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08: Von der Idee zur Innovation

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Hauptschule
Breakout / Working Group
in deutscher Sprache

Nach Schumpeter ist eine Erfindung das Hervorbringen von Neuem oder das neue Kombinieren von bereits Vorhandenem. Erst der Verkauf oder die erfolgreiche Nutzung macht die Erfindung zur Innovation, und bringt so einen Mehrwert für Unternehmen und die Gesellschaft.
Welchen Beitrag kann der Staat leisten, Innovationen hervorzubringen; wie bewerten wir den Erfolg; wie sieht die Umsetzung in Organisationen aus und welche Rolle spielen dabei Universitäten? Was kann technische Innovation aus dem Bereich von Kunst und Kultur lernen? Vor allem sollen auch die Erwartungen beleuchtet werden, die sich aus der FTI-Strategie der Bundesregierung ergeben.

Vortragende

Chief Executive Officer, Business Unit Large Drives, Division Drive Technologies, Siemens AG, Nürnberg
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO), Wien
Leiter, Abteilung Innovation, Industrie, Dienstleistung, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW), Berlin
Kabinettchef, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, Wien Abstract
Den großen, globalen Herausforderungen, den Grand Challenges, mit tragfähigen Lösungsmodellen zu begegnen, ist eines der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Globalisierung, Klimawandel sowie Energie- und Ressourcenknappheit verlangen ebenso nach technologischen Entwicklungen wie die Veränderungen, die sich durch die immer älter werdende Bevölkerung und den erhöhten Anspruch auf Sicherheit ergeben. Um der nächsten Generation ebenfalls ein Leben in einer intakten und sauberen Umwelt bieten zu können, müssen neue infrastrukturelle Technologien verwirklicht werden.

Mit der Investition in Forschung, Entwicklung und Innovation setzt Österreich auf die richtigen Instrumente, um die Zukunft durch die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, die Bewältigung der gesellschaftlichen Herausforderungen und den Ausbau einer modernen, effizienten und kostengünstigen Infrastruktur erfolgreich zu gestalten.

Die Strategie des bmvit fokussiert daher auf diese relevanten Zukunftsthemen. Neben der Energie- und Umwelttechnologie steht das Thema Verkehr - also die Mobilität der Zukunft im Mittelpunkt der Überlegungen. Weitere Impulse in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologien und Produktion werden gesetzt.

Um Innovationen aber zum Erfolg zu verhelfen, braucht es mehr als nur monetäre Förderung. Das sogenannte  Themenmanagement steht für einen breiteren Ansatz der Innovationspolitik. Dabei geht es um die aktive Gestaltung der FTI-Themen durch das bmvit mit einem ganzen Set von Maßnahmen, die sich nicht nur auf die klassische Forschungsförderpolitik beschränken, sondern auch Fragen der öffentlichen Beschaffung, der rechtlichen Rahmenbedingungen oder steuerlicher Angelegenheit umfassen. Die verschiedenen Bereiche der Forschung sind stark mit Sektorpolitiken wie Verkehrs-, Energie-Gesundheits-, oder Bildungspolitik verknüpft.

Die Antworten, die die  Grand Challenges Klimaschutz, Mobilität, Energie und demografischer Wandel fordern, werden nur missionsorientiert gefunden werden. Vernetztes, übergreifendes, flexibles und aufgabenbezogenes Denken und Handeln wird die Lösungskompetenz eines Standortes und seiner Protagonisten in Zukunft prägen. Das heißt: Es wird alles daran gesetzt, die Möglichkeiten an die Herausforderungen und Lösungsansätze anzupassen. Nicht umgekehrt!
Professor und Vorstand, Institut für Kunstwissenschaften, Kunstpädagogik und Kunstvermittlung, Universität für angewandte Kunst, Wien
Präsident, Österreichische Universitätenkonferenz; Rektor, Technische Universität Graz
Chief Technology Officer, Infineon Technologies Austria AG, Villach Chair
Assistent des Vorstandes, Infineon Technologies Austria AG, Villach Coordination

Dr.-Ing. Jürgen BRANDES

Chief Executive Officer, Business Unit Large Drives, Division Drive Technologies, Siemens AG, Nürnberg

 Promotion, Antriebstechnik, Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
 Nach der Hochschulzeit durchlief er verschiedene Stationen von Forschung und Entwicklung über Produktion bis hin zu Vertrieb und Marketing.
2001-2004 Leitende Stellung, zuständig für Sanierung von Siemens Energy & Automation (SE&A), Siemens, USA
2004-2005 Leitung, Dynamowerk, Berlin
seit 2006 CEO, Business Unit Large Drives, Siemens-Division Drive Technologies, Nürnberg

Dr. Rahel FALK

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO), Wien

 Studium in Hamburg und Kiel; Diplom in Volkswirtschaft. Promotion bei Prof. Clive Bell
 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Südasien-Institut, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
 Wissenschaftliche Referentin, Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung, Forschungsbereich "Industrieökonomie, Innovation und internationaler Wettbewerb"

Dr. Alexander S. KRITIKOS

Leiter, Abteilung Innovation, Industrie, Dienstleistung, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW), Berlin

1989 Abschluss des Studiums Wirtschafts- und Politikwissenschaften, Universität München
1990-1993 Aufbaustudium, Graduiertenkolleg für Angewandte Mikroökonomie, Freie Universität Berlin
1996 Promotion, Humboldt-Universität zu Berlin
1999 Research Fellow, German Marshall Funds, Washington
2000 TMR Research Fellow, Athens University of Economics
  Partner, Gesellschaft für Arbeitsmarktaktivierung (GfA), Berlin
  Research Fellow, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Nürnberg
  Research Fellow, Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA), Bonn
  Professor, Industrie- und Institutionenökonomie, Universität Potsdam
2004 Habilitation, Volkswirtschaftslehre, Europa-Universität Viadrina
seit 2008 Leiter, Abteilung Innovation, Industrie, Dienstleistung
seit 2010 Vizepräsident, DIW-Berlin

Mag. Dr. August RESCHREITER

Kabinettchef, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, Wien

 Promovierter Jurist, Absolvent der WU-Akademie Personalmanagement, geprüfter Unternehmensberater, Absolvent des Strategischen Führungslehrganges der Republik Österreich
1990-1996 Angestellter in Rechtsanwaltskanzlei
1996-1997 GWD-Jurist, Österreichisches Bundesheer
1997-1998 Notariatskandidat
1998-2000 Vortragender an der Mitarbeiterakademie der AKNÖ
1998-2000 Kammerangestellter
1999-2000 Lehrtätigkeit im Zuge der Mitarbeiterausbildung, Zürich Kosmos AG und Stadt St. Pölten
2000-2002 parl. Experte
seit 2001 Lehrtätigkeit, Volkshochschule Simmering
2001-2002 Lehrtätigkeit, Gewerkschaftsschule für Niederösterreich
seit 2002 Parlamentsklubsekretär
seit 2003 Klubbildungsreferent, Parlamentsdirektion
seit 2003 selbständiger Unternehmensberater
seit 2006 Vortragender für Wirtschaftsrecht, FH Joanneum
2007-2008 Ministersekretär, Kanzleramtsministerium
2008 Berater des Bundeskanzlers
seit 2008 Vortragender für Recht und Management, FH Campus Wien
seit 2008 Kabinettchef, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

James G. SKONE

Professor und Vorstand, Institut für Kunstwissenschaften, Kunstpädagogik und Kunstvermittlung, Universität für angewandte Kunst, Wien

1970 Diplom, Interior Design, South Bank Polytechnic London (spätere South Bank University)
  Aufbau einer Designabteilung. Produkte: Schlauchboote, Sportschuhe, Kämme, etc.
1971-1978 Lehrjahre am Technikum für Forschung und Entwicklung, Semperit AG, Domenic Habsburg Lothringen
seit 1978 Selbständiger Industrie Designer und Produktentwickler. Als begeisterter Alpinist und Extremsportler begann Skone u.a., das für diese Praxisfelder nötige Equipment zu entwickeln, wobei seine wegweisenden Besteigungen gefrohrener Wasserfälle seit 1976 den Anfang markierte. Er entwickelte Kletterwände für die Massenproduktion ebenso wie spezielle Kletterschuhe, das bald zur Beauftragung weiterer Sportartikel von, unter anderem, Fischer Ski, Tyrolia, Dachstein and F2 führte. Gemeinsam mit Matthias Peschke gestaltete er Produkte für AKG, IMKO, Grabner and Kelomat.
seit 2003 Professor, Universität für angewandte Kunst Wien

Dipl.-Ing. Dr. techn. Hans SÜNKEL

Präsident, Österreichische Universitätenkonferenz; Rektor, Technische Universität Graz

1973 Graduierung zum Dipl.-Ing. (mit Auszeichnung)
1973-1978 Univ.-Ass., Institut für Physikalische Geodäsie, Technische Universität Graz
1976 Promotion zum Dr. techn., Technische Universität Graz (mit Auszeichnung)
1978-1979 Research Associate, Ohio State University, Columbus, Ohio, USA
1979-1981 Univ.-Ass., Institut für Theoretische Geodäsie, Technische Universität Graz
1981 Habilitation auf dem Gebiet der Numerischen Geodäsie, TU Graz
1981-1983 Univ.-Doz. für physikalische Geodäsie, Technische Universität Graz
1980-1985 Zahlreiche Lehr- und Forschungsaufenthalte in USA, Kanada, VR China
1983 O. Univ.-Prof. für Mathematische und Numerische Geodäsie und Leiter der Abteilung für Mathematische Geodäsie und Geoinformatik, Technische Universität Graz
1987-2003 Vorstand des Instituts für Theoretische Geodäsie, Technische Universität Graz
1990 Leiter der Abteilung für Satellitengeodäsie des Instituts für Weltraumforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaft (ÖAW)
1999-2001 Stv. Direktor des Institut für Weltraumforschung der ÖAW
2001-2004 Direktor des Institutes für Weltraumforschung der ÖAW
2000-2003 Vizerektor für Forschung
seit 2003 Rektor der Technische Universität Graz
seit 2010 Präsident der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko)

Dipl.-Ing. Reinhard PETSCHACHER

Chief Technology Officer, Infineon Technologies Austria AG, Villach

 Studium der Nachrichtentechnik an der Technischen Universität Wien
 Erste 1Gbit-Glasfaserübertragung weltweit am Forschungsinstitut von AEG-Telefunken in Ulm
  Leitung, gesamte Entwicklung in Österreich
seit 1980 Verschiedene Leitungsfunktionen in den Bereichen Industrieelektronik, Unterhaltungstechnik und Kommunikation, Siemens (später Infineon)
2003-2008 Weltweite Verantwortung für Technologieentwicklung und Innovation für den Geschäftsbereich Automotive, Industrial & Multimarket (AIM), Infineon AG
seit 2007 Vorstand, Forschung und Entwicklung der Infineon Technologies Austria AG
seit 2008 Zusätzlich weltweite Entwicklungsverantwortung in der neuen Division Industry & Multimarket der Infineon AG, die einen wesentlichen Entwicklungs- und Produktionsschwerpunkt in Villach hat.

Technologiegespräche

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26.08.2010

10:00 - 12:30Technologiebrunch der Tiroler ZukunftsstiftungSocial
13:00 - 13:10BegrüßungPlenary
13:10 - 13:30Eröffnung der Alpbacher Technologiegespräche 2010Plenary
13:30 - 14:30EröffnungsreferatePlenary
14:30 - 15:20Die Entwicklung von Biomolekülen für die Grundlagenforschung und für Anwendungen in der BiotechnologiePlenary
15:40 - 17:10Neue Wege der InnovationPlenary
17:10 - 18:00Energieautarkie und RessourcenverfügbarkeitPlenary
20:00 - 21:30Robotik - neue Technologien für eine alternde GesellschaftPlenary
21:30 - 23:30Abendempfang gesponsert durch Forschung AustriaSocial
21:30 - 23:30Karrierelounge Abendveranstaltung mit Buffet für StudentInnen, JungwissenschaftlerInnen und BerufseinsteigerInnen, gegeben von den Veranstaltern der Alpbacher TechnologiegesprächeSocial

27.08.2010

09:00 - 15:30Arbeitskreis 01: Elektromobilität - von der Vision zur RealitätBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 02: Innovation für soziale Veränderungen - Chancengleichheit in einem digitalen ZeitalterBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 03: Endlich - intelligent, erneuerbar, sinnlich! Klimaschutz: die Chance für Mensch, Gemeinden und WirtschaftBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 04: Exzellente Forschung durch exzellentes Management. Die Bedeutung von Führung und Management in der kooperativen ForschungBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 05: Mechatronik - die stille RevolutionBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 06: Tribologie - unterschiedliche Betrachtungen von Reibung und VerschleißBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 07: Digitale vs. reale Welten - Grenzen von Computermodellen?Breakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 08: Von der Idee zur InnovationBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 09: Wozu braucht man eigentlich eine FTI-Strategie und was passiert damit?Breakout
09:00 - 18:00Junior Alpbach - Wissenschaft und Technologie für junge MenschenBreakout
09:00 - 16:00Sonderveranstaltung: ERA-Netze als Motor der internationalen Kooperation: Chancen und HerausforderungenBreakout
09:00 - 15:30Technologieworkshop: Innovative Internet-Technologien für intelligentes, nachhaltiges und integratives WachstumBreakout
09:00 - 15:00Ö1 Kinderuni Alpbach - Wissenschaft und Technologie für KinderBreakout
16:30 - 17:45Genomforschung und die Zukunft der KrebsmedizinPlenary
18:15 - 19:30Die digitale GenerationPlenary

28.08.2010

09:30 - 10:50Idee und Wirklichkeit des InternetsPlenary
11:00 - 12:10Chancen und Risiken von SchlüsseltechnologienPlenary
12:10 - 13:10James Bond und die PhysikPlenary
13:10 - 13:15Abschluss-StatementPlenary
13:15 - 14:00Imbiss zum Abschluss der VeranstaltungSocial