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Wie ziehen Museen, Büchereien und Konzertveranstalter die Jugend an?

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Kaiser-Leopold-Saal
Plenary / Panel
in deutscher Sprache

Viele Kulturinstitutionen widmen sich Kindern und Jugendlichen als einer speziellen Zielgruppe: ein Erfahrungsaustausch.

Vortragende

Projektleiterin, Buchstart Wien sowie "Mehrsprachige Geschichtenzeit", Büchereien Wien Abstract
Jugendliche kommen gerne in die Bücherei/Bibliothek: Sie ist ein Treffpunkt, ein Ort an dem junge Menschen sein dürfen, an dem sie nichts konsumieren müssen, sie finden dort Filme, Musik, Comics, Zeitschriften, Computerplätze, Gratis-Wlan, Steckdosen, vermehrt Konsolenspiele und nicht zuletzt natürlich Bücher, die sie interessieren könnten.Damit sie aber wissen und sich erinnern, dass es diese Räume für sie gibt, versuchen die Bibliotheken bereits sehr kleine Kinder anzulocken.Die Büchereien Wien bieten neben entsprechenden Büchern Veranstaltungen für Kinder ab 0 Jahren und deren Begleitpersonen an. Diese Veranstaltungsreihe – genannt Buchstart bzw. Kirangolini – ist sehr erfolgreich. Ich behaupte: Es gibt kein Kind im Vorschulalter, das nicht von einem Buch fasziniert wäre. Kinder im Volksschulalter, die bis dahin noch keinen bzw. wenig Kontakt zu Büchern hatten, sind natürlich auch noch begeisterungsfähig. Jedoch empfinden einige Kinder das Lesen lernen als ziemlich anstrengend und da es Teil des schulischen Curriculums ist, ist damit auch ein gewisses Ausmaß an Zwang und Unfreiwilligkeit verbunden – das sind Elemente, die der Begeisterung und Motivation zuwiderlaufen können. Haben Kinder jedoch schon vor dem schulischen "Müssen" die Lust an Geschichten, Bildern, Büchern entdeckt, geht das nicht mehr verloren. Bücher sind positiv besetzt. Mit welchen Angeboten locken Bibliotheken Kinder und Jugendliche an: vorrangig mit Medien: Büchern, audiovisuellen Medien, Konsolenspielen, Comics, Noten. Es werden in Bibliotheken Plätze geschaffen zum Schmökern, zum Lernen, zum Treffen, zum Musik hören, zum Film schauen, zum Arbeiten. Viele junge Menschen lernen die Bibliotheken über Veranstaltungsangebote kennen. Die Zeit der Veranstaltung ist zumeist eine schöne, anregende die eigene Kreativität fördernde, nachdenkliche, aufwühlende, lustige, spannende und interessante. An diesen Ort kehrt man meist gerne zurück, er kann zur Ressource werden.
Head of AUDIOVERSUM, Innsbruck Abstract
„Lernen ist Erfahren, alles andere ist Information.“ Das AUDIOVERSUM folgt dieser Einsicht und ermöglicht Wissenschaft zum Anfassen.
Jugendliche und WissenschaftlerInnen hätten zahlreiche Anknüpfungspunkte, fänden sie rechtzeitig zueinander. Doch erst nach langen Schuljahren steht die Tür zur Forschung offen. Dann ist bei vielen jungen Erwachsenen die Neugier für Natur und Technik abgeebbt, der Hunger nach Antworten vergangen und andere Berufswege erscheinen attraktiver. Hier kommt MED-EL, Pionier auf dem Gebiet implantierbarer Hörlösungen, ins Spiel. Mit dem AUDIOVERSUM ScienceCenter hat das Unternehmen eine europaweit einzigartige Ausstellung initiiert, mit der es PädagogInnen dabei unterstützen will, den Forschergeist der Jungen und Mädchen zu wecken und zu fördern und zudem einmal andere Wege schulischen Unterrichts zu beschreiten. Die Jugendlichen vom Zuschauer zum Experimentator machen - dazu muss man zunächst deren Interesse wecken. Am besten anhand spektakulärer Phänomene. Die Hauptausstellung „Abenteuer Hören“ löst diesen Anspruch ein und zeigt mittels technologisch einzigartiger Exponate, wie es sich anfühlt, wenn das Gehör versagt, die Lieblingsmusik nur noch wie Geschrei in einer Blechbüchse klingt oder fröhliches Stimmengewirr auf einmal zu einem unverständlichen Kauderwelsch wird. So werden das Hörbewusstsein geschärft und insbesondere auch der Präventionsgedanke hervorgehoben. Ganz in ScienceCenter-Manier gelingt es dem AUDIOVERSUM, bei den SchülernInnen die Berührungsängste vor wissenschaftlichen Themen abzubauen und den spielerischen Zugang zu komplexen Themen zu ermöglichen. Neben verschiedenen Projektworkshops bei denen die Jugendlichen selbst messen und experimentieren können, bietet das ScienceCenter im Soundlabor seine laufenden Workshops an. Ziel ist es generell, spielerisch und interaktiv die Zuhörkompetenz der Kinder und Jugendlichen zu fördern. Die Programme richten sich an unterschiedliche Altersstufen, vom Volksschul- bis zum OberstufenschülerInnen.
Direktorin und Geschäftsleiterin, ZOOM Kindermuseum, Wien Abstract
Das ZOOM Kindermuseum wurde 1994 gegründet mit dem Ziel, Kindern einen niederschwelligen und lustvollen Zugang zur Institution Museum zu bieten. Kinder werden im ZOOM als kompetente Persönlichkeiten wahrgenommen, die sich Wissen auf altersadäquate Weise – bevorzugt im Spiel – selbst aneignen. Die Programme orientieren sich an den Interessen und Fähigkeiten der Kinder. Haben sich diese Interessen und Fähigkeiten in den letzten 20 Jahren verändert? Wie wirken sich die zunehmende ökonomische und soziale Ungleichheit und die demographischen Veränderungen auf die Bedürfnisse und Verhaltensweisen von Kindern aus? Und wie kann eine kulturelle Einrichtung, wie das ZOOM, darauf reagieren?
Universitätslehrerin, Institut für Musikpädagogik, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, sowie Anton Bruckner Privatuniversität Linz Abstract
Die nunmehr seit 2001 existierende interaktive Konzertserie für Drei- bis Fünfjährige (mittlerweile erweitert auf Sechsjährige) war beispielgebend für zahlreiche Konzerthäuser Europas. Kinder, Eltern, Musiker und Musikerinnen sind auf vielfältige Art und Weise in ein Format einbezogen, das von Triolino, einer moderierenden Fantasie- und Identifikationsfigur gemeinsam mit einem Team aus im musik- kunst- und bewegungspädagogischen Bereich Tätigen gestaltet wird.
Kulturvermittlerin, Abteilung Besucher-Kommunikation, Tiroler Landesmuseen, Innsbruck Abstract
Welche Rolle nimmt das Museum als Bildungsinstitution in der aktuellen Bildungsdebatte ein? Welche Kompetenzen können in der Vermittlungsarbeit im Museum gestärkt werden?
Die Präsentation gibt Einblick in die Vermittlungsinitiativen für die Zielgruppe der 6-18 jährigen.
Am Beispiel von zwei partizipativ angelegten Kunstvermittlungsprojekten wird aufgezeigt, wie Jugendliche im Museum gestaltend mitwirken können.
Autorin; Präsidentin, Österreichische Gesellschaft für Literatur, Wien Chair

Mag. Martina ADELSBERGER

Projektleiterin, Buchstart Wien sowie "Mehrsprachige Geschichtenzeit", Büchereien Wien

1991-1993 Studium der Germanistik, Publizistik und Kunstgeschichte, Salzburg
1993-1998 Fortsetzung und Absolvierung des Studiums, Wien
1998-1999 Freie wissenschaftliche Arbeiten, u.a. an der Publizistik, Wien
1999-2001 Arbeit an der Juristischen Fakultät, Wien
2002-2005 Arbeit bei Büchereien Wien als Kinderbibliothekarin
2008 Absolvierung der bibliothekarischen Ausbildung. Abschlussarbeit: Lesefrühförderung
seit 2005 Veranstaltungsorganisation für Kinder sowie Öffentlichkeitsarbeit bei Büchereien Wien
seit 2005 Arbeitsgebiete bei den Büchereien Wien: Projektleiterin von Buchstart Wien sowie der Mehrsprachigen Geschichtenzeit, Programmierung und Organisation der monatlichen Kinderveranstaltungen, Teil des Programmteams Lesofantenfest. Öffentlichkeitsarbeit mit Schwerpunkt Leseförderung und Angebote für Kinder

Dr. Christina BESTE

Head of AUDIOVERSUM, Innsbruck

1983-1985 Studienleiterin, Infratest/Gesundheitsforschung München
1985-1988 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Wissenschaftliches Institut der Ärzte Deutschlands (WIAD e.V.), Bonn
1988-1993 Studienleiterin, Infratest/Gesundheitsforschung München
1993-1995 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Wissenschaftliches Institut der Ärzte Deutschlands (WIAD e.V.), Bonn
1996-1996 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Haus der Bayerischen Geschichte, Augsburg und Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie Frauen und Gesundheit, München
1997-1997 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Haus der Bayerischen Geschichte, Augsburg
1997-1998 Projektleiterin, Schweizerisches Landesmuseum Zürich
1998-2003 Leiterin Unternehmenskommunikation, Organon Pharma/Nourypharma GmbH, Oberschleißheim, heute MSD GmbH
2004-2008 Leiterin Projektmanagement, Agentur medialog Gesellschaft für Kommunikation und Marketing mbH, Marburg
2008-2011 Geschäftsführerin, Forum Gutes Hören GmbH, München
2011-2012 Head of Awareness and Communication Management, MED-EL
seit 2013 Head of AUDIOVERSUM, MED-EL

Dr. Elisabeth MENASSE-WIESBAUER

Direktorin und Geschäftsleiterin, ZOOM Kindermuseum, Wien

1973-1981 Studium der Geschichte, Psychologie und Philosophie, Universität Salzburg und Wien
1981-1985 Forschungs- und Lehrtätigkeit in den Bereichen Geschichte der Kindheit und Wissenschaftsgeschichte
1985-2003 Referentin, Bundesminsterium für Wissenschaft und Forschung
1995-2001 Organisation des Forschungsschwerpunktes "Fremdenfeindlichkeit", Wissenschaftsministerium
2003-2011 Vorstandsmitglied, Europäische Kindermuseumsvereinigung "Hands on Europe"
seit 2003 Direktorin, ZOOM Kindermuseum

Mag. Michaela ULM

Universitätslehrerin, Institut für Musikpädagogik, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, sowie Anton Bruckner Privatuniversität Linz

1982-1987 Gitarrenstudium, Brucknerkonservatorium Linz
1986-1989 Lehrerin, Musikschule Stadl Paura/Lambach
1987 staatliche Lehrbefähigung für Gitarre
2000-2007 Entwicklungsarbeit und Mitgestaltung, Jeunesse-Kinderkonzertzyklus Triolino für drei bis fünfjährige Kinder und deren Eltern
2008 Mitbegründerin, EMP-A (Elementare Musikpädagogik - Arbeitsgemeinschaft. Ausbildungsstätten. Austria)
2014 Master of Arts, Musikvermittlung- Musik im Kontext, Anton Bruckner Privatuniversität Linz
seit 1988 Lehrbeauftragte, später Vertragslehrerin für Elementare Musikpädagogik am Institut für Musikpädagogik der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
seit 1992 Gitarrenlehrerin, Anton Bruckner Privatuniversität Linz

Mag. Katharina WALTER

Kulturvermittlerin, Abteilung Besucher-Kommunikation, Tiroler Landesmuseen, Innsbruck

1989-1995 Studium Geschichte und Italienisch (Lehramt), Universität Innsbruck und Università degli Studi di Trento, Italien
1996-1998 Kuratorin für Kommunikation im Museums- und Ausstellungswesen (mit Diplom am Institut für Kulturwissenschaften, Wien)
1996-2001 Freie Kulturvermittlerin, Lehrtätigkeit in der Erwachsenenbildung und Fremdsprachenassistentin in Verona, Italien
2001-2008 Leitung der Abteilung Besucher-Kommunikation der Tiroler Landesmuseen
seit 2008 Verantwortliche für die Zielgruppe Schulen und Schulprojekte in den Schausammlungen und Ausstellungen der Tiroler Landesmuseen (Abteilung Besucher-Kommunikation)

Prof. Marianne GRUBER

Autorin; Präsidentin, Österreichische Gesellschaft für Literatur, Wien

 Humanistisches Gymnasium, nebenbei Klavierunterricht am Konservatorium der Stadt Wien (Klasse Prof. Karger)
 mehrere Semester Medizin, Psychologie (V. Frankl)
1990-1993 Herausgeberin der Zeitschrift "Podium"
1994-2014 Präsidentin, Österreichische Gesellschaft für Literatur
seit 2014 Ehrenpräsidentin, Österreichische Gesellschaft für Literatur

Kultur und Wirtschaft 2014

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