zum Inhalt
Header Image

Special Lecture: Medizinischer Fortschritt – Wer profitiert?

-
Liechtenstein-Hayek-Saal
Plenary / Panel
German and English language

Vortragende

Director, Global Health Centre, The Graduate Institute of International and Development Studies, Geneva Abstract Key Note
Wir müssen unseren Fortschrittsbegriff in Hinblick auf Gesundheit und Krankheit überdenken. Die Gesundheitsgesellschaft speist sich aus dem "mehr" - es ist immer mehr Gesundheit möglich, es muss immer noch eine Heilungsoption mehr geben, es ist immer noch ein Eingriff mehr möglich. Wenn nicht im Krankenversicherungssystem, dann auf dem zweiten Gesundheitsmarkt oder auf dem illegalen Markt. Die globale Welt verbindet diese Erwartung mit neuen Märkten - das Kind wird von der Leihmutter in Indien ausgetragen, die Niere in der Ukaine gekauft. Wie aber wenn die grössten Fortschritte im richtigen Einschätzen des Risikos, im selbstständigen Leben mit Krankheit und im würdigen Umgang mit dem Tod zu verorten sind? Was wäre der grösste Fortschritt? Sicherlich eine Politik, die Gesundheitsförderung und Prävention ernst nimmt. Doch wir sind geneigt auf die medizinischen Wunder zu hoffen, und nicht nur auf solche, die Krankheit heilen oder erträglich machen, sondern derweil auch auf jene, die eine Optimierung ermöglichen: jünger sein, schöner sein, mehr leisten. Noch sind wir auf die heroische Medizin fixiert und die Medien schüren unseren Wunderglauben - auch wenn die grösste Herausforderung im Leben mit chronischen, psychischen und degenerativen Erkrankungen besteht. Auch das prädiktive Versprechen des Genetik lockt bei der Krankheitsvermeidung mehr als beim eigenen Lebenstil anzusetzen. Die Gesellschaft bringt die Medizin hervor, die ihren Werten enspricht.
Vorstand, Universitätsklinik für Innere Medizin III, Landeskliniken Salzburg
Head, Centre of Public Health, Medical University of Vienna
President, Pharmig - Association of the Austrian Pharmaceutical Industry; Managing Director, Pfizer Corporation Austria, Vienna Abstract
In den letzten 50 Jahren ist unsere durchschnittliche Lebenserwartung um 13 (!) Jahre gestiegen. Statistisch gesehen, gewinnen wir also jedes Jahr etwa drei Monate an Lebenserwartung. Immer modernere Therapien und Arzneimittel haben diesen erfreulichen und anhaltenden Trend entscheidend unterstützt und möglich gemacht. Vor zehn Jahren kam die Diagnose  HIV-positiv einem Todesurteil gleich. Heute können wir die Erkrankung mit modernen Arzneimitteln kontrollieren und die Lebensqualität von Patienten erhalten. In Zukunft wird es die Biotechnologie ermöglichen, Arzneimittel auf die Bedürfnisse einzelner Patienten  maßzuschneidern und Krankheiten somit noch gezielter und individueller zu behandeln. Medizinischer Fortschritt kann aber noch mehr. Er schafft hochqualifizierte und krisensichere Arbeitsplätze und ist die Grundlage eines modernen Gesundheitssystems und ein entscheidender Faktor für den Wohlstand eines Landes und seiner Bürger. Wer davon profitiert? Klare Antwort: wir alle!
Leiterin, Gesundheitskompetenzzentrum/Gesundheitsredaktion, ORF - Österreichischer Rundfunk, Wien Chair

Dr. Ilona KICKBUSCH

Director, Global Health Centre, The Graduate Institute of International and Development Studies, Geneva

1977-1978 Lecturer, Women's Studies, Department of Sociology, University of Konstanz
1978-1980 Researcher, University of Konstanz
1980-1981 Consultant, WHO - World Health Organization, Euro (Regional Office for Europe), Copenhagen, Denmark
1981-1984 Regional Officer for Health Education, WHO/Euro, Copenhagen, Denmark
1985-1990 Regional Officer for Health Promotion, WHO/Euro, Copenhagen, Denmark
1990-1994 Director, Department of Lifestyles and Health, WHO/Euro, Copenhagen, Denmark
1994-1998 Director, Division of Health Promotion, Education, and Communication, WHO/HQ in Geneva,Switzerland
1998-2004 Professor, Head, Division of Global Health, Department of Epidemiology and Public Health, Yale University School of Medicine
2003-2004 Senior Advisor Millennium Development Goals, Pan American Heath Organization
2004-2010 Senior Health Policy Advisor, Swiss Federal Office for Public Health
since 2004 Director, kickbusch health consult
since 2008 Director, Global Health Centre, Graduate Institute of International and Development Studies, Geneva

Dr. Richard Franz GREIL

Vorstand, Universitätsklinik für Innere Medizin III, Landeskliniken Salzburg

1976-1983 Medizinstudium an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
1983 Promotion sub auspiciis
1988 Gründung und Leitung des Molekularzytologischen Labors, Universitätsklinik Innsbruck
1992 Habilitation zum Universitätsprofessor für Innere Medizin
1992-2003 Leiter der Hämatologischen Ambulanz an der Abteilung für Hämatologie und Onkologie, Universitätsklinik Innsbruck
  Leiter des Labors für Immunologische und Molekulare Krebsforschung, Universitätsklinik Salzburg
  Vorstand des Onkologiebeirates des Bundesministeriums für Gesundheit
seit 2004 Vorstand der Universitätsklinik für Innere Medizin III mit Hämatologie, internistischer Onkologie, Hämostaseologie, Rheumatologie und Infektiologie, Landeskliniken Salzburg

Dr. Anita RIEDER

Head, Centre of Public Health, Medical University of Vienna

1989 Dr.a med., Medizinische Fakultät, Universität Wien
  Boston, Marie Curie Cancer Center Warschau, Ann Arbor Univ.of Michigan, Royal Hospital London, Bethesda Maryland, Harvard School of Public Health, Bochum
1995 Fachärztin für Sozialmedizin, FA-Ausbildung Institut für Sozialmedizin, Medizinische Fakultät, Universität Wien; mehrere Auslandsaufenthalte im Rahmen der Ausbildung, u.a. Tufts University
seit 1993 Gesundheitspsychologin
1997 Habilitation Sozialmedizin, ao.Univ.Prof. am Institut für Sozialmedizin, Medizinische Fakultät, Universität Wien
1999 Gastprofessorin, National Heart Institute, University of Ottawa
2000 Professorin, Sozialmedizin mit besonderer Berücksichtigung der Herzkreislauferkrankungen, Institut für Sozialmedizin, Zentrum für Public Health, Medizinische Fakultät, Universität Wien
2002-2003 Maria Göppert-Mayer-Gastprofessorin, Gender Medicine und Public Health, Medizinische Hochschule Hannover
seit 2005 Wissenschaftliche Leiterin, Universitätslehrgang "Master of Public Health", Medizinische Universität Wien
seit 2007 Curriculumdirektorin für die Studienrichtung Humanmedizin, Leiterin der Curriculumkoordination, Department für Aus- und Weiterbildung, Medizinische Universität Wien
seit 2010 Mitglied der erweiterten Lehrgangsleitung Versicherungsmedizin, Universität Basel und ASIM

Prof.Dr. Robin RUMLER

President, Pharmig - Association of the Austrian Pharmaceutical Industry; Managing Director, Pfizer Corporation Austria, Vienna

1991 Graduation - Dr. med. univ. - Medical University Vienna
1991-1992 Assistant Physician, University Clinic for Surgery and GP office, Vienna
1992-1994 Janssen & Cilag - Medical Department, Vienna
1994-1997 Produkt Manager, Product Specialist, Sales Manager, Zeneca, Vienna
1998-2004 Business Unit Director, Sanofi-Synthelabo, Vienna
2004-2009 Marketing Director, Pfizer Corporation Austria, Vienna
since 2009 Managing Director, Pfizer Coproration Austria, Vienna

Dr. Ricarda REINISCH

Leiterin, Gesundheitskompetenzzentrum/Gesundheitsredaktion, ORF - Österreichischer Rundfunk, Wien

1972 Studium der Publizistik, Psychologie und Philosophie an der Paris-Lodron-Universität Salzburg
 Während des Studiums erste journalistische Übungen bei den Salzburger Nachrichten und im ORF-Landestudio Salzburg
1978 Promotion zum Dr.phil.
  Gastmoderationen für das Bayrische Fernsehen und 3sat
  Zur Zeit in der Hauptabteilung "Bildung und Zeitgeschehen", Leiterin des Gesundheitskompetenzzentrums und der Gesundheitsredaktion
seit 1978 ORF Radio und Fernsehen: als Redakteurin und Moderatorin u. a. für die Zeit im Bild, Wissenschaftsredaktion, "Willkommen Österreich"

Gesundheitsgespräche

Timetable einblenden