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Das Management der Krise in Europa

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Erwin-Schrödinger-Saal
Plenary / Panel
German and English language

Vortragende

Professor und Direktor, Institut für Finanz- und Steuerrecht, Universität Heidelberg Abstract Key Note
Die Staaten der westlichen Welt erleben, dass ihre Bürger sie überfordern. Sie verlangen vom Staat nicht nur gutes Recht, sondern auch gutes Geld. Doch der Staat kann seinen Bürgern nur das Geld geben, das er ihnen vorher steuerlich genommen hat. Diese Gesetzmäßigkeit durchbricht ein Staat, wenn er in die Staatsverschuldung, also in die Besteuerung der nächsten Generation zugunsten der Gegenwart ausweicht. Deswegen müssen wir die Staatsschuld als gegenwärtige Schuld spürbar machen, Unternehmenssanierungen durch den Staat auf Gegenseitigkeit anlegen, die Menschen der Gewohnheit entwöhnen, Gewinne  insbesondere durch Steuervergünstigungen  im Staatshaushalt zu erzielen, Verluste auf den Staatshaushalt überwälzen zu können. Schließlich muss auch ein Staatenresolvenzrecht ernstlich erwogen werden.
Former Prime Minister of the Italian Republic; former President, European Commission; President, African Union-UN Peacekeeping Panel; Professor-at-Large, Brown University; Professor, China Europe International Business School, Shanghai Abstract Key Note
The current economic crisis originated first in the US and has then spread to the entire world. While most countries experienced only economic problems, Europe is facing also significant political tensions. This is not due to the weakness and lack of competitiveness of European economies, as some economists have mistakenly pointed out. Indeed the main problem for the EU is not economic, but political. By failing to develop a common approach, until very recently we have not been managed the crisis from a European standpoint, but mainly through national responses. In order to avoid the repetition of these mistakes, we need to build new institutions to monitor the budgets of member states, to enforce fiscal discipline and to impose punishments in case of noncompliance with the budget rules.
Chief Executive Officer, Telekom Austria Group, Vienna Abstract
Mit  Change Readiness aus der Krise

Europa braucht Veränderung, um im globalen Wettbewerb besser bestehen zu können. Change Readiness, die Fähigkeit mit Veränderungen positiv umzugehen, ist ein Schlüsselfaktor, um aus der Krise durchzustarten. Die Notwendigkeit einer neuen Geisteshaltung besteht nicht alleine für die Wirtschaft, sondern genauso für den öffentlichen Sektor, die politischen Entscheidungsträger und die Bürger der Union.

Die Innovationen der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sowie bei Breitband bringen mehr Effizienz und bedeuten auch Veränderung: Das Internet dringt in immer mehr Lebensbereiche vor, digitale Services werden stärker genutzt. Somit wird der Zugang zu und der Umgang mit Breitband-Internet immer wichtiger.

Die Europäische Kommission trägt dieser weitreichenden Entwicklung mit der  Digitalen Agenda Rechnung: Sie setzt auf IKT als nachhaltigen und effizienten Wachstumstreiber. Die klare Priorisierung der digitalen Wirtschaft ist eine einzigartige Chance, mit Innovationen Europas führende Rolle auszubauen, unter anderem in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Green IT.
President, Polish Confederation of Private Employers Lewiatan, Warsaw
Ehem. stv. Vorsitzende, DGB - Deutscher Gewerkschaftsbund; Lehrbeauftragte, Otto Suhr Institut für Politikwissenschaft, Freie Universität Berlin, sowie Hochschule der Bundesagentur für Arbeit, Schwerin
President, Government Debt Committee; Former Director, IHS - Institute of Advanced Studies, Vienna
Austrian Federal Minister of Science, Research and Economy, and Vice-Chancellor of the Republic of Austria, Vienna Abstract
Das Krisenmanagement in Europa hat funktioniert. Durch systemische Wirtschaftspolitik konnte die Krise entschärft und die Basis für einen selbsttragenden Aufschwung geschafft werden. Die bewusst in Kauf genommene Folge der Krisenbekämpfung war die Erhöhung der Budgetdefizite, deren Sanierung mittels intelligentem Sparen und mehr Effizienz nun höchste Priorität zugeschrieben werden muss. Darüber hinaus steht Europa vor großen strukturellen Herausforderungen wie dem Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit Europas gegenüber Asien und den USA, Klimawandel und Alterung der Gesellschaft. Es gilt nun die Chancen dieser Herausforderungen zu nutzen und rechtzeitig adäquate Voraussetzungen für ein intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum in Europa zu schaffen.
Konsulent, Industriellenvereinigung, Wien Chair

Prof. Dr. Dres.hc. Paul KIRCHHOF

Professor und Direktor, Institut für Finanz- und Steuerrecht, Universität Heidelberg

1962-1966 Studium der Rechtswissenschaften, Universitäten Freiburg und München
1966 Erste Juristische Staatsprüfung, München
1968 Promotion zum Dr. jur., München
1969 Zweite Juristische Staatsprüfung, Stuttgart
1970-1975 Wissenschaftlicher Assistent, Institut für deutsches und internationales Steuerrecht, Universität Heidelberg
1973 Abordnung zum Landtag von Baden-Württemberg, Kulturpolitischer Ausschuss
1974 Habilitation, Fächer Staats- und Verwaltungsrecht, insbesondere Wirtschaftsverwaltungsrecht, Finanz- und Steuerrecht sowie Verwaltungslehre, Juristische Fakultät, Universität Heidelberg
1975-1981 Ordentlicher Professor für Öffentliches Recht unter besonderer Berücksichtigung des Finanz- und Steuerrechts, Universität Münster; Direktor, Institut für Steuerrecht, Universität Münster
1976-1978 Prorektor, Universität Münster, Stellvertreter des Rektors
1980-1981 Richter im Nebenamt, Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen
  Universität Heidelberg
seit 1981 Ordentlicher Professor für öffentliches Recht unter besonderer Berücksichtigung des Finanz- und Steuerrechts an der Universität Heidelberg; Direktor, Institut für Finanz- und Steuerrecht
1984-1985 Dekan, Juristische Fakultät, Universität Heidelberg
1987-1999 Richter, Bundesverfassungsgericht; Mitglied des Zweiten Senats
2000 Neugründung der Forschungsstelle Bundessteuergesetzbuch, Institut für Finanz- und Steuerrecht, Universität Heidelberg

Romano PRODI

Former Prime Minister of the Italian Republic; former President, European Commission; President, African Union-UN Peacekeeping Panel; Professor-at-Large, Brown University; Professor, China Europe International Business School, Shanghai

1963 Assistant professor at the Department of Economics and at the Faculty of Political science, University of Bologna
1966 Associate professor at the Department of Economics and at the Faculty of Political Science, University of Bologna
1971-1999 Professor of Industrial Organisation and Industrial Policy, University of Bologna
 He helped establish the "Italian school of Industrial Policy", and acted for several years as the editor of its quarterly journal, L'Industria, Rivista di Economia e Politica Industriale.
1974 Visiting professor at Harvard University, Stanford Research Institute
1981 Foundation of Nomisma
1978-1979 Minister of Industry
1982-1989 Chairman and CEO of the Institute for Industrial Reconstruction (IRI)
1993 Coordination of privatization of industrial, banking and service companies
1995 Foundation of the "Olive tree" centre-left coalition
1996 "Olive tree" centre-left coalition won the election
1996-1998 Appointed Prime Minister
1999-2005 President, European Commission
2006 Elected leader of the centre-left coalition in Italy
 Since 2008 President, Foundation for Worldwide Cooperation
 Since 2008 Chairman, UN-AU High Level Panel for Peacekeeping in Africa
 Since 2009 Professor, Brown University (USA)
 Since 2010 Professor, CEIBS (China Europe International Business School) in Shanghai
2006-2008 Prime Minister

Dr. Hannes AMETSREITER

Chief Executive Officer, Telekom Austria Group, Vienna

  Studium, Publizistik, Kommunikations- und Sportwissenschaften, Paris-Lodron-Universität Salzburg
  Diverse MBA-Module, Pepperdine University, USA
  Executive-Kurse, Stanford University, USA und INSEAD, Frankreich
bis 1996 International Brand Manager, Procter & Gamble
1996 Produktmanager, mobilkom austria
2001 Vorstand Marketing und Vertrieb, mobilkom austria
2007 Vorstand Marketing, Telekom Austria TA AG (zusätzlich zur bisherigen Vorstandsfunktion)
seit 2009 Generaldirektor, A1 Telekom Austria AG (hervorgegangen aus der Fusion von mobilkom austria und Telekom Austria TA AG)
seit 2009 Generaldirektor, Telekom Austria Group

Henryka Teodora BOCHNIARZ

President, Polish Confederation of Private Employers Lewiatan, Warsaw

1971-1990 Academic Lecturer and Researcher, Foreign Trade Research Institute
1990 Founder, Head, NICOM Consulting
  Consulting, business facilitation and transformational reforms
1991 Minister of Industry and Trade
  President, Polish Confederation of Private Employers Lewiatan
  Vice-chairperson, Trilateral Commission on Social and Economic Issues
  Co-chair the Committee of Good Practices
  Board member, Youth Foundation for Entrepreneurship
  Currently Vice President, BUSINESSEUROPE
1996-1999 Chair, Polish Business Roundtable
2005 Nominated by Democratic Party as Candidate for President of the Republic of Poland

Prof. Dr. Ursula ENGELEN-KEFER

Ehem. stv. Vorsitzende, DGB - Deutscher Gewerkschaftsbund; Lehrbeauftragte, Otto Suhr Institut für Politikwissenschaft, Freie Universität Berlin, sowie Hochschule der Bundesagentur für Arbeit, Schwerin

1962-1967 Studium der Volkswirtschaftslehre, Universität zu Köln
1967-1970 Freie Journalistin in USA und Promotion mit dem Thema  Umschulung in einer wachsenden Wirtschaft
1970-1074 Wissenschaftliche Referentin für Arbeitsmarktpolitik, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut des Deutschen Gewerkschaftsbunds - DGB
1974-1984 Referats- und Abteilungsleiterin für Internationale Sozialpolitik und Arbeitsmarktpolitik,
1984-1990 Vizepräsidentin, Bundesanstalt für Arbeit
1990-2006 Stellvertretende Vorsitzende, DGB
1990-2006 Alterniende Vorsitzende in Vorstand und Verwaltungsrat, Bundesanstalt für Arbeit sowie im Vorstand der Gesetzlichen Rentenversicherung
1990-2008 Vertretung des DGB im Verwaltungsrat der IAO
seit 2006 Dozentin für nationale und internationale Beschäftigungspolitik, Freie Universität Berlin und Hochschule der BA in Schwerin und Mannheim
seit 2009 Vorsitzende des Arbeitskreises Soziale Sicherung, Sozialverband Deutschland (SoVD)
seit 2009 Mitglied im Landesvorstand der SPD Bayern, Publizistin für Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik

Dr. Bernhard FELDERER

President, Government Debt Committee; Former Director, IHS - Institute of Advanced Studies, Vienna

1959-1964 Studies, Law and Economics, University of Vienna
1964-1966 Studies, Economics, Faculté de Droit et Sciences Economiques, University of Paris
1964 Doctoral degree, Vienna
1973 Habilitation, Karlsruhe, Germany
1966-1967 Research Assistant of Prof. Fritz Machlup, Princeton University, New York, USA
1967-1968 Visiting Professor, University of North Carolina, Chapel Hill, USA
1968-1974 Assistant Professor, University of Karlsruhe, Germany
1974-1990 Professor of Economics, University of Cologne, Germany
1977 6-month appointment of the Soviet Academy of Sciences, consulting and teaching, mainly in Novosibirsk and Moscow
1987-1990 Director, Economic Seminar, Faculty of Economics and Social Sciences, University of Cologne, Germany
  Professor Emeritus of Economics, University of Cologne, Germany
1991-1995 Professor of Economics, University of Bochum, Germany
1991-2012 Director, Institute for Advanced Studies, Vienna
since 2006 Chairman, Austrian Government Debt Committee
since 2006 Chairman, Austrian Government Debt Committee

Dr. Reinhold MITTERLEHNER

Austrian Federal Minister of Science, Research and Economy, and Vice-Chancellor of the Republic of Austria, Vienna

1974-1980 Studied Law in Linz (Dr. iur.); he also completed a post-graduate course in association management, Fribourg
1980-1992 Worked for the Upper Austrian Economic Chamber, where his last position was Head of the Marketing Department
1991-1997 Local Councillor, Ahorn
1992-2000 Secretary General, Austrian Economic League (Wirtschaftsbund), Vienna
2000-2008 Member, Austrian Parliament
2000-2008 Deputy Secretary General, Austrian Economic Chamber
2001-2008 Chairman, Economic and Industrial Affairs Committee of the Austrian Parliament
2008-2013 Federal Minister of Economy, Family and Youth of the Republic of Austria, Vienna
since 2013 Federal Minister of Science, Research and Economy of the Republic of Austria, Vienna
since 2014 Vice-Chancellor of the Republic of Austria

Dr. Erhard FÜRST

Konsulent, Industriellenvereinigung, Wien

1960-1964 Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien
1964-1966 Post-Graduate-Ökonomie-Studium am Institut für Höhere Studien, Wien
1966-1969 Wissenschaftlicher Assistent und später Leiter der Abteilung Ökonomie des Instituts für Höhere Studien
1969-1971 Mitarbeiter der Europaabteilung des Internationalen Währungsfonds in Washington D.C.
1971-1973 Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung
1973-1983 Beigeordneter Direktor des Instituts für Höhere Studien
1983-1992 Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung der Creditanstalt in Wien
1993-2004 Leiter des Bereichs Industriepolitik und Ökonomie der Vereinigung der Österreichischen Industrie
seit 2005 Konsulent in der Vereinigung der Österreichischen Industrie

Wirtschaftsgespräche

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31.08.2010

14:00 - 14:30EröffnungPlenary
14:30 - 16:30Das Management der Krise in EuropaPlenary
17:00 - 18:30New Sustainability: Sind Wirtschafts- und Finanzkrisen vermeidbar?Plenary
19:00 - 20:30Special Lecture: Wie erfinden sich die USA neu?Plenary
20:30 - 23:00Empfang gegeben von der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer ÖsterreichSocial

01.09.2010

09:00 - 10:30Ökonomie im Spannungsfeld von Staat, Markt und ZivilgesellschaftPlenary
11:00 - 12:30Das Win-Win-Potenzial von Ökonomie und ÖkologiePlenary
15:00 - 16:3001 Krisenbewältigung: Sparen, konsumieren oder investieren?Breakout
15:00 - 18:0003 Neue Sehnsucht nach alten WertenBreakout
15:00 - 18:0004 Live-Simulation: "Neue Steuern braucht das Land!?"Breakout
15:00 - 18:0005 Gerechtigkeit in der Marktwirtschaft?Breakout
15:00 - 18:0006 Borrowing from the Future - Consequences of the CrisisBreakout
15:00 - 18:0007 Re-Set Universities! Hochschulen neu denkenBreakout
15:00 - 18:0008 Was heisst Management-Professionalität nach der Krise?Breakout
15:00 - 18:0009 Mit Mediation nachhaltig durch die Krise steuernBreakout
15:00 - 18:0010 One man's loss is another man's gain? Post-crisis challenges and opportunities in CEEBreakout
15:00 - 16:3011 Ökologische Revolution - Technologie statt IdeologieBreakout
15:00 - 18:0012 Elektromobilität: Neuer Antrieb aus der Krise?Breakout
15:00 - 18:0013 Innovation: Voraussetzung für eine erfolgreiche ZukunftBreakout
15:00 - 18:0014 Mit intelligenten Netzen aus der KriseBreakout
15:00 - 18:0015 Tourismus: Leitbranche mit Beschäftigungs- und Standortgarantie in ÖsterreichBreakout
17:00 - 18:3002 Die Zukunft der sozialen Sicherheit - Who cares?Breakout
19:00 - 20:30Peter Drucker Special Lecture: Management - Innovation als Weg zur KrisenbewältigungPlenary
20:30 - 23:00Empfang gegeben von T-Systems Austria GmbH und T-Mobile Austria GmbHSocial

02.09.2010

09:30 - 11:45Europäische Wirtschaft und Politik nach der Krise: Herausforderungen und LösungsansätzePlenary
11:45 - 12:00SchlusswortePlenary