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Bleiben Lehrer immer Schüler?

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Plenary / Panel
in deutscher Sprache

Vortragende

Volksschullehrerin, Offene Volksschule Wolfgang Schmälzl-Gasse , Wien Abstract
Das Berufsbild  Lehrer hat in den letzten Jahrzehnten gesellschaftlich, vor allem in der medialen Wahrnehmung einen starken Wandel erlebt.
Vom angesehenen Experten in Bildungsfragen und Wissensvermittlung zum ferienverwöhnten, zu wenig arbeitenden Unterrichtenden, der sich nun oft von selbsternannten Experten, deren Expertentum darauf beruht, selbst Schüler gewesen zu sein, medial seine Arbeit erklären lassen muss.
Einseitige Wahrnehmung von Lehrern, ausschließlich von den allgemeinbildenden höheren Schulen, schwächt die Position der Pflichtschullehrer und verfälscht das Berufsbild.
Auswirkungen auf das Selbstbild  Lehrer sind unausweichlich, essentiell und demotivierend!
Geschäftsführer, Steirische Volkswirtschaftliche Gesellschaft; Ehemaliger Vorsitzender, ExpertInnengruppe "LehrerInnenbildung NEU" im Auftrag des BMUKK sowie BMWF, Wien Abstract
Das Beste was Schüler/innen widerfahren kann, sind Lehrende, die selbst Lernende bleiben.

Lehrende, die wissen, dass sie nicht Alles wissen können, die offen sind für Neues, die bereit sind, auch von ihren Schüler/innen und Kolleg/innen zu lernen, können Bildungsprozesse fördernd begleiten, können Jugendliche dabei unterstützen, eigene Talente und Interessen zu entdecken und zu entwickeln.

Jedes Bildungsgeschehen ist auch Beziehungs- und Entwicklungsprozess, für alle Beteiligten und für alle pädagogischen Professionen, von der frühkindlichen Erziehung bis zum Lernen im Erwachsenenalter.

Dies muss Kern von Ausbildung für alle pädagogischen Berufe sein, verbunden mit jenen Kompetenzen, die je nach Einsatzfeld erforderlich sind  dann kann das richtige Maß für die große Herausforderung Lehren und Lernen gefunden werden.
Programmgestalter »Radiokolleg - das Lehrerbild im Wandel«, ORF - Radio Österreich 1, Wien Abstract
1. Lehrer/-innen sind Experten für Lehren und Lernen. Sie üben eine Profession aus. Professionen haben klare Grenzen. Die braucht auch der Lehrberuf.

2. LL brauchen in ihrer Tätigkeit persönliche und gesellschaftliche Wertschätzung.

3. Weg vom Lehrer/-innen 'bashing' hin zu einer positiven Sicht im Sinne des Satzes: 'Gute LL vergisst man nicht. Wir alle verdanken so mancher Lehrperson sehr viel.'

4. Weniger hektische Aufgeregtheit in Bildungs-, Erziehungs- und Schulfragen. Lassen wir doch 'die Kirche im Dorf'.

5. Wer meint, die Welt würde an der Schule genesen, der glaubt, dass der Schwanz mit dem Hund wedeln kann.
Vice President Corporate Human Resources, AVL List GmbH, Graz Abstract
Es ist zu hoffen, dass zumindest ein wesentlicher Teil "im" Lehrer immer Schüler bleibt. Das bedeutet für mich nämlich auch den Hunger auf Neues und vor allem Neugierde.
Wir haben daher auch viel vor: Die Schule von heute ist für die Schüler von heute nicht mehr gebaut. Wir benötigen daher einen Wandel des Berufsbildes  Lehrer . Darüber hinaus gilt der Rekrutierung von tüchtigen Lehrern und Schulleitern, der Optimierung des Arbeitsplatzes Schule, der Schaffung einer lernförderlichen Schulkultur und einer Entlohnung, die das Engagement und die Leistung von Lehrerinnen und Lehrern angemessen honoriert, unsere höchste Aufmerksamkeit.
Die Lehrerrolle ist dabei, sich fundamental zu ändern, sie sind immer weniger isolierte Einzelkämpfer, die als homogen angesehene Schülergruppen für eine bestimmte Anzahl von Unterrichtsstunden  Wissen vermitteln . Sie werden vielmehr zum Experten für Lernen, sie inszenieren Lernerfahrung und nutzen die neuen Erkenntnisse der Neurowissenschaften. Durchaus noch Frontalunterricht, daneben aber Gruppenarbeiten, angeleitetes Selbststudium und entdecktes Lernen  also teach less, learn more.
Hauptschullehrer, Offene Mittelschule Ensleinplatz; Vorsitzender Stellvertreter, FSG - Fraktion Sozialistischer Gewerkschafter in der PflichtschullehrerInnengewerkschaft, Wien Chair

Dipl.Päd. Susanne ARTNER

Volksschullehrerin, Offene Volksschule Wolfgang Schmälzl-Gasse , Wien

1981-1983 Besuch der Pädagogischen Akademie des Bundes Wien
1983 Lehramtsprüfung für Volksschulen
1997 Lehramtsprüfung "Integrative Pädagogik"
2003 Lehramtsprüfung für Informatik
2009 Montessori-Diplom
2012 Legasthenietrainer

Mag. Dr.rer.soc.oec. Peter HÄRTEL

Geschäftsführer, Steirische Volkswirtschaftliche Gesellschaft; Ehemaliger Vorsitzender, ExpertInnengruppe "LehrerInnenbildung NEU" im Auftrag des BMUKK sowie BMWF, Wien

2009-2010 Vorsitzender der ExpertInnengruppe LehrerInnenbildung NEU BMUKK - BMWF
2008-2009 Mitglied der ExpertInnenkommission "Zukunft der Schule" BMUKK, Wien
seit 2008 Vorsitzender des Bildungsnetzwerkes Steiermark
seit 2004 Geschäftsführer Volkswirtschaftliche Gesellschaft Österreich, Wien
2001-2006 Vorsitzender der Evaluierungs- und Planungskommission Pädagogische Hochschulen
seit 1978 Geschäftsführer Steirische Volkswirtschaftliche Gesellschaft, Graz

Mag. Winfried SCHNEIDER

Programmgestalter »Radiokolleg - das Lehrerbild im Wandel«, ORF - Radio Österreich 1, Wien

 Seit 1982 BHS-Lehrer
 Seit 1995 Freier Mitarbeiter, ORF/Ö1 (Sendungs-Autor und Gestalter); freier Journalist (Print)
1975-1981 Studium der Germanistik und Anglistik, Wien und Aberdeen
2000-2003 Forschungstätigkeit im Verein Orpheus Trust bzw. im Forschungsprojekt 'Verfolgte Musik', Wien und Paris
 Seit 2008 PH Wien/Fortbildung - Projekt 'Ö1 macht Schule'
2003-2006 Österreichisches Gymnasium Prag

Mag. Dr. MBA Markus TOMASCHITZ

Vice President Corporate Human Resources, AVL List GmbH, Graz

1990-1998 Project Manager and Project Leader, Steirische Volkswirtschaftliche Gesellschaft, Graz
1998-2002 Senior Partner and Chief Executive Officer Europe, MPO GmbH, Graz
2002-2006 Executive Director FH JOANNEUM, University of Applied Sciences
 Since 2013 Vice President Corporate Human Resources, AVL List GmbH, Graz
2006-2013 Executive Director Magna Education & Research GmbH. & CO. KG, Magna Int. Europe AG

MMag. Dr. Thomas BULANT

Hauptschullehrer, Offene Mittelschule Ensleinplatz; Vorsitzender Stellvertreter, FSG - Fraktion Sozialistischer Gewerkschafter in der PflichtschullehrerInnengewerkschaft, Wien

 Abgeschlossene Studien: Politikwissenschaft, Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Geschichte und Pädagogik
 Dissertation in Österreichischer Geschichte: "Die Interessenvertretung der Wiener PflichtschullehrerInnen seit dem PVG von 1967 - Die Arbeit des Zentralausschusses der Wiener LandeslehrerInnen"
 Lehrämter (Hauptschule) in Mathematik und Geschichte sowie Freizeitpädagogik
  Hauptschullehrer an der Offenen Mittelschule Josef-Enslein-Platz in 1100 Wien
seit 1999 Personalvertreter in Wien Favoriten
2002-2008 Vorsitzender des Dienststellenausschusses in Wien Favoriten
seit 2003 Mitarbeit in der FSG
2008-2009 Dienstrechtsreferent
seit 2009 Vorsitzender der FSG und Vorsitzender Stellvertreter in der PflichtschullehrerInnengewerkschaft