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Eröffnungsreferate

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Plenary / Panel
in deutscher Sprache

Vortragende

Direktor, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin Abstract Key Note
Effiziente Gesundheitsversorgung setzt informierte Ärzte und Patienten voraus. Das Gesundheitssystem des 20. Jahrhunderts hat beides nicht erreicht. Viele Ärzte und Patienten verstehen die relevanten Gesundheitsstatistiken nicht. Zum Beispiel überschätzen 95% der Frauen in Österreich den Nutzen des Mammographie-Screenings und etwa 80% der deutschen Gynäkologen verstehen nicht wie hoch die Wahrscheinlichkeit von Krebs nach einem positiven Testergebnis ist. Diese geringe Kompetenz liegt nicht nur an der mangelnden Ausbildung von Ärzten im Umgang mit Evidenz (health literacy), sondern auch an der weitverbreiteten irreführenden Präsentation von Information in unserem Gesundheitssystem. Ich werde zeigen, wie diese in den besten internationalen Fachzeitschriften beginnt und sich in Medien und Gesundheitsbroschüren fortsetzt. Es wird oft gesagt, dass Steuererhöhungen und rationierte Versorgung die einzige Alternative zu den explodierenden Gesundheitskosten seien. Es gibt jedoch eine dritte: Durch bessere Bildung von Ärzten und mündige Patienten könnte bessere Versorgung für weniger Kosten erreicht werden.
Mitglied, Bioethikkommision beim Bundeskanzleramt; emer. Professorin und Ordinaria, Klinik für Psychoanalyse und Psychotherapie, Medizinische Universität Wien; Lehrbeauftragte, Universität Klagenfurt Key Note

Prof. DDr. h.c. mult. Gerd GIGERENZER

Direktor, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin

1977 Promotion, Studium der Psychologie
1982 Habilitation und Privatdozent an der Universität München
1992 Professor für Psychologie an der Universität Konstanz (1984), der Universität Salzburg (1990) und der Universität of Chicago
1995 Direktor und wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für psychologische Forschung
seit 1997 Direktor und wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

Univ.-Prof. Dr. med. Marianne SPRINGER-KREMSER

Mitglied, Bioethikkommision beim Bundeskanzleramt; emer. Professorin und Ordinaria, Klinik für Psychoanalyse und Psychotherapie, Medizinische Universität Wien; Lehrbeauftragte, Universität Klagenfurt

1973 certified by Speciality Board: Psychiatry and Neurology, Austrian Medical Ass.
1980 Psychanalyst, Vienna and Int Psychoanalyt. Assoc.
1982 Venia Docendi: Psychiatry, Psychotherapy and Psychosomatics, Vienna Medical School
1987-2009 Head, Department of Psychoanalysis and Psychotherapy, Medical University of Vienna

Medizin und Ethik: Wo steht der Mensch? Kommunikation in Theorie und Praxis

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17.11.2010

17:00 - 17:30BegrüßungPlenary
17:30 - 19:00EröffnungsreferatePlenary
19:00 - 20:30EmpfangSocial

18.11.2010

09:00 - 10:30Gemeinsame Entscheidungsfindung und MitverantwortungPlenary
10:30 - 11:00Präsentation der "Befragung zur PatientInnen-Autonomie"Plenary
11:00 - 11:30KaffeepauseSocial
11:30 - 13:00Die Sprache der MedizinPlenary
13:00 - 14:00MittagspauseSocial
14:00 - 15:30Kommunikative Kompetenzen im Rahmen des MedizinstudiumsPlenary
15:30 - 16:00KaffepauseSocial
16:00 - 17:30Medien und die Ethik der Kommunikation von Medizin und GesundheitPlenary
17:30 - 17:45SchlusswortePlenary