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Arts-Based Research – Development and Exploration of the Arts

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Liechtenstein-Hayek-Saal
Plenary / Panel
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Speakers

Professor, Institut für Elektronische Musik und Akustik, Universität für Musik und darstellende Kunst Graz Abstract
Wenn man die Entwicklung der Computermusik seit Mitte des letzten Jahrhunderts näher betrachtet, fallen besonders zwei Aspekte auf. Einerseits lässt sich eine besonders starke Durchdringung  und damit auch gegenseitige Anregung  von künstlerischer Praxis, wissenschaftlicher Theoriebildung und technologischer Entwicklung feststellen. Andererseits war Forschung im Bereich der Computermusik immer schon auch künstlerische Forschung par excellence - noch lange bevor diese Form des Erkenntnisinteresses als Art-based Research ihre Identifikation erfuhr. Dieser Beitrag wird aktuelle Projekte künstlerischer Forschung an der Kunstuniversität Graz vorstellen und dabei besonders auf Projekte im Bereich der Computermusik eingehen, die vom FWF gefördert werden ("Embodied Generative Music" und "The Choreography of Sound"). Die gesellschaftliche Relevanz des interdisziplinären Forschungsfeldes "Sound and Music Computing", in dem die Computermusikforschung heute eingebettet ist, wird dabei auch in den Blick genommen werden.
PEEK Projekt - Programm zur Entwicklung und Erschließung der Künste, FWF - Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung, Universität für angewandte Kunst Wien Abstract
So wie wissenschaftlicher Fortschritt die Grenzen zwischen natürlicher Welt und Kunstwelt verschwimmen lässt, ist eine zunehmende Konvergenz der Disziplinen zu erkennen. Wissenschaftliches Arbeiten in der Architektur erlaubt nicht nur die Erforschung von Vergangenheit und Gegenwart. "Design by Research" bedeutet auch die Erforschung der Zukunft im Sinne wissenschaftlichen Entwerfens oder des "Scientific Design". Im Projekt "Biornametics" werden Muster aus der Natur untersucht und das Potential für innovative Anwendungen in der Architektur erforscht. Die Methode der Bionik (Biomimetics) wird verwendet, um Prinzipien aus der Natur - vor allem strukturfunktionelle Zusammenhänge - in technische Anwendungen zu übertragen. Das Projekt Biornametics steht im Kontext von Vorgängerprojekten unter anderem aus dem Bereich Weltraumdesign.
Leiterin, PEEK Projekt - Programm zur Entwicklung und Erschließung der Künste, FWF - Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung, Universität für angewandte Kunst Wien Abstract
So wie wissenschaftlicher Fortschritt die Grenzen zwischen natürlicher Welt und Kunstwelt verschwimmen lässt, ist eine zunehmende Konvergenz der Disziplinen zu erkennen. Wissenschaftliches Arbeiten in der Architektur erlaubt nicht nur die Erforschung von Vergangenheit und Gegenwart. "Design by Research" bedeutet auch die Erforschung der Zukunft im Sinne wissenschaftlichen Entwerfens oder des "Scientific Design". Im Projekt "Biornametics" werden Muster aus der Natur untersucht und das Potential für innovative Anwendungen in der Architektur erforscht. Die Methode der Bionik (Biomimetics) wird verwendet, um Prinzipien aus der Natur - vor allem strukturfunktionelle Zusammenhänge - in technische Anwendungen zu übertragen. Das Projekt Biornametics steht im Kontext von Vorgängerprojekten unter anderem aus dem Bereich Weltraumdesign.
Professor, Abteilung für Experimentelle Gestaltung, Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz Abstract
 Staging Knowledge (Inszenierung von Wissensräumen und performativer Kulturvermittlung) versteht sich als künstlerisch-wissenschaftliche Forschungspraxis, welche ästhetische Geschmacksintelligenz, künstlerische Einbildungskraft und theoretische Diskurse miteinander verbindet  lebendige Synergie paradoxer Wechselwirkungen. Im Format kulturgeschichtlicher Ausstellungen nimmt dieser künstlerische Erkenntnisprozess interdisziplinäre wie multimediale Gestalt an. Intuitive Rationalität und experimentelle Phantasie konstituieren das Spannungsfeld eines  Denk-Raums (Aby Warburg) zur Entfaltung der kuratorischen Obsession der Inhalte: Beispielsweise erzeugen sogenannte  Hermeneutic Wallpapers die emblematische Umgebung für eine Rhetorik des Kontextualisierens. So wird die  Staging Knowledge -Ausstellung buchstäblich  herbeigeredet , um nach der Eröffnung in ihr  weiterzureden : Vermittlungsstrategie setzt Forschungsstrategie voraus, und umgekehrt. Wissenschaftlicher Surplus:  Staging Knowledge erweitert den Horizont der Hypothesenbildung.
Professorin, Institut für Landschaftsarchitektur, Universität für Bodenkultur Wien Abstract
Landschaftsarchitektur befasst sich mit Raumsystemen, mit Freiräumen in der Stadt und außerhalb der Siedlungen. Freiraum und Landschaft unterliegen kontinuierlicher Transformation. Naturraum und Gesellschaft liegen dieser zugrunde. Kunst wird als Agens der Stadtentwicklung gesehen, bespielt den Stadtraum, hinterfragt den Umgang mit Landschaft.
In der Forschung treffen Landschaftsarchitektur und Kunst dort aufeinander, wo sie sich die Räume teilen, wo sich die Fragen decken. Wie entstehen Entwicklungsprozesse, wo passiert die kulturelle Auseinandersetzung, wie werden (Frei)räume geschaffen, wie erleben wir unser Umfeld, wie wird es hergestellt, wie rezipiert, wie definiert?
Head, Institute of Architectural Theory and the History of Building, University of Innsbruck Abstract
Architektur fängt immer mit der Beobachtung und Analyse einer Wirklichkeit an. Erst dann versucht sie diese Wirklichkeit zu verändern  oder in bestimmten Fällen vielleicht auch nicht. Diese Analyse verbindet sie mit der Theorie, denn das Wort geht aus dem altgriechischen Verb  theorein hervor, das soviel wie  schauen oder  beobachten bedeutet. Ähnlich wie die Architektur sich nicht nur mit Architektur auseinandersetzt sondern ihren Platz in der gebauten Realität sucht, beschäftigt sich die Architekturtheorie nicht nur mit dem kanonisierten Teil der gebauten Umgebung, sondern allgemein mit räumlichen Praktiken. Architektur und Theorie analysieren nicht nur die räumliche Produktion selbst, sondern auch die Bedingungen unter denen sie stattfindet und stellen Vermutungen über die möglichen sozialen, politischen und kulturellen Auswirkungen spezifischer Interventionen an. Genau darin steckt auch die politische Dimension der Architektur und der Architekturtheorie. Die innige Verwobenheit zwischen Alltag, Architektur, Theorie, Medialisierung und Politik kennt gerade auch in Österreich eine lange Tradition, die auch die internationalen Debatten grundlegend beeinflusst hat. Abgesehen von den üblichen Verdächtigen Otto Wagner, Adolf Loos und Josef Frank haben gerade auch Architekten und Theoretiker wie Otto Neurath, Friedrich Kiesler und Christopher Alexander dazu radikale und wichtige Beiträge geliefert.
Professor, Institut für Musikpädagogik, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Abstract
MusikerInnen - so das gängige Urteil - scheinen zum Diskurs um "art-based research" wenig beizutragen haben, sind sie doch - von KomponistInnen einmal abgesehen - eher als ReproduzentInnen anzusehen, die dem intentionalen Gegenstand Musik zur akustischen Erscheinung verhelfen, wozu sie langes motorisches und auditorisches Training befähigt (und wenn die Spieltechnik stupend wird, entsteht der Mythos des Teufelsgeigers, der die Gesetze des Körpers und der Schwerkraft außer Kraft zu setzen scheint).
Was aber wäre, wenn jede Musik überhaupt erst im forschenden Akt des Übens und Musizierens Verlebendigung erführe? Und was wäre, wenn die freie Improvisation - eine künstlerische Praxis, auf die das Peek-Projekt fokussiert - immer ein experimentelles Vorgehen wäre? Diesem Verständnis des Musizierens begegnet eine begleitende empirische Forschung, die sich von der leibhaftigen Präsenz des Musizierens so durchdringen lässt, dass sich gewissermaßen das Klanggeschehen durch das Papier der Theoriebildung drückt. Und wenn dann forschendes Musizieren und eine von der Musik gesättigte Wissenschaft aufeinander stoßen, könnte ein faustischer Pakt möglich sein, der den Begriff "Teufelsgeiger" in ein ganz anderes Licht rückt.
Projektkoordinatorin, Kunst- und Forschungsförderung, Universität für angewandte Kunst Wien Chair

Dr. Gerhard ECKEL

Professor, Institut für Elektronische Musik und Akustik, Universität für Musik und darstellende Kunst Graz

1981-1989 Studium, Musikwissenschaften, Universität Wien
1984-1994 Lehrgänge, Elektroakustische Musik, Tontechnik, Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien
1989-1995 Künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter, IRCAM, Centre Georges Pompidou, Frankreich
1996-2004 Projektleiter, Fraunhofer Institut für Medienkommunikation, Deutschland
seit 2005 Professor, Universität für Musik und darstellende Kunst Graz

Dipl.-Ing. Petra GRUBER

PEEK Projekt - Programm zur Entwicklung und Erschließung der Künste, FWF - Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung, Universität für angewandte Kunst Wien

1985-1986 Study pharmacy and botany at the University Vienna
1986 Start study architecture at the Vienna University of Technology
since 1989 Collaboration with architecture offices: Rüdiger Lainer, Delugan-Meissl, Helmut Richter etc.
1995 founding of own office "hotpen"
1998-2006 Guest professorship for CAAD at the Academy of Fine Arts Vienna
1999 Diploma project Pomme d´Ivry, Institute for Building Technology and Design (with distinction)
2000 Collaboration with office Eichinger oder Knechtl EOK
2000-2008 University assistant at Department for Design and Building Construction, Vienna University of Technology
  1:1 Workshops in fabric and light construction, and biomimetic design programs
since 2002 Teaching of bionik - natural constructions
2005 Field trip to Nias, Indonesia, ongoing research project on vernacular architecture in Nias
  Organisation of the symposium Traditional Architecture and Art in Nias, Indonesia
  Co-organisation and founding member of Austrian Bionik Kompetenznetz, Joanneum Research
2006 Study "Lunar Exploration Architecture - Deployable Structures for a Lunar Base" ESA
  Founding Member of the society Bionik Austria (federal network of Bionik research and development)
2007 Research fellow at The Centre for Biomimetics in Reading, UK
  Participation in workshop Biomimicry Costa Rica
  Founding and coordination of TU BIONIK Center of Excellence
  Founding of transarch, office for biomimetics and transdisciplinary architecture
2008 Dissertation Biomimetics in Architecture [Architekturbionik] - Architecture of Life and Buildings (with distinction)
  Lectureship at Vienna University of Technology in vernacular architecture
  Lectureship at FH Villach in Bionics in Energy Systems
  Biomimetics Consultant of the Federal Ministry of Transport, Innovation and Technology
2009 Workshops and lectures in Biomimetics in Austria, Aserbaidschan and Saudi-Arabia

Mag. arch. Dr. techn. M.Sc. Barbara IMHOF

Leiterin, PEEK Projekt - Programm zur Entwicklung und Erschließung der Künste, FWF - Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung, Universität für angewandte Kunst Wien

 Barbara Imhof is currently the project manager of the arts-based research project "Biornametics" - Architecture Defined By Natural Patterns  and is collaborating with the University of Applied Arts, the Centre for Biomimetics, Reading, UK, the Institute of Microengineering and Nanoelectronics (IMEN), Universiti Kebangsaan Malaysia (UKM, National University of Malaysia) and the University of Technology in Vienna.
  With her team of experts at LIQUIFER Systems Group she has won and worked on several design research projects for the Austrian Space Agency, the European Space Agency, Thales Alenia Space, Departure Creative Industries, Vienna and other organisations and industrial companies.
  She has a more than a ten-year-track of teaching at renowned Universities such as Chalmers University Gothenburg, Sweden, ETH Zurich, Switzerland, University of Applied Arts, Vienna and eight years with Helmut Richter at the University of Technology Vienna.
  Barbara Imhof was educated in Vienna (studio Professor Wolf D. Prix), Bartlett School, London, SCI-ARC, Los Angeles and obtained her Master Degree in Space Studies from the International Space University. She also holds a PhD in architecture from the University of Technology Vienna.
 
 Her projects and designs are concerned with themes based on space flight parameters, such as living with limited resources, minimal and transformable spaces, life support systems as well as the implication of behavioral and psychological factors.

Dr. Herbert LACHMAYER

Professor, Abteilung für Experimentelle Gestaltung, Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz

  Lehrtätigkeiten in Berlin, Wien, London und Linz
  Schwerpunkt Kunst- und Kulturwissenschaften
  Kurator kulturgeschichtlicher Ausstellungen
2000 Gründung des Da Ponte Instituts für Librettologie, Don Juan Forschung und Sammlungsgeschichte.
seit 1991 Professor, Kunstuniversität Linz
 
 Ausstellungen (Auswahl): Work&Culture, Büro, Inszenierung der Arbeit (Linz 1998); Salieri sulle tracce di Mozart (Palazzo Reale, Mailand 2004/2005); Mozart. Experiment Aufklärung (Albertina 2006); Lorenzo Da Ponte. Aufbruch in die neue Welt (Jüdisches Museum 2006); Wolfgang Amadé. Ein ganz normales Wunderkind (ZOOM Kindermuseum); Wozu braucht Carl August einen Goethe, Fürstliche Sehnsucht nach Individualismus (Stadtschloss Weimar 2008); Haydn Explosiv, eine europäische Karriere am Fürstenhof der Esterházy (Eisenstadt 2009).
2009 Gastprofessur, Stanford University

Dipl.-Ing. Lilli LICKA

Professorin, Institut für Landschaftsarchitektur, Universität für Bodenkultur Wien

 Präsidentin, Österreichische Gesellschaft für Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur
 Expertin für Grünraum, Fachbeirat für Stadtentwicklung und Stadtgestaltung der Stadt Wien
 Delegierte, ECLAS European Council of Landscape Architecture Schools und EFLA European Federation of Landscape Architecture
 Leiterin, Sammlung aktueller österreichischer Landschaftsarchitektur, "next-land", digitale Datenbank.
ab 2003 Professur, Landschaftsarchitektur
1996 -1999 Lektorin, Landschaftsarchitektur-Städtebau Technische Universität Wien
1995 -2003 Lektorin, Landschaftsarchitektur Universität für Bodenkultur
1992 -1995 Stadterneuerung in Wien, freischaffend: Erstellen von Studien zur städtischen Landschaftsarchitektur
ab 1991 Gesellschafterin, Landschaftsarchitektur, KoseLicka
1990 -1991 Landschaftsarchitektin, b+b, Amsterdam und Zijaanzicht in Wageningen
1989 -1989 Diplom Landschaftsökologie und Landschaftsgestaltung
1989 -1991 Forschungsstipendiatin, Landbouwuniversiteit Wageningen, Niederlande

Univ.-Prof. Peter RÖBKE

Professor, Institut für Musikpädagogik, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

 Lehrer an verschiedenen Musikschulen
 Wiss. Assistent, Universität der Künste Berlin
 Direktor, Musikschule Berlin-Wedding
 Vorsitzender, Landesverband Berlin, Verband deutscher Musikschulen
 Lehrauftragter und Gastprofessor, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
 Lehre, Musikuniversitäten/Konservatorien Lissabon, Guidhall School, London, Universität der Künste, Berlin
seit 1994 ordentlicher Universitätsprofessor für Instrumental- und Gesangspädagogik, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

Mag. Eva BLIMLINGER

Projektkoordinatorin, Kunst- und Forschungsförderung, Universität für angewandte Kunst Wien

 Studium der Germanistik und Geschichte
1992-1999 Leiterin, Büro für Öffentlichkeitsarbeit, Universität für angewandte Kunst Wien
1999-2004 Forschungskoordinatorin, Historikerkommission der Republik Österreich
seit 2004 Leiterin, Projektkoordination Kunst- und Forschungsförderung, Universität für angewandte Kunst, Wissens- und Projektmanagement
seit 2008 Wissenschaftliche Koordinatorin, Kommission für Provenienzforschung des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst
seit 1983 freiberuflich im Kultur, Bildungs- und Forschungsbereich tätig
seit 1990 Lehrtätigkeit, Österreichische Universitäten