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Demographie in Bewegung

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Erwin-Schrödinger-Saal
Plenary / Panel
German and English language

Vortragende

Deputy Director, Research Group, Department Demography in Austria, Austrian Academy of Sciences, Vienna Abstract
Die demographischen Veränderungen, insbesondere die Alterung unserer Gesellschaft, werden anhand einer Reihe von klassischen Indikatoren der Demographie, wie Bevölkerungspyramide, Bevölkerungsstruktur, sowie Bevölkerungsprognose erläutert. Trends im Geburtenverhalten und der Lebenserwartung, welche diesen Veränderungen der demographischen Struktur zugrunde liegen, werden ebenso diskutiert.. Weiters werden neue am Institut für Demographie entwickelte - Konzepte vorgestellt, die den Prozess der Alterung unserer Gesellschaft von einer anderen Perspektive aus zeigen. Sie zählen nicht die Jahre seit Geburt, sondern betrachten die Zeitspanne bis zum Ableben. Diese alternativen Indikatoren liefern ein differenzierteres Bild von Bevölkerungsalterung. Weitere Aspekte sind unterschiedliche Erklärungsansätze des individuelles Alterns und der Bevölkerungsalterung.
Professor, Department of Infection, Immunity and Inflammation, Leicester Medical School, Leicester
Präsident, Österreichisches Akademisches Institut für Ernährungsmedizin, Wien Abstract
Ernährung als wesentliches Element zur Erhaltung der Gesundheit, kann bei nichtausreichendem Vorhandensein von geeigneten Lebensmitteln zu schweren Krankheiten und Tod führen, auf der anderen Seite, kann Ernährung im Übermaß genossen ebenso zu schweren Krankheiten und letztlich auch zum Tod führen.

Die Welt scheint in dieser Hinsicht in zwei völlig unterschiedliche Teile geteilt zu sein:
In dem einen (vorwiegend Südasien, Südafrika, etc.) leidet ein erheblicher Teil der Bevölkerung an Unterernährung und an deren Folgen; pro Jahr sterben etwa 5 Millionen Kinder an den Folgen des Hungers, 126 Millionen Kinder sind untergewichtig, 20% aller Menschen die von Hunger betroffen sind, sind jünger als 5 Jahre und ca. 150 Millionen Kinder sind aufgrund einer Mangelernährung zu klein und haben deshalb mit einer erhöhten Infektanfälligkeit zu rechnen. Weltweit leben etwa 2,6Mrd Menschen, die mit weniger als 2$ pro Tag ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen.
Auf der anderen Seite ist das Problem der Überernährung und der Fettsucht und der damit im Zusammenhang entstehenden Erkrankungen, in den entwickelten Industrieländern zum größten Gesundheitsproblem der Gegenwart geworden (WHO 2006). Das Problem der Übergewichtigkeit beginnt bereits im Kindes- und Jugendalter, europäische, von der EU geförderte Studien zeigen eine Prävalenz des Übergewichts von 20  25%, wobei eine  Nord  Süd  Zunahme festgestellt wurde. Folgeerkrankungen der Übergewichtigkeit sind in der Medizin neu, d. h. der Altersdiabetes, der bei 1% der Übergewichtigen auftritt, war bisher eine Erkrankung des älteren Erwachsenen, Arterienveränderungen und Gelenksschäden ebenso.

Der Mangel an geeigneten Lebensmitteln auf der einen Seite, der Überfluss und die ubiquitäre Verfügbarkeit von besonders energiereichen (fetthaltigen!!) Lebensmitteln auf der anderen Seite, führt zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen.

Neben einem Verteilungsproblem von wertvollen Lebensmitteln ist der vernünftige Umgang mit im Überfluss verfügbaren Lebensmitteln zu einem weltweiten Problem geworden. Neben der Erhöhung der körperlichen Aktivität in den industrialisierten Ländern, wird der Umgang mit hochwertigen Lebensmitteln neu überdacht werden müssen. Dieser vernünftige Umgang, der letztlich Krankheiten vermeiden und verhindern kann, muss bereits frühzeitig gelehrt und gelernt werden, aber auch auf allen Ebenen der Öffentlichkeit, muss der Zusammenhang zwischen vernünftiger Ernährung und Gesundheit für die Menschen sichtbar und einsehbar werden. Präventionsprogramme, die in der Lage sind diesen Umgang mit wertvollen Lebensmitteln frühzeitig zu erlernen, sind vorhanden. Sie müssen lediglich implementiert werden, die Einbeziehung vieler gesellschaftlicher Schichten für diesen Prozess ist absolut notwendig.
Head, Centre of Public Health, Medical University of Vienna Chair

Dipl.-Ing. Mag. Dr. Isabella BUBER-ENNSER

Deputy Director, Research Group, Department Demography in Austria, Austrian Academy of Sciences, Vienna

 Studium Mathematik und Französisch an der Universität Innsbruck, der Universität Wien und der Technischen Universität Wien
 Studium der Technischen Mathematik an der Technischen Universität Wien
 Doktorat an der Technischen Universität Wien
 Studienaufenthalte an der Universität Aix-Marseille (FR), der University of Syracuse (USA), der Stanford University (USA) und dem Rostocker Max Planck Institut für demografische Forschung (D)
1996-2008 Lektorin an der Fachhochschule FHWien
seit 1996 Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Demographie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
seit 2005 Stellvertretende Leiterin der Abteilung "Demographie Österreichs"

Karl NICHOLSON

Professor, Department of Infection, Immunity and Inflammation, Leicester Medical School, Leicester

 Study of medicine at Guy s Hospital Medical School, London
 He was an Eli-Lilley/MRC International Travelling Fellow at the US Centers for Disease Control
 WHO Consultant (working at the National Institute of Health, Pakistan)
 Trained in Infectious Diseases in the Medical Research Council, Clinical Research Centre, Northwick Park Hospital
 ad hoc Adviser/Consultant to WHO on Influenza, 2003 WHO Consultant in Vietnam
 UK Scientific Pandemic Influenza Advisory Committee (SPI) and huScientific Advisory Group for Emergencies (Pandemic influenza)
 Chief Investigator of a study in adults to evaluate H1N1 vaccines that will be used in the United Kingdom
 Honorary Consultant in Infectious Diseases in Leicester

Dr.med. Kurt WIDHALM

Präsident, Österreichisches Akademisches Institut für Ernährungsmedizin, Wien

1971-1973 Assistenzarzt am Physiologischen Institut der Universität Wien; Sommer 1971: Studienaufenthalt in den USA
1973 Übertritt an die Univ.-Kinderklinik Wien
1974 Aufbau und Leitung der Fettstoffwechselambulanz und der Ernährungsberatung der Univ.-Kinderklinik Wien
1977 Facharzt für Kinderheilkunde, Wien
1978 Stationsführender Oberarzt einer internen Station, Wien
1980 Habilitation für Kinderheilkunde, Universität Wien
1986 Verleihung des Berufstitels a.o.Universitätsprofessor, Universität Wien
seit 1988 Leiter des Österreichischen Früherfassungs- und Behandlungsprogrammes für angeborene Stoffwechselstörungen an der Univ.-Kinderklinik Wien
1992 Ernennung zum Vorstand der Internen Abteilung und ärztlichen Direktor des Mautner Markhof'schen Kinderspitals der Stadt Wien
1994 Verleihung der Venia docendi für med. und chem. Laboratoriumsdiagnostik (Klinische Chemie), Universität Wien
1995 Rückkehr an die Univ.-Kinderklinik Wien als leitender Oberarzt
1998 Anerkennung als Facharzt für Medizinische und Chemische Laboratoriumsdiagnostik durch die Österr. Ärztekammer
2003 Ernennung zum Professor für Ernährungsmedizin und zum Leiter der Abteilung für Ernährungsmedizin der Univ. Wien; ab 2004 Medizinische Universität Wien

Dr. Anita RIEDER

Head, Centre of Public Health, Medical University of Vienna

1989 Dr.a med., Medizinische Fakultät, Universität Wien
  Boston, Marie Curie Cancer Center Warschau, Ann Arbor Univ.of Michigan, Royal Hospital London, Bethesda Maryland, Harvard School of Public Health, Bochum
1995 Fachärztin für Sozialmedizin, FA-Ausbildung Institut für Sozialmedizin, Medizinische Fakultät, Universität Wien; mehrere Auslandsaufenthalte im Rahmen der Ausbildung, u.a. Tufts University
seit 1993 Gesundheitspsychologin
1997 Habilitation Sozialmedizin, ao.Univ.Prof. am Institut für Sozialmedizin, Medizinische Fakultät, Universität Wien
1999 Gastprofessorin, National Heart Institute, University of Ottawa
2000 Professorin, Sozialmedizin mit besonderer Berücksichtigung der Herzkreislauferkrankungen, Institut für Sozialmedizin, Zentrum für Public Health, Medizinische Fakultät, Universität Wien
2002-2003 Maria Göppert-Mayer-Gastprofessorin, Gender Medicine und Public Health, Medizinische Hochschule Hannover
seit 2005 Wissenschaftliche Leiterin, Universitätslehrgang "Master of Public Health", Medizinische Universität Wien
seit 2007 Curriculumdirektorin für die Studienrichtung Humanmedizin, Leiterin der Curriculumkoordination, Department für Aus- und Weiterbildung, Medizinische Universität Wien
seit 2010 Mitglied der erweiterten Lehrgangsleitung Versicherungsmedizin, Universität Basel und ASIM

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