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01: The Value Chains of the Future

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Hauptschule
Breakout / Working Group
german language

At the core of this working group will be deliberations concerning a sustainable value chain, strengthening Europe’s competitiveness and extending it globally. But what will the value chain look like in the future? What are the decisive challenges and opportunities? How to optimize it from the enterprises’ point of view? How to use the information system for this? How to consider trends, e.g. digital integration, networks and flexible structures? We will discuss these questions with players from the economic scene as well as young high potentials.

Speakers

Chief Executive Officer, Infineon Technologies Austria AG, Villach Introduction
PhD Candidate, Institute of Enterprise-wide Software Systems, FernUniversität in Hagen Abstract
Die IT durchdringt stetig und unaufhörlich unseren Alltag. Der Zugang zu diesem „Medium“ ist für die Jugend von heute bereits ein gewohnter Teil des Lebens. Die Vernetzung unseres Seins passiert aber nicht einfach nur so, sondern sie wird getrieben, und zwar nicht unwesentlich durch die Jugend, die dieses Medium ständig verwendet. Aber sie verwendet sie nicht nur. Am Beispiel des Smartphones lässt sich beobachten, dass der Griff zum Mobiltelefon schon dermaßen in Fleisch und Blut übergegangen ist, dass es keinerlei Denkanstrengung mehr benötigt, das Gerät zu operieren. Der hier entstehende Freiraum, das Gehirn mit weiterführenden Aktionen zu beschäftigen, die über das schlichte Bedienen eines Gerätes hinausführen, schafft jenes Potential, das es uns erlaubt, Dinge weiterzuentwickeln. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Verständnis für die dahinterliegenden Zusammenhänge geschaffen wurde, was im Allgemeinen als Bildung bezeichnet werden kann.
Europa hat nur einen großen Rohstoff und das sind die Gehirne der Menschen. Die Chancen für die Jugend Europas sind vital mit deren Bildung verbunden, die es ihnen ermöglicht das vorhandene Potential auszunutzen, um positiv zur Wertschöpfungskette beitragen zu können.
Stagniert das Bildungsniveau, so sinken die Chancen für Jugend.
Doch um sich ausbilden zu lassen, ist Interesse seitens der Jugend notwendig. Mit dem Interesse für eine Sache beginnen das Engagement und die Lernwilligkeit und die Jugend bekommt die Chance Perspektiven zu sehen und gar welche zu schaffen. Leider erleben wir täglich, dass es genau an diesem Engagement mangelt.
„Diese verwöhnte Jugend von heute. Keiner arbeitet mehr was.“ hört man ältere Generationen gerne in den öffentlichen Verkehrsmitteln schimpfen. Zugegebenermaßen bin ich selbst oft schockiert, was ich in meiner Generation teilweise an Ignoranz, Belanglosigkeiten und Werten vorfinde. Doch stellt sich mir dann die Frage: Wer ist eigentlich Verantwortlich für die Zukunft der Jugend? Wer muss die Jugend formen und ihnen die Plattform bieten, um zukünftig ihr Potential in der Gesellschaft einbringen zu können?
Die Verantwortung dafür und vor allem das Wecken von Interesse an einer Sache liegen meiner Meinung nach ganz klar nicht bei der Jugend alleine. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Sie beginnt im engsten familiären Umfeld und geht über den Unterricht in der Schule, über die Ausbildung an der Universität, bis hin zur hohen Politik.
Die Jugend hat einen großen Vorteil: Sie ist noch nicht betriebsblind. Sie kann und muss daher ihre Unabhängigkeit, Flexibilität und ihr kreatives Potential einbringen, um Innovation voranzutreiben. „Dinge anders tun“ und „Veränderungen schnell umsetzen“ sind Fähigkeiten der Jugend, die vital sind, um in der rasanten Jetzt-Zeit und der vermutlich noch schnelleren Zukunft, die Wertschöpfungskette nachhaltig zu stützen, zu stabilisieren und schließlich auszubauen.
Corporate Vice President, Corporate Supply Chain, Infineon Technologies AG, Neubiberg Abstract
Ein Industriebeispiel - Die Supply Chain von Infineon

Um die Frage vorneweg klar zu beantworten: Natürlich brauchen Schlüsseltechnologien Wertschöpfungsketten - aber nicht nur das, sie brauchen globale Wertschöpfungsnetzwerke!
Die Infineon Wertschöpfungskette hat sich in den letzten 30 Jahren von der Entwicklung und Produktion fast aller Technologien und Produkte an einem Standort zu einem weltweiten Entwicklungs-, Produktions- und Logistik-Netzwerk entwickelt. Um dieses Netzwerk zu steuern, braucht es die entsprechende Architektur, also die Prozesse, die IT und gut ausgebildete und erfahrene Mitarbeiter. Nur so ermöglicht die globale Arbeitsteilung bei Entwicklung, Produktion und Lieferung ein nachhaltiges Wirtschaften.
„Der Kampf um Talente“ erzwingt heute eine flexible, globale Ausrichtung von Arbeitsinhalten nach der Verfügbarkeit von Arbeitskräften; so entstehen Entwicklungszentren und Produktionsstandorte natürlich in der Nähe von geeigneten Ausbildungsstätten wie z.B. Universitäten.
Die Beschaffung, mit Zulieferern überall auf der Welt und hauptsächlich in Asien ansässigen Fremdfertigern, erfordert ein globales Lieferantennetzwerk.
Auch unsere Kunden haben ihre Werke auf dem ganzen Erdball. Wir unterstützen sie mit „Customer Logistics Manager-Pools“ (den Kundeninterfaces) in der jeweiligen Zeitzone in Europa, Asien und Nordamerika vom Erstellen des ersten Vertrags bis zur Lieferung; und zwar in der jeweiligen Landessprache und unter Berücksichtigung der kulturellen Besonderheiten. D.h. sowohl die Kundeninterfaces mit der gesamten Auftragsabwicklung und den 3 globalen Verteilzentren sind weltweit verteilt.
Alleine die Krisen der letzten Jahre bestätigen die Notwendigkeit einer globalen Risikoverteilung: die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull im Jahr 2010 hat den gesamten europäischen Flugverkehr lahmgelegt; die Japan-Krise nach dem Tsunami und der Nuklearkatastrophe von Fukushima führte in 2012 zu Lieferausfällen japanischer Zulieferer; die Flut in Thailand in 2011 hat zu Lieferengpässen bei Computerteilen geführt - eine robuste Supply Chain erfordert ein globales Wertschöpungsnetzwerk mit hinreichender Flexibilität, um solche Krisen abzupuffern.
Ein wesentlicher Treiber für die Optimierung der Supply Chain ist Innovation. Deshalb haben wir uns ein internationales Netzwerk aus Wissenschafts-, Forschungs- und Ausbildungsstätten aufgebaut. Wir arbeiten sehr eng z.B. mit Universitäten in Singapur, Japan, den USA und Irland zusammen. Sowohl die EU als auch nationale Entwicklungsorganisationen, wie das EDB (Economic Development Board of Singapore) und das IDA (Irish Development Agency), haben das Potential der Supply Chain entdeckt und fördern Programme, in denen die nachhaltige Verbesserung der gesamten Lieferkette erforscht, analysiert und umgesetzt wird.
Zum nachhaltigen Wirtschaften: Die CO2 Bilanz von Infineon ist überaus positiv: Im Lebenszyklus unserer Produkte wird durch ihre Anwendung vierzehnmal mehr CO2 eingespart, als bei ihrer Herstellung verursacht wird.
All diese Aspekte zeigen: Infineon verfolgt einen ganzheitlichen Supply Chain Ansatz: vom Lieferanten des Lieferanten zum Kunden des Kunden - von rein operativen Themen bis hin zur strategischen Ausrichtung der Supply Chain und des Produktionsnetzwerkes.

Um es auf den Punkt zu bringen: Schlüsseltechnologien brauchen Wertschöpfungsketten - vielmehr jedoch globale Wertschöpfungsnetzwerke. Es geht nicht darum, jeden Knoten des Netzwerkes unter seiner Kontrolle zu haben - entscheidend ist das Know-how zum optimierten Führen dieser hochkomplexen Netzwerke … und da liegt die Chance für Europa.
Austrian Trade Commissioner, Austrian Trade Commission New York, Austrian Federal Economic Chamber, New York Abstract
Der Niedergang des industriell gewerblichen Sektors in den USA ist seit Jahrzehnten ein gespenstischer Eckpunkt in der Diskussion globaler Wertschöpfungsketten. Seit den 70er-Jahren sind fast ein Drittel der Arbeitsplätze in US-Fabriken verschwunden, obwohl dank massiver Produktivitätszuwächse allein in der Dekade vor der Krise die Produktionsleistung um ein Drittel zulegte.

Heute verdichten sich - nach einem zyklischen Aufschwung - die mit soliden Wirtschaftsdaten unterfütterte Anzeichen für eine nachhaltige Renaissance des US-Produktionssektors. Während sich bei Löhnen- und Energiepreisen die Faktorkostensituation massiv zu Gunsten Amerikas verschiebt, bleiben klassische Standortvorteile der USA wie vor allem ein überproportionaler Anteil am Weltbestand an wissenschaftlich technischer Intelligenz erhalten.

Christian Kesberg’s Beitrag skizziert die Fundamente einer beginnenden Reindustrialisierung der USA und diskutiert dabei die Auswirkungen von US-originären Technologieschüben unter anderem bei bei Automatisierungstechnik, artificial intelligence, 3D Printing und Nanotechnologie auf Amerika’s zukünftige Position im globalen Wettbewerb.

Gleichzeit beleuchtet sein Beitrag die in den USA beginnende akademische Auseinandersetzung mit den massiven Herausforderungen, die ein nach wie vor stark fragmentierter und in kritischen Teilbereichen ausgehöhlter Produktionssektor in einer globalen Wissens- und Innovationsökonomie zu bestehen hat.
Student, Institute of Computer Aided Automation; Participant in the TUtheTOP Program, Vienna University of Technology, Vienna Abstract
Die IT durchdringt stetig und unaufhörlich unseren Alltag. Der Zugang zu diesem „Medium“ ist für die Jugend von heute bereits ein gewohnter Teil des Lebens. Die Vernetzung unseres Seins passiert aber nicht einfach nur so, sondern sie wird getrieben, und zwar nicht unwesentlich durch die Jugend, die dieses Medium ständig verwendet. Aber sie verwendet sie nicht nur. Am Beispiel des Smartphones lässt sich beobachten, dass der Griff zum Mobiltelefon schon dermaßen in Fleisch und Blut übergegangen ist, dass es keinerlei Denkanstrengung mehr benötigt, das Gerät zu operieren. Der hier entstehende Freiraum, das Gehirn mit weiterführenden Aktionen zu beschäftigen, die über das schlichte Bedienen eines Gerätes hinausführen, schafft jenes Potential, das es uns erlaubt, Dinge weiterzuentwickeln. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Verständnis für die dahinterliegenden Zusammenhänge geschaffen wurde, was im Allgemeinen als Bildung bezeichnet werden kann.
Europa hat nur einen großen Rohstoff und das sind die Gehirne der Menschen. Die Chancen für die Jugend Europas sind vital mit deren Bildung verbunden, die es ihnen ermöglicht das vorhandene Potential auszunutzen, um positiv zur Wertschöpfungskette beitragen zu können.
Stagniert das Bildungsniveau, so sinken die Chancen für Jugend.
Doch um sich ausbilden zu lassen, ist Interesse seitens der Jugend notwendig. Mit dem Interesse für eine Sache beginnen das Engagement und die Lernwilligkeit und die Jugend bekommt die Chance Perspektiven zu sehen und gar welche zu schaffen. Leider erleben wir täglich, dass es genau an diesem Engagement mangelt.
„Diese verwöhnte Jugend von heute. Keiner arbeitet mehr was.“ hört man ältere Generationen gerne in den öffentlichen Verkehrsmitteln schimpfen. Zugegebenermaßen bin ich selbst oft schockiert, was ich in meiner Generation teilweise an Ignoranz, Belanglosigkeiten und Werten vorfinde. Doch stellt sich mir dann die Frage: Wer ist eigentlich Verantwortlich für die Zukunft der Jugend? Wer muss die Jugend formen und ihnen die Plattform bieten, um zukünftig ihr Potential in der Gesellschaft einbringen zu können?
Die Verantwortung dafür und vor allem das Wecken von Interesse an einer Sache liegen meiner Meinung nach ganz klar nicht bei der Jugend alleine. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Sie beginnt im engsten familiären Umfeld und geht über den Unterricht in der Schule, über die Ausbildung an der Universität, bis hin zur hohen Politik.
Die Jugend hat einen großen Vorteil: Sie ist noch nicht betriebsblind. Sie kann und muss daher ihre Unabhängigkeit, Flexibilität und ihr kreatives Potential einbringen, um Innovation voranzutreiben. „Dinge anders tun“ und „Veränderungen schnell umsetzen“ sind Fähigkeiten der Jugend, die vital sind, um in der rasanten Jetzt-Zeit und der vermutlich noch schnelleren Zukunft, die Wertschöpfungskette nachhaltig zu stützen, zu stabilisieren und schließlich auszubauen.
Member of Executive Board, Frequentis AG, Vienna Abstract
Was sind Wertschöpfungsnetzwerke und wie entstehen sie? „Ein Wertschöpfungsnetzwerk ist eine hybride Organisationsform, in der rechtlich selbständige Unternehmen aus aufeinander folgenden Stufen der Wertschöpfungskette miteinander kooperieren. Der Leistungs- und Güterstrom erfolgt entlang der Wertschöpfungskette.“

Kaum ein Unternehmen kann heute alle Stufen der Wertschöpfungskette abdecken. Spezialisierung einzelner Unternehmen, Expansion in den internationalen Markt und rechtliche sowie wirtschaftliche Rahmenbedingungen zwingen förmlich zur Kooperation mit anderen Unternehmen. Speziell bei der Implementierung komplexer Projekte reicht dabei eine Abfolge einzelner Schritte entlang einer linearen Wertschöpfungskette nicht mehr aus; hier bedarf es einer vielfach vernetzten und ineinander verzahnten parallelen Abwicklung mehrerer Subprojekte.

Als Global Player in dezidierten Nischenmärkten setzten wir uns bei Frequentis schon frühzeitig mit diesen Mechanismen auseinander. Gerade die internationale Tätigkeit in Nischen bedingt ein funktionierendes Netzwerk, da es für ein mittelständisches Unternehmen unmöglich ist, alle Leistungen an jedem Ort der Welt selbst zu erbringen.

Was sind nun die Haupttreiber für die Einbeziehung Dritter zur Erfüllung eines Auftrages? Die offensichtlichen Partnerschaften ergeben sich aus den Zulieferern für die Erstellung des eigenen Produktes. Qualität, Preis und Lieferzeiten spielen hier natürlich die stärkste Rolle bei der Auswahl; dazu kommen rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen wie Exportvorschriften, Zölle und Vorgaben zur lokalen Wertschöpfung. Zusätzlich entstehen notwendige Partnerschaften in größeren Projekten durch Konsortien oder mit Integratoren, die große Gesamtvorhaben implementieren.

Betrachtet man über die Herstellung eines Produktes hinaus auch alle zur Implementierung eines Projektes notwendige Leistungen, so entsteht das Netzwerk - geografisch und fachlich. In vielen Fällen sind zur Akquisition und Betreuung eines Projektes lokale Konsulenten eingesetzt, internationale und lokale Anwälte unterstützen die Vertragsgestaltung. Lokale Spezialisten übernehmen Installationen und Wartungstätigkeiten. Dokumentationen mit Übersetzungen und teilweise auch Trainingsaufgaben werden an internationale Spezialisten ausgelagert, die sich wieder lokaler Ressourcen bedienen. Diese Liste lässt sich beliebig erweitern.

Lieferanten eines Großprojektes „teilen“ sich oft denselben Dienstleister für diverse Tätigkeiten. Firmen, die in anderen Konstellationen in Konkurrenz auftreten, bilden lokale oder temporäre Partnerschaften. Die Kunst liegt darin, die unterschiedlichen Unternehmen mit ihren unterschiedlichen Interessen und unterschiedlichen Kulturen geeignet zu kombinieren.

FAZIT:
"Internationale Wertschöpfungsnetzwerke sind "Pflicht", die Kür ist, es richtig zu machen."
Counselor and Head, Science and Technology Section, Austrian Embassy Beijing Abstract
China gewinnt zunehmend an Bedeutung in der Weltwirtschaft und im internationalen Handel und damit auch in der globalen Wertschöpfungskette. Auch Chinas Rolle in Innovation und Entwicklung wird immer maßgeblicher. Nach 1820 mit einem Anteil von 1/3 an der Weltwirtschaft folgten 150 Jahre, in denen China aufgrund von äußeren Einflüssen und gewaltigen inneren Umbrüchen seine weltwirtschaftliche Bedeutung verlor, bis China durch Deng Xiaopings Modernisierungskurs ab 1978 einen neuen Weg einschlug. 2012 liegt Chinas Anteil am weltweiten BIP wieder bei 15 %. Damit ist China auch ein immer wichtigerer Player in Supply und Costumer Chains der globalisierten Weltwirtschaft. Viele Industrien, darunter z.B. die Herstellung von Elektronik-Produkten, die seltene Erden benötigen, hängen von China ab.
Mit fortschreitendem Wirtschaftswachstum und sich ändernden Standort- und Weltwirtschaftsbedingungen steht China vor der Herausforderung, sich von einem Schwellenland zu einem Industrieland zu entwickeln. Wird China diese Schwelle überschreiten können? Was wird dies für China und die Welt bedeuten? Wie wird sich Chinas Binnenmarkt entwicklen? Gelingt es, das Land mit dem vorherrschenden Ausbildungs- und Gesellschaftssystem innovativer zu machen? Wird das Umweltthema China dominieren und auch andere asiatische Länder beeinflussen? Welche Auswirkungen hat dies auf die Global Supply Chain? Wie werden sich Kosten entwickeln? Und wie sieht sich China selbst als internationaler Player?
Professor for Enterprise-wide Software Systems, Department of Mathematics and Computer Science, University of Hagen Abstract
Die Wertschöpfungskette der Zukunft wird dadurch gekennzeichnet sein, dass eine starke Individualisierung der Produkte unter den Bedingungen einer hochflexiblen Produktion, nach Möglichkeit in Großserien, anzutreffen ist. Geschäftspartner und Kunden werden in die Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse der Unternehmen in starkem Maße integriert. Die Unternehmen sind daran interessiert, Produkte mit hochwertigen Dienstleistungen zu koppeln.

Die zukünftige Wertschöpfungskette wird vielgestaltig sein. Es wird Unternehmen geben, die einen Großteil ihrer Produktentwicklungs- und Herstellungsaktivitäten an ein Netzwerk hoch spezialisierter Lieferanten abgeben. Das Unternehmen wird dann als Integrator tätig, das die Produktentwicklung, Marketing, Produktion und Logistik über Unternehmensgrenzen hinweg steuert. Für jede Aktivität gibt es verschiedene Anbieter, die sich in Qualität, Kosten, Termintreue, Verfügbarkeit usw. unterscheiden. Neben dieser extremen Form wird es aber weiterhin Unternehmen geben, die ihr Kerngeschäft wie Produktentwicklung und Produktion überwiegend selber betreiben bzw. eine hybride Form zwischen Eigenfertigung und Outsourcing betreiben. Außerdem werden Netzwerke gleichberechtigter Unternehmen existieren, sogenannte virtuelle Unternehmen, die gemeinsam an der Erfüllung von Aufträgen arbeiten.
In Zukunft wird die unternehmensübergreifende, IT-gestützte Koordination der Aktivitäten in der Wertschöpfungskette eine große Rolle spielen. Bestimmte Unternehmen werden als Orchestrator auftreten und geeignete Lieferanten zur Erfüllung eines bestimmten Auftrags auswählen. Dabei sind aus Sicht des Orchestrators Zielsetzungen wie hohe Qualität, niedrige Kosten und hohe Termintreue zu verfolgen. Gleichzeitig sind Restriktionen wie Verfügbarkeit der Lieferanten oder Termine zu beachten. Mit den möglichen Risiken und der Unsicherheit, die sich aus dem dezentralen Ansatz ergeben, ist geeignet umzugehen. Viele Planungs- und Steuerungsverfahren und entsprechende Softwarelösungen im Rahmen des derzeitigen Lieferkettenmanagements nehmen an, dass lediglich eine zentrale Instanz in der Lieferkette existiert und dass die Daten für die Planung deterministisch sind. Zukünftige Planungsverfahren haben den Orchestrierungsprozess zu unterstützen. Gleichzeitig müssen Planungsverfahren der Zukunft die Unsicherheit in den Produktionsnetzwerken antizipieren. Umplanungsprozesse werden bedeutsamer als bisher sein, um mit der größeren Unsicherheit umgehen zu können.

Es wird erwartet, dass intelligente Maschinen entstehen, in denen die leistungserstellenden Maschinen mit den IT-Systemen des operativen Lenkungssystems verschmelzen. In Folge des erhöhten Automatisierungsgrades wird sich die Rolle des Menschen als Entscheider in den Lenkungsprozessen verändern. Zukünftige IT-Systeme werden service-orientiert sein, aber ein neues Architekturmodell für die Produktion erscheint notwendig. Die unterschiedlichen Ziele der Akteure in einer Wertschöpfungskette der Zukunft sind in die IT-Systeme einzubetten. In zukünftigen IT-Systemen werden wesentlich mehr Daten als heute zur Verfügung stehen, da Sensoren zur Beobachtung der physischen Objekte im Rahmen des „Internets der Dinge“ zur Verfügung stehen. Der Austausch von Produktdaten wie im EPCglobal Network sowie von Daten zum Status des Herstellungsprozesses muss umfassend und schnell möglich sein. Das setzt eine entsprechende Kommunikation in IT-Systemen der Zukunft voraus, die eine einheitliche Beschreibung des Produktionsvorganges über die gesamte Wertschöpfungskette erfordert. Eine solche „Weltsprache“ der Fertigung erscheint nur möglich, wenn Standardisierungsanstrengungen in Produktion und Logistik erfolgen. Gleichzeitig werden Fragen des Datenschutzes an Bedeutung gewinnen. Neue Betriebsformen für IT-Systeme wie das Cloud-Computing werden sich durchsetzen. Die Möglichkeiten der Parallelverarbeitung müssen und werden wesentlich umfassender als heute genutzt werden.
Editor Science, Die Presse, Vienna Chair
Head, Innovation Management, Infineon Technologies Austria AG, Villach Coordination

DI Dr. MBA Sabine HERLITSCHKA

Chief Executive Officer, Infineon Technologies Austria AG, Villach

1990 Forscherin, Dissertantin und Post Doctoral Research bei Immuno AG
1996 Referatsleiterin und stv. Direktorin des BIT-Büros für Internationale Forschungs- und Technologiekooperation
2003 Praktika bei der U.S. National Science Foundation, American Association for the Advancement of Science und Kooperation mit dem Wissenschaftsberater im U.S. Department of State, Washington DC
2003 Vizerektorin für Forschungsmanagement und Internationale Kooperationen an der Medizinischen Universität Graz
2006 Bereichsleiterin Europäische und Internationale Programme der FFG - Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft, Wien
2010 Fulbright Scholar an der George Washington University und Johns Hopkins University/School of Advanced International Studies, Washington DC
2011 Vorstandsmitglied der Infineon Technologies Austria AG
seit 2012 Vorstand für Technik und Innovation der Infineon Technologies Austria AG
seit 2014 Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG

Lisa Marie FORSTNER

PhD Candidate, Institute of Enterprise-wide Software Systems, FernUniversität in Hagen

 Education:
2004 Allgemeine Hochschulreife, Max-Planck-Gymnasium Böblingen
2005-2005 Regional Sciences of Latin America, University of Cologne
2005-2010 Production Engineering and Information Technology, Integrated master course at the Munich University of Applied Sciences, Degrees: Diplôme d Ingénieur EPF and Master of Engineering, Ecole Politechnique Feminine, Paris
 
 Work Experience:
since 2010 PhD at the Institute of Enterprise-wide Software Systems at the FernUniversität Hagen in Cooperation with Infineon Technologies AG
since 2010 Supply Chain Innovation (IFAG-OP-CSC-BS-IN), Infineon Technologies AG, Munich
2010-2010 Master s Thesis in the Logistics Division, Title: Analysis of factors impacting the inventory and the creation of improvement strategies, Bosch Automotive Thailand
2009-2009 Working Student in the Networking Technology Department, BMW AG, Munich
2008-2008 Internship in the System Test Department, Magellan Navigation Inc., Carquefou
2006-2007 Internship in the Networking Technology Department, BMW AG, Munich
2005-2005 Internship in the Field of Metal Treatment, LEWA GmbH, Leonberg
2005 Internship in the Field of Electronics, Berger Elektronik GmbH, Sindelfingen
2000-2000 Holiday Job in the Car Production, Daimler AG, Sindelfingen

Dipl.-Ing. Dr. Kurt GRUBER

Corporate Vice President, Corporate Supply Chain, Infineon Technologies AG, Neubiberg

 With almost 30 years of semiconductor experience Kurt Gruber currently heads Infineon's Corporate Supply Chain. His department is responsible for global demand fulfillment and logistics operations for all Infineon accounts. His international team manages the internal and external production networks and drives the development of Infineon's supply chain and production strategies. Dr. Gruber also headed several departments within Infineon, including the "Center of Excellence" and held a position in "Strategic Production Management". Dr. Gruber received his PhD in Mathematics at the University of Technology Graz, Austria.

Dr. Christian KESBERG

Austrian Trade Commissioner, Austrian Trade Commission New York, Austrian Federal Economic Chamber, New York

1984-1988 Stv. Österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Kuwait, Kuwait City
1988-1991 Stv. Österreichischer Wirtschaftsdelegierter in den USA, Los Angeles
1991-1994 Stv. Österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Japan, Tokyo
1995-2002 Österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Südkorea, Seoul
2002-2006 Stv. Abteilungsleiter der Aussenwirtschaft Austria, Wien
seit 2006 Österreichischer Wirtschaftsdelegierter für die USA, New York

B.Sc. Markus KLEIN

Student, Institute of Computer Aided Automation; Participant in the TUtheTOP Program, Vienna University of Technology, Vienna

2006 Matura an der HTL Leonding (EDV & Organisation)
2006 IT-Administration für Siemens VAI in Saudi Arabien
2011 Bachelorabschluss Technische Informatik (TI) an der TU Wien
2011 Auslandssemester - University of Illinois, Urbana-Champaign, Illinois
2013 Geplanter Abschluss des Masterstudiums (TI)
2012-2013 Projektassistent am Institut für Computer Aided Automation, TU Wien

DI Hermann MATTANOVICH

Member of Executive Board, Frequentis AG, Vienna

  Technical Consultant for companies like Philips, Elin, VOEST and Frequentis
1985- 1988 Lecturer at the Technical University in Vienna
1988 Co-foundation of PDTS, a software development company based in Vienna; up to now managing director
2005-2010 CEO of 3T Communications AG, a company developing radio solutions for the private mobile radio market (TETRA)
since 2009 Member of the Executive Board at Frequentis AG; responsible for Research & Development and Engineering

Mag.a. Birgit MURR

Counselor and Head, Science and Technology Section, Austrian Embassy Beijing

 since1988 Austrian Economic Chamber
1983-1988 Master of Law, University of Innsbruck
1989-1992 Austrian Embassy Beijing, Commercial Attaché
1992-1995 Austrian Embassy Athens, Commercial Attaché
1995-1998 Austrian Embassy Berlin, Commercial Attaché
1999-2001 Austrian Economic Chamber Vienna, Communication and Customer Coordination
2001-2008 Austrian Consulate General Shanghai, Commercial Counsellor
2009-2011 EXPO 2010 Shanghai, Vice Commissioner General,Project Manager for Austria
since 2012 Science and Technology Section of the Austrian Embassy Beijing, Counsellor and Head of Section

Dr. Lars MÖNCH

Professor for Enterprise-wide Software Systems, Department of Mathematics and Computer Science, University of Hagen

1988-1994 Studium der Mathematik und Informatik an den Universitäten Szeged/Ungarn und Göttingen
1994 Abschluss Dipl.-Math.
1996 Promotion in angewandter Mathematik, Universität Göttingen
1997-1999 Tätigkeit als Softwareentwickler, Softlab GmbH, München
1999-2006 Wissenschaftlicher Assistent und Oberassistent, Technische Universität Ilmenau (2005 Habilitation in Wirtschaftsinformatik)
seit 2006 Universitätsprofessor und Lehrstuhlinhaber Fern Universität in Hagen

DI Martin KUGLER

Editor Science, Die Presse, Vienna

1978-1986 Bundesgymnasium und Realgymnasium Zwettl
1986-1992 Universität für Bodenkultur, Wien
1992-1999 Betriebs-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Wien
1998-2000 Freier Mitarbeiter, Die Presse, Wien
2000-2008 Wirtschafts- und Wissenschaftsredakteur, Die Presse, Wien
seit 2008 Leiter der Forschungsbeilagen, Die Presse, Wien

Dipl.Ing. Günther WELLENZOHN

Head, Innovation Management, Infineon Technologies Austria AG, Villach

 Studium der technischen Physik an der Technischen Universität Graz
 Diplomarbeit im Siemens Halbleiterwerk in Villach
  Projektleiter, Abteilungsleiter, Infineon
1992-2001 Div. Funktionen im Engineering-Bereich, Siemens Halbleiter
2002-2004 Qualitätsleiter, Geschäftsbereich Keramische Bauelemente, EPCOS, Deutschlandsberg
2004-2010 Leitung Entwicklung für neue Verfahren, Infineon, Regensburg und Villach
seit 2010 Innovationsmanager, Infineon Austria

Technology Forum

show timetable

22.08.2013

10:00 - 12:30Technology Brunch hosted by Standortagentur TirolPartner
13:00 - 13:10Opening of the Alpbach Technology Forum 2013Plenary
13:10 - 13:45Innovation and PolicyPlenary
13:45 - 15:15Future Innovation - International PerspectivesPlenary
15:40 - 16:40Graphene - A Great Hope of Future Technologies?Plenary
16:40 - 18:00From Research to Economic SuccessPlenary
20:00 - 21:45Our Place in the UniversePlenary
21:45 - 00:00Career Lounge hosted by the Organisers and Siemens AG ÖsterreichSocial
21:45 - 00:00Evening Reception hosted by Forschung AustriaSocial

23.08.2013

08:30 - 15:00Working Group 05: The Potential of the Alps: Focus Sustainable Use of ResourcesBreakout
09:00 - 18:00Junior Alpbach - Science and Technology for Young PeopleBreakout
09:00 - 15:00Special Event: RTI Internationalization in Austria - Strategic RecommendationsBreakout
09:00 - 15:00Working Group 01: The Value Chains of the FutureBreakout
09:00 - 15:00Working Group 02: To Develop the Future - Tomorrow's Innovation as Exemplified by International Leading EnterprisesBreakout
09:00 - 15:00Working Group 03: Smart City - Pathways to Future Urban MobilityBreakout
09:00 - 15:00Working Group 04: "Frontrunner", a New Approach in RTI PolicyBreakout
09:00 - 15:00Working Group 06: The Potential of ICT Tools in Open Innovation ProcessesBreakout
09:00 - 15:00Working Group 07: Web attack! The Fight against Hackers and Data LossBreakout
09:00 - 15:00Working Group 08: Industry 4.0 - Impact on the Future of Working LivesBreakout
09:00 - 15:00Working Group 09: Green Tech: Visions and Business of eco-mobilityBreakout
09:00 - 15:00Working Group 10: Identity 2.0: Digital ManBreakout
09:00 - 15:00Working Group 11: Intellectual Property Management - Conditions for Prosperity and SuccessBreakout
09:00 - 15:00Working Group 12: Secure Society = Secured Future = Security ResearchBreakout
09:00 - 15:00Ö1 Children's University Alpbach - Science and Technology for KidsBreakout
16:00 - 17:30i-Learning - The Future of Learning in the Digital WorldPlenary
17:45 - 20:00Challenges for Biomedical ResearchPlenary
20:00 - 22:00Open Dialogue - Smart Mobility for Smart CitiesPartner

24.08.2013

09:30 - 10:15Planning Innovation: At the CrossroadsPlenary
10:15 - 12:00Cybercrime and CybersecurityPlenary
12:15 - 13:15The Wonderful World of Quantum MechanicsPlenary
13:15 - 13:30Closing Statement of the Alpbach Technology ForumPlenary
13:30 - 14:00Snack Reception hosted by the OrganisersSocial