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FTI-Politik at the Crossroads

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Erwin-Schrödinger-Saal
Plenary / Talk
in deutscher Sprache

Die Alpbacher Technologiegespräche gelten als Gipfeltreffen der heimischen Forschungs-, Technologie- und Innovations-Community. In einer Talk-Runde zum Auftakt erörtern die SpitzenrepräsentantInnen der involvierten Ministerien und des Rats für Forschung und Technologieentwicklung den Weg Österreichs zum Innovation Leader.

Vortragende

Industrialist; Chairman of the Board, AIT Austrian Institute of Technology GmbH; Chairman, Austrian Council for Research and Technology Development, Vienna Abstract
Das Jahr 2014 ist ein mehrfaches Erinnerungsjahr: es reicht vom Beginn des Wiener Kongresses vor 200 Jahren über das folgenschwere Attentat auf den Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor hundert Jahren. Gerade die Julikrise von 1914 veranschaulicht sehr deutlich, auf welch verschlungenen Pfaden Ereignisse von welthistorischer Bedeutung sich ihren Weg bahnen können. Viel ist darüber spekuliert worden, was anders hätte verlaufen können, wenn die damals handelnden Akteure andere Entscheidungen getroffen oder an den Verzweigungen des Weges anderes abgebogen wären. Auch wenn das manchem als müßig erscheint, so haben wir daraus doch eines gelernt: Es kommt immer darauf an, welchen Weg wir an der Kreuzung wählen.
Und so eignet sich das Motto des diesjährigen Forums Alpbach als Metapher für den Lauf der Welt. "At the Crossroads" steht für die Notwendigkeit, Entscheidungen treffen zu müssen, Entscheidungen, die - einmal getroffen - die Zukunft verändern. Doch selbst wenn diese Entscheidungen nach besten Wissen und Gewissen getroffen werden, lassen sich ihre langfristigen Folgen nicht immer vollends und richtig abschätzen; ein Umstand, der umso mehr gilt, je komplexer unsere Welt wird.
Auch heute stehen wir wieder "at the Crossroads". Und dabei geht es durchaus um Grundsätzliches: Aufgabe der Politik ist es nämlich nicht, den Status quo zu verwalten, sondern die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu gestalten. Die Erfolgsgeschichte Österreichs nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Beitritt zur Europäischen Union kann und soll uns dabei das Selbstvertrauen geben, auch neue Herausforderungen zu bewältigen und die dazu erforderlichen Aufgaben zu erfüllen. Mit Selbstzufriedenheit oder - noch viel gefährlicher - Selbstgefälligkeit, bei der man den Kopf in den Sand steckt, wird dies allerdings nicht gelingen. Vielmehr ist es notwendig und inzwischen überfällig, den Schwächen ins Auge zu sehen und die entstandenen und aufgestauten Probleme zu lösen.
Mittlerweile läuft Österreich nämlich Gefahr, gegenüber den Besten - und das sind vor allem Deutschland, die Schweiz und Schweden - deutlich an Boden zu verlieren. Statt zum Spitzenfeld aufzuschließen sind wir mit rückläufiger Tendenz im Mittelfeld stecken geblieben - sei es nun bei der Wettbewerbsfähigkeit, der wirtschaftlichen Freiheit, der Innovationsdynamik, der wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit oder dem Umweltschutz. Während kein einzelner Politikansatz alle Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit haben kann, so herrscht doch Konsens, dass Bildung, Forschung, Technologie und Innovation die wesentlichen Faktoren für die Bewältigung der anstehenden Herausforderungen sind.
Federal Minister for Transport, Innovation and Technology of the Republic of Austria, Vienna
Austrian Federal Minister of Science, Research and Economy, and Vice-Chancellor of the Republic of Austria, Vienna
Founder and Director, gross:media e.U., Vienna Chair

Dkfm. Dr. Hannes ANDROSCH

Industrialist; Chairman of the Board, AIT Austrian Institute of Technology GmbH; Chairman, Austrian Council for Research and Technology Development, Vienna

1959 Diplomkaufmann
1963-1967 Zunächst Sekretär, dann Konsulent für Wirtschaftsfragen des Parlamentsklubs der SPÖ
1966 Beeideter Buchprüfer und Steuerberater
1967 Abgeordneter zum Nationalrat
1968 Beeideter Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
  Promotion zum Doktor der Wirtschaftswissenschaften
bis 1970 Staatskommissär-Stellvertreter bei der Zentralsparkasse der Gemeinde, Wien
1970-1981 Bundesminister für Finanzen
1976-1981 Vizekanzler der Republik Österreich
1979 Vorsitzender der OECD auf Ministerebene
1980 Vorsitzender des Interimskomitees des Weltwährungsfonds
1981-1988 Stellvertretender Generaldirektor (Jänner - Juni 1981), dann Generaldirektor der Creditanstalt-Bankverein
1988-1989 Konsulent der Weltbank
1989 Gründung der AIC Androsch International Management Consulting GmbH
1994 Beginn des Aufbaues einer industriellen Beteiligungsgruppe
  Wissenschaften"
2004 Errichtung der gemeinnützigen "Stiftung Hannes Androsch bei der Österreichischen Akademie der
2010 Regierungskommissär für die österreichische Beteiligung an der Expo 2010, Shanghai
2011 Initiator des Bildungsvolksbegehrens

Doris BURES

Federal Minister for Transport, Innovation and Technology of the Republic of Austria, Vienna

 Doris Bures wurde am 2. Dezember 2008 als Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie angelobt. Von Jänner 2007 bis Juni 2008 war Doris Bures Bundesministerin für Frauen, Medien und Öffentlicher Dienst. Von 2000 bis Anfang Jänner 2007 und von Juni bis Anfang Dezember 2008 war sie Bundesgeschäftsführerin der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ).
 Doris Bures gehörte von 1990 bis Jänner 2007 und von Juni bis Anfang Dezember 2008 als Abgeordnete dem Nationalrat an, wo sie Wohnbausprecherin ihrer Partei und Vorsitzende des parlamentarischen Bautenausschusses war. Außerdem stand Doris Bures in den Jahren 1997 bis 2007 der Mietervereinigung Österreichs als Präsidentin vor.
 Bures, geboren am 3. August 1962 in Wien, hat im Anschluss an die integrierte Gesamtschule und die Handelsschule die Ausbildung zur zahnärztlichen Assistentin absolviert, 1980 wechselte sie ins Bundessekretariat der Sozialistischen Jugend Österreichs. Von 1985 bis 1986 betreute Bures ein Projekt mit arbeitslosen Jugendlichen.
 In den Jahren 1987 bis 1990 war Doris Bures im Wiener Landesjugendreferat (1987 bis 1988) tätig und Bezirksrätin in ihrem Heimatbezirk Wien/Liesing, wo sie von 1995 bis 2009 stellvertretende Vorsitzende ihrer Partei war. Seit März 2009 ist sie Parteivorsitzende der SPÖ Liesing.
 Doris Bures hat eine erwachsene Tochter.

Dr. Reinhold MITTERLEHNER

Austrian Federal Minister of Science, Research and Economy, and Vice-Chancellor of the Republic of Austria, Vienna

1974-1980 Studied Law in Linz (Dr. iur.); he also completed a post-graduate course in association management, Fribourg
1980-1992 Worked for the Upper Austrian Economic Chamber, where his last position was Head of the Marketing Department
1991-1997 Local Councillor, Ahorn
1992-2000 Secretary General, Austrian Economic League (Wirtschaftsbund), Vienna
2000-2008 Member, Austrian Parliament
2000-2008 Deputy Secretary General, Austrian Economic Chamber
2001-2008 Chairman, Economic and Industrial Affairs Committee of the Austrian Parliament
2008-2013 Federal Minister of Economy, Family and Youth of the Republic of Austria, Vienna
since 2013 Federal Minister of Science, Research and Economy of the Republic of Austria, Vienna
since 2014 Vice-Chancellor of the Republic of Austria

Gerald GROSS

Founder and Director, gross:media e.U., Vienna

1987-1988 Freier Mitarbeiter bei AZ und profil
1988-1997 Redakteur im ORF Landesstudio Burgenland
1992-1997 Moderation der Fernsehsendung "Burgenland heute"
1997-1998 Redakteur im ORF-Hörfunk in Wien
1998 Nachrichtenchef bei Ö3, Chefredakteur im Landesstudio Burgenland
2001 Moderation der ZIB2, Nachfolger von Robert Hochner
2002 Moderation der ZIB1, Nachfolger von Josef Broukal, und Moderation von "Modern Times"
2007 Doppelmoderation der ZIB1 gemeinsam mit Ingrid Thurnher
2008-2011 Doppelmoderation der ZIB1 gemeinsam mit Hannelore Veit
2011 Gründung der Firma gross:media e.U.(Medientraining, Moderation)

Technologiegespräche

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21.08.2014

10:00 - 12:30TechnologiebrunchSocial
13:00 - 13:10Eröffnung der Alpbacher Technologiegespräche 2014Plenary
13:10 - 14:00FTI-Politik at the CrossroadsPlenary
14:00 - 15:45Industrie 4.0 - Die nächste industrielle Revolution?Plenary
16:15 - 17:45Stanford zu Gast bei den Technologiegesprächen: Innovation und die Kultur des ScheiternsPlenary
20:00 - 21:30Wir und unser Gehirn - Neurologische Forschung at the CrossroadsPlenary
21:45 - 23:00AbendempfangSocial
21:45 - 23:00KarriereloungeSocial

22.08.2014

09:00 - 15:00Breakout Session 01: Technology - Global Market: Österreichische Technologien für den globalen MarktBreakout
09:00 - 15:00Breakout Session 02: Technologie-Hotspots der Zukunft - Hat Europa eine Chance?Breakout
09:00 - 15:00Breakout Session 03: Herausforderung Disruptive Innovation: Strategien für eine erfolgreiche BewältigungBreakout
09:00 - 15:00Breakout Session 04: Agile und robuste Supply Chain - Volatilität im Wirtschaftsleben erfolgreich managenBreakout
09:00 - 15:00Breakout Session 05: Bioenergie - Ausweg oder Irrtum?Breakout
09:00 - 15:00Breakout Session 06: Was kostet die Zukunft der Stadt? Sozioökonomische Aspekte der Smart CityBreakout
09:00 - 15:00Breakout Session 07: Smart Energy: Herausforderungen an eine interdisziplinäre EnergiewendeBreakout
09:00 - 15:00Breakout Session 08: Wissenschaft in der Gesellschaft - Wie man Barrieren überwinden kannBreakout
09:00 - 15:00Breakout Session 09: IP-Strategien in Unternehmen: Herausforderungen für das IP-Management und die InnovationspolitikBreakout
09:00 - 15:00Breakout Session 10: Forschungsfinanzierung - Öffentlich oder privat? Neue Modelle in einer globalisierten WeltBreakout
09:00 - 15:00Breakout Session 11: Akustik-Innovationen: Trends in Industrie und AlltagBreakout
09:00 - 18:00Junior Alpbach - Wissenschaft und Technologie für junge MenschenBreakout
09:00 - 15:00Ö1 Kinderuni Alpbach - Wissenschaft und Technologie für KinderBreakout
16:00 - 16:45Digital UniversityPlenary
16:45 - 18:15Open Science - Wissen von und für Menschen in der GesellschaftPlenary
18:30 - 20:00Städte at the CrossroadsPlenary
20:00 - 22:00Urban Innovators Challenge - Stadt und ZukunftPartner

23.08.2014

09:00 - 10:30Complexity Science - IPlenary
10:30 - 11:15Complexity Science - IIPlenary
11:45 - 13:15Innovation an der Schnittstelle von Kunst und WissenschaftPlenary
13:15 - 13:30Abschluss-Statement der Alpbacher TechnologiegesprächePlenary
13:30 - 14:00Imbiss zum Abschluss der VeranstaltungSocial