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03: Science of everyday products

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Alpbacher Hauptschule
Breakout / Working Group
german language

This working group will deal with the many different aspects of the science and effort behind the products of our everyday life. Even simple products have to undergo a long, complex development cycle and need to be improved constantly. How are foods developed and what research is done in this area? What time does it take to bring a new detergent enzyme to market? Are values shifting and where does the trend lead? What about the practical aspects of this kind of research and do we need in the first place? Are there limits that we should not or cannot exceed?
In this working group experts from various fields will discuss these topics.

Speakers

Leiter, Geschäftsbereich Health Technologies, Austrian Research Centers GmbH, Wien/Seibersdorf Abstract
Lebensmittel  Schafft Wissen Sicherheit?

Die letzten Jahrzehnte waren von einer Reihe von technologischen Weiterentwicklungen geprägt die es heute im Lebensmittelsektor ermöglichen mit modernster Analytik Lebensmittel aller Art auf Inhaltstoffe und Zusammensetzung zu charakterisieren. Bereits geringste Spuren von einer großen Anzahl von chemischen Verbindungen können nachgewiesen werden. Lebensmittel die auf dem Markt kommen unterliegen heute einer Reihe von strengen Tests. Grosse Anstrengungen in der Entwicklung neuer chemischer, physikalischer und mikrobiologischer Analyseverfahren werden unternommen mit dem Ziel Lebensmittel sicher zu machen. Bei all diesen Bemühungen ist die Frage zu stellen in welchen Bereichen der Lebensmittelproduktion die Wissenschaft heute unerlässlich ist und in welchem Ausmaß sie zur Sicherheit von Lebensmitteln beiträgt. Am Beispiel der Herkunftsbestimmung soll diese Fragestellung erörtert werden.
Seit einigen Jahren ist es mittels modernen Isotopenmethoden gelungen die Herkunft bzw. den Produktionsort von bestimmten Lebensmitteln zu bestimmen. Dabei ist Herkunft von landwirtschaftlichen Produkten ist in mehrfacher Hinsicht mit Fragen der Sicherheit verknüpft. Die geographische Herkunft kann die Wertschöpfung eines Produktes stark steigern. So lässt sich z.B. Käse oder Wein aus bestimmten Regionen zu höheren Preisen verkaufen, als aus anderen Regionen. Damit bietet die Isotopenbestimmung eines Lebensmittels Sicherheit für den Produzenten und sein Produkt gegenüber Konkurrenten, die unter anderen Bedingungen produzieren. Außerdem bekommen Konsumenten durch diese Methode die Sicherheit, nicht betrogen zu werden. Eine unabhängige Herkunftsbestimmung der Produkte kann auch direkt zu einer höheren gesundheitsrelevanten Produktsicherheit führen. Einfuhrverbote aus Ländern in denen Tierseuchen, wie Maul und Klauenseuche oder BSE aufgetreten sind, könnten so effizient überprüft werden.
Herkömmliche Analysemethoden, die sich der chemischen Zusammensetzung des Produktes widmen und damit Aussagen über die funktionale Qualität des Produktes zulassen, können für die Bestimmung von geographischen Herkunftsfragestellungen nicht herangezogen werden. Zur Herkunftsbestimmung nützt man die variierende Zusammensetzung stabiler Isotope mehrerer Elemente. Die isotopische Zusammensetzung einer bestimmten Pflanze und der daraus gewonnenen Produkte ist unmittelbar von ihrem Standort und der dort üblichen landwirtschaftlichen Produktionspraxis, sowie dem aktuellen Witterungsverlauf abhängig. D.h. jedes Lebensmittel besitzt in Abhängigkeit vom Ursprung und Herstellungsprozess eine charakteristische Isotopensignatur. Gelingt es diese Information lesbar zu machen, kann ein Herkunfts- und Echtheitsbeweis von Lebensmitteln geführt werden. Finden wir also eine bestimmte isotopische Zusammensetzung in einem Lebensmittel, kann festgestellt werden, ob das untersuchte Produkt aus einer gewissen Region stammt. Bedingung sind sogenannte  authentische Referenzproben aus einer Region, also Proben, von denen die Herkunft zweifelsfrei ist.
Diese Zusammenhänge macht man sich im EU-Raum für Wein bereits jetzt zu nutze. Im Mittelpunkt steht die Erstellung einer Weindatenbank von authentischen Weinen. Diese Datenbank dient als Grundlage, die Herkunft unbekannter Proben festzustellen. Damit ist es möglich, Weine nach Regionen zu charakterisieren und falsch deklarierte Produkte zu identifizieren. So zeigen Weine im kontinentalen Österreich eine andere isotopische Zusammensetzung als Weine aus Frankreich oder Australien. Dies zeigt mit Klarheit das Potential der Isotopenmethoden für die Herkunftsbestimmung von Weinen auf. Damit kann ein wirksamer Schutz einheimischer Produktion vor falsch deklarierten Produkten erreicht werden. Schließlich bedeuten am Markt befindliche verfälschte Produkte für die Produzenten geringere monetäre Erträge und einen nachhaltigen Vertrauensverlust beim Konsumenten.
Grundlage dieser Methode sind Unterschiede in der isotopischen Zusammensetzung einzelner Elemente. Diese Unterschiede sind im Wesentlichen vom Klima und Boden einer Region geprägt. Damit ist es erstmals möglich die Charakteristik einer Region direkt mit wissenschaftlichen Methoden im landwirtschaftlichen Produkt wiederzufinden. Die Signatur kann so genützt werden um die geographische Herkunft und Echtheit von Lebensmitteln zu bestimmen. Voraussetzung dafür ist, authentische Proben aus den untersuchten Regionen zu nehmen. Bei der ARC Seibersdorf research GmbH werden laufend neue Methoden und Applikationen hierfür entwickelt. Untersuchungen über den Zusammenhang von Boden, Klima und Isotopensignatur etwa, werden zukünftig eine noch regionsspezifischere Herkunftsbestimmung erlauben.
Head of Unit "Policy and Strategy" in Biotechnology, Agriculture and Food research, European Commission, Brussels Abstract
Weiße Biotechnologie  Chancen und Perspektiven für Europa

Die Biotechnologie ist eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts  und das gilt insbesondere für Europa: Der Wohlstand der rohstoffarmen europäischen Industrieländer beruht vor allem auf der Entwicklung und Anwendung innovativer Technologien. Ein Europa, das sich technologischen Innovationen verschließt, gefährdet seine wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit in der Welt und damit das europäische Sozialmodell!

Neben der Roten (Gesundheitssektor) und Grünen (Rohstoffe, Landwirtschaft, Ernährung) Biotechnologie gewinnt weltweit die Weiße oder Industrielle Biotechnologie an Bedeutung.
Europa darf im Wettbewerb um die Potentiale dieser Technologie nicht abseits stehen!

Dabei sind die chemische und Pharmaindustrie bei dieser Entwicklung nicht die einzigen Akteure. Auch in der Textil- und Papierindustrie, der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie wenden europäische Firmen bereits seit längerem biotechnologische Verfahren an. Genannt sei hier der Einsatz von Enzymen in der Textilindustrie, die biotechnologische Produktion von Grundchemikalien, biologisch abbaubare Kunststoffe oder die biotechnische Herstellung von Pharmazeutika. Langfristig kann diese Entwicklung nur durch gleichzeitige Fortschritte in der Grünen Biotechnologie gelingen, denn die Notwendigkeit der Produktion und intelligenten Nutzung von Biomasse für die Herstellung von Energie und Materialien wird künftig durch die Zuspitzung der weltweiten Rohstoffsituation beträchtlich steigen.

Bereits vor 2002 hat die Europäische Kommission eine Strategie und einen entsprechenden Aktionsplan  Biowissenschaften und Biotechnologie  eine Strategie für Europa verabschiedet. Klar herausgestellt wurde die Bedeutung der Biowissenschaften und Biotechnologie neben der Informations- und Nanotechnologie zur Erfüllung des Zieles von Lissabon, Europa bis 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu entwickeln.

Ein bedeutender Schwerpunkt des künftigen 7. Forschungsrahmensrahmenprogramms
(2007-2013) wird deshalb die Gestaltung einer  wissensbasierten Bioökonomie sein, die biologische Ressourcen mit modernen biotechnologischen Verfahren optimiert und nutzt und damit die Grundlage für neue, innovative und nachhaltige Produkte für die unterschiedlichsten Industriezweige schafft.

Eine besondere Rolle spielen dabei die Europäischen Technologieplattformen. Alle interessierten Kreise  Industrie, Forschungsorganisationen und Verbraucher - erarbeiten gemeinsam eine Strategie zur Entwicklung und Nutzung von Schlüsseltechnologien in Europa. So konzipiert die innerhalb der Technologieplattform für nachhaltige Chemie angesiedelte Europäische Plattform für Industrielle Biotechnologie derzeit einen Strategie- und Aktionsplan, in dem das Potential dieser Technologie als Motor für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum in Europa bis 2025 aufgezeigt wird.

Für Europa ist diese Entwicklung essentiell, denn die so genannten Bio-Ökonomien Landwirtschaft, Ernährung, Forstwirtschaft sowie Industrien wie Chemie, Pharmazie, Papier und Holz erwirtschaften weit mehr als 1.200 Mrd. Euro pro Jahr.

Die Nutzung der Industriellen Biotechnologie wird die Wettbewerbsfähigkeit Europas stärken und gleichzeitig durch Aufzeigen von Alternativen zur fossilen Rohstoffbasis einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten.
Professor für Religionsphilosophie und Philosophie an der Universität Heidelberg
Head of Product- and Technology Development and Head of Supply Chain / Production, Henkel KGaA, Düsseldorf Abstract
Wieviel Forschung, Entwicklung und Innovation steckt in einem Marken-Waschmittel?

Jeder nutzt sie, aber kaum ein Verwender ahnt welcher Aufwand zu ihrer Entwicklung und ständigen Verbesserung betrieben wird: Gemeint sind schnelllebige Konsumgüter oder auch Fast Moving Consumer Goods (FMCG) genannt. Sehr oft begegnen wir dem Vorurteil, dass doch überall fast das gleiche enthalten sei, dass es eigentlich nichts Neues mehr gäbe und dass man kaum glauben können, dass ganze Forschungs- und Entwicklungsgruppen sich mit einem solchen Produkt befassten. Dies gilt ganz besonders für solche Produkte, die unten in der Maslov´schen Pyramide stehen und eher die Grundbedürfnisse abdecken. Dazu zählen auch die Hygiene-Produkte; solche zur Körperhygiene und solche zur Hygiene im Haushalt. Ohne diese Hygiene-Produkte wäre unser Leben nicht nur beschwerlicher. Es wäre vor allem kürzer, den ohne Zweifel haben die Hygiene-Produkte eine großen Anteil an der Gesunderhaltung und unserem Wohlergehen.
Im Weltunternehmen Henkel sind gleich beide Produktkategorien  Körperflege und Waschmittel - vertreten. Im Falle der Waschmittel hat das Unternehmen mit der Einführung von Persil, dem ersten selbsttätigen Waschmittel, Innovationsgeschichte geschrieben. Dies ist fast einhundert Jahre her, aber immer noch betreiben Henkel und andere Marken-Unternehmen Jahr für Jahr nicht nur intensive Forschung. Es herrscht ein regelrechter Innovations- und Technologie-Wettlauf um die Gunst des Verbrauchers.
Die Forschung beginnt mit und bei dem Verbraucher  für uns meist eine Verbraucherin. Ihre Bedürfnisse und Wünsche sind die Richtschnur für die Entwicklungsvorgaben. Erst kürzlich wurde im Rahmen einer Verbraucherstudie festgestellt, dass für Konsumenten ein langanhaltendes Frische-Erlebnis der Wäsche sehr wichtig ist. Selbst während des Tragens soll das Textil seine ursprüngliche Frische möglichst nicht verlieren. Daraufhin startete ein umfangreiches Technologie-Screening, um diesen Produktaspekt im Waschmittel zu verbessern. Gesucht wurde natürlich nicht im eigenen Unternehmen. Seit Jahren bestehen enge Netzwerke nicht nur zu Universitäten und Forschungseinrichtungen, sondern auch zu den strategischen Rohstoff-Lieferanten. Einer der Lieferanten hatte gerade in einem Computer-Modelling gefunden, dass einer seiner Rohstoffe gerade solche Duftstoffe aus der Luft bindet, die für unangenehme Gerüche verantwortlich sind. In einer Dreier-Kombination zusammen mit einem Parfüm- und Aromenhersteller entwickelten Henkel und der Rohstoff-Lieferant ein innovatives Feinwaschmittel. Erstmalig gelang es, den Frische-Eindruck über den gesamten Tag des Tragens zu erhalten. Entsprechend erfolgreich setzte sich das Produkt am Markt durch.
Parallel zu diesen aus direkter Verbraucher-Beobachtung abgeleiteten Innovationen gelangt Hochtechnologie auch auf direktem Weg in Waschmittel. Dies lässt sich exemplarisch an den Waschmittel-Enzymen zeigen. Seit etwa dreißig Jahren werden vermehrt und verbesserte Enzyme in Reinigungsprodukten eingesetzt. Waschmittel-Enzyme zerlegen eiweiß- oder stärkehaltigen Schmutz in kleinere, lösliche Einheiten, die vom Wasser abtransportiert werden können. Schon geringe Mengen sorgen für hocheffiziente Fleckenentfernung.
Henkel forscht selbst aktiv mit einem eigenen Team von Biotechnologen an Enzymen. In Forschungskooperation mit Instituten und Universitäten in Deutschland, Österreich, Frankreich und USA werden neue Enzyme entwickelt. Anschließend können sie bei der Biozym GmbH, in Kundl/Tirol, einem gemeinsamen Unternehmen mit der Firma Sandoz produziert werden. Während die Gentechnik in vielen möglichen Anwendungsfeldern wie der Medizin oder der Landwirtschaft noch intensiv diskutiert wird, hat sie  fast unbeachtet vom Verbraucher  schon lange im täglichen Gebrauch in Waschmitteln Einzug gehalten. Zum Wohle der Konsumenten, die sich  leider  nur allzu selten der Hochtechnologie bewusst sind, die für sie erforscht und hergestellt wurde.
Auch in der Zukunft reißt der Strom an Innovationen nicht ab. Intelligente Modifikationen an den Oberflächen für Langzeiteffekte bzw. kontrollierte Freisetzungen von Substanzen sorgen. Bereits heute hat die Nanotechnologie schon Anwendung in einem Glasreiniger gefunden, um Glasscheiben doppelt so lange glänzen zu lassen. Neue Inhaltsstoffe wirken als Leistungsverstärker für Waschkraft und Pflege. Die Arbeit der Forscher und Entwickler wird erst abgeschlossen sein, wenn es keinen Fleck mehr gibt, der nicht entfernbar ist, wenn alle Textilien auch nach vielen hundert Wäschen nicht verblassen, wenn keine Wäschestück mehr seine Form verliert, wenn jede Beeinträchtigung der Umwelt durch Wasch- und Reinigungsmittel ausgeschlossen ist. Obwohl die Leistung heutiger Produkte schon extrem hoch ist, bleibt immer noch etwas zu tun.
Handlungsbedarf besteht allerdings auch bei der Kommunikation. Hersteller und Medien können hier gemeinsam Fortschritte erzielen. Einerseits wird die generelle Akzeptanz von Technik und das Interesse für Technologie gestärkt, wenn mehr Menschen um die Hochtechnologie auch ihrer Alltagsprodukte wissen. Andererseits ermöglichen wir es den Verbrauchern auch, den innovativen Mehrwert in Marken-Produkten zu erkennen, der einen Preisabstand zu billigen Nachahmern rechtfertigt.
Die Zukunft der Alltagsprodukte bleibt spannend. An Forschungsthemen wird es nicht mangeln. Auch morgen wird jede neue Technologie in diese Produkte Einzug halten. Hoffentlich unter stärkere Beachtung und Wertschätzung derjenigen, für die diese Produkte geschaffen wurden  uns allen, den Verbraucherinnen und Verbrauchern.
o. Univ.Prof. (Pflanzenzüchtung), em. Vorstand des IFA-Tulln/NÖ Abstract
Die im Jahre 1994 in Betrieb gegangene Forschungseinrichtung der 3 Wiener Universitäten Bodenkultur, Technik und Veterinärmedizin stellten sich der Herausforderung, neue biotechnologische Verfahren zur Erzeugung pflanzlicher und tierischer Produkte und zur Verwertung, bzw. Entsorgung ihrer Reststoffe zu entwickeln. Alle diese Arbeiten fanden in engster Kooperation mit der Agrarwirtschaft, der Industrie und kommunalen Einrichtungen statt, da dem Institut eine, in der österreichschen Universitätslandschaft bisher ungewöhnliche administrative and finanzielle Unabhängigkeit zuerkannt wurde. In den 5 Abteilungen Biotechnologie in der Pflanzenproduktion, Biotechnologie in der Tierproduktion,
Naturstofftechnik, Umweltbiotechnologie und Analytikzentrum konnten Produktionsverfahren, Produktentwicklungen und Produkte geschaffen werden, die heute im Alltag- nicht immer spektakulär- aber
dennoch ihr volle Akzeptanz finden.
1. Im Bereich Lebensmitteln - beispielsweise in allen Produkten aus Getreide- wie der täglichen Semmel oder Brotschnitte- ist Schadstofffreiheit das oberste Gebot. Bedauerlicherweise wird  europaweit  seit etwa 10 Jahren die Erzeugung von Brotweizen durch gefährliche Schimmelpilze der Gattung Fusarium beeinträchtigt. Bedingt durch den Trend zur Großkultur und den wirtschaftlichen Zwängen einseitiger Fruchtfolge (zunehmender Maisanbau) schädigen diese Pilze nicht den Ertrag und die Qualität durch die Bildung von Pilzgiften, sogenannten Mykotoxinen, die in allen nachfolgenden Produkten starke gesundschädliche Wirkungen für Mensch und Tier zeigen. Nach einer 8-jährigen Entwicklungszeit gelang es den Pflanzenzüchtern am IFA ein neues, wirksames Resistenzgen im Weizengenom zu identifizieren und zur Verfügung zustellen ,mit dem die Weizenzüchter nunmehr - nicht nur in Österreich sondern auch im europäischen Ausland - Brotweizensorten entwickeln können, deren Ernteprodukte dann den hohen Anforderungen durch die neuen, rigorosen Kontaminations-Grenzwerte der EU für Getreideerzeugnisse wirkungsvoll entsprechen.
2. Kontaminationen in Lebensmittel mit Allergie-auslösenden Stoffen stellen tägliche eine potentielle Gefahr für eine relativ große Gruppe von Konsumenten dar. Bei etwa 1-2 % der Erwachsenen und bei etwa 8 % Kindern unter 3 Jahren werden allergische Reaktionen gegen Lebensmittelbestandteile beobachtet. Diese gilt insbesondere für die großen 8 wie Milch, Ei, Fisch, Krustentieren, Erdnuss, Sojabohne Nüsse und Weizen. Sie lösen fast 90 % aller Allergien aus. Die große Nachfrage und der dringende Bedarf an Schnelltest für die Produzenten haben die Lebensmittelchemiker des IFA-Analytikzentrums bewogen, Forschungsarbeiten für Verfahren und Produkte auf diesem Gebiet voranzutreiben. Durch die Neuentwicklung von schnellen Aufreinigungsverfahren und Immunoassays für allergene Proteine konnten solche Schnellverfahren produktfertig der Lebensmittelindustrie/Lebensmitteluntersuchung zur
Verfügung gestellt werden. Auch Arbeiten zu Entwicklung von Proteinchips als innovative Screeningmethode sind bereits erfolgreich gediehen.
3. Die Verwendung von Nachwachsenden Rohstoffen und Reststoffen aus der Agrarproduktion haben als biologisch abbaubare Werkstoffe durch die Arbeiten der Abteilung Naturstofftechnik des IFA eine neue, zusätzliche Dimension bekommen. Mit Holzspänen und Maismehl, sowie den Zusatzstoffen Naturharz und geringen Mengen Verarbeitungshilfsmittel werden mit Extrusionstechniken Holzspritz-granulate hergestellt, die mit herkömmlichen Spritzgussmaschinen in jede beliebe Form verarbeitet werden können. Aus dem nunmehr patentierten Produkt  Fasal werden heute Spielwaren, Musikinstrumente, Möbelzubehör, Deckel und Dosen oder Teile für die Verpackungs- und Autoindustrie hergestellt. Eine weitere Innovation aus diesen Arbeiten entstand durch das Einpressen von speziellen Naturharzen und Wachs in Holz und Holzteile. Damit werden die Eigenschaften von vielen Holzarten -und Holzwerkstoffen wesentlich verbessert. Dieser patentierte Prozess  Natwood erhöht die Oberflächenbeschaffenheit und Belastbarkeit auch von Weichhölzern, verringert das Quellen und Schwinden des so behandelten Holzes um mindestens 50 %,erhöht den Widerstand gegenüber Holzschädlingen und verzögert langfristig das Verwittern und Vergrauen von Holz im Freien. Es wird für Geräte von Kinderspielplätzen, stark belastete Holz-Fußböden und für Gebäude-Außenfassaden bereits erfolgreich in der österreichischen und ausländischen Holzverarbeitungs-Industrie eingesetzt.
Mit diesen Beispielen soll vor allem die geglückte Verbindung dieser Art universitärer, anwendungsorientierter Forschung und wirtschaft-licher Nutzung demonstriert werden, die jedoch weiterer, zunehmender Förderung bedarf.
o. Univ.-Prof. für Biochemie, Universität für Bodenkultur, Wien Forschungsbeauftragter für Lebens-, Umwelt- und Agrarwissenschaften Chair
Projektleiter Regionalförderung, ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH, Wien Coordination
Head of Department, Company and Technology, ecoplus. The Business Agency of Lower Austria, St. Pölten Coordination

DI Dr. techn. MBA Georg HABERHAUER

Leiter, Geschäftsbereich Health Technologies, Austrian Research Centers GmbH, Wien/Seibersdorf

1987-1991 Studium der Technischen Chemie an der TU Wien
1992-1995 Wiss. Mitarbeiter, JWG Universität Frankfurt/Main
1994 Promotion an der Technischen Universität Wien
1996-2003 ARC Seibersdorf research GmbH; 1996, 2000 Forschungsaufenthalte in Italien und USA
2002 Habilitation für das Fach analytische Chemie an der TU Wien
2003 Manager Manufacturing, Baxter Bioscience Wien
seit 2004 Bereichsleiter für Biogenetics - Natural Resources, ARC Seibersdorf
2005 Abschluss MBA-Studium an der Webster University, Wien
  und Leiter des Geschäftsbereiches  Health Technologies
seit 2006 Mitglied der Geschäftsleitung und Prokurist der Austrian Research Centers GmbH

Dr. Manuel HALLEN

Head of Unit "Policy and Strategy" in Biotechnology, Agriculture and Food research, European Commission, Brussels

1969-1970 law studies in Lausanne
1971-1979 medical studies in Lausanne and Heidelberg
1977 elective student with the Australian Royal Flying Doctor Service
1980-1984 Registrar, Department of Internal Medicine, Klinikum Mannheim, University of Heidelberg
1984-1989 Deputy Scientific Director at Staticon Research Institute for Biostatistics and Clinical Research in Munich
since 1990 in the European Commission, Directorate General for Research:
1990-1992 medical research, epidemiology
1993-1998 human genome research
  public health research), Quality of Life programme (FP5)
1999-2001 Head of Unit "Generic RTD Activities and Infrastructures" (genomics, biomedical research, neurosciences,
2002-2004 Head of Unit "Fundamental Genomics", Life Sciences, Genomics and Biotechnology for Health programme (FP6)
since 2004 Head of Unit "Policy and Strategy" in Biotechnology, Agriculture and Food research

Dr. Heimo HOFMEISTER

Professor für Religionsphilosophie und Philosophie an der Universität Heidelberg

1965 Promotion (Dr. phil.) an der Universität Wien
1966-1968 Wissenschaftlicher Assistent am Phil. Seminar der Universität Tübingen
1968-1971 Assistant Professor an der American University Washington D.C., USA
1971-1975 Associate Professor an der American University Washington D.C., USA
  Dozent an der Universität Wien
1976 Habilitation im Fach Philosophie an der Universität Wien
1977-1983 Professor für Philosophie an der Universität Wien
seit 1983 Professor für Philosophie an der Universität Heidelberg
seit 2000 Professor für Philosophie an der Staatlichen Universität St. Petersburg, Russland

Dr. Thomas MÜLLER-KIRSCHBAUM

Head of Product- and Technology Development and Head of Supply Chain / Production, Henkel KGaA, Düsseldorf

 till 1988 Study of Physics and Chemistry at University of Cologne
 till 1993 Head of Biophysics in Corporate Research
 till 1995 Assistant to the Board of Directors
1989 entered Henkel KGaA/Germany:
  Project Manager in Product Development
since 1996 Devision Laundry & Home Care
since 1999 Head of Product- and Technology Development
since 2005 additionally Head of Supply Chain/Production

Dipl.-Ing. Dr. techn. Peter RUCKENBAUER

o. Univ.Prof. (Pflanzenzüchtung), em. Vorstand des IFA-Tulln/NÖ

1961-1965 Studium Landwirtschaft, Universität für Bodenkultur, Wien
1967 Promotion
1968-1970 Univ. Ass. Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung
1970-1972 Research Fellow Plant Breeding Institute Cambridge/UK
1975-1976 Expertenmissionen in Guatemala und Argentinien (Pflanzenzüchtung)
1977 Habilitation für Allgemeine und Spezielle Pflanzenzüchtung
1983-1989 C4-Prof. für Angewandte Genetik, Universität Stuttgart-Hohenheim
seit 1989 o. Univ.-Prof. für Pflanzenzüchtung, Univ. Bodenkultur
1991-2005 Wiss. Leiter Interuniversitäres Forschungsinstitut für Agrarbiotechnologie (IFA Tulln)

Dipl.-Ing. Dr. nat. techn. Leopold MÄRZ

o. Univ.-Prof. für Biochemie, Universität für Bodenkultur, Wien Forschungsbeauftragter für Lebens-, Umwelt- und Agrarwissenschaften

 Studium der Lebensmittel- und Biotechnologie an der Universität für Bodenkultur, Wien
1972 Promotion zum Doktor rer. nat. techn
1972-1974 Fulbright Scholar an der State University of New York at Buffalo
1977 Gastprofessor an der State University of New York at Buffalo
1978 Gastprofessor an der McMaster University in Hamilton, Kanada
1980 Habilitation für Biochemie
1983 Ernennung zum Ao.Univ.Prof.
1985-1989 Provisorischer Leiter des neu gegründeten Zentrums für Angewandte Genetik an der BOKU Wien
1990 Ernennung zum Ord.Univ.Prof.
1983-1992 Vorstand des Instituts für Chemie
1992-1993 Prärektor der Universität für Bodenkultur, Wien
  Präsident der Österr. Vereinigung für Agrar-, Umwelt- und lebenswissenschaftliche Forschung
1993-2003 Rektor der Universität für Bodenkultur, Wien
1986-1989 Gründungspräsident der Österreichischen Gesellschaft für Biotechnologie (heute Ehrenpräsident)
1999-2001 Vorsitzender des ORF-Kuratoriums; dzt. Mitglied des Publikums- und des Stiftungsrates
2000-2001 Präsident der Donaurektorenkonferenz (heute Ehrenpräsident)
seit 2000 Mitglied des Kuratoriums der Donau-Universität Krems
seit 2002 Vorsitzender des Aufsichtsrates der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH
seit 2003 Vorsitzender des Interuniversity Consortium for Agricultural and Related Sciences in Europe
 Zeitweise Mitglied des Präsidiums der Österreichischen Rektorkonferenz
seit 2003 Vizepräsident des Ökosozialen Forums Österreich

Dipl.-Ing. Claus ZEPPELZAUER

Head of Department, Company and Technology, ecoplus. The Business Agency of Lower Austria, St. Pölten

 Studium der Lebensmittel- und Biotechnologie, Universität für Bodenkultur Wien
1998-2000 Brauereileiter, Braumeister und stellvertretender Geschäftsführer, 1. Wiener Gasthofbrauerei
2000-2001 Senior Consultant, Czipin & Proudfoot, früher Czipin & Partner, Internationale Produktivitätsberatung
2001-2003 Leiter, Abteilung Research & Development, Melbrosin International GmbH & Co KG
2003-2004 Gründer und Inhaber, Life Science Project Management, Unternehmensberatung für externe Projektleitung von interdisziplinären F&E - Projekten
seit 2004 Technopolmanager, Tulln, ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH
seit 2006 Geschäftsfeldleiter, Technopole, ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH
  Verantwortlich für die Geschäftsfelder Cluster Niederösterreich, Internationalisierung und Technopole
seit 2007 Bereichsleiter, Unternehmen & Technologie, ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur

Technology Forum

show timetable

25.08.2005

10:00 - 12:00Technology brunch sponsored by Tiroler ZukunftsstiftungSocial
13:00 - 14:00OpeningPlenary
14:00 - 15:30Our futurePlenary
16:00 - 18:00Location of science and research - a global shift?Plenary
20:00 - 21:00SecurityPlenary
21:30 - 23:45Evening reception sponsored by Alcatel AustriaSocial

26.08.-27.08.2005

Junior AlpbachBreakout

26.08.2005

09:00 - 15:00Working Group 01: Technology and location strategies for enterprisesBreakout
09:00 - 15:00Working Group 02: Electronic carBreakout
09:00 - 15:00Working Group 03: Science of everyday productsBreakout
09:00 - 15:00Working Group 04: Security of energy supplyBreakout
09:00 - 15:00Working Group 05: NanotechnologyBreakout
09:00 - 15:00Working Group 06: From scientific journal to breaking news: science and the mediaBreakout
09:00 - 15:00Working Group 07: Fuel cells and hydrogen - the future of transport?Breakout
09:00 - 15:00Working Group 08: European strategies for international research cooperationBreakout
09:00 - 15:00Working Group 09: Excellence - a question of genderBreakout
09:00 - 15:00Working Group 10: Converging technologiesBreakout
16:00 - 16:45University/industry interaction - The Atlantic picturePlenary
16:45 - 17:30University/industry interaction - The Austrian solutionPlenary
17:30 - 18:00University/industry interaction - Political ConclusionsPlenary
18:00 - 20:00Reception sponsored by Province of Lower AustriaSocial
20:00 - 21:00The science of saving VenicePlenary

27.08.2005

09:00 - 10:30Politics and SciencePlenary
10:30 - 11:30Science at the cutting edgePlenary
12:00 - 12:15Alpbach 2005 - Resumée Junior AlpbachPlenary
12:15 - 13:00Reflections and PerspectivesPlenary
13:00 - 14:30Farewell reception sponsored by Microsoft AustriaSocial