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12: Secure Society = Secured Future = Security Research

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Hauptschule
Breakout / Working Group
german language

Security research is a new field of studies that caused many socio-political controversies and the accusation of non-functioning markets at a European level. How can Austria, led by the Federal Ministry for Transport, Innovation and Technology, take over the role of a successful Innovation Leader in this area? The answer can be found in the concept of KIRAS with its unique and innovative integration of all relevant stakeholders. The working group will deal with the challenges for the research topic “security” within the limits of society, technology and market.

Speakers

Head, Staff Group for Technology Transfer and Security Research, DG III - Innovation and Telecommunication, Federal Ministry for Transport, Innovation and Technology of the Republic of Austria, Vienna Abstract Introduction
Sicherheitsforschung in Österreich zeigt seit dem Jahr 2005, wie eine erfolgreiche Lösung für komplexe zeitgemäße gesellschaftliche Probleme aussehen kann. Die strategische Aufstellung des nationalen Sicherheitsforschungsprogramms KIRAS und daraus abgeleitet die österreichische Position auf europäischer Ebene auf diesem Gebiet beweisen, dass durch enge Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Behörden, durch Motivation der relevanten Akteure aus Forschung und Wirtschaft, und durch das richtige Verhältnis von technologischen Lösungen zu nicht-technologischen sicherheitssteigernden Maßnahmen auch ein kleinerer Staat eine Vorreiterrolle in einem der zentralen technologiepolitischen Themen auf EU-Ebene für sich in Anspruch nehmen kann.

Erstes Ziel jeglicher Sicherheitsforschung muss dabei die Erhöhung der objektiven Sicherheit in Verbindung mit dem subjektiven Sicherheitsempfinden der Bürger sein. Ein weiteres grundsätzliches Ziel liegt in der Entwicklung wettbewerbsfähiger Sicherheitsforschungsgüter und -dienstleistungen für einen globalen Wachstumsmarkt zur Schaffung und Erhaltung von österreichischen und europäischen Arbeitsplätzen. Dabei geht KIRAS von einem zivilen Ansatz aus, der allerdings dual-use-Forschungsthemen miteinschließt. Zentrale Voraussetzungen für die erfolgreiche Bedienung dieser unterschiedlichen Ziele sind dabei gegenseitiges Vertrauen, Timing und der Wille zur fortwährenden Weiterentwicklung, also zum „Blick hinter den Horizont“. Durch deren Vorhandensein ist Sicherheitsforschung bereits heute ein Musterbeispiel für moderne Forschungspolitik in und aus Österreich.

Zentrale Aufgabe der Sicherheitsforschungspolitik und damit des verantwortlichen bmvit auf österreichischer Ebene ist also einerseits die Identifikation aller sicherheitsforschungsrelevanten Akteure und andererseits die Schaffung einer Atmosphäre von Vertrauen und Kooperation sowie Expertise im Umgang mit Fördersystemen. Auf europäischer Ebene sollen diese Tugenden und Erfahrungen österreichischer Sicherheitsforschungsteilnehmer dadurch unterstützt werden, dass man das EU-Sicherheitsforschungsprogramm so kompatibel zu KIRAS macht, wie möglich. Dazu benötigt man jedenfalls eine aktive „Sicherheitsforschungsaußenpolitik“ und potente Verbündete aus anderen EU-Mitgliedstaaten.

Auf Programm-Management-Ebene gilt es, den Einreichern einen möglichst kundenfreundlichen Förderablauf zu bieten. Das bedeutet unter anderem, eine möglichst kurze Wartezeit bis Vertragsabschluss und möglichst wenige Sonderregeln in Vergleich zu anderen Förderprogrammen. Allerdings gilt auch hier der Grundsatz, dass man Ungleiches nicht gleich behandeln darf. Falsch verstandene Vereinheitlichung von Förderabläufen durch Themen- und Portfoliomanagement bei bmvit bzw. FFG mittels „Rasenmäherprinzip“ gefährden die Effizienz der Sicherheitsforschung.

Mit „Horizont 2020“ und seiner gesellschaftlichen Herausforderung „Secure Societies“ wird auf europäischer Ebene im Jahr 2014 ein neues Kapitel der Sicherheitsforschung aufgeschlagen. Wo immer der Weg hinter den Horizont auch führen mag, Österreich hat den Anspruch, die Akteure und die Fähigkeiten in diesem Bereich wieder ganz vorne dabei sein.
Managing Director, Defence & Security Industry Group, Austrian Federal Economic Chamber, Vienna Abstract
Die Schaffung und der Erhalt innerer und äußerer Sicherheit zählen seit jeher zu den zentralen Aufgaben von Gemeinwesen. Innere und äußere Sicherheit werden in weiterer Folge in diesen Ausführungen nicht speziell differenziert, da sich die beiden Bereiche zunehmend vernetzen bzw. ergänzen.
In letzter Zeit wurden gesellschaftliche Strömungen, die Frieden und Sicherheit als selbstverständliche Gegebenheiten darstellen und jede Investition in deren Erhalt als unnotwendig darstellen, en vouge. Dieses insbesondere in Europa aufkommende trügerische Sicherheitsgefühl wird von der Politik in Zeiten von Budgetnöten natürlich gerne aufgegriffen, da damit Einsparungspotenzial ohne großen Widerstand genutzt werden kann. Dazu kommt, dass eine kritische, ja, ablehnende Haltung gegenüber Sicherheitskräften bei einigen Politikern zum Selbstverständnis gehört, um damit verantwortungsloses, politisches Kleingeld erzielen.
Logische Konsequenz aus solchen Haltungen ist, dass natürlich auch keine Ausrüstung für die Sicherheitskräfte benötigt wird, also auch keine Unternehmen und Arbeitskräfte dafür tätig werden müssen, die derartige Produkte und Leistungen erzeugen. Die logische Konsequenz: Wenn keine Investitionen in diesen Sektoren erfolgen, wird klarerweise dafür keine Forschung notwendig sein.
Speziell am europäischen Rüstungsmarkt ergibt sich eine Situation wie folgt: Verringerung der Verteidigungsbudgets und Reduzierung der Streitkräfte bedeutet Rückgang in der Auftragslage und damit Erhöhung der Arbeitslosigkeit; Fragmentierung der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie und ausgeprägtes Konkurrenzdenken innerhalb Europas anstatt globaler Ansätze (Denken im Rahmen des Kalten Krieges); EU-Politik und nationale Gesetzgebung schränken die Exportbedingungen ein; Anreize zur Investition in Forschung sind durch die unsichere Auftragslage nicht gegeben, damit verbunden Verlust von Know-how und der Marktführung in einzelnen Bereichen; Rüstungsindustrien außereuropäischer Länder (u.a. USA, RUS, CHN, IND, BRA, Südafrika) werden zunehmend zu Marktführern in den bisherigen Absatzgebieten der EU-Rüstungsindustrie.
Zusätzlich sind die internationalen Sicherheitsfragen weiterhin topaktuell, neue Herausforderungen, neue Bedrohungsszenarien verlangen geradezu nach gemeinsamen Anstrengungen und neuen Lösungen. Cybersecurity, die Verwundbarkeit kritischer Infrastruktur, neue terroristische Bedrohungen im bzw. aus dem Inland heraus, die zunehmend schwieriger werdende Vorhersehbarkeit von kritischen Ereignissen, zunehmende Spionagetätigkeit oder auch die höhere „Professionalität“ der internationalen terroristischen Netzwerke erfordern neue Lösungen, F&E ist dabei unabdingbar.
Neben der wesentlichen allgemeinen Sicherheitsdiskussion, ist auch der wirtschaftliche Aspekt beachtlich. Die Verteidigungsindustrie der EU ist für die europäische Wirtschaft insgesamt wichtig. Sie beschäftigt etwa 1,000.000 Arbeitnehmer und erwirtschaftet 2 % bis 2,5 % des BIP der EU.
All dies vorausgesetzt wäre die erwartbare rationale Reaktion, dass politisch gemeinsame Bemühungen (Pooling & Sharing) in diesem Sektor intensiviert werden, der Sektor insgesamt aufgewertet wird und Finanzmittel bereitgestellt werden. Formuliert wurde auch eines der Hauptziele der EU-Politik im Bereich der Verteidigungsindustrie, nämlich die Entwicklung einer wettbewerbsfähigen europäischen verteidigungstechnologischen und -industriellen Basis (EDTIB).
Die überraschend feststellbare, tatsächliche Reaktion ist aber exakt gegenteilig. Die Zersplitterung in Europa wird weiter gepflegt (britisch-französischer Vertrag, kaum reale Kooperationsprojekte). Keine gemeinsamen (Re-)Aktionen z.B. zu den jüngsten Abhörfällen, in den Nordafrikafragen, in der aktuellen Syrienkrise, oder historisch in der Jugoslawienkrise. „Europäischen Capabilities“ in einer gemeinsamen Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) werden zu reinen Schlagwörtern.
Neben der allgemeinen Vernachlässigung des Sicherheitsthemas und der damit verbundenen Einschränkung von Beschaffungen in Europa und der zunehmenden Behinderung von Exporten in Drittmärkte, sind Fehleinschätzungen bei der Beantwortung grundlegender Fragen in wesentlichen Bereichen, wie z.B. Offset, öffentlichen Ausschreibungen und Gestaltung der Rahmenbedingungen bei F&E, festzustellen.
Schon länger hat die Kommission angekündigt, anknüpfend an in den 1990er Jahren durchgeführte Maßnahmen sowie an Aktivitäten auf der Grundlage des Grünbuchs zur Beschaffung von Verteidigungsgütern, ihre Arbeit im Bereich der Sicherheitsforschung zu beschleunigen. Die Arbeit der Kommission in diesem Bereich wurde durch die Gründung einer Expertengruppe, der „Gruppe von Persönlichkeiten“ (GoP), unterstützt, deren „Hauptaufgabe darin besteht, Grundsätze und Prioritäten eines Europäischen Programms für Sicherheitsforschung in Übereinstimmung mit den außen-, sicherheits- und verteidigungspolitischen Zielen der EU und ihren Bestrebungen zur Schaffung eines Raums der Freiheit, Sicherheit und des Rechts“ vorzuschlagen. In ihrem Bericht „Forschen für die Sicherheit Europas“ gelangte die Gruppe zu der wichtigen Schlussfolgerung, dass die künftige Sicherheit Europas in entscheidendem Maße von der Sicherheitsforschung abhängt und diese ausreichend mit Mitteln ausgestattet werden müsse. Entgegen dieser Botschaft werden Mittel im Bereich der Sicherheitsforschung kaum für Sicherheit im umfassenden Sinne verwendet. Es gibt sogar Bestrebungen jede Form Verwendung von Forschungsmittel der EU für Verteidigungszwecke zu unterbinden (siehe Diskussion um HORIZON 2020).
Zusammenfassend kann eine realistisch kritische Analyse dieser Gegebenheiten nur zu folgender Schlussfolgerungen führen. Auf unternehmerischer Ebene zeigt ein realistisches Scenario, dass die in Verteidigung- und Sicherheit tätigen Unternehmen entweder ihre Leistungspalette ändern, vom Markt verschwinden, oder außerhalb Europas verkauft werden. Für die Sicherheit Europas und jene der einzelnen Mitgliedsstaaten bedeutet das, dass die „Capabilities“ noch rascher reduziert werden und damit die Abhängigkeiten steigen. Mit Ausnahme von Großbritannien, eventuell auch Frankreich und Polen, geben die einzelnen Staaten ihre Verantwortung im Bereich Sicherheit im weiteren Sinne einfach auf bzw. verlassen sich auf die Sicherheit des Trittbretts.
Damit wird die Aufgabe der Schaffung und Aufrechterhaltung von Sicherheit als zentrales „Deliverable“ von Regierungen nicht mehr wahrgenommen und Sicherheitsforschung nur mehr in Randbereichen möglich.
Einen kleinen Hoffnungsschimmer bietet der Europäischen Rat im Dezember d.J., bei dem erstmals seit dem Jahr 2008 (!) die Frage „Defence/Security“ wieder auf der Tagesordnung steht. Lasst uns hoffen.
Professor, Department of Biotechnology, Seokyeong University; Council Member, Austrian Council for Research and Technology Development; Seoul Abstract
Im 21.Jahrhundert ist weltweit „Sicherheit“ zu einem der wichtigsten Themen in allen Bereichen unseres Lebens geworden. Bewusstseinsbildung und Erziehung zur Sicherheit in der Gesellschaft allein reichen schon lange nicht mehr aus. Mit der gesellschaftlichen Entwicklung wächst die Notwendigkeit von Wissenschaft und Technologie zur Vervollkommnung von Sicherheitssystemen enorm; dabei entsteht auch Konkurrenz zwischen Staaten und Nationen. In der EU, den USA und in asiatischen Ländern hat man in Sicherheitsforschung und -entwicklung in den letzten Jahren sehr viel investiert, sowohl im akademischen wie auch im industriellen Bereich.

In der Sicherheitsforschung hat man mit einem „Open Innovation System“ (siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Innovation) in verschiedenen Bereichen nennenswerte Erfolge erzielt: ICT, BT, Umwelt, Energie, Wasser und Lebensmittelherstellung. Trotz weltweit oft wirtschaftlich eingeschränkter Perspektive haben einige Länder Rekorde im Exportbereich erreicht. Dabei ist eine frühzeitige Investition in ein flexibles System ein entscheidender Faktor.

Kooperative Forschung und Entwicklung kann in der Form eines Open Innovation System effektiv und industriell umgesetzt werden. Mit Sicherheitsforschung wurde in Oesterreich schon früh begonnen. Durch Zusammenarbeit mit anderen Ländern nicht nur auf EU-Ebene, sondern auch mit anderen Kontinenten kann Österreich in den nächsten Jahren große Fortschritte erzielen. Das sogenannte „global open innovation system“ wird zu einer bedeutenden und fruchtbaren Aufgabenstellung von gewichtigem Wert für die österreichische Nation.
CEO, VICESSE - Vienna Centre for Societal Security, Vienna Abstract
Es gibt eine Reihe von ehrwürdigen Kontroversen über zentrale gesellschaftliche Probleme, die sich in einer Art intellektuellem Gefangendilemma über Jahrzehnte hinweg fortpflanzen. Nature vs. Nurture, Angebot vs. Nachfrage, Konsum vs. Investition, aber auch im Bereich der Sicherheitsdebatten: Technik vs. Gesellschaftspolitik. Die Standardargumentation sieht wie folgt aus: Technik ist im Wesentlichen Überwachungstechnik und erzeugt mehr Probleme als sie löst. Gefahr für Menschenrechte und Privatsphäre geht von der Überwachungstechnik aus und die Infrastruktur eines friendly fascism - so die Kritiker - harrt ihres Missbrauchs.
Die Argumente der Gegenseite sind ebenso grimmig wie bekannt: ohne großflächige Überwachung würden sich die gefährlichen Feinde der Gesellschaft ungehindert bewegen und ihr Unwesen treiben. Daher ist es sinnvoll, ein dichtes Netz von Überwachungsmaßnahmen zu errichten, in dem das Böse frühzeitig hängen bleibt. Reine Sozialpolitik könne da nicht als Ersatz dienen.
Beide Positionen gewinnen ihre Einheit in Differenzen, die fragwürdig geworden sind. Sie operieren mit Vorstellungen des Sozialen auf der einen und des Technischen auf der anderen Seite. Mit der Idee (einer zu schützenden) Privatsphäre im Gegensatz zur Öffentlichkeit, mit dem Unterschied von Sicherheit - einem abstrakten Leerbegriff - und Gefahr als immer drohender Schatten, der ausgeleuchtet werden muss. Das führt zu sterilen Debatten, zu Klagen ohne Adressaten und zu Lernblockaden.

Welche Möglichkeiten bieten sich an, dieses verhakte Mobile wieder in Gang zu setzen? Erstens - und hier ist Österreich zu loben - bedarf es einer Art positiven Diskriminierung der GSK im Bereich der Sicherheitsforschung. Hier herrscht, in gewisser Weise als Erbe aus alten, militärischen Zeiten, ein Übergewicht an Technologiegläubigkeit. Aus dem militärisch-industriellen Komplex ist der sicherheits-industrielle Komplex geworden. Gleichzeitig aber werden die Grenzen einer vermeintlichen technologisch begründeten Überlegenheit sichtbar. Zugleich hat sich im Bereich der GSK einiges getan. Sozialwissenschaften sind heute nicht mehr die Domäne der gerne etwas ins Lächerliche stilisierten liberalen Gutmenschen. Auch hat die Politikwissenschaft, traditionell das ideologische Unterfutter für die klassischen Sicherheitsdoktrinen, seit den Zeiten des Kalten Krieges dazu gelernt.
Mit anderen Worten: eine aufgeklärte GSK-Perspektive kann in enger Kooperation mit den Technikwissenschaften einen substanziellen Beitrag zur Modernisierung des sicherheitspolitischen Programms liefern. Voraussetzung dafür ist ein Abbau der blinden Flecken auf beiden Seiten. Den Technikwissenschaften muss klar sein, dass erstens jede scheinbar objektive Technologie immer ein Stück weit inkorporierte soziale Ordnung darstellt und zweitens, dass es einen Unterschied zwischen dem Labor und der alltäglichen Praxis gibt. Zu bedenken ist im ureigenen Interesse ferner, dass die frühzeitige Berücksichtigung der richtigen Welt die Chance einer Umsetzung technologischer Innovationen erhöht. Aufseiten der GSK wären Lerneffekte zu verbuchen, wenn man von der prinzipiellen Technikfeindlichkeit etwas Abstand gewinnen könnte, was auch bedeutet, sich mit der Technik in ihrer eigenen Logik auseinanderzusetzen.
Die Thesen sollen anhand exemplarischer Beispiele aus der aktuellen Sicherheitsforschung exemplifiziert werden.
Head of Safety & Security Department, AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Vienna Abstract
IKT als weitreichende kritische Infrastruktur
Die heute weithin vorherrschenden Umweltbedingungen mit knapper werdenden ökologischen Ressourcen und Veränderungen in der Gesellschaft bauen gehörige Sachzwänge auf, die innovative Lösungen verlangen um Antworten auf große Problemstellungen unserer Gesellschaft geben zu können: ein modernes Gesundheitssystem im Kontext der längeren Lebenserwartung, Mobilitätsmanagement um das Leben in den zukünftigen Ballungszentren zu ermöglichen, Energiemanagement, moderne Verwaltung und Sicherheit in unseren Lebensräumen sind nur die wesentlichsten Beispiele die dies verdeutlichen. „Smart Solutions“ oder auch „eGovernment, eHealth, eMobility, eEnergy“ sind beispielhaft oft verwendete Schlagwörter für diese ICT Entwicklungen in den verschiedensten Anwendungsdomänen. IKT Infrastrukturen sind somit eine unverzichtbare Basis für die Modernisierung fast aller unserer Lebensbereiche geworden und müssen somit als wesentliche kritische Infrastruktur unserer Gesellschaft eingestuft werden.
Diese Entwicklungen in heutigen globalen Märkten haben nun die Ausbildung von Innovationsstärke in der internationalen Industrie zur unbedingten Grundlage von wirtschaftlichem Erfolg verschärft. So fordern das Auftauchen neuer Unternehmen oder sogar ganzer Volkswirtschaften als Technologiehersteller neue Innovationsstrategien ein, denen sich Unternehmen immer öfter stellen müssen. Vor diesem Hintergrund müssen eine Innovationsdynamik mit der Sicherstellung einer nachhaltigen Infrastrukturentwicklung aufeinander abgestimmt werden. Ein nachhaltiger kommerzieller Erfolg im globalen Wettbewerb kann nur auf fortlaufende Innovationen aufgebaut werden, aber schlussendlich nur bei passenden Rahmenbedingungen des Marktes erreicht werden. Standardisierung, Regulierung, Gesetzgebung, wirtschaftliche Lösungen und Technologieakzeptanz in der Gesellschaft sind Beispiele von essentiellen Markttreibern welche harmonisiert mit der Technologieentwicklung einhergehen müssen.

Fehlende Safety & Security bei IKT setzt die Entwicklung der Gesellschaft aufs Spiel
Im Hinblick auf die überragende Bedeutung von IKT als kritischer Infrastruktur für alle Aspekte des Lebens in unseren modernen Gesellschaften bedarf es konzertierter Anstrengungen, um die immer komplexer werdenden Systeme in der Art zu gestalten, dass Technologie nicht im Widerspruch zur grundsätzlichen Erwartungshaltung von Endkunden stehen: Datenschutz, Schutz der Privatsphäre, Verhinderung von Missbrauch oder auch Sicherstellung einer stabilen Verfügbarkeit von Technologieplattformen sind grundlegende Voraussetzungen um eine hohe Technologieakzeptanz in der Gesellschaft sicher zu stellen und um die notwendige Innovationsdynamik nicht in Gefahr zu bringen.

Die neue Dimension von Cyberkriminalität und Cyberkrieg
Heutige Bedrohungsszenarien für unsere IKT Infrastrukturen sind durch drei Aspekte gekennzeichnet:
1. Cyberattacken sind heute auf finanziellen Profit ausgerichtet. Organisierte Cyberkriminalität im globalen Kontext ist über die Jahrzehnte zu einem funktionierenden Business-Modell gereift und Cyberangriffe spielen eine zunehmend wichtige Rolle für terroristische oder kriegerische Initiativen.
2. Eine ganze Industrie, die sich auf die Herstellung von Programmen zur Infiltration von Netzen und zur Kontrolle von Computern unter Ausnutzung von Designfehlern und Sicherheitslücken versteht, hat einen enormen Aufschwung genommen und somit werden beträchtliche Summen in die Entwicklung von Angriffsmethoden und Technologien investiert.
3. Die größte Sicherheitsschwachstelle bleibt der Mensch, also die involvierten und handelnden Personen.
All dies zusammen erfordert die Entwicklung komplett neuer Methoden, Werkzeuge und Prozesse für die Implementierung effizienter Sicherheitsmechanismen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit von IKT-Infrastrukturen. Dabei gibt es drei grundlegende Handlungsfelder:
-Schaffung eines klaren Problembewusstseins in den einzelnen Anwendungsbereichen
-Da es keine 100%-Sicherheit geben wird, müssen geeignete Risikomanagementmechanismen verwendet werden um die Unternehmensressourcen richtig einzusetzen.
-Sicherheit ist kein „einfaches IT-Problem“, welches durch eine einzelne Organisationseinheit behandelt werden kann. Die gesamte Unternehmensstrategie als auch eine über Unternehmensgrenzen hinweg orientierte Kooperation in der Industrie muss geeignet adaptiert werden um der Komplexität des Problems gerecht zu werden.
Head, Security Policy Department, Secretariat of the National Security Council, Austrian Federal Chancellery, Vienna Abstract
In einer globalisierten Welt entstehen neue und komplexere Aufgaben und Herausforderungen für die österreichische Sicherheitspolitik. Die zunehmende Vernetzung von globalen Handel-, Kommunikations-, Finanz-, und Wissensströmen eröffnet neue Chancen, verstärkt jedoch die wechselseitigen Abhängigkeiten von Gesellschaften.

Mit dieser Entwicklung sind auch neue Risiken verbunden. Die zunehmende Vernetzung hat die Verletzlichkeit moderner Gesellschaften deutlich erhöht. Politische und wirtschaftliche Systeme sowie kritische Infrastrukturen sind verwundbarer geworden. Der Schutz dieser kritischen Infrastrukturen ist eine wichtige Aufgabe der Sicherheitspolitik, um die Funktionsfähigkeit von Wirtschaft, Gesellschaft und staatlicher Einrichtungen zu gewährleisten und die Daseinsvorsorge für die Bevölkerung sicher zu stellen.

Diese vielschichtigen Herausforderungen können nur durch enges und vernetztes Zusammenwirken aller relevanten österreichischen Akteure sowie eine breite internationale Kooperation wirksam bewältigt werden. Erforderlich ist ein kohärenter Einsatz aller sicherheitspolitischer Instrumente. Das Gesamtkonzept Umfassende Sicherheitsvorsorge ist und bleibt daher ein wesentlicher Baustein zur Verwirklichung der österreichischen Sicherheitspolitik.

Die Sicherheitsstrategie gibt einen neuen Anstoß dazu, die Kohärenz zwischen den sicherheitspolitischen Akteuren weiter zu erhöhen und damit dem Prinzip der umfassenden Sicherheit noch besser als bisher Rechnung zu tragen.

Das Bundeskanzleramt versteht sich als Impulsgeber für die strategische Koordination der Sicherheitspolitik. Wesentliche Ziele sind dabei eine Stärkung der Kohärenz zwischen den verschiedenen sicherheitspolitischen Akteuren, eine Stärkung des Comprehensive Approach sowie eine Stärkung der Fähigkeit, komplexe sicherheitspolitische Herausforderungen zu bewältigen.

Vor diesem Hintergrund ist auch die Rolle des Bundeskanzleramtes und der Sicherheitsressorts als Inputgeber und Beschaffer für Sicherheitsforschung zu sehen. Die strategische Einbettung von KIRAS in die sicherheitspolitischen Strukturen sowie die Konzeptionen der Sicherheitsstrategie und der umfassenden Sicherheitsvorsorge ermöglicht eine enge Zusammenarbeit zwischen den zuständigen staatlichen Stellen (Bedarfsträger) und den Akteuren aus Forschung und Wirtschaft. Dadurch leistet das Sicherheitsforschungsprogramm KIRAS einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der objektiven Sicherheit sowie des subjektiven Sicherheitsgefühls der Bevölkerung.
President, GFF - Society for the Promotion of Research, Vienna Chair
Staff Group for Technology Transfer and Security Research, DG III - Innovation and Telecommunication, Federal Ministry for Transport, Innovation and Technology, Vienna Coordination
Staff Group for Technology Transfer and Security Research, DG III - Innovation and Telecommunication, Federal Ministry for Transport, Innovation and Technology, Vienna Coordination

Mag. Dr. Gernot GRIMM

Head, Staff Group for Technology Transfer and Security Research, DG III - Innovation and Telecommunication, Federal Ministry for Transport, Innovation and Technology of the Republic of Austria, Vienna

1975-1980 Studium der Rechtswissenschaften in Graz
1980 Eintritt in den Bundesdienst
1982 Bundeskanzleramt: umfassende Landesverteidigung
1983 Bundesministerium für öffentliche Wirtschaft und Verkehr, Assistent der Sektionsleitung
1985 Bundesministerium für öffentliche Wirtschaft und Verkehr, Leiter der Aussenwirtschaftsabteilung
1990 Aufsichtsratspräsident der Austrian Rail Engineering
ab 1998 Aufbau und Begleitung von Infrastrukturexportclustern in den Infrastrukturbereichen Energie/Umwelt/Gesundheit/Sicherheit
2000 BMWA Aussenwirtschaft
2001 BMBWK Aufbau und Geschäftsführung des Bundesinstituts für internationalen Bildungs- und Technologietransfer
seit 2004 Aufbau und Programmverantwortung für das nationale Sicherheitsforschungsförderungsprogramm, Vertretung Österreichs beim Europäischen Sicherheitsforschungsprogramm
seit 2005 BMVIT Leitung der Stabsstelle für Technologietransfer und Sicherheitsforschung

Dr. MBA Karl-Heinz DERNOSCHEG

Managing Director, Defence & Security Industry Group, Austrian Federal Economic Chamber, Vienna

 Tätigkeit in der Erwachsenenbildung bei der Steirischen Volkswirtschaftlichen Gesellschaft; Geschäftsführender Gesellschafter eines Außenhandelsunternehmens, Inhaber eines internationalen Projektentwicklungs- und Trainingsunternehmen für Unternehmen und Gebietskörperschaften, Internationalisierungskonzepte und Finanzierung.
 
1995-2006 Bundesgremialvorsteher des Außenhandelsgremiums der Wirtschaftskammer Österreich und der Wirtschaftskammer Steiermark
1997 Berufung als Laienrichter am Kartellobergericht des Obersten Gerichtshofes der Republik Österreich (Ersatz)
  Geschäftsführer der Internationalisierungscenter-Steiermark GmbH
  Österreichischer Industrieattaché in Brüssel und Geschäftsführer ARGE Sicherheit&Wirtschaft und Offset
1997-2000 Ernennung zum Koordinator der Österreichischen Bundesregierung für die "Österreichische Exportoffensive"
2004 Abgeordneter zum Bundesrat der Republik Österreich
2005 Abgeordneter zum Nationalrat des österreichischen Parlamentes
2012 Berufung als Laienrichter am Kartellobergericht des Obersten Gerichtshofes der Republik Österreich

Dr. Ing. Gi-Eun KIM

Professor, Department of Biotechnology, Seokyeong University; Council Member, Austrian Council for Research and Technology Development; Seoul

 Tutor in Microbiology, Institut für Gärungsgewerbe, TU Berlin
 Stipendiatin der Konrad Adenauer Stiftung
 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Berlin
 Mitglied vom RFTE (Rat für Forschung und Technologieentwicklung), Österreich
 Professor in Dept. Biotechnology, Seokyeong University, Seoul

Dr. PD Reinhard KREISSL

CEO, VICESSE - Vienna Centre for Societal Security, Vienna

 Diplom in Soziologie München
 Promotion Universität Frankfurt am Main, Habilitation Universität Wuppertal
 Forschung und Lehre an europäischen und außereuropäischen Universitäten

Dipl.-Ing. Helmut LEOPOLD

Head of Safety & Security Department, AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Vienna

1989 Abschluss des Studiums der Informatik als Dipl.-Ing. an der Technischen Universität Wien
1989-1994 Alcatel Austria ELIN Forschungszentrum; Forschungsingenieur auf dem Gebiet der Breitband- und Multimediakommunikation
1994-1998 Alcatel Austria AG; Leiter der Gruppe Breitbandtechnologie und Strategie
1999-2008 In verschiedenen Managementpositionen bei Telekom Austria; In dieser Zeit verantwortete er die Realisierung eines umfassenden Product Life Cycle Prozesses, in dem heute das Gesamtportfolio der Festnetzprodukte der Telekom Austria gesteuert wird.
seit 2009 Head of Safety & Security Department, AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Wien

Dr. Helmut SCHNITZER

Head, Security Policy Department, Secretariat of the National Security Council, Austrian Federal Chancellery, Vienna

 Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien
 Gerichtspraxis
 Referent im Bundeskanzleramt Abteilung Umfassende Landesverteidigung
 Abteilungsleiter für sicherheitspolitische Angelegenheiten im Bundeskanzleramt
 Leiter des Sekretariates des Nationalen Sicherheitsrates
 Absolvierung des strategischen Führungslehrganges

Dr.h.c. Karl BLECHA

President, GFF - Society for the Promotion of Research, Vienna

 Studium der Psychologie, Ethnologie und Soziologie an der Universität Wien, daneben Berufsberater, Werbeleiter eines Verlagskonzerns und sozialwissenschaftlicher Lektor, später Wiener Korrespondent der steirischen Tageszeitung "Neue Zeit", Chefredakteur des "Journals für Sozialforschung"
1962 Studium bei René König in Köln und Praktikum am Institut für angewandte Sozialwissenschaft in Bad Godesburg
1963-1975 Gründer und Direktor des Institutes für Empirische Sozialforschung (IFES) in Wien
1969 Entwicklung des OpinionLeaders-Index zur Erfassung der Meinungen bestimmter Persönlichkeiten als Prädiktor der allgemeinen Meinungsentwicklung
1970 Erstellung eines Computermodells einer Multivarianten-Analyse zur Interpretation von Wahlergebnissen, Mitbegründer der Wählerstrom-Analyse
 
 Politisch seit der Jugend tätig: Verbandsobmann der Sozialistischen Mittelschüler, Verbandsobmann der Sozialistischen Studenten, Vorsitzender der Jungen Generation der SPÖ
1989 Gründung des MITROPA-Instituts für Wirtschafts- und Sozialforschung GesmbH, welches 2007 die Mehrheit des IFES (Institut für empirische Sozialforschung GmbH) erworben hat
1970-1983 Vertreter des Wahlkreises Niederösterreich im Österr. Nationalrat
1975-1981 Zentralsekretär der SPÖ
1977-1989 Bundesbildungsobmann der SPÖ, Vorsitzender des Kuratoriums der Österr. Gesellschaft für Kulturpolitik
1979-1983 Stellvertretender Obmann der sozialistischen Parlamentsfraktion
1981-1990 Stellvertretender Parteivorsitzender der SPÖ, davon 1981-1983 geschäftsführend
1983-1989 Bundesminister für Inneres der Republik Österreich
seit 1999 Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs und des Österr. Seniorenrates
seit 2000 Ehrenpräsident der Europäischen Seniorenorganisation (ESO)

Technology Forum

show timetable

22.08.2013

10:00 - 12:30Technology Brunch hosted by Standortagentur TirolPartner
13:00 - 13:10Opening of the Alpbach Technology Forum 2013Plenary
13:10 - 13:45Innovation and PolicyPlenary
13:45 - 15:15Future Innovation - International PerspectivesPlenary
15:40 - 16:40Graphene - A Great Hope of Future Technologies?Plenary
16:40 - 18:00From Research to Economic SuccessPlenary
20:00 - 21:45Our Place in the UniversePlenary
21:45 - 00:00Career Lounge hosted by the Organisers and Siemens AG ÖsterreichSocial
21:45 - 00:00Evening Reception hosted by Forschung AustriaSocial

23.08.2013

08:30 - 15:00Working Group 05: The Potential of the Alps: Focus Sustainable Use of ResourcesBreakout
09:00 - 18:00Junior Alpbach - Science and Technology for Young PeopleBreakout
09:00 - 15:00Special Event: RTI Internationalization in Austria - Strategic RecommendationsBreakout
09:00 - 15:00Working Group 01: The Value Chains of the FutureBreakout
09:00 - 15:00Working Group 02: To Develop the Future - Tomorrow's Innovation as Exemplified by International Leading EnterprisesBreakout
09:00 - 15:00Working Group 03: Smart City - Pathways to Future Urban MobilityBreakout
09:00 - 15:00Working Group 04: "Frontrunner", a New Approach in RTI PolicyBreakout
09:00 - 15:00Working Group 06: The Potential of ICT Tools in Open Innovation ProcessesBreakout
09:00 - 15:00Working Group 07: Web attack! The Fight against Hackers and Data LossBreakout
09:00 - 15:00Working Group 08: Industry 4.0 - Impact on the Future of Working LivesBreakout
09:00 - 15:00Working Group 09: Green Tech: Visions and Business of eco-mobilityBreakout
09:00 - 15:00Working Group 10: Identity 2.0: Digital ManBreakout
09:00 - 15:00Working Group 11: Intellectual Property Management - Conditions for Prosperity and SuccessBreakout
09:00 - 15:00Working Group 12: Secure Society = Secured Future = Security ResearchBreakout
09:00 - 15:00Ö1 Children's University Alpbach - Science and Technology for KidsBreakout
16:00 - 17:30i-Learning - The Future of Learning in the Digital WorldPlenary
17:45 - 20:00Challenges for Biomedical ResearchPlenary
20:00 - 22:00Open Dialogue - Smart Mobility for Smart CitiesPartner

24.08.2013

09:30 - 10:15Planning Innovation: At the CrossroadsPlenary
10:15 - 12:00Cybercrime and CybersecurityPlenary
12:15 - 13:15The Wonderful World of Quantum MechanicsPlenary
13:15 - 13:30Closing Statement of the Alpbach Technology ForumPlenary
13:30 - 14:00Snack Reception hosted by the OrganisersSocial