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Eröffnungsreferate

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Erwin-Schrödinger-Saal
Plenary / Panel
in deutscher Sprache

Vortragende

Professor für klinische Psychologie und Neuropsychologie, Universität Konstanz Key Note
Gesundheitswissenschaftler, Abteilung Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung, Robert Koch-Institut, Berlin Abstract Key Note
Für gesundheitspolitische Schwerpunktsetzungen sowie die Planung und Überprüfung gesundheitlicher Präventions- und Interventionsmaßnahmen ist eine kontinuierliche Erfassung des Gesundheitszustands der Allgemeinbevölkerung erforderlich. Als Bestandteil des am Robert Koch-Institut, Berlin, eingerichteten Gesundheitsmonitorings verfolgt die KiGGS-Studie quer- und längsschnittlich das Krankheitsgeschehen sowie das Gesundheits- und Risikoverhalten der Kinder-und Jugendlichenbevölkerung in Deutschland. Eine auch europaweite Besonderheit der KiGGS-Studie ist es, umfangreiche und auf Individualebene verknüpfbare Informationen zu Kernindikatoren körperlicher, psychischer und sozialer Gesundheit sowie zum Gesundheitsverhalten Heranwachsender auf einer national repräsentativen Datenbasis bereitstellen zu können. Dadurch können zeitliche Trends sowie longitudinale Verlaufsmuster der gesundheitlichen Entwicklung bis ins Erwachsenenalter hinein untersucht werden. Ergebnisse der querschnittlichen Basiserhebung zeigen trotz eines generell guten allgemeinen Gesundheitszustands von Kindern und Jugendlichen in Deutschland gesundheitliche Entwicklungsrisiken wie z.B. die Zunahme von Übergewicht und Adipositas gegenüber den deutschen Referenzdaten (Kromeyer-Hauschild et al., 2001) um 50% oder eine Prävalenz von 15% für mögliche psychische Auffälligkeiten auf.

Literatur
Hölling, H., Schlack, R., Kamtsiuris, P., Butschalowsky, H., Schlaud, M. & Kurth, B.-M. (2012). Die KiGGS-Studie. Bundesweit repräsentative Längs- und Querschnittstudie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Gesundheitsmonitorings am Robert Koch-Institut. Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz, 55, 863-842.
Kromeyer-Hauschild K,, Kunze D,, Wabitsch M,, et al. (2001) Perzentile für den Body-Mass-Index für das Kindes- und Jugendalter unter Heranziehung verschiedener deutscher Stichproben. Monatsschrift Kinderheilkunde 149, 807–818.
Redakteurin Chronik, Der Standard, Wien Chair

Dr. Thomas ELBERT

Professor für klinische Psychologie und Neuropsychologie, Universität Konstanz

 Thomas Elbert studierte Psychologie, Mathematik und Physik an den Universitäten München und Tübingen (Promotion 1978). Derzeit ist er Professor für Klinische Psychologie und Neuropsychologie an der Universität Konstanz in Deutschland.
 Er ist Mitglied des Internationalen Neuropsychologischen Symposiums, der Deutschen Akademie der Wissenschaften und Präsident des italienischen Zweiges des Vereins vivo (www.vivo.org). Seine mehr als 400 Publikationen umfassen methodologische Studien (z.B. Anwendungen nonlinerarer Systemtheorie auf biologische Systeme), Forschungen zur Selbstregulation des Gehirns, kortikaler Organisation, Plastizität und deren Beziehung zu Verhalten und Psychopathologie. Basierend auf dem Fortschritt im Verständnis der Mechanismen von Neuroplastizität wurden neue Behandlungsansätze für Aphasie, Tinnitus und fokale Dystonien in den Konstanzer Laboratorien entwickelt.
 Die Forschung im Bereich der Klinischen Psychologie konzentrierte sich auf die Konsequenzen von traumatischem Stress. In Kollaboration mit Professor Dr. Frank Neuner und Dr. Maggie Schauer wurde die Narrative Expositionstherapie (NET), eine universell-kulturelle Kurzzeit-Intervention zur Reduzierung traumatischer Stress-Symptome bei Überlebenden organisierter Gewalt, Folter, Krieg, Vergewaltigung und Kindesmissbrauch entwickelt. Diese Behandlung wurde im Rahmen von Feldstudien in Krisenregionen in Afrika und Asien getestet.

Dipl.-Soz. Robert SCHLACK

Gesundheitswissenschaftler, Abteilung Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung, Robert Koch-Institut, Berlin

seit 2003 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Robert Koch-Institut; 2005-2006: stellvertretender Feldleiter der KiGGS-Studie
2000-2002 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Gemeinsamen Krebsregister der neuen Länder und Berlins (GKR)
1999-2000 Wissenschaftliche Mitarbeit am Robert Koch-Institut in der Pilotphase der KiGGS-Studie
1992-1998 Studium der Soziologie (Schwerpunkt: Epidemiologie), Psychologie und Philosophie an der Freien Universität Berlin
1991 Studium Generale und Studium der Soziologie an der Albrecht-Ludwigs-Universität in Freiburg i. Brsg.
1989-1991 Vorklinisches Studium der Medizin an der Phillips-Universität in Marburg/Lahn

Mag. (FH) Andrea HEIGL

Redakteurin Chronik, Der Standard, Wien

 until 2007 Studies of Journalism at University of Applied Sciences Vienna
since 2007 Editor at DER STANDARD (domestic and local politics)

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