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Verantwortung der Hochschulen in Forschung und Entwicklung

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Liechtenstein-Hayek-Saal
Plenary / Panel
in deutscher Sprache

Vortragende

President, The Association of Universities of Applied Sciences in Austria, Vienna
Präsident, Hochschule Ruhr West, Mülheim an der Ruhr Abstract
Fachhochschulen in vielen Ländern Europas sorgen für exzellent ausgebildete Nachwuchskräfte für die Unternehmen in den Ländern.
Zusätzlich übernehmen die Fachhochschulen in immer größerem Umfang die Aufgabe, Mittler zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu sein. Sie widmen sich der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung (FuE) und stellen wertvolle Kompetenzzentren für die Unternehmen dar, die über keine eigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen bzw. nicht über den Gerätepark und das notwendige Know How verfügen, um Probleme zu lösen und Neu- und Weiterentwicklungen von Produkten zu veranlassen.

Das Personal der Fachhochschulen mit Professorinnen und Professoren, die im Haupt- und Nebenamt FuE betreiben können, die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und nicht zuletzt die Studierenden mit ihren Praxissemestern und Bachelor- und Masterarbeiten stellen eine hochmotivierte Personalressource dar, die in Fachhochschulen mit mehr als 1000 Studierenden eine Größenordnung von jährlich einigen hundert Personenjahren ausmachen kann.
Unternehmen können diese Personalressource für sich und ihre Probleme nutzen und den Wissens- und Technologietransfer mit den Fachhochschulen aktiv suchen.

Leider ist die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen, noch schwach ausgeprägt. Hier gilt es, durch geeignete Maßnahmen die  Sprachbarrieren zwischen Wirtschaft und Wissenschaft abzubauen.

Wichtig in diesem Zusammenhang sind auch finanzielle Anreize für die Unternehmen und die Fachhochschulen. In Deutschland sind deswegen mehrere vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützte Programme eingerichtet worden, bei denen ganz bewusst Projekte gefördert werden, die gemeinsam von Unternehmen und Fachhochschulen durchgeführt werden. Die so entwickelten Produkte steigern die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und kommen der gesamten Volkswirtschaft zu Gute.
Mitglied der Geschäftsleitung, Ortner-Gruppe, Wien Abstract
Österreich ist ein Hochlohnland. Daher ist unsere Gesellschaft im internationalen Wettbewerb darauf angewiesen, seine Arbeitnehmer und Unternehmen immer mit dem aktuellsten Know How zu versogen und auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu halten, wenn die Gesellschaft ihren Wohlstand langfristig sichern will.
Nur so sind wir in der Lage, auf einem globalisierten Markt ein konkurrenzfähiges Angebot auf Basis hoher Effizienz und Innovation zu legen.
Bevor wir überhaupt von Forschung und Entwicklung sprechen, ist es wichtig festzuhalten, daß die Grundlage jeglichen Fortschrittes bereits in einer soliden Grundausbildung gelegt wird, die mit dem Kindergarten beginnt!
Mit dem Interesse, das zu diesem frühen Zeitpunkt geweckt wird und dem Basiswissen, das ab dann vermittelt wird, muß es gelingen, neue Generationen in den Hochschulen zu dem aktuellen Stand des Wissens und der Technik hinzuführen.
Die Akademikerquote per se betrachte ich daher nicht so maßgebend.
Die erste Aufgabe der Hochschulen in Bezug auf Forschung und Entwicklung ist also die Heranbildung neuer Generationen bis zur grundlegenden Fähigkeit  sei es im privaten oder universitären Bereich  Forschung und Entwicklung zu betreiben.
Bei der direkten Betrachtung der Forschung und Entwicklung an Hochschulen stoßen wir zweifellos auf die Themen Finanzierung, aber auch Unabhängigkeit der Forschung.
Erfolgt die Finanzierung über die Wirtschaft, so entsteht fast gezwungenermaßen das Bedürfnis, Ergebnisse zu erzielen, die rasch in rentable Produkte münden.
Zusätzlich hat der Auftraggeber der Wirtschaft selten Interesse daran, das  sein Forschungsergebnis umgehend zu allgemeinem Wirtschaftsgut wird.

Trotzdem können beide Seiten profitieren:
- die Wirtschaft, da sie sich Wissen auf dem letzten Stand zu Nutze macht,
- die Hochschule, weil sie über die Finanzierung aus der Wirtschaft wiederum andere Projekte planen kann, für die sie alleine aus staatlicher Quelle nicht genug Mittel hätte.
Stv. Vorsitzender, Rat für Forschung und Technologieentwicklung, Wien
Editor Science, Die Presse, Vienna Chair

Dr. Helmut HOLZINGER

President, The Association of Universities of Applied Sciences in Austria, Vienna

1982-1986 Ausbilder im bfi Wien
1986-1997 Abteilungsleiter im bfi Wien, Gründung der Übungsfirmen
seit 1998 Geschäftsführer der FH des bfi Wien
seit 2010 Präsident der Österreichischen Fachhochschulkonferenz

Dr. Eberhard MENZEL

Präsident, Hochschule Ruhr West, Mülheim an der Ruhr

1969-1975 Studium Festkörperelektronik RWTH Aachen
1976-1981 Promotion Universität Duisburg
1982-1983 Postdoc IBM Yorktown Heights, NY, USA
1983-1985 Gründung Applied Beam Technology,ABT Inc.Fremont,CA
1985-1989 Firmengründung Niederlassung ABT GmbH,Bielefeld, D
1990-1909 Professor an der FH Dortmund
seit 1999 Gutachter und Koordinator BMBF-FH-Förderprogramme AIF
2002-2009 Rektor der FH Dortmund
seit 2004 Hochschulratsvorsitzender FH Koblenz
seit 2007 Vorstandsmitglied AQAS Akkreditierungsges. Bonn
seit 2009 Präsident der Hochschule Ruhr West

DI Iris ORTNER

Mitglied der Geschäftsleitung, Ortner-Gruppe, Wien

1992-1997 Maschineningenieurwesen an der ETH Zürich, Ch, Abschluß als Dipl. Masch.-Ing. ETH, Vertiefung: Energiesysteme, Betriebswirtschaftslehre
1997 Wissenschaftliche Assistentin an der ETH Zürich, Ch (Institut für Textilmaschinenbau und Textilindustrie, Projektierung einer Laborklimatisierung )
1997-2000 Projektleitung für HTG/Ortner Gruppe - Warschau, Pl (Bauleitung für Haustechnik (HKLS, Brandschutz) Warsaw Financial Center - Bürogebäude 70.000m2, Betreuung diverser polnischer Baustellen, Aufbau der Niederlassung HTG Polska)
2001 MBA in INSEAD
2002-2003 Beraterin bei Siemens Management Consulting (Controlling Projekt auf Bereichsebene von Siemens - Nürnberg, D; Asset Management Siemens USA - New York; Vorbereitung des Siemens USA Best Practice Awards, New York)
2003-2004 Projektbearbeitung für Ortner GmbH, Österreich, Polen (Technische Projektbearbeitung im Bereich pharmazeutischer Anlagen - Sandoz Kundl, Projektbetreuung diverser Großprojekte in Österreich und Polen im Bereich Haustechnik)
2003-2011 Aufsichtsrat, PORR Projekt und Hochbau AG und PORR Technobau und Umwelt AG
seit 2004 Mitglied der Geschäftsleitung ORTNER Gruppe Österreich, Polen (Allgemeine Geschäftsleitungsaufgaben und besonders Überwachung und Ausbau der Tochterunternehmen in Osteuropa und Personalagenden)
seit 2007 Aufsichtsrat, TKT Engineering Sp.z o.o., Polen
seit 2010 Aufsichtsrat, Allgemeine Baugesellschaft - A. PORR AG
seit 2011 Aufsichtsrat, UBM Realitätenentwicklung AG

Dipl.-Ing. Dr. Peter SKALICKY

Stv. Vorsitzender, Rat für Forschung und Technologieentwicklung, Wien

 Studium der Technischen Physik in Wien
 Außerordentlicher Professor für Kristallphysik an der Technische Univeristät Wien
1975-1976 Professeur Associée an der Universität Pierre et Madame Curie, Paris
seit 1979 o. Prof. für Angewandte Physik an der Technische Universität Wien
1989-1990 Dekan der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, Technische Universität Wien
seit 1991 Rektor der Technische Universität Wien
1995-1999 Präsident der Österreichischen Rektorenkonferenz
2010 Stellvertretende Vorsitz des Rates für Forschung und Technologieentwicklung

DI Martin KUGLER

Editor Science, Die Presse, Vienna

1978-1986 Bundesgymnasium und Realgymnasium Zwettl
1986-1992 Universität für Bodenkultur, Wien
1992-1999 Betriebs-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Wien
1998-2000 Freier Mitarbeiter, Die Presse, Wien
2000-2008 Wirtschafts- und Wissenschaftsredakteur, Die Presse, Wien
seit 2008 Leiter der Forschungsbeilagen, Die Presse, Wien