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Eröffnungsreferate

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Erwin-Schrödinger-Saal
Plenary / Panel
in deutscher Sprache

Vortragende

Direktor und Mitglied des Präsidiums, Institut der deutschen Wirtschaft, Köln Abstract
Erzwingen die Finanzmärkte eine weltweit einheitliche Wirtschaftsordnung?
Die aktuelle Kreditmarktkrise hat, da anders als der dot.com-Boom von Profis zu verantworten, die Frage nach den notwendigen internationalen Regulierung aufgeworfen. Manche rufen gar nach der Weltregierung angesichts nicht mehr zu zähmender Finanzmärkte. Die Regierungschefs der G8 haben ebenso in diesem Sinne Stellung bezogen wie erwartungstreu Attac. Die Frage ist jedoch alles andere als einfach. Es bedarf der differenzierten Analyse der Ursachen und des Verlaufs der jetzigen Krise, um eine Indikation für den Handlungsbedarf zu bekommen. Dabei zeigt sich in hohem Maße eine nationale Verantwortung resp. Verantwortungslosigkeit. Zugleich bedarf es einer disziplinierten ordnungstheoretischen Erörterung, welche Regulierungen für die Finanzmärkte angemessen sind. Die tradierte Ordnungspolitik greift zu kurz. Zwischen beiden Polen ist nach einer maßvollen Antwort zu suchen, die die grundsätzlich positive Be-deutung der Finanzmärkte in der Globalisierung ernst nimmt.
Professor für Ökologische Ökonomie, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Abstract
Der Beitrag umreißt zunächst Eckpunkte einer nachhaltigen Wirtschaftsordnung in Bezug auf die nationale wie die globale Ebene. Abweichend von der Gleichsetzung ökonomischer, öko¬logischer und sozialer Ziele wird hierbei ein internationales Stabilisierungs- und Gerechtig¬keitsprinzip zu Grunde gelegt. Wie diese erreicht und sichergestellt werden kann, wird darauf folgend anhand verschiedener Entwicklungspfade aufgezeigt. Diese umfassend ökonomische Anreize, politische Steuerungsinstrumente wie auch gesellschaftliche Lernprozesse. Diese sind auch mit spezifischen Rollen für gesellschaftliche Akteure wie Staaten, Unternehmen und die zivilgesellschaftliche Akteure verbunden. Wettbewerb stellt sich in dieser Wahrneh¬mung als ein Prinzip menschlichen Handelns dar, das klare Regelsetzungen erfordert, die von verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren gestaltet und kontrolliert werden können.
Konsulent, Industriellenvereinigung, Wien Chair

Dr. Michael HÜTHER

Direktor und Mitglied des Präsidiums, Institut der deutschen Wirtschaft, Köln

1982-1987 Studium der Wirtschaftswissenschaften und Studium der mittleren und neueren Geschichte an der Justus-Liebig-Universität, Gießen; Studienaufenthalt an der University of East Anglia, Norwich
1987-1989 Promotionsstudium Wirtschaftswissenschaften
1987-1991 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Volkswirtschaftslehre und Finanzwissenschaft an der Universität Gießen
1990 Abschluss des Promotionsverfahrens (Dr. rer. pol.)
1991-1995 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Stab des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Wiesbaden
1995-1999 Generalsekretär des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (Leiter des wissenschaftlichen Stabes des Rates)
1999-2004 Chefvolkswirt der DekaBank, Frankfurt am Main
seit 2001 Honorarprofessor an der European Business School
2001-2004 Bereichsleiter Volkswirtschaft und Kommunikation der DekaBank, Frankfurt am Main
seit 2004 Direktor und Mitglied des Präsidiums, Institut der deutschen Wirtschaft Köln

Dr. Bernd SIEBENHÜNER

Professor für Ökologische Ökonomie, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

1988-1995 Diplom-Volkswirt und Diplom-Politologe, Freie Universität Berlin
1996-2000 Promotion in Wirtschaftswissenschaften, Martin-Luther-Unversität Halle-Wittenberg
2000-2001 Postdoc an der Kennedy School of Government, Harvard University
2001-2002 Projektleiter, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung
2002-2006 Juniorprofessor und Leiter der Nachwuchsgruppe GELENA, Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg
seit 2007 Professor für Ökologische Ökonomie, ebd.

Dr. Erhard FÜRST

Konsulent, Industriellenvereinigung, Wien

1960-1964 Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien
1964-1966 Post-Graduate-Ökonomie-Studium am Institut für Höhere Studien, Wien
1966-1969 Wissenschaftlicher Assistent und später Leiter der Abteilung Ökonomie des Instituts für Höhere Studien
1969-1971 Mitarbeiter der Europaabteilung des Internationalen Währungsfonds in Washington D.C.
1971-1973 Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung
1973-1983 Beigeordneter Direktor des Instituts für Höhere Studien
1983-1992 Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung der Creditanstalt in Wien
1993-2004 Leiter des Bereichs Industriepolitik und Ökonomie der Vereinigung der Österreichischen Industrie
seit 2005 Konsulent in der Vereinigung der Österreichischen Industrie

Wirtschaftsgespräche

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26.08.2008

14:00 - 14:15EröffnungPlenary
14:15 - 16:15EröffnungsreferatePlenary
16:45 - 18:30Der Beitrag der Unternehmen zu einer menschengerechten WirtschaftsordnungPlenary
20:30 - 23:00Empfang gegeben von der Oesterreichischen NationalbankSocial

27.08.2008

09:00 - 11:00Marktwirtschaft und PolitikPlenary
11:30 - 13:00Konkurrenzdruck und Produktivitätspeitsche: Wo bleibt der Mensch?Plenary
15:00 - 18:00AK 01: Values, that are worth fighting for...Breakout
15:00 - 18:00AK 02: Wirtschafts- und Sozialsysteme der mittelosteuropäischen LänderBreakout
15:00 - 18:00AK 03: Globaler Finanzmarkt - Zusammenhänge, Abhängigkeiten und wechselseitige Beeinflussung internationaler KapitalmärkteBreakout
15:00 - 18:00AK 04: Cash in spite of a crash? The role of alternative investments for private investorsBreakout
15:00 - 18:00AK 05: Liberalisierung und Schutz strategischer Infrastruktur - ein Widerspruch?Breakout
15:00 - 18:00AK 06: Das (Verhältnis-)Wahlrecht in Zeiten der Globalisierung  brauchen wir neue Antworten?Breakout
15:00 - 18:00AK 07: Braucht Europa eine Rohstoffstrategie?Breakout
15:00 - 18:00AK 08: Menschenrechte, Nachhaltigkeit und Unternehmensführung: Anspruch oder Widerspruch?Breakout
15:00 - 18:00AK 09: Zukunft der Bildung - Die Rolle des MarktesBreakout
15:00 - 18:00AK 10: Biotech - Leben im ZukunftsmarktBreakout
15:00 - 18:00AK 11: Wer will im Tourismus arbeiten?Breakout
15:00 - 18:00AK 12: Kommunikationsaufgabe Marktwirtschaft. Globalisierung, Europäisierung, Ökonomisierung. Wo findet sich der Einzelne?Breakout
15:00 - 18:00AK 13: Strategic & Financial Leadership in Osteuropa: Parallelen und Unterschiede zu ÖsterreichBreakout
19:00 - 20:00Special Lecture: Kosovo - Ein Staat im EntstehenPlenary
20:30 - 23:00Empfang gegeben von T-Systems Austria und Tele2Social

28.08.2008

09:30 - 12:15Die Zukunft der Marktwirtschaft: Politische PerspektivenPlenary
12:15 - 12:30SchlusswortePlenary