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Begegnung im Klassenzimmer: Die Beziehung von Lehrern und Schülern

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Plenary / Panel
german language

Speakers

Schulpsychologe sowie Leiter, Abteilung für Schulpsychologie- Bildungsberatung, Landesschulrat für Tirol, Innsbruck Abstract
Lernen ist ein dialogisches Beziehungsgeschehen und funktioniert nach den Prinzipien des Gebens und Nehmens. WATZLAWICK postulierte für die Kommunikation die Vorrangigkeit der Beziehungs- vor der Sachebene. Neurobiologische Forschungsergebnisse belegen das eindrucksvoll.
Schüler erzählen davon, wie sehr eine Lehrperson Mathematik "schmackhaft" macht, während man den Geografielehrer schon nicht mehr "riechen" könne. Ein anderer fühlt sich enorm unterstützt, weil er merkt, was ihm sein Lehrer alles zutraut, während sich ein weiterer vor allem an die erlebten Kränkungen erinnert.
Unterricht ist Beziehungssache. Beziehungsfähigkeit ist eine zentrale Kompetenz jeder Lehrperson. Schüler bedürfen unserer Begleitung durch Beziehung, d.h. unseres Interesses, unserer Hilfe und Ermutigung, der Spiegelung dessen, was wir an Kompetenz hinter den Fehlern wahrnehmen. Das sind wichtige Anreize für deren Motivationssysteme.
Bundesschulsprecherin, Wien Abstract
Die Beziehung zwischen Lehrerin oder Lehrer und Schülerin oder Schüler ist enorm wichtig, da die Atmosphäre im Klassenzimmer ausschlaggebend für den Lernerfolg ist. Dabei spielt vor allem Respekt eine Rolle, er ist Voraussetzung für funktionierende Kommunikation und Beziehungen. So kann erst dann Wissensvermittlung und Wissensaustausch passieren, wenn sich Schülerinnen und Schüler als vollwertige Persönlichkeit respektiert fühlen. Hierfür braucht es eine gute Ausbildung der Lehrkörper, es muss ein Wissen über Persönlichkeitsentwicklung genauso vorhanden sein wie über Kommunikation und Gruppendynamik.
Ehemalige Direktorin, Volksschule Eslarngasse 23; Vertreterin, Projekt Herzensbildung, Wien Abstract
Herzensbildung

Projektziel: Entwicklung emotionaler und sozialer Standards auf allen Schulstufen als Schulentwicklungsprojekt der Volksschule, Eslarngasse

Wert und Wertschätzung:
Aufbau eines Klimas der Anerkennung und Wertschätzung.

Rahmenbedingungen: Ausarbeitung in drei Wochenendworkshops von 2004 bis 2008.

Thematische Einteilung:  Meilensteine
Jeder der acht Werte Respekt, Verantwortung, Mitgefühl, Liebe, Toleranz, Konfliktbewälti-gung und  Glauben können stellt einen Meilenstein dar, der nach jeweils einem Semester erreicht wird.

Erfolg und Auswirkungen:
Verbesserung des Klassen- und Schulklimas im Schulhaus, wertschätzender Umgang miteinander

Plan zur Umsetzung:
Entwicklung des Wertekatalogs, Controlling der Umsetzung, konkreter Maßnahmenplan, Prozessdokumentation, Evaluation und Dokumentation, Lessons learnt (Schlussfolgerungen aus dem Projekt)
Lehrer, Sonderpädagogisches Zentrum Wien 11; Lehrbeauftragter, Pädagogische Hochschulen Wien/ Baden Abstract
Beziehungen sind wichtiger als Inhalte, man lernt nur von dem, den man liebt. (Ruth Cohn)

Die Gesellschaft und damit Schule als deren Spiegelbild hat sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch verändert. Die ursprüngliche Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer, mit der sie sich identifizieren und wofür sie sich ausgebildet fühlen, nämlich ihren Schülerinnen und Schülern Wissen zu vermitteln, diese Aufgabe tritt in Zeiten wie diesen bei Schülerinnen und Schülern dieser Zeit immer mehr in den Hintergrund. Sie wird vermehrt durch die notwendige Vermittlung sozial-emotionalen Verhaltens ersetzt. Dieser Anspruch schafft Probleme, die im Lebensraum Schule nur mit einem neu zu definierenden LehrerInnen-SchülerInnen-Verhältnis gelöst werden können, in dessen Mittelpunkt die permanente Beziehungsarbeit stehen wird. Reformen laufen ins Leere, wenn nur oder ausschließlich über Strukturen diskutiert wird. Entscheidend bleibt für alle Überlegungen das Klima im Klassenzimmer. Beziehung ist vielleicht nicht alles in der Schule, aber ohne Beziehung ist alles nichts, denn Schülerinnen und Schüler lernen nur, wenn sie die Lehrerinnen und Lehrer mögen. Frei nach E. Fried: Wer will, dass die Schule so bleibt, wie sie ist, will nicht, dass sie bleibt! Die Bildungschancen unserer Schülerinnen und Schüler werden allerdings nicht alleine von einer neuen Bildungsreform abhängen, sondern von jenen, die diese Reformen tagtäglich umsetzen werden: den engagierten Lehrerinnen und Lehrern und der Beziehungsarbeit in den Klassenräumen.
Ehemaliger Vizepräsident, Europäisches Forum Alpbach, Wien Chair

HR Dr. Hans HENZINGER

Schulpsychologe sowie Leiter, Abteilung für Schulpsychologie- Bildungsberatung, Landesschulrat für Tirol, Innsbruck

seit 1978 Schulpsychologische Beratungsstelle Wörgl
seit 2004 Leitung der Schulpsychologie Tirol, Innsbruck

Conny KOLMANN

Bundesschulsprecherin, Wien

2008-2010 Stellvertretende Schulsprecherin in der BAKIP Kenyongasse
2010-2011 Schulsprecherin in der BAKIP Kenyongasse
2010-2011 Mitglied der Landesschülervertretung Wien
2011-2012 Landesschulsprecherin Wien BMHS Bereich
2011-2012 Bundesschulsprecherin

Mag. Gerlinde MAYER-KRAL

Ehemalige Direktorin, Volksschule Eslarngasse 23; Vertreterin, Projekt Herzensbildung, Wien

1966 Matura, Bundesrealgymnasium
1966-1967 Sachbearbeiterin in einer Versicherung, Wien
1967-1969 Studium, Pädagogische Akademie, Wien
1969-1988 Volksschullehrerin, Wien
1982-1986 Studium an der Universität Wien, Philosophischer Einführungsunterricht, Geschichte und Sozialkunde, Abschluß mit dem Magisterium
1987 Unterrichtspraktikum am BRG 6, Rahlgasse 4, Wien
1988-2009 Volksschuldirektorin, Wien
1995-2008 Schulmanagement Trainerin (Qualifikation für pädagogische Leitungsfunktionen), Pädagogisches Institut der Stadt Wien
2000-2007 Mitglied im Beraterteam für "Praxis der professionellen Schulleitung" des Raabe-ÖBV-Verlages, Wien

Dipl.Päd. SR Prof. Herbert STADLER

Lehrer, Sonderpädagogisches Zentrum Wien 11; Lehrbeauftragter, Pädagogische Hochschulen Wien/ Baden

  Initiator des Projektes "Lernhilfe für SOS-Kinderdorfkinder"
1973-1989 Sozialpädagoge, SOS-Kinderdorf Wienerwald, Hinterbrühl bei Wien
1975 Abschluss Lehramtsstudium für Volksschulen an der Pädagogischen Akademie Wien 21
  Projekt "Hauptschulintegration für Schulverweigerer"
 Seit 1992 Vortragstätigkeit (Umgang mit sozial und emotional benachteiligten SchülerInnen)
1989-2005 Lehrer an der Sondererziehungsschule Biedermannsdorf bei Wien
1993 Lehramt für Sondererziehungsschulen, Pädagogisches Institut Wien
1995 Lehramt für Allgemeine Sonderschulen, Pädagogisches Institut Eisenstadt
1998-2007 Lehrbeauftragter für Verhaltensauffälligenpädagogik, Pädagogische Akademie Wien 10
  Projekt "HaBBI" (Hauptschulabschluss-Berufsintegration) für Schulverweigerer
2005-2011 Lehrer am Sonderpädagogischen Zentrum Wien 11
seit 2008 Lehrbeauftragter für Verhaltensauffälligenpädagogik, PH Baden
seit 2011 Beratungslehrer, Sonderpädagogisches Zentrum Wien 11

Dipl.-Ing. Dr. Erich GORNIK

Ehemaliger Vizepräsident, Europäisches Forum Alpbach, Wien

1963-1968 Studium, Technische Physik, Technische Universität Wien
1968 Diplom, Technische Universität Wien
1972 Doktor, Technische Wissenschaften, Technische Universität Wien
1975-1977 Forschungsaufenthalt, Bell Laboratorien Holmdel, USA
1976 Lehrbefugnis für das Fach "Physikalische Elektronik", Technische Universität Wien
1979-1988 o. Universitätsprofessor für Experimentalphysik, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
1988-1993 C4-Professor für Halbleiterphysik, Technische Universität München
1988-1993 Direktor, Walter-Schottky-Institut, Technische Universität München
seit 1993 o. Universitätsprofessor für Festkörperelektronik, Technische Universität Wien
  Zahlreiche Auslandsaufenthalte und Gastprofessuren
2003-2008 Geschäftsführer, Austrian Research Centers GmbH - ARC