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05: Infratech – a chance in crisis

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Hauptschule
Breakout / Working Group
German and English language

The challenges for society in climate change, energy and resources scarcity, security and transport call for far reaching measures. Moreover, the current economic crisis requires rapidly effective measures to stimulate the economy. For this, the modernization of infrastructure systems will be a central factor of success. Technological and organizational innovations as well as targeted R&D will be indispensable prerequisites.
With special attention to transport and energy infrastructure, experts and decision-makers will present possible solutions for modernizing infrastructure systems. Apart from innovation potentials also social, economic and financial implications and perspectives will be discussed.

Speakers

Federal Minister for Transport, Innovation and Technology of the Republic of Austria, Vienna Introduction
Director Innovation & Technology, Magna International Europe AG, Oberwaltersdorf Abstract
Die Erhaltung der Position und der Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen automobilen Zulieferindustrie hängt mehr denn je von deren Leistungsfähigkeit, Kompetenz, Finanzierungskraft sowie von der Kooperation der Akteure in Forschung, Wirtschaft und Politik ab.
Die Automobilindustrie steht weltweit vor einem technischen, strukturellen und logistischen Wandel.
Alternative Antriebssyteme (mit Schwerpunkt Elektro- und Hybridantriebssysteme), die Optimierung bestehender Antriebe und Leichtbau sind wesentliche zukünftige Herausforderungen. Zulieferer und derzeit noch branchenfremde Unternehmen werden neue und größere Rollen spielen, Transport- und Wertschöpfungsketten werden sich in wesentlichen Punkten verändern.
Aus diesen Herausforderungen ergeben sich für die einschlägigen Unternehmen und Dienstleister zusätzliche Chancen und Möglichkeiten. Voraussetzung dafür sind Punkte wie Innovationskraft, Netzwerke und Bündelung von Kompetenzen bei der Entwicklung von Fahrzeugen und Infrastruktur , Finanzierungspotential mit einer entsprechenden Forschungsförderung in Richtung Mobilität auf Basis optimierter und alternativer Antriebssysteme, das politische Bekenntnis zur (E)Mobilität und schließlich auch Anreizsysteme für die Nutzer.
Das Elektroauto ist noch eine Zukunftsversion - für den Durchbruch der Technologie und zum Erreichen umweltrelevanter Stückzahlen (z.B. 10-15 % der jährlichen Zulassungen) sind noch erhebliche technische und kostenmäßige Hürden speziell im Bereich der Batteriespeicher, der Regelung und Steuerung, der aktiven und passiven Sicherheit und der Systemintegration zu überwinden. Darüber hinaus ist der Durchbruch nur möglich, wenn zügig eine flächendeckende Infrastruktur mit leistungsstarken Ladestationen aufgebaut wird.
Bündelung von nationalen und internationalen Aktivitäten ist eine absolute Notwendigkeit.
Parallel mit der Entwicklung von Hard- und Software auf der Fahrzeugseite muss die Entwicklung von intelligenten Verkehrssystemen einher gehen.
Professor emeritus für Wirtschaft und Energieökonomik, Zentrum für Energiepolitik und Ökonomie, Eidgenössische Technische Hochschule Zürich Abstract
Das Referat startet mit einer Projektion der Wirtschaftsentwicklung in Europa bis 2020 mit Einbezug der derzeitigen Rezession mit ihren Folgen wie der zusätzlichen Arbeitslosigkeit. Mit Blick auf die kaum zu unterschätzenden Herausforderungen durch Klimawandel, nachhaltige Energie- und Verkehrssysteme, sowie den demographischen Wandel werden zunächst die technologischen und unternehmerischen Möglichkeiten erörtert, die einerseits die langfristigen Herausforderungen aufgreifen würden, andererseits auch die krisenhaften Erscheinungen der kommenden Jahre lindern könnten. Der Fokus auf die strategische Ausrichtung der Substitution von Ressourcenverbrauch durch Kapitalgüter und Innovationen macht dann deutlich, dass es letztlich nicht um eine nachhaltige Energie- oder Verkehrspolitik geht, sondern um eine Innovationspolitik, die den gesamten Kapitalstock der heutigen Volkswirtschaften auf ein völlig neues Effizienz-Niveau binnen der kommenden fünf bis sechs Dekaden stellen müsste. Diese Strategie birgt für Europa große wirtschaftliche Chancen im Hinblick auf Technologieführerschaft, Außenhandel und Beschäftigung sowie ein Beitrag, aus der jetzigen Wirtschaftskrise mit gesellschaftlichem Nutzen herauszukommen. Der Referent wird hierzu quantitative Forschungsergebnisse vorlegen und seine Überlegungen mit Beispielen zu derzeitigen Hemmnissen und mit Empfehlungen für eine Energie-, Verkehrs- und Innovationspolitik würzen.
Hierbei wird es nicht um die medial in den Vordergrund geschobene Energieangebotsseite und die Straßenverkehrsinfrastruktur gehen, sondern um die Akteure und Endnutzer im Gebäudebereich, beim Endkonsum, in der mittelständischen Wirtschaft, in den Medien und Politik sowie um die Rolle der Technologieproduzenten und der angewandten Forschung.
Member of the Executive Board and Head of Energy Sector CEE, Siemens AG Österreich, Vienna Abstract
Bis 2030 wird der weltweite Energiebedarf um bis zu 50 Prozent steigen. Gleichzeitig müssen wir uns den Herausforderungen steigender Energiepreise, der Ressourcenknappheit und dem Klimawandel stellen. Der Klimawandel stellt eine der größten Herausforderungen der Menschheit dar. Um die globale Erwärmung einzudämmen und Wirtschaftwachstum und Wohlstand auch künftig zu gewährleisten, ist es erforderlich Energie so umwelt- und klimaschonend wie möglich bereitzustellen und zu nutzen - das heißt Wirkungsgrade erhöhen, Verluste reduzieren und CO2-Emissionen minimieren. Nur mit innovativer Technik wird es uns gelingen, den weltweit steigenden Energiebedarf zu decken und gleichzeitig die natürlichen Ressourcen zu schonen. Die Europäische Kommission verfolgt eine Vielzahl von Initiativen und Maßnahmen, mit denen sie den Ausstoß klimaschädlicher Gase begrenzen und den effizienten Umgang mit Energie fördern will. Die Politik hat also die Herausforderungen und Chancen erkannt, ebenso wie die Unternehmen.
Siemens bietet mit seinem Umweltportfolio innovative Lösungen und Technologien mit Fokus auf Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit. Einige Beispiele:
Siemens hat die weltweit effizienteste und leistungsstärkste Turbine für Gas- und Dampf-Kraftwerke entwickelt. Sie läuft derzeit im Probebetrieb im bayerischen Irsching. Im Kombi-Betrieb erreicht sie einen Wirkungsgrad von über 60 Prozent und spart somit jährlich 40.000 Tonnen CO2.
Im Bereich der Energie-Verteilung zählt Siemens Österreich zu den Vorreitern der "Smart Grids". "Smart Grids" sind intelligente Stromnetze. Sie sollen künftig die Energie zwischen Erzeuger, Speicher und Verbraucher effizienter verteilen und eine optimale Auslastung der Netze sicherstellen. Zudem könnten sie erneuerbare Energiequellen besser in die Verteilung integrieren.
Intelligente Stromzähler, Smart Metering genannt, erlauben eine zeitgenaue Verbrauchsdatenmessung. Damit können Kunden ihren Verbrauch kontinuierlich überprüfen, selbst steuern und somit ihre Stromkosten senken.
Nach und nach entsteht ein intelligentes Energienetz, das über Ländergrenzen hinweg reicht und einen stetig wachsenden Anteil erneuerbarer Energien enthält. Neben der Wasserkraft ist die Windkraft eine der wichtigsten regenerativen Energiequellen. Erst kürzlich wurde die Installation der weltweit ersten schwimmenden Windenergieanlage erfolgreich abgeschlossen. Die Windturbine wurde in Norwegen in einer Wassertiefe von 220 Metern verankert. Windparks auf offener See, so genannte Offshore-Anlagen, existieren zwar bereits seit einigen Jahren, diese stehen jedoch ausnahmslos in Küstennähe.
Erneuerbare Energie ist auch zentraler Bestandteil des "DESERTEC"-Projektes, bei dem künftig Solarkraftwerke und Windanlagen in Nordafrika Strom bis nach Europa liefern sollen. DESERTEC zielt auf eine nachhaltige Stromversorgung für Europa, den Nahen Osten und Nordafrika ab, und will bis 2050 einen Anteil von 15 bis 20 Prozent des europäischen Strombedarfs als Solar- und Windstrom liefern. Dafür sind länderübergreifende Übertragungsleitungen, so genannte Hochspannungs-Gleichstromübertragungen (HGÜ), notwendig, die die Elektrizität über Tausende von Kilometern hoch effizient übertragen können.
In der Öl- und Gasindustrie können elektrische Lösungen die Effizienz der Prozesse entlang der Wertschöpfungskette bis auf über 50 Prozent steigern. Statt mit mechanischen Antrieben im Verdichtungs- und Pumpenprozess arbeiten diese Anlagen mit einem elektrischen Antriebssystem. Den Strom erzeugt dabei entweder ein Gasturbinen- oder ein GuD-Kraftwerk. Auf Basis dieses Konzeptes ist Siemens Partner bei der Entwicklung von Verdichterlösungen auf dem Meeresgrund zur Gasförderung - von elektrischen Gasverflüssigungsanlagen (E-LNG).
Heute stehen wir am Beginn einer neuen Epoche: Dem Stromzeitalter. Elektrizität wird zum allgegenwärtigen Energieträger, in Gebäuden und der Industrie ebenso wie im Verkehr bei Elektroautos, denn elektrische Energie kann sehr umweltfreundlich erzeugt werden, hocheffizient übertragen und nur mit geringem Verlust verbraucht werden. Elektromobilität wird Teil unseres Energieversorgungsnetzes werden und den Anteil klimafreundlicher Stromerzeugung erhöhen, denn sie können als mobile Stromspeicher sowohl aufgeladen als auch entladen werden und so ihre Batterie als Zwischenspeicher für umweltfreundlichen Strom aus erneuerbaren Energieträgern verwendet werden.
Technischer Vorstandsdirektor, VERBUND-Austrian Power Grid AG (APG), Wien Abstract
Die europäische - und damit auch die österreichische - Elektrizitätswirtschaft steht in den nächsten Jahrzehnten vor zahlreichen Herausforderungen, die es im Sinne von höherer Energieautarkie, langfristiger Versorgungssicherheit und Umweltschutz zu bewältigen gilt. Trotz geforderter und geplanter Effizienzsteigerungsmaßnahmen ist mit einem weiteren Anstieg des Strombedarfs zu rechnen, wenn auch nicht mehr im selben Ausmaß wie in den vergangenen Jahrzehnten.
Damit stellt sich die Frage, wie dieser Bedarf zu befriedigen ist, da schon heute das Fehlen maßgeblicher Stromerzeugungskapazitäten bekannt ist. Ein weiterer wesentlicher Faktor für die zukünftige Entwicklung der Stromerzeugung ist das Bekenntnis der EU und ihrer Mitgliedsstaaten zu den 20-20-20-Zielen, die eine massive Forcierung erneuerbarer Energien bedeutet - was auch einen Beitrag zu einer höheren Energieautarkie hinsichtlich fossiler Energieträger darstellen soll. Diese Themen und Ziele haben auch einen wesentlichen Einfluss auf die Zukunft der Stromnetze. Bei den Übertragungsnetzen überwiegt die europäische Dimension.
Heute stellt das Übertragungsnetz das Rückgrat der europäischen und österreichischen Stromversorgung dar, die regionalen Verteilernetzen bringen den Strom zu den Endkunden. Der bereits spürbare und in Zukunft weiter stark steigende Anteil erneuerbarer Energien - wie zum Beispiel der Windkraft - stellt die Netzinfrastrukturen vor massiv höhere Anforderungen durch die hohe Volatilität der Erzeugung. Die Stromnetze müssen neben den Kapazitäten für den steigenden Strombedarf auch die Spitzenkapazitäten für die Einspeisung der nur schwer abschätzbaren erneuerbaren Energien bereithalten, was einen Netz-Ausbau europaweit unumgänglich macht.
Einer der propagierten Lösungsansätze sind Smart Grids, die die Möglichkeit bieten sollen, kleinräumig ein gewisses Potential des Lastenmanagements zu übernehmen, damit trotz steigender volatiler erneuerbarer Energien vor Ort (lokale ,,Autarkie") Erzeugung und Verbrauch im Gleichgewicht sind. Während heute die Erzeugung dem Verbrauch folgt, käme es regional zu einem dahingehenden Paradigmenwechsel, dass der Verbrauch von der Erzeugung abhängt. Ein Smart Grid benötigt aber einen "steuerbaren" Verbraucher (z.B.. durch E-Mobility), das heißt, der Bedarf für Datenaustausch ist enorm - und wird von vielen bei weitem noch unterschätzt, ganz abgesehen von noch zu klärenden Themen wie dem Datenschutz (z.B. im Zusammenhang mit Smart Metering). Grundsätzlich besteht daher betreffend Smart Grids noch ein hoher Bedarf im Bereich F & E, bevor hier von einer umsetzbaren Lösung gesprochen werden kann. Und aus Sicht der Versorgungssicherheit und volkswirtschaftlicher Aspekte muss man sich sehr intensiv mit der Frage "Braucht und will Österreich acht Millionen Dispatcher?" beschäftigen, da Smart Grids als Insellösungen weder die bisher gewohnte absichernde Backup-Funktion von Übertragungsnetzen noch den großräumigen Stromabtransport übernehmen können, der die Folge enormer Wind-Stromkapazitäten ist.
Aus volkswirtschaftlicher Sicht erscheint es wesentlich zielführender, dass erneuerbare Energien sich gegenseitig ausgleichen, wie es sinnvoller Weise beispielsweise zwischen der Windkraft im Norden Europas und den Pumpspeicherkraftwerken in den Alpen geschieht. Ein anderer Lösungsansatz wird in der Errichtung von direkten "Hochleistungsstrecken" gesehen und diskutiert, die beispielsweise Offshore-Windanlagen mit den Verbrauchszentren im Süden und den Alpen verbinden. Sie könnten Teil eines europäischen Super Grids sein.
Wie die Herausforderungen der Zukunft in den nächsten Jahrzehnten von den europäischen Stromnetzen im Spannungsfeld "Smart Grids versus Super Grid" bewältigt werden sollen, wird sicherlich noch Thema zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen sein und bedeutet einen hohen Aufwand an entsprechender Forschung & Entwicklung, um entsprechende Technologien und Systemlösungen zu entwickeln. Nicht zuletzt müssen die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Marktgestaltung angepasst werden.
Teamleiterin, Bereich Gesellschaftliche Früherkennung, Volkswagen AG, Wolfsburg
Chairman of the Board of Management and Chief Executive Officer, ÖBB-Holding AG, Vienna Abstract
Die ÖBB als größter Mobilitätsdienstleister in Österreich stehen einer Vielzahl an neuen Herausforderungen im Bezug auf geänderte Rahmenbedingungen der Wirtschaft und neue Erwartungshaltungen der Kunden sowie sich verändernde soziodemografische Bedingungen gegenüber. Entwicklung und Innovation sind dabei ein bedeutender Faktor um diesen Herausforderungen begegnen zu können.
Neben den Anstrengungen im ÖBB-Konzern selbst, ist aber auch die gemeinsame und konzentrierte Innovationsbereitschaft der Bahninfrastruktur, der Verkehrsbetreiber, der Industrie wie auch der Verkehrspolitik notwendig. Die Ausgangslage dazu ist jedoch durchaus erfolgsversprechend.
- Die Bahninfrastruktur wird neben den beschleunigten Ausbaumaßnahmen - auch unterstützt durch das Konjunkturprogramm - in den Korridoren mit der Einführung des neuen internationalen Zugssicherungssystem ETCS nicht nur interoperabler sondern es werden damit auch neue Kapazitäten geschaffen.
- Im Umweltbereich laufen Programme zur zusätzlichen Verbesserung der CO2 Bilanz. Neue Projekte zur Nutzung von erneuerbarer Energie im Bahnbereich und der Ausbau der Wasserkraft sind ein wichtiger Bestandteil in der Energie- und Umweltstrategie der ÖBB. Die Stromrückspeisung beim Bremsen der Lokomotiven sei hier nur beispielgebend erwähnt.
- Die wichtigsten Initiativen werden aber direkt in der Kundenschnittstelle erfolgen. Neue Kundeninformationssysteme und Telematikapplikationen werden das Benutzen der Bahn um ein Vielfaches erleichtern und Zugangshemmnisse werden abgebaut. Diese Telematikservices werden auch den reibungslosen Wechsel zwischen Bus und Bahn sowie PKW und Bahn unterstützen. Industrie und Wissenschaft entwickeln mit der ÖBB neue Lösungen zum elektronischen Ticket, zur elektronischen Bezahlfunktion und zur Anschlusssicherung.
- Mit den nationalen Forschungsprogrammen des BMVIT sind diese Kooperationsmöglichkeiten in letzter Konsequenz erst wirklich möglich geworden. Die kooperativen Entwicklungsprojekte zwischen ÖBB, Bahnbetrieb, Industrie und Wissenschaft haben sich seit 1999 verdreifacht! 81 laufende Forschungsprojekte der ÖBB zeigen die hohe Innovationsbereitschaft der Bahn. Die ÖBB ist gerne angefragter Kooperationspartner der österreichischen Wirtschaft und Wissenschaft. Die Forschung gibt uns die Möglichkeit, mit diesen Partnern in vorwettbewerblicher Phase zu kooperieren und sich auszutauschen.
Die Bahn hat das Potential und die Chance, in diesen von Wirtschaftsproblemen und Klimawandel gezeichneten Jahren, mit gezielter Forschung und Innovation, eine nachhaltige Mobilität und Wahrung der notwendigen Umweltrahmenbedingungen zu garantieren.
Counsellor, Head of Futures Projects, Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD), Paris Abstract
Demand for infrastructure - road, rail, power, telecommunications, water -in OECD countries is set to expand significantly in the decades ahead, driven largely by global competition for resources, technological progress, climate change, urbanisation and growing congestion. However, challenges abound: many parts of infrastructure systems in OECD countries are ageing rapidly, public finances are becoming increasingly tight, and infrastructure financing is becoming much more complex.
As a result, a gap is opening up in OECD countries between the infrastructure investments required for the future, and the capacity of the public sector to meet those requirements from traditional sources. Bridging the looming "infrastructure gap" will demand innovative approaches, both to finding additional finance and to using infrastructures more efficiently and more intelligently through new technologies, demand management strategies, regulatory changes and improved planning.
At this juncture, the current financial and economic crisis have brought to the table the concept of "stimulus packages" in order to maintain or re-launch economic growth across OECD countries.
This presentation looks at the forces shaping investment needs in infrastructure over the next 25 years, and will discuss to what extent the "stimulus packages" are really providing a window of opportunity for infrastructure investments. Drawing on examples and experience from across OECD countries, it offers a set of policy proposals for governments to explore in their efforts to bridge the infrastructure gap and enhance infrastructure's contribution to economic and social development in the years to come, particularly from the standpoint of new technologies and innovations.
Given the current crisis, it is now politically correct to use Keynesian approaches when discussing opportunities to invest in tangible infrastructure, although the justifications for investment be they on replacement, refurbishment or added capacity were not lacking. It can be argued however that the new impetus could be useful at least to avoid that important projects be postponed for too long. Some projects will also need to be accelerated because they are inescapable and some tough deadlines are down the road in the near future. Eventually, the main arguments for revamping the infrastructure services in OECD countries could come from less obvious angles such as a global competition for efficiency, and capture of global markets or the need to step up efforts to "green" infrastructure investment. What it could mean is not just a competition for subsidies and projects from representatives of different technological options within the "stimulus packages" but a real pressure for governments, the private sector and research institutions to come together and make commitments at the appropriate "territorial" level in terms of critical mass.
Generalsekretär, UVEK - Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation, Bern Abstract
Infrastrukturnetze haben eine zentrale Bedeutung für die nachhaltige Entwicklung. Sie sind eine wichtige Voraussetzung für eine wettbewerbsfähige Volkswirtschaft und für die Lebensqualität der Bevölkerung. Zugleich beeinflussen sie den Zustand der natürlichen Umwelt in wesentlichem Ausmaß.

Die Infrastrukturnetze im Verkehrs- und Energiebereich stehen vor der grossen Herausforderung, genügend Kapazitäten für eine wachsende Wirtschaft bereit zu stellen, die Umweltbelastungen zu reduzieren und eine längerfristig verlässliche Finanzierung zu sichern.
Für die erfolgreiche Bewältigung dieser Herausforderung bieten sich insbesondere drei strategische Stossrichtungen an:

- Einsatz moderner Technologien: Durch die Integration von Informatik und Telekommunikation in die physischen Infrastrukturnetze kann die ökonomische und ökologische Effizienz gesteigert werden. Zudem werden neue, verursachergerechte Finanzierungssysteme ermöglicht.
- Einbau von Wettbewerbselementen: Mit dem gezielten Einsatz von Wettbewerbselementen kann die Effizienz und Leistungsfähigkeit von Infrastrukturen wesentlich verbessert werden. Da Infrastrukturmärkte ökonomisch und technologisch ausserordentlich komplex sind, müssen Wettbewerbselemente sehr umsichtig und gezielt eingesetzt werden. Die Verantwortung für leistungsfähige Infrastrukturnetze muss beim Staat bleiben.
- Stärkere Verursacher- und Nutzerfinanzierung: Eine längerfristig verlässliche Infrastrukturfinanzierung muss das Verursacher- und Nutzerprinzip stärker gewichten und damit die Abhängigkeit von den staatlichen Budgets reduzieren. Zudem ist der Preismechanismus stärker für die Nachfragesteuerung einzusetzen.
Kaufmännischer Geschäftsführer, AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Wien Chair
Deputy Director General for Innovation Policy, Austrian Federal Ministry of Transport, Innovation and Technology, Vienna Chair
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Bereich Systems Research, Geschäftsfeld Technology Policy, AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Wien Coordination

Doris BURES

Federal Minister for Transport, Innovation and Technology of the Republic of Austria, Vienna

 Doris Bures wurde am 2. Dezember 2008 als Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie angelobt. Von Jänner 2007 bis Juni 2008 war Doris Bures Bundesministerin für Frauen, Medien und Öffentlicher Dienst. Von 2000 bis Anfang Jänner 2007 und von Juni bis Anfang Dezember 2008 war sie Bundesgeschäftsführerin der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ).
 Doris Bures gehörte von 1990 bis Jänner 2007 und von Juni bis Anfang Dezember 2008 als Abgeordnete dem Nationalrat an, wo sie Wohnbausprecherin ihrer Partei und Vorsitzende des parlamentarischen Bautenausschusses war. Außerdem stand Doris Bures in den Jahren 1997 bis 2007 der Mietervereinigung Österreichs als Präsidentin vor.
 Bures, geboren am 3. August 1962 in Wien, hat im Anschluss an die integrierte Gesamtschule und die Handelsschule die Ausbildung zur zahnärztlichen Assistentin absolviert, 1980 wechselte sie ins Bundessekretariat der Sozialistischen Jugend Österreichs. Von 1985 bis 1986 betreute Bures ein Projekt mit arbeitslosen Jugendlichen.
 In den Jahren 1987 bis 1990 war Doris Bures im Wiener Landesjugendreferat (1987 bis 1988) tätig und Bezirksrätin in ihrem Heimatbezirk Wien/Liesing, wo sie von 1995 bis 2009 stellvertretende Vorsitzende ihrer Partei war. Seit März 2009 ist sie Parteivorsitzende der SPÖ Liesing.
 Doris Bures hat eine erwachsene Tochter.

DI Dr. Peter EGGER

Director Innovation & Technology, Magna International Europe AG, Oberwaltersdorf

1965-1972 Studium Montanuniversität Leoben, Verschiedene Praktika in USA und Österreich
1972-1980 Assistent am Institut für Betriebswirtschaft, Montanuniversität Leoben
1980-1992 Manager bei Steyr Daimler Puch (zuletzt kaufmännischer Leiter Steyr Motorentechnik)
1992-1998 Geschäftsführer im Beteiligungsbereich der Leipnik-Lundenburger Industrie AG
1999-2001 Senior Project Manager Corp.Research & Development Magna Europe
2002-2005 Director Corp. Research & Development, Magna Steyr AG & Co KG
seit 2006 Director Innovation & Technology, Magna International Europe AG

Dipl.-Ing. Gunter KAPPACHER

Member of the Executive Board and Head of Energy Sector CEE, Siemens AG Österreich, Vienna

 Programm- und Systementwicklung PSE, Siemens AG Österreich, Wien
 IT-Manager, Nixdorf Computer GmbH, Wien
 Projektleiter, Siemens Nixdorf Informationssysteme GmbH
 Geschäftsführer, Siemens Business Services GmbH & Co, Wien
 Leitung, Siemens Business Services Europa, Russland, Afrika, München
 Projektleitung, VA-TECH Akquisition und Integration, Siemens AG Österreich, Wien
 Bereichsleitung Energie, Siemens AG Österreich, Wien
 Mitglied des Vorstandes, verantwortlich für den Energy Sector, Central Eastern Europe, Siemens AG Österreich, Wien

DI Dr. Heinz KAUPA

Technischer Vorstandsdirektor, VERBUND-Austrian Power Grid AG (APG), Wien

1957-1983 Realgymnasium, Technische Universität Wien - Studium Bauingenieurwesen, Diplom, Universitätsassistent am Institut für Gewässerregulierung, Promotion, Bundesministerium für Bauten und Technik, Geschäftsführer der Österreichischen Gesellschaft für Natur- und Umweltschutz
1983-1985 Vorstandsmitglied der Planungsgesellschaft Marchfeldkanal
1986-1993 Vorstandsmitglied der Errichtungsgesellschaft Marchfeldkanal und der Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal
1992 Vorstandsmitglied der Österreichischen Donau-Betriebs-AG
1993-1999 Vorstandsmitglied der Österreichischen Donaukraftwerke AG
1997-1998 Geschäftsfeldleiter Verbund "Neue Geschäfte/Beteiligungen"
1999 Prokurist der VERBUND-Elektrizitätserzeugungs-GmbH
1999-2001 Vorstandsmitglied der VERBUND-Austrian Hydro Power AG
2001 Vorstandsmitglied der VERBUND-Austrian Thermal Power AG
2001-2005 Geschäftsführer der Gemeinschaftskraftwerk Tullnerfeld GmbH
seit 2002 Vorstandsmitglied der VERBUND-Austrian Power Grid AG

Ing. Mag. (FH) Andreas MATTHÄ

Chairman of the Board of Management and Chief Executive Officer, ÖBB-Holding AG, Vienna

1982-1987 Bauaufsicht und Bauleiter, Auftraggebervertreter bei Brücken- und Tiefbauprojekten, Bauvertragsvergabe und Preisprüfung
1987-1995 Organisationsverantwortlicher Brückeninstandhaltung, ÖBB-Generaldirektion
1995-2001 Leitungsfunktionen, Bereiche Personal, Rechnungswesen, Controlling und Finanzen
2001-2004 Bereichsleiter Planung, Controlling, Systeme, ÖBB
2005-2008 Bereichsleiter Controlling und Finanzen, ÖBB-Infrastruktur Bau AG
2008-2009 Vorstandsdirektor, Anlagen und Vorstandssprecher, ÖBB-Infrastruktur Bau AG
2009-2016 Vorstandsdirektor, Finanzen, Markt, Service, ÖBB-Infrastruktur AG
seit 2016 Vorstandsvorsitzender, ÖBB-Holding AG

Dr. Pierre-Alain SCHIEB

Counsellor, Head of Futures Projects, Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD), Paris

 In charge of the International Futures Network, and Head of OECD Futures Projects, such as the project on Risk Management Policies in Selected OECD Countries; The Bioeconomy in 2030: A Policy Agenda and follow-up work planned for Global Infrastructure Needs. Further to recommendations arising from a two year Futures Project, Dr. Schieb is also in charge of the OECD Forum on Space Economics and preparing the ground for new Projects on Future Global Shocks. The aim of the Futures Programme is to help decision-makers in government and business identify and evaluate the strategic challenges of a rapidly changing world economy within a long-term perspective.
 Before joining the OECD in 1994, Dr. Schieb was formerly Executive Vice-President of International Business of one France s major retailing groups; Dean of a graduate school of business in France; and holds an Associate-Professorship at the University of Paris Dauphine. Co-founder of a high-tech start-up company in the early 1980s and involved in venture capital initiatives, Dr. Schieb was also a consultant to numerous French and US companies in the field of alliances, industrial cooperation, licensing, corporate and marketing strategies. He has also published many articles in the field of international management, risk management, marketing and corporate strategy.

Dr. Hans WERDER

Generalsekretär, UVEK - Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation, Bern

 Studium der Rechtswissenschaften und der Politischen Wissenschaften
 Forschungstätigkeit in den Bereichen öffentliche Verwaltung, Planung und Demokratie an der ETH Zürich
1980-1987 Direktionssekretär der Schweizerischen Bundeskanzlei
1987-1996 Generalsekretär der bernischen Bau- und Verkehrsdirektion
 Verantwortlicher Stabschef für Verkehrs-, Energie-, Umwelt-, Raumentwicklungs- und Kommunikationspolitik. Zuständig für die Wahrnehmung der Eigentümerinteressen gegenüber Swisscom, Post, SBB und Skyguide.
seit 1996 Generalsekretär des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

Dipl.-Ing. Anton PLIMON

Kaufmännischer Geschäftsführer, AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Wien

 Studium der Technischen Physik an der Technischen Universität Graz
1988-1999 Advanced Simulation Technologies, AVL List GmbH
1999-2000 Leiter des Geschäftsfeldes Verkehrstechnologien, arsenal research
2000-2009 Geschäftsführer, arsenal research
2008-2009 Geschäftsführer, Austrian Research Centers GmbH - ARC
seit 2009 Kaufmännsicher Geschäftsführer, AIT Austrian Institute of Technology GmbH

Mag. Ingolf SCHÄDLER

Deputy Director General for Innovation Policy, Austrian Federal Ministry of Transport, Innovation and Technology, Vienna

1978 Studienabschluss, Volkswirtschaft, Universität Wien
1978-1979 Studium, Internationalen Politik, Paul H. Nitze School of Advanced International Studies, Johns Hopkins Universität, Bologna
1979-1980 Forschungsassistent, Wiener Institut für Entwicklungsfragen
1981 Eintritt in den öffentlichen Dienst, Referent, Bundeskanzleramt, Wien
1993 Leiter, Abteilung für Technologiepolitik und -programme, Bundesministerium für öffentliche Wirtschaft und Verkehr
2003 Leiter, Bereich Innovation; stellvertretender Sektionsleiter, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie,
2010 Übernahme des Vorsitzes, EU-Joint Programming Initiative Urban Europe

Technology Forum

show timetable

27.08.2009

10:00 - 12:30Technology brunch of the Tiroler ZukunftsstiftungSocial
13:00 - 13:10Opening by the European Forum AlpbachPlenary
13:10 - 14:00Welcome statementsPlenary
14:00 - 16:00Pathways out of the crisis - new perspectives through research and innovation?Plenary
16:30 - 18:00The future of stem cell researchPlenary
20:00 - 21:30A look at the past - the secrets of our originPlenary
21:30 - 23:30Evening reception hosted by Forschung Austria in cooperation with GFF and BMVITSocial

28.08.2009

09:00 - 18:00Junior Alpbach - Science and technology for young peopleBreakout
09:00 - 15:00Technology Workshop: Trend radar of developments in societyBreakout
09:00 - 15:30Working Group 01: Can we trust in feed and food?Breakout
09:00 - 15:30Working Group 02: An international comparison of research, technology and innovation-policy (RTI) strategiesBreakout
09:00 - 15:30Working Group 03: "Sowing and harvesting" in bio(techno)logical research: From the atomic structure of proteins to the discovery of new drugs and their clinical applicationBreakout
09:00 - 15:30Working Group 04: Biomedical and pharmaceutical engineering - key technologies of the 21st centuryBreakout
09:00 - 15:30Working Group 05: Infratech - a chance in crisisBreakout
09:00 - 15:30Working Group 06: Creativity - fuel for the knowledge society?Breakout
09:00 - 15:30Working Group 07: Creative industries vs. old economy: where is the economy headed?Breakout
09:00 - 15:30Working Group 08: Universities: responsibility for the futureBreakout
09:00 - 15:30Working Group 09: Trust in the future - investment in researchBreakout
09:00 - 15:30Working Group 10: Digital Government - citizens and administration in a conflict areaBreakout
09:00 - 15:30Working Group 11: E-Mobility AustriaBreakout
09:00 - 15:00Ö1 Children's University Alpbach - Science and technology for kidsBreakout
10:00 - 15:00Special Event: Positioning Austria in the international knowledge areaBreakout
16:30 - 17:45Creativity. How kids learn - learning like kids do?Plenary
18:15 - 20:00Innovative research locations - regions in competitionPlenary

29.08.2009

09:30 - 10:45Can we trust in science? Integrity in scientific researchPlenary
10:45 - 11:30The future of the universe - perspectives for astrophysics and cosmologyPlenary
12:00 - 13:00I-Brain - the technological evolution of the brain?Plenary
13:00 - 13:15Closing statementPlenary
13:15 - 14:00Snack receptionSocial