfang gesponsert durch Forschung Austria in Kooperation mit der GFF und dem BMVITSocial

28.08.2009

09:00 - 15:30Arbeitskreis 01: Können wir unseren Nahrungsmitteln vertrauen?Breakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 02: Forschungs-, technologie- und innovationspolitische (FTI) Strategien im internationalen VergleichBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 03: "Säen und Ernten" in der bio(techno-)logischen Forschung: Vom atomaren Bauplan der Proteine zur Entwicklung neuer Arzneimittel und ihrer klinischen AnwendungBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 04: Biomedical and Pharmaceutical Engineering - Schlüsseltechnologien des 21. JahrhundertsBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 05: Infratech - Krise als ChanceBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 06: Kreativität - Treibstoff der Wissensgesellschaft?Breakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 07: Creative Industries vs. Old Economy: Wohin steuert die Wirtschaft?Breakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 08: Universitäten: Verantwortung für die ZukunftBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 09: Vertrauen in die Zukunft - Investieren in die ForschungBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 10: Digital Government im Spannungsfeld zwischen Bürger und VerwaltungBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 11: E-Mobility AustriaBreakout
09:00 - 18:00Junior Alpbach - Wissenschaft und Technologie für junge MenschenBreakout
09:00 - 15:00Technologieworkshop: Trend-Radar Gesellschaftliche EntwicklungenBreakout
09:00 - 15:00Ö1 Kinderuni Alpbach - Wissenschaft und Technologie für KinderBreakout
10:00 - 15:00Sonderveranstaltung: Positionierung Österreichs im internationalen WissensraumBreakout
16:30 - 17:45Kreativität. Wie Kinder lernen - Lernen wie die Kinder?Plenary
18:15 - 20:00Innovative Forschungsstandorte - Regionen im WettbewerbPlenary

29.08.2009

09:30 - 10:45Vertrauen in die Wissenschaft? Integrität in der wissenschaftlichen ForschungPlenary
10:45 - 11:30Die Zukunft des Universums - Perspektiven für Astrophysik und KosmologiePlenary
12:00 - 13:00I-Brain - die technologische Evolution des Gehirns?Plenary
13:00 - 13:15Abschluss-StatementPlenary
13:15 - 14:00Imbiss zum Abschluss der VeranstaltungSocial