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Complexity Science – II

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Erwin-Schrödinger-Saal
Plenary / Panel
in deutscher Sprache

Vortragende

Chairman of the Board, Infineon Technologies AG, Munich Abstract
Die Halbleiterbranche gehört zu den Industrien mit der höchsten Komplexität und der schnellsten Abfolge von neuen Technologien überhaupt. Vor 50 Jahren gab es nur einfache Bauelemente wie den Transistor. Heute, mehr als 20 Technologiegenerationen später, integriert man ganze Systeme in einem einzelnen Chip und liefert die Software mit. Neben diesen Aspekten, die einen steten Zustrom von Komplexität bedeuten, stellen Kundenforderungen nach maßgeschneiderten Produkten und eine sich stets verändernde Wertschöpfungskette weitere Treiber für Komplexität dar.
Immer feinere Strukturen - die neusten mit zehn bis 20 Nanometern - und die Integration von mehr und mehr Funktionen auf einem Chip mit bis zu mehreren Milliarden Transistoren sind das Grundprinzip der großen Produktivitätssteigerung von Halbleitern. Diese Entwicklung ist unter dem Begriff "Moore's Law" bekannt geworden. Über die Zeit ist es gelungen, bei steigendem Aufwand wesentliche physikalische Grenzen zu überwinden. Heute steht man wieder vor einer Hürde - sowohl technisch als auch ökonomisch. Die Frage lautet: Wird auch diese Hürde überwunden und was ist die Konsequenz auf die zunehmende Komplexität?
Exponentiell steigende Entwicklungskosten für jede neue Technologie und für jedes neue Produkt stehen im Kontrast zur Kundenforderung nach vermehrt individuellen Lösungen. Diese Entwicklung erfordert Strategien, die Komplexität beherrschbar zu machen und sie zu reduzieren. Standardisierte Prozessblöcke oder eine durchgängige Datenerfassung aller Produktionsschritte bis herunter zur Chip- oder Transistorebene ermöglichen eine bessere Beherrschung der Komplexität und schnelleres Lernen zur Optimierung von Prozessen.
Das Konzept Industrie 4.0 - also die Vernetzung auch weltweit verteilter Produktionsstätten und die Einbindung von Lieferanten und Kunden in den Produktionsprozess - bietet hier Lösungsansätze. Das schafft auch die Möglichkeit, Teile der Fertigung an Zulieferer auszugliedern und damit die Komplexität der eigenen Produktion zu verringern.
Für eine Produktgruppe, die in Dresden (Deutschland) und in Malakka (Malaysia) gefertigt und anschließend in Singapur getestet wird, hat Infineon diese vernetzte Produktion der Zukunft im Rahmen eines Pilotprojekts bereits realisiert. Ziel des Projekts: Die Korrelation von Ergebnissen des Testvorgangs in Singapur mit den Prozessdaten aus der Wafer-Fertigung in Dresden in Echtzeit.
Bisher benötigte Infineon für eine derartige Auswertung mehrere Tage. Im Rahmen des Pilotprojekts "Industrie 4.0" dauert sie nur noch wenige Sekunden. Dadurch ergeben sich Wettbewerbsvorteile, weil Kundenanforderungen präziser und schneller umgesetzt werden können. Außerdem kann Infineon die Vorlaufzeit für die Fertigung neuer Produkte verkürzen und sie dadurch schneller auf den Markt bringen.
Director, Para Limes, Nanyang Technological University, Singapore Abstract
For 300+ years science has looked at the world through a lens that reduced it to a linear playground.
On that playground we have decomposed complex problems into smaller problems that could be solved by linear methods.
It now has become increasingly clear that reductionist science cannot solve the complex problems, because if taken apart, complex systems lose precisely the character that makes them complex.
Thus science, or rather we as humanity, needs another lens to look at the world, the complexity lens.
That lens filters out details and amplifies connections and dynamic interactions.
One great mission for complexity science is to craft such a lens, and with that lens enable leaders in the world, be it from industry, government or academia, to better understand the world and thus make better decisions.
Two examples on which such a complexity lens might be focused might be Supply Chain Management and Governance in an East West context.
Rector, Vienna University of Technology, Vienna Chair

Dr. Reinhard PLOSS

Chairman of the Board, Infineon Technologies AG, Munich

1986 Eintritt bei Siemens/Infineon, Prozessingenieur für die Chip-Fertigung
1996-1999 Leitung des Geschäftsgebiets Leistungshalbleiter, Siemens AG
1999 Leiter des Geschäftszweigs Industrial Power und Geschäftsführer der eupec GmbH Co. KG
2000-2005 Leitung des Geschäftsbereiches Automobil- & Industrie-Elektronik, Infineon Technologies AG
2005-2007 Group Vice President & General Manager Automotive, Industrial & Multimarket, Infineon Technologies AG
seit 2007 Mitglied des Vorstands der Infineon Technologies AG, zuständig für das Ressort Fertigung
seit 2012 Vorsitzender des Vorstands von Infineon

M.Sc. Jan Wouter VASBINDER

Director, Para Limes, Nanyang Technological University, Singapore

1972-1975 Research and Development Engineer, N.V. KEMA, Arnhem, Netherlands
1973 M.Sc.Physics/Nuclear Engineering;, Delft Technical University
1975-1977 Member of the Management Team first nuclear Power Plant in Israel Manager - Core Engineering Section, Israel Electric Corporation, Haifa, Israel
1976 Nuclear Fuel Management, Technion, Haifa
1977-1978 Nuclear Systems Engineer, Nuclear Inspectorate, the Hague, Netherlands
1978 Nuclear Waste Management, American Society of Mechanical Engineers
1978-1981 Deputy Head of Nuclear Energy, Department at Ministry of Economic Affairs, the Hague, Netherlands
1981-1985 Science Counselor, Dutch embassy in Washington DC (US) and Ottawa (Canada)
1985-1991 Manager Information Science at Semi Government Institute
1991-1995 Senior Partner/Director Consultium BV, Driebergen, Netherlands
1995-2011 Director Prisma & Partners
since 2011 Director Complexity Program, Nanyang Technological University

Dipl.-Ing. Dr. techn. Sabine SEIDLER

Rector, Vienna University of Technology, Vienna

1984-1989 Scientific Employee, Institute of Material Engineering, TU Merseburg
1989 Doctorate
1989-1996 Postdoc, Institute of Materials Science, Martin-Luther-University Halle Wittenberg
1991-1994 Visiting Scientist at Ruhr-University Bochum, Institute of Experimental Mechanics
1993-1994 DFG, Habilitation scholarship
since 1996 o.Univ.Prof. for Non-metallic Materials, TU Vienna
1997 Habilitation in Materials Science
2000-2007 Head of the Institute of Materials Science and Technology, TU Vienna
2007-2011 Vice President TU Vienna
since 2011 Rector Vienna University of Technology
since 2012 First female member of the board of directors, AMAG
since 2014 Member of the board of directors, Helmholtz-Zentrums Berlin für Materialien und Energie GmbH
since 2016 Member of the Board of Management, Österreichischer Gewerbeverein

Technologiegespräche

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21.08.2014

10:00 - 12:30TechnologiebrunchSocial
13:00 - 13:10Eröffnung der Alpbacher Technologiegespräche 2014Plenary
13:10 - 14:00FTI-Politik at the CrossroadsPlenary
14:00 - 15:45Industrie 4.0 - Die nächste industrielle Revolution?Plenary
16:15 - 17:45Stanford zu Gast bei den Technologiegesprächen: Innovation und die Kultur des ScheiternsPlenary
20:00 - 21:30Wir und unser Gehirn - Neurologische Forschung at the CrossroadsPlenary
21:45 - 23:00AbendempfangSocial
21:45 - 23:00KarriereloungeSocial

22.08.2014

09:00 - 15:00Breakout Session 01: Technology - Global Market: Österreichische Technologien für den globalen MarktBreakout
09:00 - 15:00Breakout Session 02: Technologie-Hotspots der Zukunft - Hat Europa eine Chance?Breakout
09:00 - 15:00Breakout Session 03: Herausforderung Disruptive Innovation: Strategien für eine erfolgreiche BewältigungBreakout
09:00 - 15:00Breakout Session 04: Agile und robuste Supply Chain - Volatilität im Wirtschaftsleben erfolgreich managenBreakout
09:00 - 15:00Breakout Session 05: Bioenergie - Ausweg oder Irrtum?Breakout
09:00 - 15:00Breakout Session 06: Was kostet die Zukunft der Stadt? Sozioökonomische Aspekte der Smart CityBreakout
09:00 - 15:00Breakout Session 07: Smart Energy: Herausforderungen an eine interdisziplinäre EnergiewendeBreakout
09:00 - 15:00Breakout Session 08: Wissenschaft in der Gesellschaft - Wie man Barrieren überwinden kannBreakout
09:00 - 15:00Breakout Session 09: IP-Strategien in Unternehmen: Herausforderungen für das IP-Management und die InnovationspolitikBreakout
09:00 - 15:00Breakout Session 10: Forschungsfinanzierung - Öffentlich oder privat? Neue Modelle in einer globalisierten WeltBreakout
09:00 - 15:00Breakout Session 11: Akustik-Innovationen: Trends in Industrie und AlltagBreakout
09:00 - 18:00Junior Alpbach - Wissenschaft und Technologie für junge MenschenBreakout
09:00 - 15:00Ö1 Kinderuni Alpbach - Wissenschaft und Technologie für KinderBreakout
16:00 - 16:45Digital UniversityPlenary
16:45 - 18:15Open Science - Wissen von und für Menschen in der GesellschaftPlenary
18:30 - 20:00Städte at the CrossroadsPlenary
20:00 - 22:00Urban Innovators Challenge - Stadt und ZukunftPartner

23.08.2014

09:00 - 10:30Complexity Science - IPlenary
10:30 - 11:15Complexity Science - IIPlenary
11:45 - 13:15Innovation an der Schnittstelle von Kunst und WissenschaftPlenary
13:15 - 13:30Abschluss-Statement der Alpbacher TechnologiegesprächePlenary
13:30 - 14:00Imbiss zum Abschluss der VeranstaltungSocial