zum Inhalt
Header Image

Europäische Finanzierungsinstrumente: Wer zahlt was und wie viel?

-
Festsaal
Plenary / Panel
in deutscher Sprache

Vortragende

Former Board Director, EBRD - European Bank for Reconstruction and Development; Member of the Supervisory Board, OeEB - Oesterreichische Entwicklungsbank AG (Development Bank of Austria), Vienna Abstract
Die EBRD wurde als globale öffentliche Bank nach dem Zerfall der Sowjetunion mit dem Ziel gegründet, den ehemals realsozialistischen Ländern auf ihrem Weg zu Demokratie und Marktwirtschaft zu helfen. Sie gehört 63 Ländern (neben europäischen und Einsatzländern auch zB USA, Japan, Kanada, Australien, Mexiko, Ägypten) und der EU und der Europäischen Investitonsbank. Bisher hat sie etwa 65 Mrd ¬ an Krediten und Kapitalbeteiligungen  jeweils zu Marktkonditionen  vergeben. Ca. 80% der Interventionen gehen in den Privatsektor, der Rest in öffentliche Unternehmen, bzw. öffentliche Versorgungsunternehmen. Die EBRD-Projekte müssen einen positiven Transitionseffekt aufweisen (dh besonders relevant für Privatsektorentwicklung), additional sein (dh dort finanzieren, wo der Privatsektor es nicht tut) und  sound banking Kriterien entsprechen (dh profitabel sein). Kapitalbeteiligungen werden dort eingegangen, wo Restrukturierungsbearf besteht, der mithilfe der EBRD erfüllt wird. Bislang ist die EBRD in 29 Einsatzländern tätig, der Ex-Sowjetunion, dem Baltikum, dem Balkan, der Mongolei und der Türkei. Im Laufe dieses Jahres wird sie zusätzlich in Ägypten, Jordanien, Tunesien und Marokko den  arabischen Frühling unterstützen.
Stv. Abteilungsleiterin, Abteilung für Integrationsangelegenheiten und Internationale Finanzorganisationen, Oesterreichische Nationalbank, Wien Abstract
In der Wirtschafts- und Währungsunion waren ursprünglich keine Instrumente zur finanziellen Stabilisierung der Eurozone vorgesehen. Geplant war lediglich, dass die Mitgliedstaaten einander bei Naturkatastrophen oder außergewöhnlichen Umständen finanziell beistehen. Weiters haben und hatten diese als souveräne Staaten das Recht eine Unterstützung des IWF in Anspruch zu nehmen. Die Architekten der Währungsunion hatten aber nicht damit gerechnet, dass Mitglieder der Eurozone gegen fiskalpolitische Regeln verstoßen und die Finanzmärkte das Bonitätsrisiko souveräner Schuldner falsch einschätzen würden. In der Banken- und Staatsschuldenkrise schufen EU und Eurozone zunächst weitgehende Finanzierungsmechanismen wie EFSF und ESM. Jede im Rahmen des EFSF durch die Mitgliedstaaten vergebene Garantie erhöht beispielsweise den Schuldenstand eines Landes gemäß dem Vertrag von Maastricht. Das Eurosystem leistet im Rahmen seiner geldpolitischen Operationen einen Beitrag zur Stabilisierung, unter anderem mit seinem Securitites Markets Programme. Finanzielle Stabilisierung geht wohl mit der Vergemeinschaftung von Risiken einher, jedoch trägt sie auch entscheidend zu einer Stabilisierung der Eurozone insgesamt und Reduktion von Ansteckungseffekten zwischen einigen Euro-Ländern bei.
Managing Director, EFSI - European Fund for Strategic Investments, Luxembourg Abstract
The need for growth stimulation in Europe is of utmost importance. One of the most challenging tasks is to find a right balance between austerity and stimulating measures for the growth. EIB is a leading financier of investments supporting EU's policy objectives. Its ultimate aim is to have a positive impact on the growth potential and focus its financing on projects and activities that are likely to have the greatest impact on the furthering of EU Policy goals.
Senior Editor "Europe and NATO", DER STANDARD, Brussels Chair

Dr. Kurt BAYER

Former Board Director, EBRD - European Bank for Reconstruction and Development; Member of the Supervisory Board, OeEB - Oesterreichische Entwicklungsbank AG (Development Bank of Austria), Vienna

 Studies in Law, Graz; International Relations, Johns Hopkins Bologna Center; Economics, University of Maryland
1971-1995 Researcher and Board Member, Austrian Institute of Economic Research
1995-2008 Deputy Director General, Austrian Ministry of Finance
2002-2004 Board Director, World Bank
2008-2012 Board Director, EBRD - European Bank for Reconstruction and Development

Mag. Isabella LINDNER

Stv. Abteilungsleiterin, Abteilung für Integrationsangelegenheiten und Internationale Finanzorganisationen, Oesterreichische Nationalbank, Wien

1982-1987 Studiums der Volkswirtschaft, Wirtschaftsuniversität Wien
1987-1988 Diplom in Internationalen Beziehungen, Johns Hopkins University, Bologna Centre, Italien
1988-1991 Volkswirtschaftliche Abteilung, Gruppe Geldpolitik, Oesterreichische Nationalbank, Wien
1991-1995 Finanzattachée, Ständige Vertretung (Mission) Österreichs bei den Europäischen Gemeinschaften, Brüssel
1995-1996 Beraterin EU-Angelegenheiten, Direktorium der OeNB, Oesterreichische Nationalbank, Wien
1997-2000 Ministerkabinett, Beraterin des Ministers (EU/Internationale Finanz- und Wirtschaftsangelegenheiten), Bundesministerium für Finanzen, Wien
  - 2000-2003 Mitglied EU-Wirtschaftspolitischer Ausschuß
  - seit 2003 Mitglied IWF Unterarbeitsgruppe des WFA
  - seit 2006 WFA (Wirtschafts- und Finanzausschuss) Alternate
  - 2003, 2007 Mitglied High Level EZB-Rats Task Force zum EU Verfassungsvertrag
seit 2000 Stv. Abteilungsleiterin, Abteilung für Integrationsangelegenheiten und Internationale Finanzorganisationen, Oesterreichische Nationalbank (OeNB), Wien

Mag. Wilhelm MOLTERER

Managing Director, EFSI - European Fund for Strategic Investments, Luxembourg

  Chairman of Student's Union, Johannes Kepler University Linz
1974-1980 Studies, Social Economics, Johannes Kepler University Linz
1979-1981 Assistant, Department of Agricultural Policy, University of Linz
1981-1984 Head, Economic Policy Division, Austrian Farmers' Federation
1985-1986 Employee, Provincial Government of Upper Austria
1985-1987 Municipal Councillor in Sierning
1987-1989 Secretary of the Office, Federal Minister Dr. Josef Riegler
1989-1990 Head of the Office, Federal Minister Dr. Franz Fischler
1990-1993 Director, Austrian Farmers' Federation
1990-1994 Member, National Council of Austria
1993-1994 Secretary-general, Austrian People's Party
1994-2000 Austrian Federal Minister of Agriculture and Forestry
2000-2003 Austrian Federal Minister of Agriculture, Forestry, Environment and Water Management
2003-2007 Chairman, Austrian People's Party Parliamentary group
2007-2008 Vice Chancellor and Federal Minister of Finance of the Republic of Austria
2007-2008 Chairman, Austrian People's Party
2008-2011 Member, National Council, Spokesperson on Constitutional Matters
2011-2015 Vice-President, European Investment Bank, Luxembourg
since 2015 Managing Director, EFSI - European Fund for Strategic Investments, Luxembourg

Thomas MAYER

Senior Editor "Europe and NATO", DER STANDARD, Brussels

from 1982 Studies in philosophy and German literature
from 1984 Journalist for the weekly "Der Falter", Vienna
1986-1987 "Kleine Zeitung", Graz
1987 Free lancer at the weekly "profil"
since 1988 Staff-member at the newly published daily "Der Standard", Vienna
1994-2002 European Editor in Brussels for "Der Standard"
since 2002 Managing editor, head of newsroom, "Der Standard", Vienna
since 2009 Editor for Europe and NATO, "Der Standard", Vienna

Wofür soll die EU ihr Geld ausgeben?

Timetable einblenden

21.03.2012

19:00 - 22:00AuftaktempfangSocial

22.03.2012

09:30 - 10:00BegrüßungPlenary
10:00 - 12:00Die Finanzierung Europas: Woher kommt das Geld der EU?Plenary
12:00 - 14:00MittagspausePlenary
14:00 - 16:00Europäische Finanzierungsinstrumente: Wer zahlt was und wie viel?Plenary
16:00 - 16:15KaffeepausePlenary
16:15 - 18:15Europäische Regionalpolitik: Das Europa der Reichen und ArmenPlenary
20:00 - 22:00AbendempfangSocial

23.03.2012

09:00 - 11:00Die EU und ihre NachbarnPlenary
11:00 - 11:30KaffeepausePlenary
11:30 - 13:30Wofür steht Europa?Plenary
13:30 - 13:45SchlusswortePlenary