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A crisis-proof future

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Erwin-Schrödinger-Saal
Plenary / Panel
german language

Speakers

Leiter, Abteilung für Gesundheitspolitik, GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, München Abstract Key Note
Für die forschende pharmazeutische Industrie sind Planbarkeit und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen unabdingbare Voraussetzungen für eine krisensichere Zukunft im Gesundheitswesen. Die zunehmende Geschwindigkeit staatlicher Interventionen verdeutlicht jedoch das Dilemma, dass Politik immer wieder im Sinne von  Second Best -Lösungen für stabile finanzielle Rahmenbedingungen Sorge tragen muss.

Dem medizinischen Fortschritt wird dabei eine ambivalente Rolle zuteil: zum einen wird die Qualität und Leistungsfähigkeit eines Gesundheitssystems daran gemessen, zum anderen wird die Eigenschaft als Kostentreiber zunehmend einseitig in den Vordergrund gerückt. Me-dizinische Innovationen geraten daher verstärkt in das Visier einer gesundheitspolitisch do-minierten Sparpolitik.

Gegenwärtig verdeutlicht die allseits vorherrschende Finanzkrise, dass die grundsätzlich negative Wirkung im Gesundheitswesen deutlich an Ausmaß verliert. Das Gesundheitswe-sen also als ökonomischer Stabilisierungsanker in Zeiten der Krise? Im Prinzip ja, allerdings bedarf es mittelfristig angelegter und finanziell stabiler Rahmenbedingungen. Mit Einführung des Gesundheitsfonds im Jahr 2009 wurde in Deutschland der Weg eines rein beitragsfinan-zierten Gesundheitswesens zu Gunsten einer ausgewogenen Mischfinanzierung, bestehend aus einem nach wie vor dominierendem beitragsfinanzierten und einem sukzessiv ansteigenden steuerfinanzierten Anteil, aufgegeben. Die bisher noch kurzfristigen Erfahrungen lassen erkennen, dass ein mischfinanziertes Gesundheitssystem eine wirksame Option für eine krisensichere Zukunft darstellen kann.
Geschäftsführer, Peri Human Relations GmbH, Wien Abstract
Das österreichische Gesundheitswesen ist für die Zahler (Versicherte und Steuerzahler),
wie auch für die Leistungserbringer  trotz tagespolitischer Querelen und Wirtschaftskrise -
äußerst stabil und berechenbar.
Gesundheitsausgaben Österreich
" Im Jahre 2007 betrugen die Gesundheitsausgaben in Österreich rund 27.453 Mio.
Davon entfielen 26.125 Mio. auf die laufenden Gesundheitsausgaben; ca.
1.328 Mio. wurde für Investitionen im Gesundheitsbereich ausgegeben.
" Durchschnittliche nominelle Steigerung pro Jahr 1990 bis 2007: 5,3%, real um ca
3% (der VPI stieg im selben Zeitraum um ca 2,25%).
" Zwischen 1990 und 2007 stiegen die Gesundheitsausgaben (nominell) von 11.365
Mio. um 16.088 Mio. auf 27.453 Mio. Euro, das entspricht einer Steigerung von
insgesamt 142%.
" Das BIP ist zwischen 1990 und 2007 um 98% gewachsen.
" Die Gesundheitsausgaben stiegen zwischen 1990 und 2007 von 8,3% auf 10,1%
des BIP.
Wir befinden uns daher an einem Wendepunkt der Finanzierung.
Wurde das öffentliche Gesundheitswesen überwiegend von Beiträgen und Selbstbehalten
der Versicherten finanziert, so wird es in Zukunft ein Mischsystem aus Beiträgen,
Selbstbehalten und Steuerfinanzierung geben.
Dieses Mischsystem wird wohl zu einer Veränderung der bestehenden Machtverhältnisse
zwischen Bund, Länder und Sozialversicherung zugunsten des Bundes führen, könnte sich
aber als Krisenfester etablieren.
Member, Provincial Government (Health, Sciences and Traffic), Tyrol, Innsbruck
Editor-in-Chief, Tiroler Tageszeitung, Innsbruck Chair

Roger JÄCKEL

Leiter, Abteilung für Gesundheitspolitik, GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, München

1983-1988 Studium der Vewaltungswissenschaft an der Universität Konstanz
1989-1990 Krankenhausreferent bei der Deutschen-Angestelltenkrankenkasse
1990-1998 Verband der Angestellten-Krankenkassen, Referatsleiter stationäre Einrichtungen
1998-2004 Leiter der Ersatzkassenverbände in Baden-Württemberg
seit 2004 Leiter Gesundheitspolitik bei GlaxoSmithKline

Franz BITTNER

Geschäftsführer, Peri Human Relations GmbH, Wien

1986-1987 Sozialakademie
1993-2006 Vorsitzender der Gewerkschaft Druck-Journalismus-Papier
1997-2009 Obmann der Wiener Gebietskrankenkasse
seit 2006 Stv. Vorsitzender Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck-Journalismus-Papier (GPA/DJP)

Dipl.-Ing. Dr. Bernhard TILG

Member, Provincial Government (Health, Sciences and Traffic), Tyrol, Innsbruck

1986-1991 Diploma Study in Electrical Engineering, Graz University of Technology
1995 Ph.D. in Engineering Sciences, Graz University of Technology
1998-1999 Research Fellowship at the Department of Medicine, Cardiovascular Research Institute, University of California, San Francisco, FWF-Erwin-Schrödinger-Scholarship
1999 Postdoctoral Lecture Qualification - Habilitation in Biomedical Engineering commissioned by the Faculty of Electrical Engineering, Graz University of Technology, Graz
since 2002 Full Professor for Biomedical Engineering and Medical Informatics, UMIT - University of Health Sciences, Medical Informatics and Technology, Hall in Tyrol
2002-2004 Vice Rector at UMIT- University of Health Sciences, Medical Informatics and Technology, Hall in Tyrol
2004-2008 Rector of UMIT- University of Health Sciences, Medical Informatics and Technology, Hall in Tyrol
2006-2008 CEO of UMIT - University of Health Sciences, Medical Informatics and Technology, Hall in Tyrol
2006-2008 Chair of the Board of Rectors of the Austrian Private Universities
since 2008 Member of the Provincial Government (Health, Sciences and Traffic), Tyrol, Innsbruck

Alois VAHRNER

Editor-in-Chief, Tiroler Tageszeitung, Innsbruck

 Studium Publizistik und Politikwissenschaft in Wien (nicht abgeschlossen)
1987 Start als freier Mitarbeiter in der Wiener Redaktion der Tiroler Tageszeitung
1988 Anstellung als Wirtschaftsredakteur der TT in Wien
1992 Rückkehr in die TT-Wirtschaftsredaktion nach Tirol
2005 Leiter der Wirtschaftsredaktion der TT
2006 Stellvertretender TT-Chefredakteur
2009 Chefredakteur der TT, gemeinsam mit Mario Zenhäusern

Health Symposium

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