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Sprache 2.0: Wie Neue Medien unsere Sprache verändern

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Aula der Universität Innsbruck
Plenary / Panel
in deutscher Sprache

Vortragende

Gründer, ORF Online; Plattform-Manager der Generaldirektion, ORF - Österreichischer Rundfunk, Wien
Professor, Institut für Germanistik, Universität Wien Abstract
Sprache in den Neuen Medien

Wenn man unter  Neue Medien die Medien aus dem Bereich der Informationstechnologie versteht, welche digital übermittelte und gespeicherte Daten enthalten (wie E-Mail, Chat, SMS, Postings usw.), so zeigt sich, dass die meisten spezifischen sprachlichen Formen auf ihren unmittelbaren Funktionsbereich beschränkt sind und diesen normalerweise auch nicht überschreiten: Es kann keine Rede davon sein, dass zB.  Chat oder  E-Mail-Sprache die  deutsche Sprache als Gesamtheit von Sprach- und Textformen beeinflussen oder gar verfallen lassen. Sehr wohl aber sind Neue Medien die Quelle von neuen Ausdrucksformen, die bereits vorhandene Tendenzen der deutschen Sprache verstärken und auf ihre gesellschaftlichen Grundlagen verweisen: Alternative Subkulturen stellen ein Repertoire von Ausdrucksmöglichkeiten zur Verfügung, das zur Bezeichnung von Einschätzungen, Werthaltungen und individuellen Einstellungen genutzt werden und auf diese Weise seinen Weg in Textsorten finden kann, die bisher eher traditionell-literatursprachlich geprägt waren. Das kann man schlagwortartig als  mehr Ausdruck, weniger Inhalt zusammenfassen; es zeigt sich aber, dass expressive und emotionelle Sprachformen für das  Überleben von Botschaften zunehmend wichtig werden und damit auch eine sinnvolle Sprachstrategie sein kann.
Gründer, mediensprache.net - Das Medienlinguistik-Portal im Netz; Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Deutsches Seminar, Leibniz Universität Hannover Abstract
Verändert sich die Sprache durch Neue Medien? Natürlich. Vor allem im lexikalischen Bereich ist dies auch notwendig, um die Innovationen benennen (chatten) und differenzieren (SMS/MMS) zu können. Im stilistischen Bereich ist je nach Funktion ein reduzierter und kreativer Umgang mit der Sprache zu verzeichnen. Ebenso wie im grammatischen und orthografischen Bereich ist dies hier allerdings (noch?) kein Sprachwandel, sondern ein spezifischer Sprachgebrauch, der u.a. von der gewählten Kommunikationsform, dem Kommunikationsgerät, der Flüchtigkeit und Geschwindigkeit der Kommunikation, dem Adressat und natürlich dem agierenden Individuum selbst beeinflusst wird. Tendenziell ist im Netz immer mehr Kommunikation von immer mehr Menschen schriftlich fixiert und muss entsprechend verarbeitet werden.
Redakteurin und Kolumnistin, Tiroler Tageszeitung, Innsbruck Chair

Franz MANOLA

Gründer, ORF Online; Plattform-Manager der Generaldirektion, ORF - Österreichischer Rundfunk, Wien

1973/1974 Pressesprecher, Filmmuseum Wien
1974-1982 Redakteur, Die Presse
1982-1983 Chefredakteur, Wiener
1984-1988 Die Presse
 Ab 1989 Mitglied der Chefredaktion, Vogue, München
1988-1989 Leitender Redakteur, Kurier (Ressort Medien)
 Ab 1994 Chef der Abteilung Marketingplanung und Unternehmensstrategie (GMP)
1992-1994 Leiter des Büros für Medienentwicklung, Generalintendanz des ORF
1997-2007 Chef der ORF Informationstechnologie; Leiter der Hauptabteilung Informationstechnologie; Gründer sowie Leiter von ORF Online, Wien
seit 2007 Plattform-Manager der Generaldirektion, ORF - Österreichischer Rundfunk, Wien

Dr. Richard SCHRODT

Professor, Institut für Germanistik, Universität Wien

1966-1967 Studium Medizin
1967-1968 Studium Hauptfächer Germanistik/Psychologie, Nebenfächer Sprachwissenschaft/Philosophie
1971 Wissenschaftliche Hilfskraft
1973 Promotion zum Dr. phil.
1974 Assistent am Institut für Germanistik
1982 Habilitation für Germanistische Sprachwissenschaft
1991 Ernennung zum Titularprofessor

Dr. Torsten SIEVER

Gründer, mediensprache.net - Das Medienlinguistik-Portal im Netz; Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Deutsches Seminar, Leibniz Universität Hannover

1992-2002 Studium der Elektrotechnik, Deutsche Sprachwissenschaft und Sozialpsychologie, Leibniz Universität Hannover
1998 Mitgründer des Projekts sprache@web (heute mediensprache.net), Hannover
seit 2002 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Seminar, Leibniz Universität Hannover
2008 Promotion zum Thema Sprachökonomie

Irene HEISZ

Redakteurin und Kolumnistin, Tiroler Tageszeitung, Innsbruck

 Studium der Komparatistik und Germanistik in Innsbruck
seit 1987 in verschiedenen Funktionen bei der Tiroler Tageszeitung tätig

Kultur und Wirtschaft 2011

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