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Re:Think | Wohn.Bau. Politik (Credit: Philipp Naderer)

Re:think | Wohn.Bau.Politik.

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Mehr als 60 Stakeholder aus dem Wohnbausektor diskutierten am 6. und 7. März 2014 in der Seestadt Aspern neue Projekte und Initiativen, um das österreichische Wohnbausystem auf nachhaltige Beine zu stellen. Die Ergebnisse fließen in die diesjährigen Alpbacher Baukulturgespräche ein.

Dieser Kurzbericht bietet ein paar Eindrücke vom Innovationslabor:

 

Das Dilemma der österreichischen Wohnbaupolitik zeigt sich in vielen Punkten. Mieten steigen, Baukosten explodieren und Wohnbaufördergelder landen in den falschen Töpfen. Architekten und Bauträger ersticken an der Fülle gesetzlicher Regelungen, die Bürger müssen für ihr Dach über dem Kopf immer tiefer in die Tasche greifen. Bei einkommensschwachen Menschen ist der Leidensdruck besonders groß. Die Politik hat eine Reform des Wohnrechts angekündigt, passiert ist seitdem noch nichts. Die Situation scheint verfahren, gleichzeitig dreht sich die Preisspirale munter weiter.

Das Europäische Forum Alpbach versucht, in der österreichischen Wohnbaupolitik den Stein ins Rollen zu bringen. Den Auftakt bildete das gemeinsam mit der wvg Bauträger GmbH organisierte Innovationslabor „Re:think | Wohn.Bau.Politik.“ am 5. und 6. März 2014 in der Seestadt Aspern. Mehr als 60 EntscheidungsträgerInnen aus allen Disziplinen der Wohnbaukultur, darunter Architekten, Bauträger, Politiker und Forscher, zerbrachen sich ihre Köpfe darüber, wie sich der Knoten in der Wohnbaupolitik lösen lässt. Sie setzten beim Innovationslabor mehrere Projekte und Kooperationen in Gang, um wieder Schwung in die heimische Wohnbaukultur zu bringen.

„Viele ärgern sich über den Status quo der Wohnbaupolitik. Wir haben jene Menschen aus der Branche eingeladen, die Probleme lösen wollen. So bereiten wir mit dem Innovationslabor den Boden, auf dem neue Initiativen wachsen können.“, zeigt sich Franz Fischler, Präsident des Europäischen Forums Alpbach, vom Output des Innovationslabors begeistert.

Die Aktivitäten, an denen die TeilnehmerInnen auch nach der Veranstaltung weiterarbeiten, reichen von einem Wohnkulturbericht, einem Bundesgesetz-Initiativantrag bis hin zu einem neuen Evaluierungsmodell zur sozialen Durchmischung. Ziel aller Initiativen ist es, mehr leistbaren Wohnraum zu schaffen. Bei den Baukulturgesprächen am 28. und 29. August 2014 in Alpbach laufen die Fäden aller Projekte wieder zusammen und erste Fortschritte werden der Öffentlichkeit präsentiert.

Wenn Sie Interesse an den Projekten haben oder am Diskussionsprozess teilnehmen wollen, nehmen Sie bitte mit dem Europäischen Forum Alpbach Kontakt auf.

Re:Think | Wohn.Bau.Politik (Foto: Philipp Naderer)

Re:Think | Wohn.Bau.Politik (Foto: Philipp Naderer)

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Re:Think | Wohn.Bau. Politik (Credit: Luiza Puiu)