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14: Kunstmarkt und Vertrauen

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Hauptschule
Seminar / Seminar
in deutscher Sprache

Der Kunstmarkt, zumindest der Markt für noch nicht abgesicherte Gegenwartskunst, hat bis vor etwa drei Jahrzehnten ein bescheidenes Nischendasein geführt. Die Zusammensetzung der beiden Substantive „Markt“ und „Kunst“ hatte damals durchaus noch für viele den Beigeschmack des Seicht-Kommerziellen, von dem der Kunstfreund sich besser fernzuhalten hatte. Mit zunehmender Ökonomisierung aller Lebensbereiche ist der Markt für Kunst in bespielloser Weise expandiert worden. Die Medien berichten regelmäßig über den Kunstmarkt, über seine Protagonisten, die zum Teil wie Stars gehandelt werden, über die Neueröffnung von Privatmuseen oder Künstlermuseen, über die – scheinbar – ungehindert in den Himmel wachsenden Preise von Kunstwerken. Kunst spielt im ökonomischen Bewusstsein für die Maximierung persönlicher und öffentlicher Reputation eine zentrale Rolle. Während die Börsenwerte der Finanzmärkte starken Schwankungen unterliegen, vermag die Kunst relativ konstant ihr hohes Kursniveau zu halten und scheint eine Werthaltigkeit anderer Ordnung zu garantieren. Ist Kunst die neue Währung des Vertrauens? Was für eine Rolle spielt Qualität im Kunstmarkt? Wie weit kann der Künstler dem Kunstmarkt vertrauen? Wie soll sich der Künstler dem Markt gegenüber verhalten, soll er dessen Wünsche erfüllen oder soll er unbeeinflusst vom Markt arbeiten? Bedeutet Vertrauen in die Kunst auch Vertrauen in den Kunstmarkt? Wie setzt sich der Kunstmarkt zusammen, der Vertrauen einfordert?
Im Spannungsfeld dieser Fragestellungen wird das Seminar die Rolle des Marktes für die Wertproduktion durch Kunst ergründen. Dabei werden historische Perspektiven den Zugang zum Thema ebenso erschließen, wie die Analyse der gegenwärtigen Kunstökonomien.

Aktionskünstler, Verein zur Förderung des Orgien Mysterien Theaters, Prinzendorf
Geschäftsführerin und Eigentümerin, Galerie Heike Curtze, Wien
Professorin für Kunstgeschichte, Kunsthistorisches Institut, Philosophische Fakultät, Universität zu Köln

Hermann NITSCH

Aktionskünstler, Verein zur Förderung des Orgien Mysterien Theaters, Prinzendorf

Idee des Orgien-Mysterien-Theaters, eines sechs Tage dauernden Festspieles, das ihn bis heute ständig beschäftigt und in dem sich alle seine künstlerischen Bestrebungen sammeln. Das O.M.-Theater ist eine neue Form eines Gesamtkunstwerkes. Reale Geschehnisse werden inszeniert. Alle fünf Sinne der Spielteilnehmer werden direkt beansprucht. Aktions- und Ausstellungstätigkeiten in Wien, die zu mehreren Prozessen und zu drei Gefängnisstrafen führen, weshalb er Österreich verlässt und bis 1978 in Deutschland lebt The Destruction in Art Symposium (DIAS), London, Aufführung der 20. Aktion Cinematheque, New York, Aufführung der 25. und 26. Aktion; University of Cincinnati, 28. Aktion; wird in Bayern (München) ansässig, Heirat mit Beate König Ankauf von Schloss Prinzendorf (Austragungsort des O.M.-Theaters) Teilnahme an der von Harald Szeemann gestalteten documenta 5 in Kassel, die erste 12-Stunden-Aktion (40. Aktion) im New Yorker Mercer Arts Center Aufführung der 24-stündigen 50. Aktion (1. Tag und 1. Nacht des 6-Tage-Spieles) in Prinzendorf Beate Nitsch verunglückt bei einem Verkehrsunfall Erneute Teilnahme an der documenta 7 in Kassel Aufführung der 72-stündigen 80. Aktion (drei Tage und Nächte des 6-Tage-Spieles) in Prinzendorf 20. Malaktion in der Wiener Secession Heirat mit Rita Leitenbor Lehrt an der Hochschule für Bildende Kunst (Städelschule) in Frankfurt am Main Ausstellung Nationalgalerie Prag Ausstellung Kunsthalle Krems Ausstattung und Regiebeteiligung bei der Inszenierung der Oper "Hérodiade" von Jules Massenet an der Wiener Staatsoper Aufführung der 96. Aktion, 12 Stunden, San Martino, Neapel, 38. Malaktion, Schömerhaus Klosterneuburg 40. Malaktion, Museum des 20. Jahrhunderts, Wien 6-Tage-Spiel in Prinzendorf vom 3. bis 9. August Ausstellung der Relikte des 6-Tages-Spieles im Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig, Palais Liechtenstein, Wien und Kiscelli Museum, Budapest. Konzertante Aufführung der Musik des 6-Tage-Spieles im Radiokulturhaus, Wien, im Hamburger Bahnhof, Berlin und der Ausstellungshalle der BRD" Ständiges Arbeiten am Projekt des O. M.-Theaters. Erweiterung des malerischen und theatralen Konzeptes. Videopräsentation der Langfassung des 6-Tages-Spieles u.a. in Los Angeles, Frankfurt und Mönchengladbach Gesamtausstattung der Oper "Satyagraha" von Philip Glass am Festspielhaus St. Pölten; 107. Aktion Schloss Prinzendorf Aufführung der 110. Lehraktion in der Whitechapel Art Gallery, London Essl Museum, Klosterneuburg: Nitsch. Eine Retrospektive; Aufführung der 115. Aktion Aufführung der 120. Aktion: 2-Tages- Spiel des O.M.-Theaters in Prinzendorf; Gastprofessur an der Universität Wien, Institut für Theaterwissenschaften Aufführung der 122. Aktion im Burgtheater, Wien; Ausstellungen: Saatchi & Saatchi, London; Station Museum of Contemporary Art, Houston; Verleihung des großen Österreichischen Große Retrospektive, Martin-Gropius Bau, Berlin Eröffnung des Nitsch-Museums in Mistelbach; Opernhaus Zürich, Bühnenbild und Kostüme für Szenen aus Goethes Faust (Robert Schumann) Ausstellung der 20. Malaktion Wiener Secession 1987 im Hermann Nitsch Museum; Eröffnung des Nitsch-Museums in Neapel mit dem Schwerpunkt Relikte, Photo- und Musikarchiv und einer ständigen Ausstellung des Orgien-Mysterien-Theaters, Verleihung des Titel Dr.h.c. von der Universität Cluj - Rumänien.
1957
1960-1966
1966
1968
1971
1972
1974
1977
1982
1984
1987
1988
1989-2003
1993
1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
 Staatspreises
2005
2006
2007
2008

Dr. Heike CURTZE

Geschäftsführerin und Eigentümerin, Galerie Heike Curtze, Wien

Eröffnung der eigenen Galerie in Düsseldorf Eröffnung der Wiener Galerie in der Grünangergasse Umzug in die Seilerstätte (von Anfang an Ausrichtung des Programms auf österreichische Kunst: Attersee, Brus, Kocherscheidt, Nitsch, Rainer,...)
 Studium der Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte in Köln und Wien (Abschluss mit Promotion)
 Anfang 1970er: Leitung der Kölner Galerie Ariadne
1976
1978
1980

Dr. Ursula FROHNE

Professorin für Kunstgeschichte, Kunsthistorisches Institut, Philosophische Fakultät, Universität zu Köln

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunsthistorischen Institut der FU Berlin Promotion zur amerikanischen Künstlergeschichte an der FU Berlin. Forschungsaufenthalte am Getty Center, Los Angeles, an der University of Rochester, New York und am Pembroke Center, Brown University, Providence, RI Hauptkustodin am Museum für Neue Kunst | ZKM sowie Lehrbeauftragte an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe Visiting Professor am Department of Modern Culture and Media, Brown University, Providence, RI Professorin für Kunstgeschichte an der International University Bremen Professorin für Kunstgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts an der Universität zu Köln
 Studium der Kunstgeschichte in Münster und an der Freien Universität (FU) Berlin
1988-1995
1993
1995-2001
2001-2002
2002-2006
seit 2006
 Schwerpunkte in der Forschung und Lehre: Kunst der Moderne und Gegenwart, Fotografie, Film, Video und elektronische Bildmedien; Ökonomien der Kunst, Bildtheorien und Kritik der visuellen Kultur

Seminarwoche

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kategorie: Alle Plenary Seminar
Genre : Alle Panel Seminar

20.08.2009

15:00 - 15:30 Eröffnung des Europäischen Forums Alpbach 2009 Plenary
15:30 - 17:00 Eröffnungsreferate Plenary
17:00 - 18:30 Vorstellung der Seminarinhalte Plenary

20.08.-26.08.2009

Seminar 09: The future of the internet Seminar
Seminar 05: Vertrauen im Recht Seminar
Seminar 08: The United Nations: International trust and global governance Seminar
Seminar 07: Trust in America: Understanding the cultures and society of the United States Seminar
Seminar 04: Confidence-building in the context of security and ethnic conflicts Seminar
Seminar 11: Trust in science Seminar
Seminar 03: Global contracts, economic crisis and rebuilding trust Seminar
Seminar 01: Vertrauensbildung in der Kommunikation – Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser! Seminar
Seminar 13: Trust and confidence in medicine Seminar
Seminar 14: Kunstmarkt und Vertrauen Seminar
Seminar 10: Historical aspects of trust and confidence in societies Seminar
Seminar 06: Political trust and the role of religion Seminar
Seminar 12: Building trust: Development cooperation Seminar
Seminar 02: The biological foundations of trust and social decision-making Seminar

21.08.2009

15:30 - 17:30 Plenarveranstaltung „1989-2009: Von der Revolution zur Normalität. Herausforderungen der Stadtpolitik in Mitteleuropa“ Plenary

22.08.2009

15:30 - 17:30 Plenarveranstaltung: „Integrated risk policies for global systems at risk“ Plenary

24.08.2009

17:00 - 19:00 Plenarveranstaltung „Öffentliche Medien im digitalen Zeitalter – Wem vertrauen?“ Plenary

25.08.2009

15:30 - 17:00 Plenarveranstaltung „Ethik und Wissenschaft“ Plenary