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Entwicklungen wahrnehmen – Potenziale nutzen – Identitäten stärken

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Erwin-Schrödinger-Saal
Plenary / Panel
in deutscher Sprache

Vortragende

Professor, Institut für Rechnungswesen, Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck Abstract
Controlling gilt mithin als paradigmatisch für das rationale Management von Unternehmen und anderen Organisationen. ControllerInnen unterliegen aber nicht nur den gleichen Rationalitätsbeschränkungen wie alle anderen Akteure, sondern das Controlling kann in strategischer Perspektive sogar geradezu irrationale und dysfunktionale Wirkungen zeitigen. Klassische Feedback-Kontrolle bildet  notwendigerweise - den Kern der Steuerungsaktivitäten des Controlling. Die damit einhergehende Fixierung auf bestehende Pläne und ihre Prämissen kann aber dann problematisch sein, wenn sich entweder die Umwelt des Unternehmens verändert oder im Unternehmen selbst sogenannte emergente Strategien entstehen. Überlegungen zum strategischen Controlling befassen sich mit Möglichkeiten, dieses gezielt zum Instrument der Reaktion auf Umweltänderungen und der Entdeckung vielversprechender neuer Handlungsmuster im Unternehmen, mithin zum Instrument des organisationalen Lernens auszubauen.
Professor für Wirtschaftsinformatik, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck Abstract
The World Wide Web has been a major driver for the transformation of work, organizations and society into knowledge work, intelligent organizations and knowledge society. Information and communication technologies act as enablers for instruments of knowledge management to be applied in work groups, teams and communities. With the advent of the Web 2.0, active participation of prosumers - users who act as producers and consumers of content - has soared. Recently, many organizations have taken on the opportunities created by the Web 2.0 within their boundaries to connect employees and beyond to tap into the potential knowledge provided by partners, particularly customers, in their business ecosystem. This presentation specifically addresses corresponding chances from a knowledge management perspective, but also risks involved when organizations go about profiting from the Web 2.0.
Leiter, Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck Abstract
Zwei grundsätzliche Überzeugungen beherrschen in wesentlichem Ausmaß die betriebswirtschaftliche Literatur:
Ein Wirtschaftssubjekt entscheidet rational, wenn es sich bei der Wahl zwischen zwei Alternativen für die bessere Lösung entscheidet.
Da Unternehmer Entscheidungen über knappe Güter treffen, müssen sie vernünftig und überlegt vorgehen, so dass die gesetzten Ziele mit einem möglichst geringen Mitteleinsatz zu erreichen sind.
Wie viele Unternehmerentscheidungen entsprechen diesen Postulaten und wie sinnvoll wäre eine solche Entsprechung? Forschungsergebnisse aus Psychologie und Soziologie können helfen, über diese Frage zu reflektieren. Die Konsequenzen für die betriebswirtschaftliche Forschung, aber auch für das Selbstverständnis von Unternehmern und Top-Managern sind beachtlich.
ao. Professor, Institut für Organisation und Lernen, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck Abstract
Auf der Suche nach der Performance von Kunst- und Kulturorganisationen und Ihren
Leistungen: Ästhetik in Zahlen? Qualitäten, Kriterien und weise Steine  oder doch der Stein der Weisen...? Wie können am Beispiel von Museen künstlerische und kulturelle Leistungen transparent gemacht werden, ohne sich dabei in Zahlenspielereien zu verlieren? Wie kann Qualität im Zeitalter der Post-Interpretation (Susan Sontag) und der Post-Post-Moderne evaluiert und kommuniziert werden? Im Vortrag wird versucht, einen Performance-Measurement-Prozess, der sich durch ein mögliches, aber jedenfalls fruchtbares Scheitern charakterisieren lassen kann, nach- bzw. vor-zudenken.
Dekan, Fakultät für Betriebswirtschaft, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck Chair

Dr. Albrecht BECKER

Professor, Institut für Rechnungswesen, Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

 Studium der Sozialwissenschaften an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg
 Visiting Scholar am Economic Research Institute der Stockholm School of Economics
 Promotion ("Die Rationalität strategischer Entscheidungsprozesse") und Habilitation ("Controlling als reflexive Steuerung von Organisationen") an der Freien Universität Berlin
 seit September 2002 Professor für Betriebliches Rechnungswesen an der Universität Innsbruck
 
 Forschungsschwerpunkte:
 - Controlling als organisationale Praxis: Umgang mit und die Wirkung von Controlling in Organisationen, Fragen der Sinnkonstitution, der Legitimierung von Handeln sowie der Durchsetzung mit und durch Controlling und Controllinginstrumente.
 - Vergleichende Controllingforschung: Obwohl die Controllinginstrumente und  systeme weltweit weitgehend identisch sind, unterscheidet sich die Controllingpraxis in unterschiedlichen kulturellen Räumen und Ländern häufig deutlich. Im Rahmen dieser Forschung wird die Interaktion von Controllingpraxis mit ihrem kulturellen institutionellen Kontext (z.B. Ausbildungsinstitutionen) vergleichend untersucht.
 - Wissen und Lernen in Organisationen: Die Bedeutung von Wissen und Lernen in Organisationen wird insbesondere in Hinblick auf die Rolle von Metawissen (Wissen über Wissen) untersucht. Schwerpunkte bilden das Konzept des organisationalen Wissens, die Bedeutung des Metawissens für Managementpraxis sowie Wissensmanagement als sozialer Prozess.

Dr. Ronald MAIER

Professor für Wirtschaftsinformatik, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

 Studium der Wirtschaftsinformatik, Johannes Kepler Universität Linz, Schwerpunkte Betriebsinformatik, Organisation, Marketing und Operations Research
 Während seines Studiums war er drei Jahre freiberuflich bei einem Linzer Softwarehaus mit der Erstellung von Anwendungssoftware sowie der Betreuung von Projekten zur Planung und Realisierung betrieblicher Informationssysteme beschäftigt. Nach dem Studium war Ronald Maier zunächst Universitätsassistent am Institut für Wirtschaftsinformatik der Johannes Kepler Universität Linz, dann folgten:
1993-1995 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, Wissenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung (WHU), Koblenz
1996 Promotion zum Thema "Qualität von Datenmodellen"
1995-2002 Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik III, Universität Regensburg
1998-1999 Visiting Assistant Professor, Terry College of Business, University of Georgia in Athens, GA (USA)
2001 Habilitation an der Universität Regensburg mit dem Thema "Knowledge Management Systems. Information and Communication Technologies for Knowledge Management"
 Seit Februar 2007 leitet er als Universitätsprofessor den Bereich Wirtschaftsinformatik an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Ronald Maier ist als Gutachter und Herausgeber wissenschaftlicher Fachzeitschriften, regelmäßig stattfindender internationaler Fachkonferenzen sowie als Experte für die Europäische Union tätig.
2002-2007 Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik, Betriebliches Informationsmanagement, Martin-Luther-Universität, Halle-Wittenberg

Dr. Hans MÜHLBACHER

Leiter, Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

1979-1980 Maître de Conférences de Sciences Economiques, Université de Nice, France
1980-1981 Professeur Associé de Sciences de Gestion, Université de Nice, France
1982-1984 Gastdozent für Betriebswirtschaftslehre, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
1983-1984 Gastdozent für Betriebswirtschaftslehre, Universität Klagenfurt
1984-1985 Visiting Assistant Professor of Marketing, Emory University, Atlanta, Georgia
 WS 1988 Visiting Associate Professor of Marketing, A.B. Freeman School of Business, Tulane University, New Orleans
seit 1985 O.Univ.Prof. für Betriebswirtschaftslehre, Leopold-Franzens-Universität, Innsbruck
1990 Ruf an die Universität Genf
1990 Professeur Visitant, CERAM Business School, Sophia Antipolis, France
1993 Professeur Visitant, ESSEC Business School, Cergy-Pontoise, France und Université de Paris IX, Dauphine
seit 1993 Associate Editor: Journal of Business Research für "International Business"
1996-2008 Enseignant Visitant, ESSEC, Cergy-Pontoise, France (MBA in International Luxury Brand Management)
1997 Professeur Visitant, Université de Paris IX - Dauphine, Paris, France
1997-2000 Geschäftsführender Herausgeber: Marketing, Zeitschrift für Forschung und Praxis
2001 Ruf an die Universität Wien
2001-2008 Professeur Invité, Université de Paris II, Panthéon-Assas
2003 Ruf an die Johannes Kepler Universität Linz
2007-2008 Chargé d'Enseignement, HEC (L'école des Hautes Etudes Commerciales) Université de Genève

Dr. Martin PIBER

ao. Professor, Institut für Organisation und Lernen, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

1989-1993 Studium der Betriebswirtschaftslehre und der Rechtswissenschaften an der Karl-Franzens-Universität Graz
1994-1995 Studium an der Hochschule St. Gallen/Schweiz
1996-1999 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Finanzwirtschaft und Controlling an der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
1998 Promotion zum Dr. rer. soc. Oec; Dissertation zum Thema  Die integrierte Organisation  ein dreidimensionales Modell zum Management kooperativer Unternehmensnetzwerke
seit 1998 Dozent in diversen Universitätslehrgängen und Weiterbildungseinrichtungen im In- und Ausland
seit 1999 Diverse Gastvorträge und Lehraufträge an in- und ausländischen Universitäten (z.B. auf Einladung der Universität Stockholm oder des Norwegian Research Council oder beim European Studies Programm in Innsbruck)
1999-2006 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Organisation und Lernen an der Universität Innsbruck
2001 Gastforscher an der Ca-Foscari Università di Venezia/Italien, Dipartimento di Economia e Direzione Aziendale; Inhaber eines AREHCAS-Fellowships: Accounting in the Reform of European Health Care Systems
2004 Dozent an der Universidad Pablo de Olavide in Sevilla/Spanien
2005-2007 Leitung des Projektes  Exploring and Evaluating the Social and Environmental Performance of Organizations in an Austrian and Spanish Context , gemeinsam mit der Universidad Pablo de Olavide, Sevilla
2007 Habilitation zum Thema  Intellektuelles Kapital: Ästhetische Betrachtungen unternehmerischer Potenziale
 Forschungsarbeit:
 Praktiken und Theorie des Performance Measurements (u.a. aus der Perspektive der Strukturationstheorie und des neuen Institutionalismus) und des Controllings, Messen und Abbilden im und durch Controlling, metrische und nichtmetrische Steuerung von ExpertInnen-Organisationen, Intangible Assets & Intellektuelles Kapital, Ästhetik und Management, soziale und gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen, Steuerung und Organisation von Kunst- und Kulturorganisationen, Museumsforschung und -management.
seit 2007 Professor am Institut für Organisation und Lernen, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

Dr. Stephan LASKE

Dekan, Fakultät für Betriebswirtschaft, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

 Studium der Betriebswirtschaftslehre an den Universitäten München, Hamburg und Leopold-Franzens-Innsbruck
seit 1980 Professor für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspädagogik
1992-1995 Dekan der SoWi-Fakultät der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
1997-2001 Vorsitzender des Senats der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
2001-2006 Leiter der wissenschaftlichen Kommission "Hochschulmanagement" im Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e.V.
 Stephan Laske war an zahlreichen in- und ausländischen Universitäten in Forschung und Lehre tätig: München, Wuppertal, Hannover, Linz, Griffith University (Brisbane, Australien), Southern Cross University (Lismore, Australien), Handelshochschule Göteborg. Daneben hat er umfangreiche Erfahrungen in der beruflichen Weiterbildung, als Berater und Trainer in Wirtschafts- und Non-Profit-Organisationen sowie in Leitungsfunktionen von akademischen Gremien.
seit 2004 Dekan der Fakultät für Betriebswirtschaft
 In den letzten Jahren wurden von Stephan Laske und MitarbeiterInnen zwei durch Drittmittel geförderte Forschungsprojekte verantwortet: "Rethinking Business Ethics" (FWF) sowie "Struktur und Selbstverständnis der österreichischen Universitätsräte" (Jubiläumsfonds der österreichischen Nationalbank).
1986 hat Stephan Laske gemeinsam mit Hans Mühlbacher das Patenschaftsmodell Innsbruck (PINN) gegründet. In diesem Ausbildungskonzept zur Förderung des Praxisbezugs und der Sozialkompetenz der Studierenden wurden inzwischen u.a. mehr als 500 Projekte in Zusammenarbeit mit Wirtschaftsbetrieben und Verwaltungseinrichtungen erfolgreich abgeschlossen.