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12: Menschenrechte und Menschenpflichten? Rechtliche und moralische Aspekte

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Hauptschule
Seminar / Seminar
in deutscher Sprache

Das Seminar setzt sich zum Ziel, aktuelle Herausforderungen der Menschenrechte am Beispiel von vier Themenkreisen zu behandeln. Der erste Themenkreis beschäftigt sich mit dem Spannungsfeld von Menschenrechten und Religionen. Welchen Beitrag können Religionen für die Durchsetzung der Menschenrechte leisten? Inwiefern stellen sie, speziell in ihren fundamentalistischen Ausprägungen, massive Hindernisse für deren Verwirklichung dar? Die zweite Thematik beschäftigt sich mit dem Verhältnis von moralischem Anspruch und rechtlicher Institutionalisierung der Menschenrechte mit der Zielsetzung, die Bedeutung der Verrechtlichung für den effektiven Schutz der Menschenrechte herauszuarbeiten. Das dritte Thema greift eine Diskussion auf, die sich mit dem Verhältnis von Rechten und Pflichten im Kontext der Menschenrechte befasst. Dabei sollte eine kritische Auseinandersetzung mit den Auffassungen jener vorgenommen werden, die gegenüber einem Vorrang der Rechte eine Symmetrie von Rechten und Pflichten propagieren. Im vierten Themenkreis sollen einerseits begriffliche Differenzierungen zwischen Demokratie und Menschenrechten vorgenommen werden, um einer verbreiteten, aber fragwürdigen Identifizierung der beiden Begriffe zu begegnen. Andererseits gilt es, die notwendige Verwiesenheit beider speziell unter Anforderungen der Legitimität des modernen Rechts- und Verfassungsstaates herauszuarbeiten.

Vortragende

Senior Legal Advisor, FRA - European Union Agency for Fundamental Rights, Vienna
Gastwissenschaftlerin, Institut für Kriminalwissenschaften und Rechtsphilosophie, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main Chair
Professor, Department of Legal Philosophy, Law of Religion and Culture, University of Vienna Chair

Dr. Gabriel Nikolaij TOGGENBURG

Senior Legal Advisor, FRA - European Union Agency for Fundamental Rights, Vienna

 Studied law at the University of Innsbruck and gained his LL.M. (Eur.Law) at the Danube University. He holds a Ph.D. from the European University Institute in Florence (EUI)
  expertise to various EU-institutions and NGOs at European level. He also co-initiated the postgraduate Master in European Intergration and Regionalism (MEIR). He has been teaching in this
  and other postgraduate programmes as for instance the Executive M.B.L. in St. Gallen, Switzerland
1998-2008 Senior Researcher at the Institute for Minority Rights (responsible for the area of EU law), European Academy Bolzano/Bozen (EURAC). Initiator of the Bolzano/Bozen Declaration; provided
2008 Visiting Professor, Department of International Studies, University of Miami, USA
2008-2009 Guest Professor, Department of political science, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
since 2009 Programme Manager (Legal Research), Fundamental Rights Agency of the European Union, Vienna

Dr.iur. Dr.h.c.rer.publ. Gret HALLER

Gastwissenschaftlerin, Institut für Kriminalwissenschaften und Rechtsphilosophie, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main

1987-1994 Mitglied des Schweizer Parlaments (Nationalrat), der Parlamentarischen Delegationen beim Europarat (1990-1994) und bei der OSZE (1993-1994)
1993-1994 Präsidentin des Schweizer Parlaments (Nationalrat)
1994-1996 Botschafterin, Ständige Vertreterin der Schweiz beim Europarat
1996-2000 Ombudsfrau der OSZE für Menschenrechte in Bosnien und Herzegovina
2001-2006 Publizistin
seit 2006 Gastwissenschaftlerin an der Goethe-Universität, Frankfurt am Main
seit 2007 Mitglied der Europäischen Kommission für Demokratie durch Recht des Europarates ("Venedig-Kommission")

Dr. Gerhard LUF

Professor, Department of Legal Philosophy, Law of Religion and Culture, University of Vienna

seit 1990 Ordentlicher Univ.-Professor
  juristische Methodenlehre
 seit Oktober 2012 emeritiert
seit 2005 Stellvertretender Vorstand des neu gegründeten Instituts für Rechtsphilosophie, Religions- und Kulturrecht, Universität Wien; Leiter, Abteilung Rechtsphilosophie, Rechtsethik und

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