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Wettbewerbs- und Regulierungsdefizite in Österreich

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Erwin-Schrödinger-Saal
Plenary / Panel
in deutscher Sprache

Vortragende

Director, WIFO - Austrian Institute of Economic Research, Vienna Abstract Key Note
Die Intensität des Wettbewerbs und eine innovationsfördernde Regulierung sind wichtige, in Österreich oft unterschätzte Wachstumstreiber. Der Wettbewerb wurde in vielen Sektoren erst durch die EU intensiviert, die Regulierungsbehörden wurden aus der Verwaltung ausgegliedert. Dies hat in den letzten Jahren zu einem Wachstumsbonus Österreichs und zu Überschüssen der Leistungsbilanz geführt. Dennoch deckt jeder internationale Vergleich Schwächen in der Wettbewerbspolitik auf und kritisiert Regulierungen, die nicht nur Qualität schützen, sondern auch den Marktzutritt, Innovationen und Erfüllung von Kundenwünschen behindern. Die Inflationsrate liegt nicht zuletzt wegen Wettbewerbsdefiziten sowohl vor der Krise als auch in den letzten Monaten in Österreich hoch. Auch die Krisen in den südlichen Ländern, z.B. in Griechenland, sind nicht zuletzt durch Wettbewerbsschranken entstanden, die zu Produktionsdefiziten geführt haben.
Federal Minister for Constitutional Affairs, Reforms, Deregulation and Justice, Vienna Abstract Key Note
Regulierungsdefizite im Bereich der Verwaltung stehen wirtschaftlicher, sparsamer und zweckmäßiger Mittelverwendung entgegen, sie führen zu mangelnder Koordination der staatlichen Aufgaben und gefährden die nachhaltige Finanzierung der Staatsaufgaben. Vor diesem Hintergrund ist die Frage zu stellen: Haben wir budgetäre Rahmenbedingungen auf staatlicher Ebene, um uns Wettbewerbs- und Regulierungsdefizite leisten zu können? Wenn nicht: Wo haben wir Wettbewerbs- und Regulierungsdefizite und wie können wir diese beheben?
Die budgetären Rahmenbedingungen belegen den engen finanziellen Spielraum und den Handlungsbedarf vor allem vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen. Gleichzeitig bestehen Potenziale in der Verwaltung.
Es geht darum die Verantwortung wahrzunehmen, um die Organisation und Aufgabenerfüllung im Interesse der Bürger zu verbessern, die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit zu steigern und öffentliche Mittel effizienter einzusetzen. Dies erfordert das Zusammenwirken von Bund, Ländern und Gemeinden. Die Beispiele reichen von der Förderung, den Familienbezogenen Leistungen, den Pensionen über Bildung zu Gesundheit und Altenbetreuung.
Vorstand, Energie-Control Austria, Wien
Unabhängiger Gesundheitsökonom, Wien
Chief Commercial Officer, A1, Wien
Editor in Chief, NEWS GmbH, Vienna Chair

Dr. Karl AIGINGER

Director, WIFO - Austrian Institute of Economic Research, Vienna

1966-1970 Studies of Economics, University of Vienna
since 1970 Economic Researcher, WIFO - Austrian Institute of Economic Research, Vienna
1982 Visiting Professor, Stanford University, California
1984-1987 Deputy Director, WIFO - Austrian Institute of Economic Research, Vienna
1991 Visiting Professor, MIT - Massachusetts Institute of Technology, Boston, Massachusetts
1993-2000 Member, Supervisory Board, ÖIAG - Österreichische Industrieholding, Vienna
1996-1998 Deputy Director, WIFO - Austrian Institute of Economic Research, Vienna
1997 Visiting Professor, University of California, Los Angeles
2000-2004 Deputy Director, WIFO - Austrian Institute of Economic Research, Vienna
since 1992 Honorary Professor, Industrial Economics & Economic Policies, Johannes Kepler University Linz
since 2000 Editor, Journal of Industry, Competition and Trade together with Marcel Canoy
2002 Visiting Professor, Research and Lecturing, Graduate School of Business, Stanford University
since 2005 Director, WIFO - Austrian Institute of Economic Research, Vienna
since 2006 Professor for Economic Policy, Vienna University of Economics and Business, Vienna
since 2012 Coordinator, WWWforEurope (European Commission FP7)

Dr. Josef MOSER

Federal Minister for Constitutional Affairs, Reforms, Deregulation and Justice, Vienna

1976-1981 Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien und Promotion zum Dr. jur.
1981-1990 Beamter der Finanzlandesdirektion für Kärnten, ab 1985 Stellvertreter des Vorstandes der Personal- und Präsidialabteilung
1991-1992 Landesdienst Kärnten, u.a. stellvertretender Sekretariatsleiter des Landeshauptmannes von Kärnten
1992-2003 Klubdirektor des Freiheitlichen Parlamentsklubs, ab 2002 auch Mitwirkung an der Koordination der Regierungstätigkeit zwischen den Koalitionsparteien und den einzelnen Ressorts
2003 Bestellung zum Vorstandsdirektor der Eisenbahn-Hochleistungsstrecken AG
2004 Bestellung zum Vorstandsmitglied der ÖBB-Holding AG; Bestellung zum Aufsichtsratsvorsitzenden der ÖBB-Infrastruktur-Betriebs AG; Bestellung zum Geschäftsführer der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH
seit 2004 Präsident des Österreichischen Rechnungshofes, gleichzeitig Generalsekretär der Internationalen Organisation der Obersten Rechnungskontrollbehörden (INTOSAI)

Dipl.-Ing. Walter BOLTZ

Vorstand, Energie-Control Austria, Wien

1971-1976 Studium der Technischen Physik an der Technischen Universität Wien
1976-1991 Leitung einer österreichischen Gesellschaft einer internationalen Beratungsgruppe
1991-1996 Nach dem Studium mehrere Jahre in verschiedenen Funktionen im EDV-Bereich einer österreichischen Bankgruppe tätig, danach 10 Jahre Leitung der österreichischen Gesellschaft einer internationalen Beratungsgruppe mit Schwerpunkt Management - und Technologieberatung
1991-1996 Tätigkeit für eine große österreichische Kommerzbank in Mittel- und Osteuropa, Umstrukturierung u.a. von Energiebetrieben
1996-1999 Mitglied der Geschäftsleitung eines großen Deutschen Beratungsunternehmens
 seit 2001 Geschäftsführer der Energie Control GmbH
1999-2001 Mitglied der Geschäftsleitung von PricewaterhouseCoopers Management Consulting; zuständig für den Bereich "Energy & Utilities"
seit 2011 Vorstand der Energie Control Austria

Dr. Ernest PICHLBAUER

Unabhängiger Gesundheitsökonom, Wien

1987-1997 Medizinstudium Wien
1995-1997 Dissertation, "Untersuchungen von Allelen von GABA-A- Rezeptor-Untereinheiten auf eine mögliche Assoziation mit der Pyknolepsie"
1997-2001 Univ.Ass. Klinische Pathologie AKH-Wien
2000 Controllingausbildung am ÖCI - Österreichischen Controlling Institut
2001-2003 Consultant, FOCUS Managementberatung
2003-2006 ÖBIG - Österreichisches Bundesinstitut für Gesundheitswesen
2006-2007 NÖGUS - Niederösterreichischer Gesundheits- und Sozialfonds
seit 2008 Selbständig als unabhängiger Experte für Gesundheitsökonomie und Gesundheitsversorgung

Dr. Esther MITTERSTIELER

Editor in Chief, NEWS GmbH, Vienna

1987-1992 Contemporary history and philosophy (Lettere e Filosofia), Bologna
1993-1996 Business editor, daily newspaper "Dolomiten", Bozen
1996 Traineeship, Italys first financial newspaper "Il sole 24ore", Milan
1996-1998 Deputy head of department of economics, "Dolomiten", Bozen
1996-1998 Collaboration with public radio "RAI", presentation of "Pressespiegel"
1998-2001 Financial reporter, n-tv
1998-2002 Business editor, Der Standard, Vienna
2003-2004 Freelance journalist for profil, trend, DM Euro
2004 Public Relations Adviser, Scholdan & Company
2005-2006 Editor in Chief of Finance, Business People; Deputy editor in Chief, medianet
2006-2007 Chief Reporter, WirtschaftsBlatt
2007-2012 Head of Department Companies & Markets and Chief Editorship, WirtschaftsBlatt
2012-2014 Editor in Chief, WirtschaftsBlatt
since 2015 Chief Editorship and Head of Business department, "News", Vienna
since 2017 Editor in Chief, "News", Vienna

Wirtschaftsgespräche

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30.08.2011

14:00 - 14:30EröffnungPlenary
14:30 - 16:00Marktwirtschaft und soziale VerantwortungPlenary
16:30 - 18:30Die Zukunft der Sozialen MarktwirtschaftPlenary
19:00 - 20:30Special Lecture: Freihandel und der neue ProtektionismusPlenary
20:30 - 23:00Empfang gegeben von SAP Österreich GmbH und dem Europäischen Forum AlpbachSocial

31.08.2011

09:30 - 11:00Der EU-Binnenmarkt - ein Beispiel für gute Regulierung?Plenary
11:30 - 13:00Wettbewerbs- und Regulierungsdefizite in ÖsterreichPlenary
14:30 - 17:30Arbeitskreis 14: Den Wandel im Tourismus bewältigen - Zukunftsfähige Strukturen schaffenBreakout
15:00 - 18:00Arbeitskreis 01: Wann ist Regulierung intelligent?Breakout
15:00 - 18:00Arbeitskreis 02: Economic Efficiency between Competition and RegulationBreakout
15:00 - 18:00Arbeitskreis 03: "Systemic" Enterprises under Supervision?Breakout
15:00 - 18:00Arbeitskreis 04: Kollaps der Transfergesellschaft? Wohin führt Umverteilung?Breakout
15:00 - 18:00Arbeitskreis 05: Visionen 2020: Wie wollen und wie können wir wirtschaften?Breakout
15:00 - 18:00Arbeitskreis 06: Live-Experiment: Eigenprofit oder Gemeinwohl?Breakout
15:00 - 18:00Arbeitskreis 07: Vorbild Manager? Erwartungen und MachbarkeitBreakout
15:00 - 18:00Arbeitskreis 08: AbgesagtBreakout
15:00 - 18:00Arbeitskreis 09: Nachhaltigkeit als ManagementprinzipBreakout
15:00 - 18:00Arbeitskreis 10: Das Kapital - Motor oder Übeltäter?Breakout
15:00 - 18:00Arbeitskreis 11: Die Zukunft der Arbeit zwischen Produktivität und GerechtigkeitBreakout
15:00 - 18:00Arbeitskreis 12: Das Steuersystem: Einfach gerecht (be-)steuernBreakout
15:00 - 18:00Arbeitskreis 13: Daseinsvorsorge: Bringt Liberalisierung Effizienz und Sicherheit?Breakout
19:00 - 20:30Peter Drucker Special Lecture: Management-Verantwortung und RegulierungPlenary
20:30 - 23:00Empfang gegeben von T-Mobile Austria GmbH und T-Systems Austria GmbHSocial

01.09.2011

09:30 - 11:45Europa im globalen WettbewerbPlenary
11:45 - 12:00SchlusswortePlenary