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Das Recht geht vom Volk aus. Wie kommt es zurück?

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Liechtenstein-Hayek-Saal
Plenary / Panel
German and English language

Von den Bürgern und Bürgerinnen leitet sich das Recht ab. Doch wie kommt das Recht bei diesen wieder an? Wird das Recht von den BürgerInnen verstanden und wenn ja, wie sieht dieses Verständnis aus? Welche Schritte können Rechtsakteure setzen, um eine tragfähige Brücke zu den BürgerInnen zu schlagen?
Die deutsche Bundesministerin für Justiz wird zu der Diskussion Stellung nehmen und die Perspektive der Bundesrepublik Deutschland darlegen.

Vortragende

Authorized Signatory and Vice President, OGM - Gesellschaft für Marketing, Vienna Abstract
Die Justiz als dritte Säule der Demokratie hat lange Zeit hinweg ein sehr hohes Vertrauen in der Bevölkerung genossen. Dieses hat sich jedoch in den letzten Jahren verringert. Der Grund dürfte einerseits an der medialen Darstellung, andererseits an der Kritik von Politikern und Politik liegen. Die Justiz muss erkennen, dass das öffentliche Bild eine wesentliche Voraussetzung darstellt, um eine tragfähige Brücke zu den BürgerInnen wiederherzustellen.
Author, Vienna Abstract
Das Recht geht vom Volke aus - aber wie kommt es zurück? In einer von Religion geprägter Welt, die mit einem Jüngsten Gericht droht, ungnädig und endgültig ist, keine Verbüssung der Strafe kennt, darf man sich nicht wundern, wenn nach wie vor die meisten Verbrechen im Namen des Rechts geschehen. Die Mischung aus Abschreckung und Vergeltung muss ein Provisorium bleiben, so lange menschliche Willkür im Spiel ist. Gerechtigkeit bleibt ein unerreichbares Ideal.
President, Constitutional Court of Hungary, Budapest Abstract
The knowledge and understanding of the law is an important contribution to the effective application of legal rules. However, legal sociology generally measures among citizens a poor knowledge even of the more important legal provisions. These shortcomings can be improved by the virtue of civic education.
On the other hand, it is a world-wide phenomenon that more and more individuals go to the courts (including constitutional courts) in defence of their rights. The widening individual access to courts, and to constitutional justice specifically, might increase the acceptance of the basic rules regulating the functioning of the social system.
Corresponding Member, Austrian Academy of Sciences; Professor, Institute of Sociology, University of Graz Abstract
Natürlich ist es nicht mehr als eine Metapher, dass das Recht vom Volke ausgehen soll. Spezifische Tendenzen verschärfen allerdings das Problem der Rechtsferne oder der Unzugänglichkeit des Rechts. Drei Beispiele: Erstens die steigende Komplexität rechtlicher Materien selbst, die immer öfter selbst Juristen unzugänglich erscheint. Zweitens die Informalisierung des Rechts (soft law), also die Ausgliederung in "graue Gesetzesmaterien". Drittens die Multiebenen-Gesetzgebung (Europa), durch die verschiedene Rechtsebenen und Rechtslogiken in Geltung treten, deren Priorität oft nicht klar ist und deren Verwendung mehr oder minder subtiler Interpretationsmechanismen bedarf. Das Ideal einer diskursiven Demokratie entfernt sich deshalb von der Wirklichkeit.
Managing Editor, "Rechtspanorama", Die Presse, Vienna Chair

Mag. Karin CVRTILA

Authorized Signatory and Vice President, OGM - Gesellschaft für Marketing, Vienna

1990-1995 Call Center Management, OGM, Vienna
1995-2009 Project Management, OGM, Vienna
2005-2013 Lectureship, WIFI, Vienna
2009-2013 Authorized Signatory/Vice President, OGM, Vienna
2010-2013 Lectureship, Donau-Universität Krems, Krems

FRANZOBEL

Author, Vienna

 Diverse Ausbildungen, Berufswunsch Erfinder, Comics- und Fußball Fan, zum zweiten Mal verheiratet, zwei Söhne.

Peter PACZOLAY

President, Constitutional Court of Hungary, Budapest

1980 Law degree from the Faculty of Law and Political Sciences, Eötvös Loránd University, Budapest
1990-1996 Chief Counsellor to the President of the Constitutional Court
1991-1992 Research fellow, Woodrow Wilson International Centre for Scholars, Washington D. C.
since 1992 Head of Department of Political Sciences, University of Szeged
1996-2000 Secretary-General of the Constitutional Court
2000-2005 Deputy Head of the Office of the President of the Republic
2005-2006 Head of the Office of the President of the Republic
2006 Judge of the Constitutional Court
2007 Vice-President of the Constitutional Court
2008 President of the Constitutional Court

Mag. Dr. Manfred PRISCHING

Corresponding Member, Austrian Academy of Sciences; Professor, Institute of Sociology, University of Graz

1970-1974 Rechtswissenschaften, Universität Graz, Dr. jur.
1971-1977 Volkswirtschaftslehre, Universität Graz, Mag. rer.soc.oec
1976-1978 Institut für Rechtsphilosophie, Graz
1978-1980 Institut für Volkswirtschaftslehre und Volkswirtschaftspolitik, Graz
seit 1980 Institut für Soziologie
1985 Habilitation für Soziologie
1987-1988 Dozent an der Rijksuniversiteit Limburg, Maastricht, NL
1995-1996 Schumpeter-Gastprofessur an der Harvard University, Cambridge/Boston
1997-2001 Wissenschaftlicher Leiter der Technikum Joanneum GmbH (steirische Fachhochschulen)
2005-2006 Forschungsaufenthalte an den Universitäten New Orleans, Little Rock, Las Vegas
2006-2010 Institutsvorstand Soziologie, Universität Graz
seit 2006 Leiter des Centrums für Sozialforschung

Mag. Benedikt KOMMENDA

Managing Editor, "Rechtspanorama", Die Presse, Vienna

1981 Matura in Wien
1987 Mag. iur. an der Universität Wien
  danach freieer Mitarbeiter, Auslandsressort, "Die Presse"
1988 Lehrredaktion in der Tageszeitung "Die Presse"
seit 1989 Redakteur, "Die Presse"
seit 1990 Verantwortlich für die wöchentliche Schwerpunktseite "Rechtspanorama", "Die Presse"
seit 1995 Chef vom Dienst, "Die Presse"
2010/2011 Lehraufträge an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien