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Konkurrenzdruck und Produktivitätspeitsche: Wo bleibt der Mensch?

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Erwin-Schrödinger-Saal
Plenary / Panel
German and English language

Wie lässt sich der internationale Konkurrenzdruck erfolgreich und menschengerecht zugleich bewältigen? Was kann der Beitrag einer europäischen Marktwirtschaft dazu sein? Wie viel Belastung, wie viel Flexibilität ist den Arbeitnehmern zumutbar?

Vortragende

Key Note
Geschäftsführender Gesellschafter, Strategie und Wert Beratungs- und Beteiligungs-GmbH, Laichingen Abstract Key Note
Welthandel durch gerechten Tausch befördert Wohlstand- das ist eine der ältesten Erkenntnisse der Menschheit. Nur: Wer definiert, was gerecht ist? Der Umgang mit Subventionen für Agrarexporte oder der Zugang zu Rohstoffen sind Beispiele dafür, dass manchmal das Gesetz des Stärkeren zu gelten scheint. Umgekehrt wirkt das Überangebot an Arbeitskräften in der Weltbevölkerung in Mitteleuropa so, dass der Lohn- und Preisdruck der Globalisierung als "Konkurrenzdruck und Produktivitätspeitsche" wahrgenommen wird. Aus der Sicht des Einzelunternehmens wiederum geht es ums Überleben- und dabei kommt es in einer Reihe von Märkten auch darauf an, wer als nächster aus dem Markt verschwindet. Welche Chancen hat aber dann eine menschenwürdige Gestaltung von Arbeitsabläufen? Oder ist diese ihrerseits eine Chance für exzellente Produktivität? Welche Seite des Bildes ist eher die richtige: die mit dem Bedrohungsszenario oder die mit der Verheißung von Wohlstand und Erfolg?
Minister of Labour and Social Solidarity of the Portuguese Republic, Lisbon
CEO, Tele2 Austria, Wien Abstract
Eine Balance zwischen den Anforderungen des Wettbewerbs, Mitarbeiterbedürfnissen und gesamtgesellschaftlichen Interessen ist - für Unternehmen wie auch für die gesamte Wirtschaft - unverzichtbar, um langfristig bestehen zu können. Der  europäische Weg zeigt, dass diese Balance möglich ist: nirgendwo ist es bislang besser gelungen, wirtschaftlichen Fortschritt und soziale Sicherheit miteinander zu vereinbaren. In dieser Erfolgsgeschichte liegt auch die Antwort auf die Frage, was notwendig ist, damit Europa den internationalen Konkurrenzdruck erfolgreich und menschengerecht zugleich bewältigen kann.
Drei Erfolgsfaktoren stechen dabei  im Vergleich zu Ländern wie den USA oder China  besonders stark ins Auge: Ein hoher Bildungsstandard, eine pragmatische Orientierung zur Marktwirtschaft mit mehr sozialen Elementen und der Respekt vor bzw. die Förderungen der Individualität des Menschen.
Generaldirektor, RHI AG, Wien
Austrian Federal Minister of Science, Research and Economy, and Vice-Chancellor of the Republic of Austria, Vienna
Honorarprofessor, Wirtschaftsuniversität Wien Abstract
Die Grenzen des Wachstums liegen heute nicht nur in der Limitierung der materiellen Ressourcen, sondern in den Grenzen des Vertrauens in ein allzu einseitig auf Kapitalinteressen fixiertes Bild der Marktwirtschaft. Voraussetzung für den nachhaltigen Erfolg marktwirtschaftlicher Systeme ist, dass sie neben der materiellen Wertschöpfung auch  Sinn machen und als gesamtgesellschaftlich wertvoll erlebt werden. Fehlt dieses Element, geht der gesellschaftliche Zusammenhalt verloren.
Die weltweite Liberalisierung wirkt nur dann in die gewünschte Richtung, wenn ihre Regeln die Voraussetzung für eine gleichrangige Weiterentwicklung von Wirtschaftswachstum, Demokratie und sozialer Gerechtigkeit schaffen. Die Ungleichgewichte zwischen den etablierten Marktwirtschaften und den im Übergang zum Marktsystem befindlichen Staaten und ihren Menschen müssen deshalb mit klaren ordnungspolitischen Konzepten einem Ausgleich näher gebracht werden.
Den Führungskräften kommt die sozial-ethische Verantwortung zu, über die Sicherung von Lobby-Interessen hinaus an der Schaffung dieser neuen Rahmenbedingungen einer global verantworten Marktwirtschaft mitzuwirken.
Stellvertretender Chefredakteur, Die Presse, Wien Chair

Dr. Martin BARTENSTEIN

1971-1978 Studium der Chemie an der Universität Graz
1978 Eintritt in das im Familienbesitz stehende Pharmaunternehmen Lannacher Heilmittel GmbH
1980-1994 Übernahme der Alleingeschäftsführung der Lannacher Heilmittel GmbH
1991-1994 Abgeordneter zum Nationalrat und Industriesprecher der ÖVP
seit 1992 Landesparteiobmann-Stellvertreter der ÖVP Steiermark
1994-1995 Staatssekretär im Bundesministerium für Öffentliche Wirtschaft und Verkehr
1995-1996 Bundesminister für Umwelt
1996-2000 Bundesminister für Umwelt, Jugend und Familie
seit 2000 Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit

Prof. Ulrich HEMEL

Geschäftsführender Gesellschafter, Strategie und Wert Beratungs- und Beteiligungs-GmbH, Laichingen

1983 Promotion
1988 Habilitation im Fach Religionspädagogik
1991-1996 Unternehmensberater bei der Boston Consulting Group
seit 1996 Außerplanmäßiger Professor für Religionspädagogik an der Katholisch-Theologischen Fakultät Regensburg
2001-2004 Vorstandsvorsitzender bei der Paul Hartmann AG
seit 2004 Vorsitzender der Geschäftsführung der  Strategie und Wert Beratungs- und Beteiligungs-GmbH in Laichingen
 Vorstandsvorsitzender der Stiftung des vom Bistum Hildesheim getragenen Forschungsinstituts für Philosophie in Hannover
 Gründer der Stiftung  Kinder ohne Grenzen
2005-2007 Vorsitzender der Geschäftsführung der Südddekor GmbH

Dra. Maria Helena ANDRE

Minister of Labour and Social Solidarity of the Portuguese Republic, Lisbon

 Study of Modern Languages and Literature, Faculdade de Letras, University of Lisboa
1981-1988 Assistant of UGT-P International Department
1984-1991 Responsible for the International Affairs of UGT-P Youth Department
1985-1988 Member of ETUC Youth Steering Committee
1985-1991 Member of the local council of Paço de Arcos
1988-1991 Member of the Executive Committee of the Youth Forum of the European Community; Head of UGT-P International Department; President of ETUC Youth Steering Committee
1990-1991 Member of SITESE (Sindicato dos Trabalhadores de Escritório, Comércio, Serviços e Novas Tecnologias) General Council
1992-1995 ETUC Confederal Secretary in charge of Labour Market, Education and Vocational Training, Migration and Youth
1995-1999 ETUC Confederal Secretary in charge of Labour Market, Education and Vocational Training, Racism & Ethnical Minorities and European Structural Funds
1999-2003 Re-elected ETUC Confederal Secretary in charge of Labour Market, Education and Vocational Training, Regional Policy and European Structural Funds
2003-2009 Deputy General Secretary of the ETUC (in Prague May 2003, re-elected in Seville in 2007)
since 2009 Minister of Labour and Social Solidarity of the Portuguese Republic

Dr. Robert HACKL

CEO, Tele2 Austria, Wien

1990-1995 Wirtschaftsuniversität Wien
1994-1997 Community of European Management Schools Alumni Association (CAA), Haute Ecole de Commerce, Paris
1995 SBC Equity Partners - SBC Warburg Group, Zürich
1996-2006 Marketing & Sales Expert bei McKinsey & Company, Wien
1997-1998 J.L. Kellogg Graduate School of Management, Evanston, Illinois
seit 2004 Marketing-Lektor an der Wirtschaftsuniversität Wien
2006-2007 Chief Customer Officer (CCO), Mitglied der Geschäftsleitung Tele Telecommunication GmbH, Wien
seit 2007 Chief Executive Officer (CEO), Tele2 Telecommunication GmbH, Wien; Vizepräsident Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT)

Dipl.-Ing. Dr. Andreas MEIER

Generaldirektor, RHI AG, Wien

1980-1985 Studium der Technischen Chemie, Technische Universität Graz
1986-1989 Dissertation an der Montanuniversität Leoben
1985 Veitscher Magnesitwerke AG, Forschungsinstitut Leoben, Mitarbeit und Projektleitungsfunktion bei Forschungs- und Entwicklungsprojekten
1990-1991 Ressort Technik mit Traineeprogramm im Werk Breitenau und Betriebsleiterfunktion im Werk Trieben, begleitendes Managementausbildungsprogramm Insead/Fontainebleau
1992 Hauptverwaltung Veitscher Magnesitwerke AG Wien, Leitung Produktionsplanung
1992-1997 Veitsch Radex AG, Etablierung und Leitung der Abteilung, Produktionsplanung am Standort Leoben
1997-1998 Hauptverwaltung Wien, Marketingleitung im Ressort Verkauf
seit 1999 Mitglied des Vorstandes der RHI AG
seit 2007 Vorsitzender des Vorstandes, RHI AG

Dr. Reinhold MITTERLEHNER

Austrian Federal Minister of Science, Research and Economy, and Vice-Chancellor of the Republic of Austria, Vienna

1974-1980 Studied Law in Linz (Dr. iur.); he also completed a post-graduate course in association management, Fribourg
1980-1992 Worked for the Upper Austrian Economic Chamber, where his last position was Head of the Marketing Department
1991-1997 Local Councillor, Ahorn
1992-2000 Secretary General, Austrian Economic League (Wirtschaftsbund), Vienna
2000-2008 Member, Austrian Parliament
2000-2008 Deputy Secretary General, Austrian Economic Chamber
2001-2008 Chairman, Economic and Industrial Affairs Committee of the Austrian Parliament
2008-2013 Federal Minister of Economy, Family and Youth of the Republic of Austria, Vienna
since 2013 Federal Minister of Science, Research and Economy of the Republic of Austria, Vienna
since 2014 Vice-Chancellor of the Republic of Austria

Mag. Dr. Wilfried STADLER

Honorarprofessor, Wirtschaftsuniversität Wien

 Studium der Volkswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien
1977-1983 Industriepraxis im familieneigenen Unternehmen
1983-1986 Wirtschaftspolitischer Referent im Österreichischen Wirtschaftsbund
seit 1987 in der Investkredit Bank AG, zunächst Kundenbetreuer im Kreditbereich
1990-1995 Mitglied des Vorstandes der Kommunalkredit Austria AG
1995-2002 Mitglied des Vorstandes, Investkredit Bank AG
2002-2009 Generaldirektor und Vorsitzender des Vorstandes, Investkredit Bank AG
2006-2009 Mitglied des Vorstands der Volksbanken AG
since 2008 Honorarprofessor, Wirtschaftsuniversität Wien

Dr. Michael PRÜLLER

Stellvertretender Chefredakteur, Die Presse, Wien

1986 Dr. juris, Paris-Lodron-Universität Salzburg
1987 Diplomstudium, Institut Européen des Hautes Etudes Internationales, Nizza
1996-1999 Senior Consultant, PR- und Werbeagentur Ogilvy & Mather, Wien
2000-2004 Ressortleiter, Wirtschaftsressort ("Economist"), Tageszeitung "Die Presse"
seit 2004 Stellvertretender Chefredakteur, Tageszeitung "Die Presse"

Wirtschaftsgespräche

Timetable einblenden

26.08.2008

14:00 - 14:15EröffnungPlenary
14:15 - 16:15EröffnungsreferatePlenary
16:45 - 18:30Der Beitrag der Unternehmen zu einer menschengerechten WirtschaftsordnungPlenary
20:30 - 23:00Empfang gegeben von der Oesterreichischen NationalbankSocial

27.08.2008

09:00 - 11:00Marktwirtschaft und PolitikPlenary
11:30 - 13:00Konkurrenzdruck und Produktivitätspeitsche: Wo bleibt der Mensch?Plenary
15:00 - 18:00AK 01: Values, that are worth fighting for...Breakout
15:00 - 18:00AK 02: Wirtschafts- und Sozialsysteme der mittelosteuropäischen LänderBreakout
15:00 - 18:00AK 03: Globaler Finanzmarkt - Zusammenhänge, Abhängigkeiten und wechselseitige Beeinflussung internationaler KapitalmärkteBreakout
15:00 - 18:00AK 04: Cash in spite of a crash? The role of alternative investments for private investorsBreakout
15:00 - 18:00AK 05: Liberalisierung und Schutz strategischer Infrastruktur - ein Widerspruch?Breakout
15:00 - 18:00AK 06: Das (Verhältnis-)Wahlrecht in Zeiten der Globalisierung  brauchen wir neue Antworten?Breakout
15:00 - 18:00AK 07: Braucht Europa eine Rohstoffstrategie?Breakout
15:00 - 18:00AK 08: Menschenrechte, Nachhaltigkeit und Unternehmensführung: Anspruch oder Widerspruch?Breakout
15:00 - 18:00AK 09: Zukunft der Bildung - Die Rolle des MarktesBreakout
15:00 - 18:00AK 10: Biotech - Leben im ZukunftsmarktBreakout
15:00 - 18:00AK 11: Wer will im Tourismus arbeiten?Breakout
15:00 - 18:00AK 12: Kommunikationsaufgabe Marktwirtschaft. Globalisierung, Europäisierung, Ökonomisierung. Wo findet sich der Einzelne?Breakout
15:00 - 18:00AK 13: Strategic & Financial Leadership in Osteuropa: Parallelen und Unterschiede zu ÖsterreichBreakout
19:00 - 20:00Special Lecture: Kosovo - Ein Staat im EntstehenPlenary
20:30 - 23:00Empfang gegeben von T-Systems Austria und Tele2Social

28.08.2008

09:30 - 12:15Die Zukunft der Marktwirtschaft: Politische PerspektivenPlenary
12:15 - 12:30SchlusswortePlenary