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Konflikte, Kooperationen & Grenzüberschreitungen

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Kaiser-Leopold-Saal
Plenary
in deutscher Sprache

Welche Rolle hat der Regionalismus in Europa? Welche Elemente sind verbindend und welche bewirken Trennungen? Die kulturellen oder wirtschaftlichen Konflikte, Kooperationen und Grenzüberschreitungen auf regionaler bis hin zur europäischen Ebene sollen hier beleuchtet werden.

Vortragende

Amtsführender Präsident des Landesschulrates für Tirol; Bürgermeister von Schwaz Abstract
In den Regionen schaffen die Menschen sich den Lebensraum, der sie sowohl im kulturellen als auch im wirtschaftlichen und sozialen Bereich fördert.

Wesentlich für eine positive Entwicklung der Regionen ist das Schaffen von Orten der Begegnung und von Möglichkeiten der Mitgestaltung. Gerade die Vielfalt der kulturellen und sozialen Hintergründe kann zum Vorteil für das Leben in den Gemeinden genutzt werden oder aber eine Ursache für Konflikte und Aggressionen werden.

Entscheidend für eine positive Entwicklung sind die Bildungseinrichtungen vom Kindergarten bis zur beruflichen Ausbildungsstätte und dafür benötigt es die Kooperationen mit den übergeordneten nationalen und europäischen Institutionen.
President, Austrian research council; Professor emeritus, University of Innsbruck; Member of the Austrian Parliament, Vienna Abstract
Die Unterschiede zwischen Zentrum und Peripherie können tendenziell den Zusammenhalt politischer Einheiten und wirtschaftlicher Entwicklungen gefährden. Globalisierte Ökonomie kann zudem noch verschärfend eine „schiefe Ebene“ im Markt zugunsten des Zentrums provozieren. Häufig werden deshalb die Auseinandersetzungen zwischen Zentrum und Regionen um Mittel für wirtschaftliche Entwicklung, soziale Gleichstellung und Bildungschancen geführt.
Deshalb gilt es, den spezifisch österreichischen Weg der tertiären Bildung konsequent weiter zu gehen: Wir haben mehrere sehr gute Universitäten, wir haben daneben eine gewisse Anzahl hervorragender Fachhochschulen und wir haben eine hervorragende Berufs-ausbildung. Eine solche Konzeption verhindert nicht nur die intellektuelle, kulturelle und ökonomische Verödung der Provinz, sondern sichert die spezifische Stärke der regionalen Strukturen Österreichs mit ihren historisch gewachsenen neun Bundesländern und ihren daraus entstandenen kulturellen Besonderheiten.
Kuratorin, artconsulting & curating; Lehrbeauftragte, Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft, Musikuniversität Wien Abstract
Kulturelle Kooperationen und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Künstlern und Künstlerinnen können einen wichtigen Beitrag zu einem besseren gegenseitigen Verständnis leisten, können Interesse wecken und mithelfen, dem Anderen, dem Fremden mit weniger Vorurteilen und mehr Neugierde entgegenzutreten.
Doch dazu braucht es politische und ökonomische Bedingungen und Voraussetzungen. Diese Anstrengungen den Kulturschaffenden alleine zu überlassen, wäre vermessen. Und nur der Kulturdiplomatie zu vertrauen, ist wenig aussichtsreich (wobei ich diese damit nicht geringschätzen möchte). In den letzten 2 Jahrzehnten seit dem Fall der Mauer wurde mit vielen Beispielen bewiesen, dass es neben den so wichtigen Förderungen und Initiativen der öffentlichen Hand (Beispiel KulturKontakt Austria) auch des Interesses und des Engagements privater Unternehmen bedarf. Dieses Interesse ist vorhanden und es ist kein kurzfristiges, sondern ein anhaltendes. Neue grenzüberschreitende Projekte, denen ein Public-Private-Partnership zugrunde liegt (siehe Traduki) machen Mut zu neuen Überlegungen. Die Wirtschaftskrise hat es nicht leichter, aber auch nicht unmöglich gemacht. Es gilt nun gemeinsam nach neuen Strategien zu suchen und diese umzusetzen.
Freelance Culture Consultant, Vienna; Special Advisor, More Europe, Brussels Abstract
Europäische Kulturdiplomatie?
Klassische Kulturdiplomatie ist im Wandel begriffen, wiewohl zugrundeliegende Interessen, auch wirtschaftliche, weiterhin eine bedeutende Rolle spielen. Europa als  Ganzes ist dabei, seine  soft/smart power Kultur zu entdecken, und gerät dabei mit den Mitgliedsstaaten in einen spannenden Dialog, der geführt werden und in mehr gemeinsame Praxis übergeführt werden muss, will man, was unvermeidlich ist, auf der globalen Bühne Kooperation mit Wettbewerbsfähigkeit verschränken.
Partner, GfK Austria GmbH, Vienna Chair

Dr. Hans LINTNER

Amtsführender Präsident des Landesschulrates für Tirol; Bürgermeister von Schwaz

1974-1980 Lehrer HAK Wörgl
1977-1998 Lehrerbildner RPA Schwaz
1980-2009 Lehrer HAK Schwaz
 Seit 1997 Bürgermeister von Schwaz
1992-1997 Gemeinderat Schwaz/Kulturreferent
 Seit 2010 Amtsführender Präsident des Landesschulrates Tirol
2004-2011 AAB-Bezirksobmann Schwaz

Mag. Dr. Karlheinz TÖCHTERLE

President, Austrian research council; Professor emeritus, University of Innsbruck; Member of the Austrian Parliament, Vienna

1976 Promotion mit einer Dissertation in Klassischer Philologie
1978 Abschluss der Lehramtsprüfung aus Deutsch und Latein und Sponsion zum Mag.Phil.
1986 Habilitation für Klassische Philologie
1976-1997 Universitätsassistent am Institut für Klassische Philologie der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
1987-1988 Gastprofessur an der Universität Graz
1988 Gastprofessur an der Universität München
1987-1989 Vorsitzender der Gesamtösterreichischen Studienkommission Klassische Philologie
1997 Berufung auf ein Ordinariat für Klassische Philologie der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
1998-2004 Vorsitzender des Kollegiums der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
2000-2007 Vorstand/Leiter des Institutes für Sprachen und Literaturen der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
2005-2007 Studienleiter der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
2007-2011 Rektor der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
2011-2013 Bundesminister für Wissenschaft und Forschung der Republik Österreich
seit 2013 Abgeordneter zum Nationalrat

Mag.a Annemarie TÜRK

Kuratorin, artconsulting & curating; Lehrbeauftragte, Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft, Musikuniversität Wien

1971-1981 Studium der Geschichte und Politikwissenschaft an den Universitäten Salzburg und Wien
1975 Sommeruniversität Ljubljana "Slowenische Sprache und Literatur"
1981-1983 Universität f. Musik u. darstellende Kunst Wien "Kulturelles Management" (IKM)
 
2002-2003 Feministisches Grundstudium - Bundesinstitut f. Erwachsenenbildung Strobl/OÖ
1983-1985 Assistentin A.H., Büro André Heller
1986-1987 Verwaltungs- u. Produktionsleitung, Schauspielhaus Wien
1988-1989 freischaffende Produktionsleiterin im Theater-, Tanz- und Musikbereich
1989-1992 Büro- und Projektleitung, Internationale Gesellschaft f. neue Musik/Österreich
 Seit 2004 Lehrauftrag Universität f. Musik u. darstellende Kunst/IKM
 Seit 2013 Freischaffend tätig - artconsulting & curating
1992-2013 Bereichsleiterin Kulturförderung u. Sponsoring, KulturKontakt Austria

Mag. Gottfried WAGNER

Freelance Culture Consultant, Vienna; Special Advisor, More Europe, Brussels

1975-1990 Lehrer am BRG III, Wien, und Lektor an der Universität Wien, dem IFF, sowie dem PI des Bundes
1990-1994 Zuständig für Bildungskooperation mit Mittel- und Osteuropa, BMUKK, Wien
1994-2001 Abteilungsleiter und dann Direktor von KulturKontakt Austria, Wien
2001-2009 Direktor der Europäischen Kulturstiftung, Amsterdam
seit 2010 Stabsstelle für Internationales am BMUKK, Wien

Dr. Rudolf BRETSCHNEIDER

Partner, GfK Austria GmbH, Vienna

 Studium der Psychologie, Germanistik und Leibesübungen in Wien
1965 Markt- und Meinungsforscher, FESSEL-Institut
1973-2007 Geschäftsführer, FESSEL-Institut
1986-1993 Herausgeber, "Wiener Journal"
1989 Begründer der GfK-Marktforschung, Zentral- und Osteuropa
seit 1970 Lehrbeauftragter, Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft, Universität Wien

Kultur und Wirtschaft 2013

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