zum Inhalt
Header Image

09: Vertrauen in die Zukunft – Investieren in die Forschung

-
Hauptschule
Breakout / Working Group
in deutscher Sprache

Die österreichische Bundesregierung, aber auch die Unternehmen selbst haben Maßnahmen ergriffen, um der derzeitigen wirtschaftlichen Krise entgegenzuwirken. Verstärkte Anstrengungen in Forschung und Innovation sind gerade in Zeiten wirtschaftlicher Rezessionen wichtige Investitionen in die Zukunft. Vertreter der Wirtschaft, der Forschung Austria, der staatlichen Fördereinrichtungen sowie internationale Experten werden anhand von Kurzpräsentationen ihre Vorschläge präzisieren und Lösungen für eine zukünftige F&E-Politik diskutieren.

Vortragende

President, Forschung Austria; Managing Director, Holzhausen Scientific Publishing, Vienna Abstract
Ist die vertraute Aufgabenteilung der Grundlagenforschung (Universität) - angewandten Forschung (Forschungszentren) - Applikationen (Industrie) krisentauglich? Wird sich etwas verändern und bedarf es neuer Konzepte?

Diese strikte Differenzierung ist veraltet und entspricht nicht mehr der Realität. Es kommt nicht auf die Bezeichnung an, sondern auf die Qualität der Forschung und auf die Vernetzung. Es gibt viele Beispiele, wo aus universitärer Forschung erfolgreiche Produkte entstanden sind und Beispiele, wo Anforderungen von Wirtschaft und Gesellschaft wissenschaftliche Grundlagenforschung angestoßen und beeinflusst hat. Auch die herkömmliche Vorstellung, dass der Innovationsprozess eine black box ist, wo oben die guten Ideen hineinkommen und unten die fertigen Produkte herausfallen - ist heute überholt. Wichtiger ist eine gute Vernetzung, Rückkoppelungsschleifen und Technologietransfer in allen Stadien der Forschung. Was zählt, ist, dass wir eine enge Verbindung von den Ideen zur wirtschaftlichen Umsetzung schaffen, dass also kreative Ansätze nicht aufgrund mangelnder Unterstützung vergessen werden.

Strategien zur Erhöhung des Vertrauens und somit der Investitionen in die Forschung.
In den letzten Jahren hat sich hinsichtlich der öffentlichen Wahrnehmung von Forschung auch in Österreich vieles zum Positiven entwickelt. Es gibt eine wesentlich differenziertere und umfangreichere Wissenschaftsberichterstattung und es gibt ein zunehmendes Interesse an diesen Themen. Leider wird aber Forschung noch immer auch unter extremen Blickwinkeln betrachtet: Auf der einen Seite die Gruppe der Technikgläubigen, auf der anderen Seite die der Technikskeptiker. Wir müssen einen ehrlichen, pragmatischen Zugang zur Forschung finden. Gute Forschung wird immer kritisch sein, aber genau dadurch gewinnt sie auch ihre Überzeugungskraft. Forschung ist heute notwendiger denn je, um gesellschaftliche Probleme zu lösen: Umwelt, Energie, Mobilität, aber auch Bedürfnisse älterer und gehandicapter Personen, sind hier wichtige Stichworte. All das gilt es stärker zu kommunizieren, nicht im Sinne einer Belehrung, sondern als offenen, kritischen, aber auch selbstbewußten Dialog mit der Öffentlichkeit.

Vorschläge und Lösungen für eine zukünftige F&E-Politik
In den letzten Jahren ist viel passiert - wir haben eine Reihe erfolgreicher Strukturreformen gesehen, die Budgets haben sich gut entwickelt und auch die Forschungsleistungen sind beachtlich. Auch die zuletzt präsentierte Systemevaluierung bestätigt, dass das System im Grundsatz gut funktioniert. Wo es Anpassungen geben soll, etwa hinsichtlich einer stärkeren Differenzierung von strategischer und operativer Ebene oder einer stärkeren Orientierung anhand von Output-Kriterien, dort soll man diese Änderungen zügig durchführen.
Was die einzelnen Förderprogramme selbst betrifft, so sollte das Prinzip der "missionsorientierten" Forschungsförderung, das bereits in einigen Programmen verwirklicht wird, weiter fortgesetzt werden. Das bedeutet insbesondere in der angewandten Forschung eine Orientierung an den gesellschaftlichen Bedürfnissen und Problemen und nicht an den technischen Disziplinen. Das bezieht sich einerseits auf den Nutzen, den neue Produkte und Dienstleistungen erbringen sollen, aber auch - beispielsweise - auf gesellschaftliche und soziale Probleme (Umwelt, Mobilität, Alternde Bevölkerung, eGovernment, etc.).
Wie schon die Systemevaluierung gezeigt hat, muss Innovationspolitik umfassend gedacht werden, also einschließlich Bildungs- und Wirtschaftspolitik. Und hier ist es wichtig, alle Humanressourcen auszuschöpfen, dazu gehört insbesondere auch das Thema Frauenförderung. Hinsichtlich der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit haben wir insbesondere noch einen Nachholbedarf in der Übersetzung von Forschung ins Business. Kreative Ideen müssen effizient in marktfähige Produkte und Dienstleistungen übergeführt werden. Dazu bedarf es auch eines entsprechenden Umfeldes für Unternehmensgründungen und Finanzierung (z.B. venture capital).
Federal Minister for Transport, Innovation and Technology of the Republic of Austria, Vienna
Rektor, Universität Karlsruhe (TH); Präsident, TU9 German Institutes of Technology e.V., Karlsruhe Abstract
Forschung, Lehre und Innovation sind gleichermaßen elementare Bedingungen für die Sicherung des nachhaltigen ökonomischen Erfolgs hochentwickelter Industrie- und Dienstleistungsgesellschaften. Für technologieorientierte Unternehmen sind damit sowohl der Kontakt zur Grundlagenforschung als auch zur anwendungsorientierten Entwicklung von kritischer Relevanz. Die Gewinnung von hochqualifizierten Arbeitnehmern und die Erhaltung des Qualifikationsniveaus über das gesamte Erwerbsleben und die Breite der Mitarbeiterschaft werden damit zu zentralen Rahmenbedingungen ökonomischen Handelns. Angesichts rapide wachsender Wissensbestände und der permanenten Herausforderung durch Wettbewerber wird die Adaptionsfähigkeit eines Unternehmens gegenüber neuen Technologien zur zentralen Kategorie des Unternehmenserfolgs.

Die Gewährleistung des Innovationsprozesses erfordert daher über den klassischen Wissenstransfer (Patente, Lizenzen) hinaus eine enge Anbindung an wissenschaftliche Institutionen (Personalaustausch in beide Richtungen) sowie die permanente Bereitschaft zur Wandlung des Unternehmens bzw. zur Unterstützung von spin offs (Business development). Angesichts knapper öffentlicher Mittel erscheint zudem die bislang de facto vorherrschende Praxis der indirekten Subventionierung von Unternehmen durch wissenschaftliche Einrichtungen in staatlicher Trägerschaft kaum mehr leistbar. Privates Engagement für Forschung, Lehre und Innovation sind daher zur Sicherung des Wissensschaftsstandorts Europa unverzichtbar und muss daher in das wohlverstandene Eigeninteresse der Unternehmen Eingang finden.

Die systemisch angelegte Versäulung vieler europäischer Wissenschaftssysteme entlang der Aspekte Forschung, Lehre und Innovation erscheint damit aus heutiger Sicht nicht mehr zielführend. Mit der Gründung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) wird durch die Fusion des Helmholtzzentrums Karlsruhe und der Universität Karlsruhe (TH) die Erstarrung des deutschen Wissenschaftssysstems überwunden und eine Integration von Forschung, Lehre und Innovation.
Senior Director, Industrial Affairs, Infineon Technologies Austria AG, Villach Abstract
1 Die Krise als Chance für Zukunftsgestaltung oder geht es nur ums Überleben?
Es geht um beides. Sichern der Finanzierung, das Sichern bestehender und das Erschließen neuer Märkte sowie das Auffinden von Einsparpotentialen ist in der High Tech Industrie das Tagesgeschäft vieler Beschäftigter. Die Krise ist aber auch die Chance für die Zukunft. Aus unternehmerischer Sicht führt die Krise dazu, dass z.B. hinsichtlich der Marktverhältnisse kein Stein auf dem anderen bleiben wird. Ich gehe davon aus, dass nach der Krise die Marktanteile der Unternehmen der weltweiten Halbleiterindustrie gänzlich anders aussehen als vor der Krise (die Zahlen weisen schon in diese Richtung); einige Unternehmen wird es nicht mehr geben, andere werden in neuer Form weiterbestehen. Die Stärkungen der Marktpositionen, die Infineon in der Vergangenheit geschafft hat, erfolgten überwiegend aus Krisen heraus.
Die Krise ist aber auch eine gesellschaftliche Chance. Erst durch die gegenwärtige Krise werden wichtige Themen wie Energie-Effizienz oder neue Antriebe für PKW getrieben. Sowohl aus Gründen des Umweltschutzes als auch der Abhängigkeit von Rohstoffen müssen wir hier neue Wege beschreiten. Unser Unternehmen hat das schon vor Jahren erkannt. Interessanterweise hat erst die jetzige Situation den Druck derart erhöht, dass diese Themen auch verstärkt in das Bewusstsein der Öffentlichkeit - und der Politik - gelangt ist.

2 Sind die bisherigen Instrumente der Forschungsförderung in der Krise genauso effizient, wie in guten Zeiten?
Ich halte die Instrumente der Forschungsförderung grundsätzlich für richtig, wobei natürlich vieles vereinfacht werden kann und soll. Ich verweise hier auf die Ergebnisse der Systemevaluierung. Vor allem in Krisenzeiten ist jedoch eine Verlässlichkeit und Planbarkeit bei der Forschungsförderung unerlässlich. Die Forschungscommunity beobachtet natürlich sehr genau alle Aussagen in bezug auf Schwerpunktsetzungen und Förderungen. Es hat hier Ende 2008 einige Irritationen gegeben, die durch "öffentliches Nachdenken" ausgelöst wurden. Werden kurzfristig vorgezeichnete Pfade verlassen, so entsteht bei den beteiligten Unternehmen eine hohe Unsicherheit über die Zukunft der Rahmenbedingungen.

3 Ist die derzeitige Innovationslandschaft krisentauglich? Wird sich etwas verändern und bedarf es neuer Konzepte?
Wir haben in Österreich leider eine zu große Zersplitterung im Bereich der Innovation. Wir benötigen eine Innovationsstrategie mit ausformulierten Zielen und Wegen, wie wir diese Ziele erreichen wollen. Unter Innovationsstrategie verstehe ich ein umfassendes Konzept, das unter anderem Bildung und Weiterbildung, Immaterialgüterrechte, Forschungsinfrastruktur, Migration einschließt. Vorschläge dafür, oder zumindest für Teile davon, liegen ja auf dem Tisch, ich denke hier an den CREST-Report, den Forschungsdialog, die Systemevaluierung, die Vorschläge der ExpertInnenkommission zu Zukunft der Schule, und natürlich die FTI Strategie 2020 des Rates für Forschung und Technologieentwicklung.
Was wir zusätzlich benötigen, ist ein Bekenntnis der Politik, das nach einem intensiven fachlichen Dialog verbindlich und aufeinander abgestimmt festlegt, wie Österreich in den nächsten Jahren an die internationale Innovationsspitze aufrücken soll.
Wenn wir eine solche Innovationsstrategie haben und uns daran halten, sehe ich positiv in die Zukunft, sowohl in Zeiten der Krise - vor allem aber in der irgenwann wieder eintretenden Hochkonjunktur.
Nobel Laureate in Chemistry; Professor, Collège de France, Paris; Director, Laboratoire de Chimie Supramoléculaire at ISIS, Strasbourg Abstract
The resolution of pressing economic and social problems cannot be envisaged without basic research and discoveries to open the way to new technologies, allowing a shift from heavy industries, making heavy demands on raw materials and energy, to much more environmental-friendly activities.
Firstly, research is needed for the ACQUISITION OF NEW KNOWLEDGE.
In a time where questions about the justification of continued scientific research are being asked, we must take a strong stand. Between continuing our investigations and stopping them, there is only one valid option, we must continue, because it is the fate of mankind to pursue the quest for knowledge, because it is the only way to solve problems that go unsolved, because we cannot, we do not have the right to close the road to the future. The generations to come would not forgive us if we decided to stop at the level we have reached .
Secondly, progress in research is needed for the DEVELOPMENT OF NOVEL TECHNOLOGIES. Long term basic research is indispensable for the progress of our ability to shape the world around us, to free us from the chains of evolution and to open our window to the universe and to the future. Putting knowledge into practice has provided and will continue to provide novel and increasingly powerful technologies giving us new freedoms, new ways of life and new means of action. We must seize the changes they offer. The pursuit of a sustainable development for all regions of the world requires that we seek to achieve minimal waste, ideally zero waste of resources, whenever the global balance of materials and energy makes it feasible.
The TECHNOLOGIES OF LIFE, resulting from the extraordinary progress made in understanding life processes and the ability to act upon them, appear to tamper with a basic mystery and to lift an interdict with the risk of unleashing uncontrollable forces. The realizations and potentialities of genetic engineering has aroused many reservations. But the benefits that they can bring are countless, in agriculture and food production for instance, but above all to human health. Substances extracted from natural sources may be contaminated by compounds that present risks to health. Biotechnologies may permit to circumvent the problem. Thus, synthetic vaccines may be safer that natural ones. The production of human growth hormone by genetic engineering gives a product devoid of the prion that infects the same substance of natural origin and causes the Creutzfeld-Jakob disease. Numerous other such cases can be found, a particularly actual one being that of the production of factor VIII for blood transfusion without risk of infection by HIV.
Our descendants will continue to evolve intellectually, culturally, materially. They may with hindsight, adopt points of view quite different from ours. To stop the machine would deprive them of the possibility of further development and would prevent them from succeeding where we failed. We must offer them all the chances and transfer to them all the powers. This is our responsibility, we have no right to hand down judgments in their place. They may be wiser than we are.
A crucial question concerns the so-called DEVELOPING COUNTRIES. It is the responsibility of the developed countries to offer solutions and strive for "sustainable development". It was probably inevitable that some countries, some regions of the world develop faster than others and that a parallel evolution of all would not have been feasible. But, then, it is the duty of those who had that luck, to redistribute knowledge and wealth. The responsibility of those who have enjoyed these benefits, scientists and citizens of developed countries, lies, beyond sterile expressions of culpability, in contributing to the goal that the increase in knowledge serve also to facilitate the life of the rest of mankind. It is for this reason too, that it would be criminal to stop the course of scientific and technological progress.
SCIENCE EDUCATION in our schools, colleges and universities as well as for the general public must be a major priority, so as - to train the researchers and discoverers of tomorrow, - to lift irrational fears and rejections, - to develop the scientific spirit, the scientific attitude, in order to fight the obscure, the deceitful, the irrational.
Beyond the general progress of knowledge and the technological development, the most important impact science can and must have on society is the spirit that it implies, the scientific, rational approaches towards the world, life and society.
Education, science and technology may collide with tradition and hurt beliefs or social structure. We must be prepared for that and take it into account so as to overcome it. The installation of a solar-powered water pump accessible to everybody in a village of a developing country may destroy a traditional structure where power was in the hands of those who controlled the water supply. Thus, science brings new freedoms but mankind has to learn to live with them.
A very actual issue concerns the situation of the scientist with respect to ETHICS AND SOCIETY. It is my strong opinion that the scientist has first of all general responsibility to the truth and only then is there responsibility to the society and the world at the particular time in history. Ethics is a function of time, location and knowledge. Pursuit of knowledge and truth supersedes present considerations on what nature, life or the world are or should be, for our own vision can only be a narrow one. Ethical evaluation and rules of justice have changed and will change over time and have to adapt.
With all the caution that must be exercized and despite the risks that will be encountered, carefully pondering each step, mankind must and will continue along its path, for we have no right to switch off the lights of the future.
These perspectives for the future of science, for our future, have already been expressed in most fitting terms by this quintessence of the artist-scientist, Leonardo da Vinci when he wrote:
«Where nature finishes to produce its own species, man begins, using natural things, with the help of this nature, to create an infinity of species».
Prometheus has conquered the fire and we cannot give it back. We have to walk the way FROM THE TREE OF KNOWLEDGE TO THE CONTROL OF DESTINY.
Chairman of the Board of Trustees, Falling Walls Foundation gGmbH, Berlin Abstract
Die aktuelle Aufmerksamkeit für die Finanz- und Wirtschaftskrise darf uns nicht davon ablenken, dass wir auch auf anderen Gebieten vor großen Herausforderungen stehen. Schon seit geraumer Zeit wissen wir, dass wir uns auch auf eine Klimakrise, eine Energiekrise und eine demographische Krise einstellen müssen, die ihrerseits verheerende wirtschaftliche Auswirkungen haben können, wenn wir jetzt nicht mit Nachdruck an Lösungen forschen. Klima und Energie erweisen sich dabei als Bereiche mit besonders komplexen Interaktionen, die nur mit breit angelegten, fachübergreifenden Forschungsansätzen und mit der nötigen Ausdauer sinnvoll angegangen werden können. Aber auch die demographische Entwicklung ist ein Trend, der groß angelegte Systemlösungen erforderlich macht, insbesondere wenn die körperliche und geistige Gesundheit im Alter für breite Bevölkerungsschichten gewährleistet werden soll. Das neu gegründete Helmholtz-Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen ist ein Beispiel für einen solchen integrierten Problemlösungsansatz, der die gesamte Kette von der Grundlagenforschung bis zur Klinik und zur Pflege- und Versorgungsforschung adressiert.
Ausgehend von solchen Beispielen der Vorsorgeforschung soll abschließend die Frage aufgeworfen werden, wie es gelingen kann, im Dialog zwischen Wissenschaft und Politik zukünftige Krisen schon im Entstehen zu erkennen und unsere Forschungsanstrengungen darauf auszurichten. Aus einer systematischen, vorausschauenden Identifikation drohender Krisen kann die Chance erwachsen, unsere Zukunft nachhaltig positiv zu gestalten.
Managing Director, FFG - The Austrian Research Promotion Agency, Vienna Abstract
Die Wirtschaftskrise stellt die Wirtschaftspolitik auf globaler, europäischer und natürlich auch nationaler Ebene vor ganz neue Herausforderungen. Natürlich braucht es globale Antworten wenn es etwa um neue Spielregeln für Finanzmärkte geht. Der Schwerpunkt wird - ob aus einer Systemperspektive sinnvoll oder nicht - aber auf der nationalen Ebene liegen. Schließlich gibt es keinen europäischen und keinen globalen Steuerzahler, dem gegenüber Politik sich zu legitimieren hat. Dort wo die öffentlich Hand gefordert ist auf Einbrüche der Nachfrageseite zu reagieren, dort wo es um Strukturwandel und Standortwettbewerb geht sind wir zwangsläufig auf der nationalen und regionalen Ebene.

Die FFG ist im Zuge der Krise im Grunde mit zwei Problemen konfrontiert:
-ð ð- Die Bereitschaft der Unternehmen in riskante, insbesondere in langfristige F&EProjekte zu investieren sinkt.
-ð ð- Die Kreditmarktrationierung (Zugang zu Fremdkapital) schlägt vor allem auf Kleine und Mittlere Unternehmen in Rezessionsphasen massiv durch.

Damit sind auch die beiden zentralen Marktversagensmomente betroffen: Risikobereitschaft und Eigenfinanzierungskraft der Unternehmen.
Haben wir das richtige Instrumentarium zur Hand? Ja. Allerdings mit Einschränkungen. Einige Programme - vor allem jene, die den Unternehmen langfristiges Commitment abverlangen - tun sich derzeit schwerer als solche, die sehr flexibel und nahe am kurzfristigen Bedarf arbeiten. So sehen wir beispielsweise in den Basisprogrammen durchaus ein Ansteigen der Antragszahlen. Demgegenüber tun sich etwa Kompetenzzentren zunehmend schwerer Unternehmenspartner zu gewinnen und zu halten.
Als Agentur brauchen wir vor diesem Hintergrund die Flexibilität auf die geänderten Bedarfslagen reagieren zu können. Die von der Systemevaluierung vorgeschlagene Ausweitung des Handlungsspielraums der Agenturen in der Umsetzung von Politikzielen sehen wir auch und gerade in Zeiten wie diesen als richtigen Schritt.
Im Großen und Ganzen sind wir mit dem derzeitigen Programmportfolio gut aufgestellt. Wichtig bleibt, dass wir dafür sorgen, dass den Unternehmen nicht das Innovationspotential weg bricht. Humanressourcen sind dabei der Angelpunkt, der von uns auch verstärkt adressiert werden wird.
Lehren aus der Krise, die wir bereits jetzt ziehen können, ergeben sich in Bezug auf die Finanzierungsstruktur der österreichischen Forschungsförderung. Die Nationalstiftung ist ein gutes Beispiel für ein Finanzierungsmodell aus besseren Zeiten, das sich, wie wir gesehen haben, nicht für eine antizyklische Forschungsförderung eignet. Zu diskutieren ist in dem Zusammenhang auch die indirekte Förderung, die, wenn die Innovationsforschung recht behält, sehr stark mit dem zu erwartenden Rückgang der privaten F&E-Ausgaben mitschwingen wird, also letztendlich kaum einen Beitrag zur Abfederung des Investitionszyklus leisten wird können.
Consultant, Federation of Austrian Industries, Vienna Abstract
Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat im politischen Denken und Handeln zurzeit Vorrang vor strategische Zukunftsfragen wie Bildung, Innovation und Forschung. Es geht primär darum, den vielen gesunden, innovativen Unternehmen, die von der Finanzkrise besonders betroffen sind, das Durchtauchen zu erleichtern. Dennoch müssen die mittel- und langfristigen Fragen behandelt und die Weichen für nachher gestellt werden. Der Innovationsstandort Österreich muss in der Aufschwungphase stärker und besser sein als die Mitbewerber.

1) Krise bekämpfen lokal oder global?

Die Krise muss auf allen Ebenen bekämpft werden, national und global. Auch wenn viele Herausforderungen nur global oder auf EU - Ebene lösbar sind, müssen die nationalen Spielräume - die im BIF Bereich groß sind - voll ausgeschöpft werden. Innovationen entstehen zunehmend entlang von Wertschöpfungsketten in Innovationsnetzwerken, gemeinsam mit Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, KMU, LCU und Dienstleistern und dies länderübergreifend. Daher sind die EU - Initiativen von größerer Bedeutung als vielfach angenommen: immerhin kommen 25% aller in Europa im Wettbewerb vergebenen Mittel für Forschung von der EU womit Exzellenz zu einem wesentlichen Auswahlkriterium wird.
Die Gestaltung der Rahmenbedingungen auf nationaler Ebene entscheidet über die Chancen im Aufschwung z.B.: die Forschungsförderung, die Exzellenz der Unis, der F&E Einrichtungen und die Verfügbarkeit von Spitzenwissenschaftern.
Gleichzeitig ist es wichtig, nationale/lokale Schwerpunkte zu setzen, um die heimische Industrie zu stärken und Know-how in Österreich aufzubauen.
Die österreichischen Leitbetriebe spielen dabei eine strategisch entscheidende Rolle [1]: Wenn 103 Leitbetriebe rund 35% der gesamten Forschungsaufwendungen in Österreich investieren und im Schnitt mit je 1000 Unternehmen, überwiegend KMUs, kooperieren und gleichzeitig von den Auswirkungen der Krise besonders betroffen sind, bedarf es einer Fokussierung politischer Maßnahmen.

2) Forschungsverantwortung der Industrie in der Krise. Was soll/muss die Industrie investieren?

Die Leistungen von Wirtschaft und Industrie waren und sind beachtlich (1998 - 2007: p.a.: 8 - 11 %) und auch in der Krise gelingt es Unternehmen mit Umsatzeinbrüchen von 25 % die Forschungsaufwendungen nur geringfügig zu senken, zu halten oder sogar leicht zu erhöhen. Unternehmen besonders Leitbetriebe sind den internationalen Märkten - im Gegensatz zu Universitäten - "ausgeliefert" und haben sich zusätzlich dem immer härter werdenden konzerninternen Standortwettbewerb zu stellen, bei dem das Policy - Mix der Rahmenbedingungen letztlich über Standort-Investitionen entscheidet.
Gleichzeitig sind die Budgets der Unternehmen extrem angespannt, Kredite für innovative Projekte werden kaum vergeben, sodass den Unternehmen die Hände gebunden sind. Natürlich laufen derzeit mehr denn je Effizienzmaßnahmen, vielfach wird versucht, um die guten Leute zu halten, ausgelagerte Forschungsleistungen in-house durchzuführen.

3) Vorschläge und Lösungen für eine zukünftige F&E-Politik.

In der Wissensgesellschaft, sind Bildung, Innovation und Forschung zentrale Themen der Wettbewerbsfähigkeit und Wege, um aus der Krise gestärkt heraus zu kommen.
Daher bedarf es vor allem eines klaren "Commitments" der Politik zu einer Zukunftspolitik auch in der Krise, zu Visionen und Zielen wohin sich das kleine Österreich als Innovationsstandort entwickeln soll und welche Prioritäten in den unterschiedlichen Bereiche einer vernetzten "Innovationspolitik" [2], weit über eine F&E Politik hinaus, zu setzen sind.
Die Systemevaluierung des WIFO gibt gute Anregungen dazu, die Politik soll, muss und wird eine "Innovationsstrategie NEU" erarbeiten.
Kurzfristig wäre es Aufgabe der öffentlichen Hand (im Sinne der WIFO-Studie) eine antizyklische Investitionspolitik zu betreiben in Bildung, Forschung und Innovation zu investieren und - da die Unternehmen ihre F&E Investitionen (Liquidität) nicht aufrecht erhalten können -, in Vorleistung zu treten.
Innovationspotential, F&E- Ergebnisse sind unersetzbar, Wissen macht weder an regionalen noch nationalen Grenzen halt, ist fast unbegrenzt verfügbar. "Verlorenes reißt Lücken".

Weiterentwicklung der Förderpolitik: öffentlichen Förderungen sind heute vielfach stark differenziert und greifen nicht ineinander. Im Sinne eines new public management sollten die Prozesse in Anlehnung an erfolgreiche Business-Prozesse optimiert werden, um den Output zu steigern.
Auch ein Mehr an Flexibilität beim Einsatz der Instrumente wäre notwendig: je nach Bedarf des Unternehmens: z.B. verschiedene Förderungen, Beratungen, Haftungen, Managementexpertise, "Vernetzungen", Business Angel Komponenten, Zugang zu europäischen Initiativen (z.B. Marie Curie für Human Ressourcen), Unterstützung bei der Markteinführung, ggf. Vermittlung von Referenzkunden (z.B. bei ÖBB; ASFINAG, etc.), &

Ausbau der indirekten Forschungsförderung: 10 - 12% Prämie, Wegfall des Deckels für Auftragsforschung von 100.000¬ , da dieser Deckel Kooperationen mit Forschungseinrichtungen behindert (wenn ein Unternehmen die Forschung in-house betreibt anstatt nach außen zu geben, bekommt sie 8% wieder zurück, bei größeren Projekten können leicht mehrere 10.000¬ eingespart werden).

Maßnahmen zur Sicherung des hochqualifizierten Nachwuchses an NwT - Absolventen, an Wissenschaftern und Forschern.

Die Industrie erwartet, dass die Alpbacher - Technologiegespräche neuen Schwung mit konkreten Anregungen für die notwendige "Innovationspolitik NEU" bringen.

[1] Hochrechnungen der IV zeigen Auswirkungen der Krise in dramatischer Form:
Ein Produktionsrückgang von 10% bei 103 heimischen Leitbetrieben: führt österreichweit zu einem Entfall von jährlich:
- 8,8 Mrd. Euro an Produktion; 3,5 Mrd. Euro an Wertschöpfung; 3,6 Mrd. Euro an Exporten
- 0,820 Mrd. Euro an Investitionen; 0,940 Mrd. Euro an FDIs
birgt österreichweit das Risiko des Verlustes von (jährlich):
- 46000 Arbeitsplätzen; 1,4 Mrd. Euro an Arbeitsnehmerentgelten; 1100 F&E-Arbeitsplätzen
- 220 Mio. Euro an F&E - Ausgaben; 30 Mio. Euro für Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

[2] Innovationspolitik ist eine Querschnittsmaterie. Um eine erfolgreiche Innovation auf den Markt zu bringen, sind z. Z. die folgenden Ministerien "betroffen": BMF, BMWF, BMWFJ, BMVIT, BMI (Ausländerbeschäftigung), BMSK (Arbeitsrecht), BMUKK, in Spezialbereichen noch weitere, z.B. bei Energie BMLFUW, etc.
Scientific Managing Director, AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Vienna Chair
Project Manager Site Development, Department Health and Environment, AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Wien Coordination

Mag. DDr. Gabriele AMBROS

President, Forschung Austria; Managing Director, Holzhausen Scientific Publishing, Vienna

 Studium der Betriebswirtschaftslehre
 Studium der Alten Geschichte und Altertumskunde
 Geschäftsführerin des Verlages Holzhausen GmbH
seit 2009 Präsidentin, Forschung Austria

Doris BURES

Federal Minister for Transport, Innovation and Technology of the Republic of Austria, Vienna

 Doris Bures wurde am 2. Dezember 2008 als Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie angelobt. Von Jänner 2007 bis Juni 2008 war Doris Bures Bundesministerin für Frauen, Medien und Öffentlicher Dienst. Von 2000 bis Anfang Jänner 2007 und von Juni bis Anfang Dezember 2008 war sie Bundesgeschäftsführerin der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ).
 Doris Bures gehörte von 1990 bis Jänner 2007 und von Juni bis Anfang Dezember 2008 als Abgeordnete dem Nationalrat an, wo sie Wohnbausprecherin ihrer Partei und Vorsitzende des parlamentarischen Bautenausschusses war. Außerdem stand Doris Bures in den Jahren 1997 bis 2007 der Mietervereinigung Österreichs als Präsidentin vor.
 Bures, geboren am 3. August 1962 in Wien, hat im Anschluss an die integrierte Gesamtschule und die Handelsschule die Ausbildung zur zahnärztlichen Assistentin absolviert, 1980 wechselte sie ins Bundessekretariat der Sozialistischen Jugend Österreichs. Von 1985 bis 1986 betreute Bures ein Projekt mit arbeitslosen Jugendlichen.
 In den Jahren 1987 bis 1990 war Doris Bures im Wiener Landesjugendreferat (1987 bis 1988) tätig und Bezirksrätin in ihrem Heimatbezirk Wien/Liesing, wo sie von 1995 bis 2009 stellvertretende Vorsitzende ihrer Partei war. Seit März 2009 ist sie Parteivorsitzende der SPÖ Liesing.
 Doris Bures hat eine erwachsene Tochter.

Mag. Dr. h.c. Monika KIRCHER

Senior Director, Industrial Affairs, Infineon Technologies Austria AG, Villach

1981-1998 Managing Director, Regional Department, ÖIE - Austrian Information Service for Development and Growth Policy, Carinthia
1988-1991 Freelance Consultant and Lecturer, University of Klagenfurt
1991-2000 Vice Mayor, City of Villach
2001-2007 Chief Financial Officer, Finance, Research & Development and Human Resources, Infineon Technologies Austria AG, Villach
2007-2014 Chief Executive Officer, Infineon Technologies Austria AG, Villach
since 2014 Senior Director and, Industrial Affairs, Infineon Technologies Austria AG, Villach and "Head of committee for Research, technology and innovation of the Austrian Industrial Association"

Dr. Jean-Marie LEHN

Nobel Laureate in Chemistry; Professor, Collège de France, Paris; Director, Laboratoire de Chimie Supramoléculaire at ISIS, Strasbourg

 Studied physical, chemical and natural sciences at the University of Strasbourg
1960 Junior Member, Centre National de la Recherche Scientifique, Guy Ourisson's laboratory
1960-1966 Researcher, Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS)
1963 Thèse de doctorat d'Etat sur la résonance magnétique nucléaire de triterpènes
1964 Laboratory of Robert Burns Woodward at Harvard University
1966-1969 Assistant Professor, Chemistry Department of the University of Strasbourg
1970 Promoted Associate Professor and then Full Professor, Université Louis Pasteur (ULP) of Strasbourg
1970-1979 Professor, Université Louis Pasteur (ULP) of Strasbourg
1972/1974 Visiting professor, Harvard University
1979 Elected to the chair of "Chimie des Interactions Moléculaires", Collège de France, Paris
1979 Professor, Collège de France, Paris
2002-2004 Director, Institut de Science et d'Ingénierie Supramoléculaires (ISIS) at ULP, Strasbourg

Dr. Jürgen MLYNEK

Chairman of the Board of Trustees, Falling Walls Foundation gGmbH, Berlin

1970-1976 Studium der Physik, Technische Universität Hannover; Ecole Polytechnique, Paris
1976-1981 Hauptdiplom Physik, Wissenschaftlicher Assistent, Institut für Angewandte Physik, Universität Hannover
1979 Promotion, Dr. rer. nat., Universität Hannover
1982 Post-Doktorand, IBM Research Laboratory, San Jose (USA)
1984 Habilitation, Universität Hannover
1983-1985 Hochschulassistent (C1), Universität Hannover
1985-1986 Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft
1986-1990 Assistenzprofessor, Eidgenössische Technische Hochschule (ETH), Zürich
1990-2000 Ordentlicher Professor (C4), Experimentalphysik, Universität Konstanz
1996-2001 Vizepräsident, Deutsche Forschungsgemeinschaft
2000-2005 Präsident, Humboldt-Universität zu Berlin
2005-2015 Präsident, Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren
seit 2015 Chairman of the Board of Trustees, Falling Walls Foundation gGmbH, Berlin

Dr. Klaus PSEINER

Managing Director, FFG - The Austrian Research Promotion Agency, Vienna

1976-1983 Studium der Biologie an der Universität Wien, Fachrichtung Ökologie
1981-1983 Universität für Bodenkultur Wien
1984 Dornier GmbH, Deutschland
1985-1989 ORS, Österreichische Raumfahrt- und Systemtechnik GmbH
1989-1998 ESA/ESTEC, Systems Technology Department
1998-2004 Geschäftsführer, Austrian Space Agency - Österreichische Gesellschaft für Weltraumfragen GmbH
seit 2004 Geschäftsführer, FFG - Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft

Mag. Dr. Gerhard RIEMER

Consultant, Federation of Austrian Industries, Vienna

 Studium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien; Mag. (1973) und Dr.rer.soc.oec. (1977)
1973 Eintritt in die Vereinigung Österreichischer Industrieller
1981 Leiter der Abteilung Bildungspolitik dann (1991) der Abteilung Bildungs- und Gesellschaftspolitik
2000-2014 Bereichsleiter Bildung, Innovation und Forschung der Industriellenvereinigung
seit 2008 Obmann (Präsident) Verein zur Förderung von Forschung und Innovation (vffi)
seit 2011 Stv.Vorsitzender der "Wissensfabrik - Unternehmen für Österreich"
seit 2011 Präsident der Foundation for International Business Administration Accreditation (FIBAA)
seit 2013 Mitglied im Österreichischen Wissenschaftsrat

Dr. Wolfgang KNOLL

Scientific Managing Director, AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Vienna

1973 Diploma Physics, Karlsruhe Institute of Technology
1976 Ph.D., Biophysics, University of Konstanz
1976-1977 Postdoctoral Fellow, University of Konstanz
1977-1980 Postdoctoral Fellow, University of Ulm
1980-1981 Postdoctoral Fellow, IBM Research Laboratory, San José, CA
1981 Visiting Scientist, Institute Laue-Langevin, Grenoble
1981-1986 Assistant Professor, Technical University of Munich
1985 Visiting Scientist, IBM Research Laboratory, San José, CA
1986 Postdoctoral Degree: "Habilitation" - Physics, Technical University of Munich
1986-1991 Young Investigator/Associate Professor, Max Planck Institute for Polymer Research, Mainz
1988 Visiting Scientist, Optical Sciences Center, Tucson, AZ
1990 Visiting Scientist, Dept. of Chem. & Nuc. Engineering, University of California, Santa Barbara, CA
1990-1991 Visiting Professor, University of Erlangen
1991-1999 Head of Laboratory, Exotic Nano-Materials, Frontier Research Program, RIKEN-Institute, Japan
since 1992 Consulting Professor, Department of Chemical Engineering, Stanford University, Stanford, CA
1993-2008 Director, Max-Planck-Institut für Polymerforschung, Mainz
since 1998 Professor (by Courtesy) Chemistry Department, University of Florida, Gainesville, FL
since 1999 Adjunct Professor, Hanyang University, Korea
1999-2003 Temasek Professor, National University of Singapore
2004-2013 Visiting Principal Scientist, Institute of Materials Research and Engineering, Singapore
since 2008 Scientific Managing Director, AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Vienna
since 2009 Honorary Professor, University of Natural Resources and Applied Life Sciences, Vienna
since 2009 Visiting Professor, Nanyang Technological University, Singapore

Technologiegespräche

Timetable einblenden

27.08.2009

10:00 - 12:30Technologiebrunch der Tiroler ZukunftsstiftungSocial
13:00 - 13:10Eröffnung durch das Europäische Forum AlpbachPlenary
13:10 - 14:00EröffnungsreferatePlenary
14:00 - 16:00Wege aus der Krise - neue Perspektiven durch Forschung und Innovation?Plenary
16:30 - 18:00Die Zukunft der StammzellenforschungPlenary
20:00 - 21:30Blick in die Vergangenheit - das Rätsel unserer HerkunftPlenary
21:30 - 23:30Abendempfang gesponsert durch Forschung Austria in Kooperation mit der GFF und dem BMVITSocial

28.08.2009

09:00 - 15:30Arbeitskreis 01: Können wir unseren Nahrungsmitteln vertrauen?Breakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 02: Forschungs-, technologie- und innovationspolitische (FTI) Strategien im internationalen VergleichBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 03: "Säen und Ernten" in der bio(techno-)logischen Forschung: Vom atomaren Bauplan der Proteine zur Entwicklung neuer Arzneimittel und ihrer klinischen AnwendungBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 04: Biomedical and Pharmaceutical Engineering - Schlüsseltechnologien des 21. JahrhundertsBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 05: Infratech - Krise als ChanceBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 06: Kreativität - Treibstoff der Wissensgesellschaft?Breakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 07: Creative Industries vs. Old Economy: Wohin steuert die Wirtschaft?Breakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 08: Universitäten: Verantwortung für die ZukunftBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 09: Vertrauen in die Zukunft - Investieren in die ForschungBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 10: Digital Government im Spannungsfeld zwischen Bürger und VerwaltungBreakout
09:00 - 15:30Arbeitskreis 11: E-Mobility AustriaBreakout
09:00 - 18:00Junior Alpbach - Wissenschaft und Technologie für junge MenschenBreakout
09:00 - 15:00Technologieworkshop: Trend-Radar Gesellschaftliche EntwicklungenBreakout
09:00 - 15:00Ö1 Kinderuni Alpbach - Wissenschaft und Technologie für KinderBreakout
10:00 - 15:00Sonderveranstaltung: Positionierung Österreichs im internationalen WissensraumBreakout
16:30 - 17:45Kreativität. Wie Kinder lernen - Lernen wie die Kinder?Plenary
18:15 - 20:00Innovative Forschungsstandorte - Regionen im WettbewerbPlenary

29.08.2009

09:30 - 10:45Vertrauen in die Wissenschaft? Integrität in der wissenschaftlichen ForschungPlenary
10:45 - 11:30Die Zukunft des Universums - Perspektiven für Astrophysik und KosmologiePlenary
12:00 - 13:00I-Brain - die technologische Evolution des Gehirns?Plenary
13:00 - 13:15Abschluss-StatementPlenary
13:15 - 14:00Imbiss zum Abschluss der VeranstaltungSocial