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10: Digital Government – citizens and administration in a conflict area

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Hauptschule
Breakout / Working Group
german language

Information and communications technologies (ICT) are becoming a focus of everyday life. In the long term, this poses the question which cultural technique we will develop from our use of ICT and what we will demand from ICT services in the future.
Progressing digitalization also brings fundamental changes to the rule of law and administration. What is the role of a modern administration in the conflicting areas of economic efficiency and citizens demands?
This working group is meant to derive a clearer profile for new ICT-based administration processes for the future age of new media, which are primarily characterized by participation and networking of users in communities.

Speakers

Vice President and Distinguished Analyst, Gartner Research, Milano Abstract
Most e-government strategies claim to be "citizen-centric," as they aim to shield citizens from the complexity of government organizations by the way information and services are provided. However, citizen-centric government, while it constitutes an improvement over online government, is at serious risk of failing to meet constituents' expectations.
Citizens want more choice to access and combine their services, and businesses want to transact through intermediaries they already deal with (such as banks, accounting firms, and professional associations). This leads to a different model, i.e. "citizen-driven", where the actual beneficiary or target of government services plays an active role in determining how those services are delivered.
However citizen-driven government cannot become a reality unless the machinery of government changes to make new levels of service and process configurability possible. Some of this is made possible by using technology, but most of it critically depends on how government employees will change the way they work and collaborate both inside and outside government.
European Commissioner for European Neighbourhood Policy & Enlargement Negotiations, Brussels Abstract
Von der digitalen Meldebestätigung bis hin zur virtuellen Arbeitnehmerveranlagung: Die Republik Österreich ist im Bereich "E-Government" in vielerlei Hinsicht europaweit führend. Das bestätigen EU-weite Rankings seit Jahren.
Dieses Jahr wurde im Rahmen der HochschülerInnen- und Hochschülerschaftswahlen ein weiterer, wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur "E-Democracy Austria" gesetzt. Die Abwicklung der ersten bundesweiten, elektronischen Wahlen via Internet verlief durchwegs erfolgreich.
Die Geschichte des "E-Voting" in Österreich begann im Jahr 2001 mit der Forderung der Österreichischen Hochschülerschaft nach der Einführung eines Distanzwahlkanals für die alle zwei Jahre stattfindenden ÖH-Wahlen. Denn bis dahin gab es weder Wahlkarte, noch Briefwahl geschweige denn Wählen per Internet. Im Parlament fand sich dafür damals eine breite Mehrheit. Sieben Jahre später gab es 2008 grünes Licht für die erste elektronische Wahl im Rahmen der ÖH-Wahl 2009. Für die elektronische Stimmabgabe war nichts anderes als ein Computer mit Internetanschluss, ein Kartenlesegerät und eine aktivierte Bürgerkarte notwendig.
Um einer möglichst großen Anzahl von Studierenden Zugang zu dem neuen, zusätzlichen Wahlkanal zu gewährleisten, wurde die Initiative "www.studi.gv.at" mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Möglichkeiten des E-Governments speziell unter Studierenden zu promoten. In diesem Rahmen haben über 14.000 Studierende die Möglichkeit genutzt, um sich ihre E-Card kostenlos zur Bürgerkarte aktivieren zu lassen. Das für den Einstieg in die Welt des "E-Government" erforderliche Lesegerät gab es dazu gratis.
Die Studierenden zeigten sich nicht nur als gesellschaftliche Avantgarde (8 von 10 Studierenden sahen im Zusatzangebot eine gute Sache), sondern auch als ein sehr (technologie-)kritisches Wählerpublikum - zumindest wies die von ÖH-Funktionären geführte öffentliche Debatte in eine solche Richtung.
Demokratie ist ein hohes Gut und alle Entwicklungen im Zusammenhang mit ihr sind kritisch zu begleiten. Der Pilotversuch E-Voting bei den ÖH-Wahlen war jedenfalls technisch erfolgreich. Jetzt liegt es daran, die neue Technologie zu evaluieren und weiterzuentwickeln, um mit ihr auch neue Formen der bürgerlichen Partizipation zu erschließen. Vielleicht spricht man bald von einer Demokratie 2.0.
General Manager, Cisco Systems Austria GmbH, Wien Abstract
Mit der Vision "Connected Republic" entsteht ein ganzheitlicher Ansatz zur umfassenden Vernetzung der öffentlichen Hand. Dabei stehen Effizienz- und Produktivitätssteigerung sowie Bürgernähe und Kundenfreundlichkeit im Mittelpunkt. Die drei zentralen Themen für die "Connected Republic" sind Konvergenz der Daten-, Sprach- und Videonetze, Ausfallsicherheit des Netzwerks sowie Datensicherheit.
Die vernetzte Welt unterstützt die Kooperation von Verwaltung und Wirtschaft und sie ermöglicht eine neue Art der Beziehung zwischen Bürgerinnen und Bürgern sowie den öffentlich Bediensteten. Um den Kunden das bestmögliche Service zu bieten, braucht es neue Formen des Teamworks zwischen Ämtern, Behörden und externen Organisationen.
Eine zentrale Rolle spielt dafür das Netzwerk als Plattform für Kooperation und grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Damit können Kreativität und das vernetzte Wissen des Einzelnen durch Anwendungen aus der Welt des "Mitmach-Netzes" noch stärker genutzt werden. Die organisatorische und technische Verantwortung des Dienstanbieters für öffentliche Portale im Zeitalter des Web 2.0 wird bedeutender: E-Government-Portale werden sich in Richtung "Amt 2.0" entwickeln, um die geforderte Qualität und Anwenderfreundlichkeit zu garantieren.
Dank Internet und modernen Telekommunikationsanwendungen (IP-Telefonie, Unified Communications, Videokommunikation, virtuelle Zusammenarbeit etc.) ist es heute einfach, ressort- und grenzüberschreitende Plattformen zu realisieren. Die IT-Industrie wird auch zukünftig maßgeblich dazu beitragen, die Instrumente für ressourcenoptimales und bürgernahes E-Government zu entwickeln und mit zentralen IT-Dienstleistern effektive E-Government-Dienste umzusetzen.
Neue Technologien fördern die Zusammenarbeit
Die Bürger von heute wollen ein umfassendes digitales Service, das 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche verfügbar ist, und erwarten sich ein integriertes, personalisiertes Service. Bürgern ist es auch ein Anliegen, die Angebote der öffentlichen Verwaltung mitzugestalten und nicht nur etwas Fertiges vorgesetzt zu bekommen. Die Herausforderung dabei liegt nicht im Abarbeiten des kontinuierlich ansteigenden Datenvolumens, sondern im Zugang zu den Daten - das Auffinden von Informationen, die Benutzbarkeit, Einfachheit der Aufbereitung und ihre Verständlichkeit.
Das in den USA unter dem Schlagwort "Collaboration" bekannte Thema der Teamarbeit wird insbesondere durch die neuen Medien auch im E-Government immer wichtiger. Ein "One-Stop-Shop" für Amtswege ist nur dann möglich, wenn die betroffenen Ämter auch auf Sachbearbeiter-Ebene intensiv zusammenarbeiten. Dazu ist es notwendig, den Teamgeist und die Arbeit in Teams in Österreich zu fördern - nicht nur in den Ämtern, sondern auch in der Wirtschaft.
Sektionschef, Sektion I - Präsidium, Bundeskanzleramt, Wien Abstract
Die österreichische Bundesverwaltung hat sich vor einigen Jahren dazu entschlossen, breitflächig auf e-Government zu setzen und hat ein ambitioniertes Programm durchaus erfolgreich umgesetzt. Die mittlerweile erreichte europäische Top-Position, die unser Land hält, belegt dies deutlich.
Ein Rückblick lässt Tendenzen, aber auch Herausforderungen erkennen:
Ein besonderer Erfolg besteht darin, dass es gelungen ist, eine gesamthafte, integrierte Strategie umzusetzen: back-office, durchgängige Prozesse, leistungsfähige government to citizen - Angebote (help, Finanzonline & ), umfassende rechtliche Regelungen, institutionalisierte Kooperationen aller Gebietskörperschaften, digitale Signatur, Ausbildungsoffensiven, Portale und viele andere Elemente greifen mittlerweile ineinander, fördern und beschleunigen einander.
Gut umgesetzt sind die internen Strukturen, Anwendungen, Vernetzungen und Kooperationen. Hier fehlt eigentlich nur mehr ein Element - allerdings ein sehr wesentliches: die Möglichkeit einer stärker zentralen Steuerung. Derzeit geht Tempo und Qualität dadurch verloren, dass jeder Schritt mühsam im Konsens erarbeitet werden muss und sinnvolle Schritte mangels Konsens unterbleiben. Was wir brauchen, ist eine klare Entscheidungszuständigkeit eines Ressorts für die gesamte Bundesverwaltung; zumindest eine Koordinationskompetenz, besser noch eine Devolution der Zuständigkeit, wenn sich einzelne Ministerien nicht einigen. Gleiches gilt für die Kooperation von Bund und Ländern: die Einrichtung eines Gremiums mit Entscheidungsbefugnis - nach deutschem Muster - wäre ein Vorteil.
In der Beziehung zu den Anwendern und Nutzern, den Bürgern und Unternehmen, haben wir große Akzeptanz erreicht. Hier geht es einerseits darum, die Serviceangebote kontinuierlich auszubauen (das im Entstehen befindliche Unternehmensserviceportal ist ein wichtiger Schritt); dies wird wohl weiterhin gut gelingen. Schwieriger wird es werden, die Nutzung zu verbreitern, den digitalen Kontakt der Wirtschaft und der Menschen zur Verwaltung zum Regelfall zu machen. Hier sind wir zwar technisch on top, die Nutzerfreundlichkeit, die Einfachheit der Bedienung der "Schalter und Knöpfe", die wir zur Verfügung stellen, lässt aber noch zu wünschen übrig. Genau das müssen wir aber schaffen, wenn wir die Potentiale ausschöpfen wollen. Wir werden uns auf spezialisierte, einfachst nutzbare Anwendungen für spezielle Gruppen (etwa im Schul- und Gesundheitsbereich) und auf die Gruppe der älteren Menschen konzentrieren müssen. Wir werden umfassende Serviceangebote zur Verfügung zu stellen haben, die etwa die gesamte Bearbeitung der Behördenkontakte eines Unternehmens via Internet möglich macht.
Die Hürden, die dabei zu überwinden sind, sind eher nicht technische, sondern solche der Verwaltungsrechtsordnung und der Verwaltungsstruktur: es ist erkennbar, dass e-Government-Projekte notwendigerweise zu Verwaltungsreformprojekten werden, die technische Entwicklung also der Treiber für Vereinfachungen, größere Bürgerfreundlichkeit der Regelungen und stärkere Serviceorientierung der Verwaltung insgesamt wird. Hier ist letztlich die Politik stark gefordert, das kann die Administration allein nicht mehr umsetzen.
Leiter, Zentrum für E-Government, Donau-Universität Krems Abstract
Digitalisierung und elektronische Vernetzung fördern die orts- und zeitunabhängige Flexibilität, Nutzerfreundlichkeit und Zielgruppenorientierung. Neue Formen der Informationsaufbereitung, der Kommunikation und der Interaktion sowie höhere Transparenz und Nachvollziehbarkeit werden möglich. Dadurch entstehen neue Potentiale der Zusammenarbeit des öffentlichen Sektors mit Wirtschaft und Gesellschaft.
Die bisher stark zentral verwaltete Macht der jeweiligen Eliten und Gatekeeper diffundiert in Richtung neuer sozialer Netzwerke. Immer mehr BürgerInnen nutzen das Web und beteiligen sich je nach Interesse an unterschiedlichen Communities. In diesen Netzwerken entstehen soziale Beziehungen, gemeinsame Organisationen und Projekte - als Grundlagen möglicher Machtverschiebungen. Dabei spielt die Technologie zwar eine wichtige Rolle, doch die wesentlichen Entwicklungen entstehen erst mit veränderten Verhaltensweisen.
Das Hauptziel sind daher die Stärkung und sogar der Ausbau unserer Demokratie durch breite Einbindung der BürgerInnen und Nutzung des Wissens aller Beteiligten für bessere Prozesse und Ergebnisse in Politik, Verwaltung und Gesellschaft mithilfe elektronischer Medien.
Director General for Digitalization, Innovation and e-Government, Austrian Federal Ministry for Digital and Economic Affairs, Vienna Abstract
Die österreichische Verwaltung zählt zu den modernsten in Europa. "Best Practice"-Anwendungen wie "help.gv.at", "FinanzOnline", das "Zentrale Melderegister", die "Bürgerkarte" oder die "e-Card" ermöglichen es BürgerInnen und Unternehmen öffentliche Dienstleistungen einfach und rasch ohne besondere Kenntnisse von Zuständigkeiten und ohne technisches Spezialwissen elektronisch auszuführen. Dennoch steht die öffentliche Verwaltung aufgrund der dynamischen Veränderungen in Gesellschaft, Politik und Technologie kontinuierlich vor neuen Herausforderungen.
Eine klare Vision und eindeutig definierte Ziele sind Voraussetzung, um mit konkreten Handlungsoptionen diesen Herausforderungen entgegen treten zu können. Derzeitige Herausforderungen sind einen "One-Stop-Shop" zu etablieren, transorganisationale Prozesse zu managen sowie Dienstleistungen ubiquitär und proaktiv zur Verfügung zu stellen.
Die Verwaltung orientiert sich an den Bedürfnissen der "Kundschaft" und bietet eine hohe Serviceorientierung, indem der Kunde zB Unterlagen nur mehr einmal vorlegen muss, der Behördenzugang an nicht üblichen Orten angeboten wird, nur mehr ein Amtsweg erforderlich ist und die Verwaltungsleistung nicht entsprechend der kommunalen Aufgabenstruktur, sondern nach der Lebenslage erfolgt.
Erfolgsentscheidend sind dabei viele verschiedene technische, organisatorische und prozessbezogene Faktoren wie beispielsweise die Implementierung einer einheitlichen technischen Infrastruktur, der Aufbau eines modularen Systems, die Verwendung von einheitlichen Standards, die Trennung von Vertrieb und Leistungserstellung, die Umgestaltung und Optimierung der Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Neufestlegung von Grenzen zwischen Organisationseinheiten der Verwaltung.
Gegenwärtig wurde im E-Government ein Wendepunkt erreicht. Bisheriger Fokus im E-Government war die Schaffung eines Zugangs für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen zu bestehenden Anwendungen. Zunehmend wird E-Government als Mittel zur Neugestaltung von Verwaltungshandeln gesehen. Auf Basis neuer Grundsätze sollen Verwaltungen innerstaatlich, EU-weit und international vernetzt werden. Wichtig ist ein einheitliches E-Identity Management, die Schaffung einheitlicher Ansprechpartner (Single Point of Contact) für alle "Kunden", zentrale Register, Register mit Metadaten bestehender zentraler Register sowie die Bereitstellung eines Mehrkanalzugangs.
Das E-Government 2.0 soll politische, administrative, wirtschaftliche und private Akteure zusammenführen und so vernetzen, dass ein Austausch von jeglichem Anliegen möglich ist.
Bevollmächtigter der Hessischen Landesregierung für E-Government und Informationstechnologie; Staatssekretär im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport, Wiesbaden Abstract
Das Land Hessen hat in den letzten Jahren die IT-technischen Voraussetzungen in den Bereichen IT-Infrastrukturen und -Anwendungen für die Bewältigung der Anforderungen des E-Government geschaffen. Neben der Orientierung, die Bürger und die Unternehmen als Kunden der Verwaltung zu verstehen, war es Ziel mehr Online-Services zur Verfügung zu stellen. Eine Voraussetzung hierfür war auch, die verwaltungsinternen Abläufe mit Hilfe der IT effektiver und effizienter zu gestalten. Dazu wurde die ressortübergreifende Standardisierung der IT-Strukturen und den dazugehörigen IT-Verfahren vorangetrieben und die weitgehende Bündelung der IT-Ressourcen für Anwendungsentwicklung und Betrieb in der Hessischen Zentrale für Datenverarbeitung (HZD) vorgenommen. Mit dieser (ressortübergreifenden) Vorgehensweise der Bildung von Standards und Nutzung von Synergien ist Hessen weiterhin Vorreiter im E-Government und in der Verwaltungsinformatik. Wir stehen damit aber noch immer am Anfang des digitalen Government.
Die wachsenden Anforderungen von vielen Bürgern und Unternehmen, an eine digitale und serviceorientierte Verwaltung sind eine Herausforderung für die Verwaltung aber auch eine Chance. Neben dem steigenden Kostendruck, erfordert besonders der demografische Wandel (in den nächsten zehn Jahren werden rund 35% der Beschäftigten im Öffentlichen Dienst in den Ruhestand gehen) die Verschlankung der Verwaltungsprozesse. D.h., mit der technischen Realisierung von Online-Services für Bürger und Unternehmen, stehen auch die dazugehörigen Prozesse im Fokus der Veränderung.
Eine E-Partizipation über E-Portale auf Basis von Web 2.0-Anwendungen gibt dem Bürger nicht nur die Möglichkeit der Online-Information, sondern auch die Möglichkeit der Mitgestaltung. Dass Melde- und Genehmigungsverfahren im gesamten Prozesszyklus elektronisch über verschiedene Verwaltungszuständigkeiten hinweg abwickelbar sind, das ist zumindest für die Realisierung der EU-Dienstleistungsrichtlinie noch in diesem Jahr eine greifbare Realität.
Chief Executive Officer, Bundesrechenzentrum GmbH, Wien Abstract Chair
Das Shared Sevice-Organisationsmodell, auch Bündelungsansatz oder (Konzern-) internes Outsourcing genannt, wurde vor mehr als 20 Jahren in der Wirtschaft eingeführt und hat sich dort als die weltweit anerkannte Organisationsform zur Steigerung von Effizienz, Qualität und Serviceorientierung in verbundenen Organisationen etabliert.
In der öffentlichen Verwaltung ist das Shared Service Modell das optimale Führungskonzept um die vielfach zu hohe Fragmentierung und Uneinheitlichkeit von Verwaltungsprozessen signifikant zu reduzieren, sowie deren Arbeitsteiligkeit zu verbessern.
Durch die Einführung von IT-Dienstleistungszentren (Shared Service Centern) ergeben sich, bei verantwortungsbewusster Organisation und Planung, sowohl qualitative als auch quantitative Vorteile für die Verwaltung, da sich dabei Vorteile eines "externen" Dienstleisters bei gleichzeitiger Konzentration auf die eigene inhaltliche Aufgabenerfüllung verbinden und ausschöpfen. So konnte beispielsweise das BRZ als IKT-Dienstleistungszentrum für Verwaltungsmodernisierung und -reform bei hoher Servicequalität die IKT-Kosten im Jahr 2009 um mehr als EUR 20 Mio. senken. Weiters wurden vom BRZ im Zuge der Konsolidierungsvorhaben der österreichischen Bundesregierung (Arbeitsgruppe "Effizienz in der Verwaltung") bundesweite Shared IT-Services mit einem Einsparungspotential in dreistelliger Millionenhöhe für die nächsten fünf Jahre vorgeschlagen.
Während die betriebswirtschaftliche und auf Unternehmen bezogene Anwendung des Shared Service Modells primär auf Supportprozesse (wie Rechnungswesen und Beschaffung) abstellt, kann im Verwaltungsbereich auch die Wahrnehmung von Kernaufgaben effektiv unterstützt werden. So ist etwa eine Bündelung der Marketing- oder Vertriebsprozesse bei konkurrierenden Automobilherstellern aus Wettbewerbsgründen kaum vorstellbar, die Zusammenfassung von Front Office-Funktionen in der Verwaltung aber realisierbar und von ihren Kunden, den BürgerInnen und Unternehmen, höchst erwünscht (One Stop Government). Es ist daher in keinster Weise verwunderlich, dass integrierende "IT-Einstiege" in die Verwaltung wie HELP.gv oder FinanzOnline die bei weitem höchste Akzeptanz haben. Auch künftige Herausforderungen wie das "Unternehmensserviceportal" (Bürokratiekosteneinsparung der Wirtschaft in Milliardenhöhe) und auf europäischer Ebene die Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie weisen dahingehend den Weg.
Head of Safety & Security Department, AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Vienna Chair
Marketing and Communications, Department Safety and Security, AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Vienna Coordination

M.S. Andrea DI MAIO

Vice President and Distinguished Analyst, Gartner Research, Milano

 Andrea Di Maio is a vice president and distinguished analyst in Gartner Research, where he focuses on the public sector, with particular reference to e-government strategies, Web 2.0, the business value of IT, open-source software, cloud computing, green IT and the impact of technology on the future of government.
 Prior to joining Gartner, Mr. Di Maio was with the European Commission, where he was responsible for part of the R&D framework program, as well as for all activities on the impact of the year 2000 problem and the IT impact of the European single currency. Before the European Commission, he held management and technical positions in the systems and software industry. He has more than 20 years of experience in IT.

Dr. Johannes HAHN

European Commissioner for European Neighbourhood Policy & Enlargement Negotiations, Brussels

 Studium der Philosophie, Promotion 1987
1980-1985 Obmann der Jungen ÖVP
1985-1992 Managementfunktionen in verschiedenen Bereichen der österreichischen Wirtschaft und Industrie
1992-1997 Landesgeschäftsführer der ÖVP Wien
1996-2003 Gemeinderat und Landtagsabgeordneter sowie Gesundheitssprecher der ÖVP Wien
1997-2003 Mitglied des Vorstandes, zuletzt Vorstandsvorsitzender (CEO) der Novomatic AG
2003-2007 Mitglied der Wiener Landesregierung
2005 Wahl zum Landesparteiobmann der ÖVP Wien
2007-2010 Bundesminister für Wissenschaft und Forschung der Republik Österreich
seit 2010 EU-Kommissar für Regionalpolitik

Mag. Dr. Achim KASPAR

General Manager, Cisco Systems Austria GmbH, Wien

 Studium der Betriebswirtschaftslehre, Karl-Franzens-Universität Graz
 Traineeprogramm, Vereinigung der Österreichischen Industrie (IP Abteilung VÖI, Verbund AG, Europ.Kommission DG XVII)
 Finanzbereich, Österreichische Elektrizitätswirtschafts-AG
 Verbund Telekom/Tele.Ring
 Managing Director, MCI Worldcom
 CEO Vorstandsvorsitzender, Etel Austria AG

Dr. Manfred MATZKA

Sektionschef, Sektion I - Präsidium, Bundeskanzleramt, Wien

 Studium der Rechtswissenschaften in Wien
1972-1975 Berufliche Tätigkeit als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Römisches Recht
1975 Promotion zum Dr.jur.
1975-1980 Assistent am Institut für Staats- und Verwaltungsrecht
1980-1987 Verfassungsdienst im Bundeskanzleramt, zuständig insbesondere für Verfassungsrecht, Verwaltungsorganisation, Menschenrechte, Datenschutz; zuletzt Referatsleiter
1987-1989 Referent im Büro des BM für Gesundheit und öffentlicher Dienst
1989 Kabinettchef des Bundesministers für Inneres
1993 zusätzlich Leiter der Sektion für Fremden-, Asyl-, Pass-, Staatsbürgerschafts- und Migrationswesen. Nach Aufgabe der Funktion als Kabinettschef Koordination der in Schengen- und EU-Angelegenheiten des Ressorts. Führende Funktionen in den facheinschlägigen Leitungsgremien der Schengen- und EU-Institutionen.
 Langjährig Lehrbeauftragter an der Universität Wien. Kontrollfunktionen in ausgegliederten Bundeseinrichtungen.
1999 Bestellung zum Leiter der Sektion I (Präsidium) des Bundeskanzleramtes

Dr. M.Sc. Peter PARYCEK

Leiter, Zentrum für E-Government, Donau-Universität Krems

 Neben seiner Funktion als Leiter des Zentrums für E-Government der Donau-Universität Krems ist er Vorsitzender der Projektgruppe E-Democracy & E-Participation und Vorsitzender der Projektgruppe E-Government Schulung. Als Rechtswissenschafter und Absolvent des Masterlehrgangs Telematik arbeitet er interdisziplinär am Schnittpunkt technologischer, gesellschaftlicher und rechtspolitischer Entwicklungen. Zu seinen Forschungs- und Projektschwerpunkten zählen: E-Governance, E-Democracy und E-Participation, E-Government und Weiterbildung. Aktuelle Schwerpunkte: Open Government & Open Data.
 
 Online Ressourcen/Online Resources
 Website: http://www.donau-uni.ac.at/egov
 eSociety Blog: http://digitalgovernment.wordpress.com/
 eJournal of eDemocracy and Open Government: http://www.jedem.org/
 Conference for E-Democracy and Open Government: http://www.donau-uni.ac.at/cedem
 Foliensätze: http://www.slideshare.net/parycek

Dr. Gerhard POPP

Director General for Digitalization, Innovation and e-Government, Austrian Federal Ministry for Digital and Economic Affairs, Vienna

1980-1987 Journalist, "Wochenpresse"; "Academia"; "Die Furche"
1986-1991 Federal Press Speaker Office; Head, Department for Public Relations, Austrian People's Party, Vienna
1991-2009 Deputy Director General, DG I; Head, Department for Public Relations; Press Speaker; Deputy Head of Cabinet, Austrian Federal Ministry of Agriculture, Forestry, Environment and Water Management, Vienna
2009-2018 Director General, DG V - Information and Communication Technology, e-Government, Austrian Federal Ministry of Finance, Vienna
since 2018 Director General, DG III - Digitalization, Innovation and e-Government, Austrian Federal Ministry for Digital and Economic Affairs, Vienna

Dipl.-Ing. Horst WESTERFELD

Bevollmächtigter der Hessischen Landesregierung für E-Government und Informationstechnologie; Staatssekretär im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport, Wiesbaden

 Studierte Mathematik und Physik an den Universitäten Gießen und Frankfurt
seit 1978 in der Anwendungsentwicklung der Systemanalyse und -Beratung für Datenbank-, CAD-CAM- und PPS-Systeme bei verschiedenen Firmen tätig.
1986-1990 bei Siemens im Vertrieb, Marketing und Strategischen Entwicklung von IT-Systemen
1990-2007 verantwortlich für Consulting in allen Branchen (Fertigung, Finance, Public) bei Siemens
2007-2008 Projektleiter für "Deutschland Online" Vorhaben Infrastruktur
seit 2008 Chief Information Officer des Landes Hessen und Bevollmächtigter für E-Government und Verwaltungsinformation

Dipl.-Ing. MBA Roland JABKOWSKI

Chief Executive Officer, Bundesrechenzentrum GmbH, Wien

1983 Abschluss des Informatikstudiums, Johannes Kepler Universität Linz
1983-1988 VOEST Alpine AG; Consulting, Implementierung und Projektleitung von kommerziellen Informatiklösungen
1988-1992 AIS Automations- und Informationssysteme, Ergebnisverantwortliche Bereichsleitung für Finanzlösungen
1992-2005 Applied International Informatics AG; Geschäftsbereichsleitung Consulting, Geschäftsführer verschiedener Tochtergesellschaften, Vorstandsmitglied
1996 Abschluss des Betriebswirtschaftsstudiums, University of Toronto
seit 2005 Bundesrechenzentrum GmbH, Sprecher der Geschäftsführung

Dipl.-Ing. Helmut LEOPOLD

Head of Safety & Security Department, AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Vienna

1989 Abschluss des Studiums der Informatik als Dipl.-Ing. an der Technischen Universität Wien
1989-1994 Alcatel Austria ELIN Forschungszentrum; Forschungsingenieur auf dem Gebiet der Breitband- und Multimediakommunikation
1994-1998 Alcatel Austria AG; Leiter der Gruppe Breitbandtechnologie und Strategie
1999-2008 In verschiedenen Managementpositionen bei Telekom Austria; In dieser Zeit verantwortete er die Realisierung eines umfassenden Product Life Cycle Prozesses, in dem heute das Gesamtportfolio der Festnetzprodukte der Telekom Austria gesteuert wird.
seit 2009 Head of Safety & Security Department, AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Wien

Technology Forum

show timetable

27.08.2009

10:00 - 12:30Technology brunch of the Tiroler ZukunftsstiftungSocial
13:00 - 13:10Opening by the European Forum AlpbachPlenary
13:10 - 14:00Welcome statementsPlenary
14:00 - 16:00Pathways out of the crisis - new perspectives through research and innovation?Plenary
16:30 - 18:00The future of stem cell researchPlenary
20:00 - 21:30A look at the past - the secrets of our originPlenary
21:30 - 23:30Evening reception hosted by Forschung Austria in cooperation with GFF and BMVITSocial

28.08.2009

09:00 - 18:00Junior Alpbach - Science and technology for young peopleBreakout
09:00 - 15:00Technology Workshop: Trend radar of developments in societyBreakout
09:00 - 15:30Working Group 01: Can we trust in feed and food?Breakout
09:00 - 15:30Working Group 02: An international comparison of research, technology and innovation-policy (RTI) strategiesBreakout
09:00 - 15:30Working Group 03: "Sowing and harvesting" in bio(techno)logical research: From the atomic structure of proteins to the discovery of new drugs and their clinical applicationBreakout
09:00 - 15:30Working Group 04: Biomedical and pharmaceutical engineering - key technologies of the 21st centuryBreakout
09:00 - 15:30Working Group 05: Infratech - a chance in crisisBreakout
09:00 - 15:30Working Group 06: Creativity - fuel for the knowledge society?Breakout
09:00 - 15:30Working Group 07: Creative industries vs. old economy: where is the economy headed?Breakout
09:00 - 15:30Working Group 08: Universities: responsibility for the futureBreakout
09:00 - 15:30Working Group 09: Trust in the future - investment in researchBreakout
09:00 - 15:30Working Group 10: Digital Government - citizens and administration in a conflict areaBreakout
09:00 - 15:30Working Group 11: E-Mobility AustriaBreakout
09:00 - 15:00Ö1 Children's University Alpbach - Science and technology for kidsBreakout
10:00 - 15:00Special Event: Positioning Austria in the international knowledge areaBreakout
16:30 - 17:45Creativity. How kids learn - learning like kids do?Plenary
18:15 - 20:00Innovative research locations - regions in competitionPlenary

29.08.2009

09:30 - 10:45Can we trust in science? Integrity in scientific researchPlenary
10:45 - 11:30The future of the universe - perspectives for astrophysics and cosmologyPlenary
12:00 - 13:00I-Brain - the technological evolution of the brain?Plenary
13:00 - 13:15Closing statementPlenary
13:15 - 14:00Snack receptionSocial