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Was müssen alle Generationen lernen?

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Kaiser-Leopold-Saal
Plenary / Panel
in deutscher Sprache

Was brauchen Jugendliche vom Schul-, Lehr- und Bildungssystem? Welche Ausbildungen müssen adaptiert oder neu erfunden werden? Stehen Betriebe und Unternehmen vor neuen Herausforderungen? Wie kann die ältere Generation, Grundlagen für die höhere Wertschätzung individueller Talente künftiger Generationen schaffen?

Vortragende

Ehemaliger Staatsminister für Kultur und Medien der Bundesrepublik Deutschland; Inhaber, Lehrstuhl Philosophie IV, Ludwig-Maximilians-Universität München Abstract
Die deutsche Bildungspolitik ist auf dem Holzweg: Die berufliche Bildung wird vernachlässigt, die akademische Bildung wird immer beliebiger und flacher. Mit dieser These trat Julian Nida-Rümelin im Herbst eine Debatte los. Seinen Kritikern hält Nida-Rümelin in diesem Essay starke Argumente entgegen: Er plädiert für ein Bildungssystem, das sich konsequent an der Vielfalt von Begabungen, Interessen, Berufs- und Lebenswegen orientiert. Das kann durch eine gute und gründliche universitäre Ausbildung geschehen, die jedem zugänglich sein muss. Zu diesem System gehört aber auch die berufliche Bildung, um die der deutschsprachige Raum in der ganzen Welt beneidet wird. Doch gerade hier schwindet die Anerkennung für diesen Weg in den Beruf. Es kann nicht sein, dass wegen schiefer internationaler Vergleiche die Stärken der beruflichen Bildung geopfert werden. Berufliche und akademische Bildung sind unterschiedliche, aber gleichwertige Wege zu einem gemeinsamen Ziel: jede Person nach ihren Fähigkeiten zu bilden.
Inhaber, Professur für Erziehungswissenschaft, und Direktor, Institut für Erziehungswissenschaft, Eberhard Karls Universität Tübingen Abstract
Wie keine andere Generation vor Ihnen ist die Generation der Jugendlichen heute bereits von früher Kindheit an durch pädagogisch-institutionalisierte Förderprogramme gegangen, mit zahlreichen außerschulischen Bildungsangeboten bedient und mit den Grundgedanken des Lebenslangen Lernens sozialisiert worden. Diese Generation fand in den gut ausgebauten Strukturen des Bildungssystems eine schwer zu überblickende Vielfalt an Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten vor ohne dabei den Verdrängungseffekten der geburtenstarken Generationen vor ihn ausgesetzt zu sein. Dennoch scheitern auch von ihnen viele im Bildungssystem, wenngleich dies inzwischen als Verlust wertvoller Humanressourcen problematisiert und nicht mehr nur als individuelles Versagen abgetan wird. Der Vortrag skizziert diese Hintergründe und wendet sich dann der Frage zu, welche Einstellungen und Perspektiven hinsichtlich Bildung, Lernen und Beruf diese junge Generation mitbringt.
Vizerektor für Personal, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck Chair

Dr. Julian NIDA-RÜMELIN

Ehemaliger Staatsminister für Kultur und Medien der Bundesrepublik Deutschland; Inhaber, Lehrstuhl Philosophie IV, Ludwig-Maximilians-Universität München

1991-1993 Lehrstuhl für Ethik in den Biowissenschaften, Eberhard Karls Universität Tübingen
1991-1993 Leitung, interdisziplinäres Zentrum für Ethik in den Wissenschaften, Eberhard Karls Universität Tübingen
1993-2003 Lehrstuhl für Philosophie, Georg-August-Universität Göttingen
1994-1997 Präsident, Deutsche Gesellschaft für Analytische Philosophie
seit 2002 Honorarprofessur, Fakultät Philosophie, Humboldt Universität zu Berlin
2004-2009 Lehrstuhl für politische Theorie und Philosophie, Geschwister Scholl Institut, Ludwig-Maximilians-Universität München
2004-2007 Direktor, Geschwister Scholl Institut, Ludwig-Maximilians-Universität München
2004-2012 Kuratoriumsvorsitzender, Deutscher Studienpreis
2009-2011 Präsident, Deutsche Gesellschaft für Philosophie
seit 2008 Sprecher, Masterstudiengang Philosophie, Politik und Wirtschaft, Ludwig-Maximilians-Universität München
seit 2009 Lehrstuhl für Philosophie, Ludwig-Maximilians-Universität München
seit 2011 Sprecher des interdisziplinären Münchner Kompetenzzentrum Ethik

Dr. Bernhard SCHMIDT-HERTHA

Inhaber, Professur für Erziehungswissenschaft, und Direktor, Institut für Erziehungswissenschaft, Eberhard Karls Universität Tübingen

1996-2000 Studium der Pädagogik, Psychologie und Soziologie, Ludwig-Maximilians-Universität München
2001-2004 Mitarbeiter, Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik und Bildungsforschung, Ludwig-Maximilians-Universität München
2004 Promotion, Ludwig-Maximilians-Universität München
2004-2010 Wissenschaftlicher Assistent, Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik und Bildungsforschung, Ludwig-Maximilians-Universität München
2009 Habilitation, Ludwig-Maximilians-Universität München
2010 Vertretung der W3-Professur für Erwachsenenbildung, Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt
2010-2010 Vertretung der W3-Professur für Weiterbildung und Medien, Technische Universität Braunschweig
2010-2010 Wissenschaftliche Leitung, Kompetenzzentrum Hochschuldidaktik für Niedersachsen (KHN)
seit 2012 Inhaber einer W3-Professur für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt berufliche und betriebliche Weiterbildung an der Universität Tübingen

Mag. Dr. Wolfgang MEIXNER

Vizerektor für Personal, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

seit 1991 Leopold-Franzens-Universität Innsbruck:
1991-1997 teilbeschäftigter Vertrags-(Projekt-)assistent, Institut für Geschichte, Abt. für Wirtschafts- und Sozialgeschichte
1997-2007 Universitätsassistent, Institut für Geschichte, Abt. für Wirtschafts- und Sozialgeschichte
2006-2007 Vorsitzender des Betriebsrates für das wissenschaftliche Personal
seit 2007 Assistenzprofessor, Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie
seit 2007 Vizerektor für Personal

Kultur und Wirtschaft 2014

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