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11: Geschlechtergerechtigkeit

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Hauptschule
Seminar / Seminar
in deutscher Sprache

Sowohl in moralischer als auch in rechtlicher Hinsicht gibt es im 21. Jahrhundert keine theoretisch fundierte Begründung für die Diskriminierung oder Privilegierung eines Geschlechts gegenüber dem anderen. Die in der modernen Gesellschaft weithin anerkannten und in Verfassungsrang stehenden Prinzipien der Gerechtigkeit sollten ohne weiteres im Geschlechterverhältnis Geltung beanspruchen können. Da zwischen den Geschlechtern in den verschiedensten Hinsichten dennoch gravierende Asymmetrien bestehen, die sich nicht ausschließlich, aber überwiegend zu Ungunsten von Frauen auswirken, ist die Frage der Geschlechtergerechtigkeit noch immer ungelöst. Das Seminar wird das Thema im Licht der in Moral- und Rechtsphilosophie entwickelten Gerechtigkeitstheorien betrachten und den aktuellen Stand der Diskussion reflektieren, in dem sich einige neue Elemente zeigen: Während Geschlechtergerechtigkeit sich von der Emanzipationsforderung zum gesellschaftspolitischen Erfordernis wandelt, dem verschiedene neue top down-Strategien (gender mainstreaming, gender budgeting) rechnung tragen sollen, entstehen im Zuge des globalisierungsprozesses neuartige Fragen, Chancen und Herausforderungen.

Zu den Themen zählen:

1. Moral und Gerechtigkeit
2. Recht und Gerechtigkeit
3. Eine narrative Begründung der Gerechtigkeit: Bilder der Gerechtigkeit
4. Geschlecht als gesellschaftliche Kategorie
5. Gerechtigkeit, Gleichheit, Differenz und Anerkennung
6. Gerechtigkeit in nationalstaatlicher, supranationaler und globaler Perspektive

Vortragende

Professor, Philosophische Fakultät, Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover Chair
Permanent Fellow, Institut für die Wissenschaft vom Menschen, Wien Chair

Dr. Detlef HORSTER

Professor, Philosophische Fakultät, Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover

 Studium der Philosophie, Politologie, Rechtswissenschaft und Soziologie in Köln und Frankfurt am Main
1973 Erstes Juristisches Staatsexamen am OLG in Düsseldorf
1976 Promotion zum Dr. phil. im Fach Soziologie
 Lehre und Forschung an den Universitäten Utrecht (Niederlande), Kassel, Berlin (Humboldt-Universität), Port Elizabeth (Südafrika), Zürich und bis 2007 Professor für Sozialphilosophie an der Leibniz Universität Hannover
1979 Habilitation mit der venia legendi für "Sozialphilosophie"

Dr. Cornelia KLINGER

Permanent Fellow, Institut für die Wissenschaft vom Menschen, Wien

 Studies of Philosophy, Literature and Art History at the University of Cologne
1981 Obtained her doctorate in 1981 for her research on "Die politische Funktion der transzendentalphilosophischen Theorie der Freiheit"
1992 Received her habilitation at the University of Tübingen (Germany) with a study on "Ästhetische Modernität und 'Wiederverzauberung der Welt'. Der Ort der Romantik im Prozeß der Moderne"
1978-1983 Served as Assistant Professor at the Department of German Language and Literature at Cologne University. Klinger taught and gave lectures as Visiting Professor for Women Studies at the Universities of Vienna, Zürich, Bielefeld, Frankfurt, Klagenfurt, Innsbruck, Tübingen and Munich
since 1983 Permanent Fellow at the Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Vienna
 While working in several research areas, she focuses mainly on Gender Studies, Political Philosophy and Aesthetics
since 2003 Visiting Professor of Philosophy at the University of Tübingen

Seminarwoche

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kategorie: Alle PlenarySeminar