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The years of change 1989/91 and their impact on the 21st century

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Erwin-Schrödinger-Saal
Plenary / Panel
German and English language

Speakers

Director for Central and Eastern Europe, The German Marshall Fund of the U.S., Bratislava
Professor und Leiter, Institut für Geschichte, Fachbereich Erziehungs- und Sozialwissenschaften, Universität Stiftung Hildesheim Abstract
Michael Gehler
 Die Umbruchjahre 1989/91 und die Folgen für das 21. Jahrhundert.
Architekturveränderung des internationalen Systems und Paradigmenwandel EU-Europas

Die Jahre 1989/91 standen in der Mitte und im Osten Europas und in der ehemaligen Sowjetunion im Zeichen politischer und ökonomischer Umwälzungen. Die kommunistischen und realsozialistischen Herrschaftssysteme traten ihre Macht ab und lösten sich auf. 1991 folgte das Ende der Sowjetunion. Diese revolutionären Ereignisse zogen mannigfaltige Konsequenzen nach sich. Neben den politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Machtverschiebungen im Inneren ergaben sich für die Architektur der internationalen Organisationen Europas und der Welt erhebliche qualitative Veränderungen. Aus KSZE, NATO, Warschauer-Pakt und GATT wurden die OSZE, eine neue NATO (der Warschauer Pakt hauchte sein Leben aus) und die WTO. Während der Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW, COMECON) ebenfalls endete, wandelten sich die Europäischen Gemeinschaften im Zuge der Jahre 1989/91 zur Europäischen Union. Was bereits in den 1970er Jahren vorgedacht und angelegt war, kristallisierte sich immer deutlicher heraus: EU-Europa wurde ein globaler Akteur. Im Zentrum der Ausführungen steht der Funktionswandel der internationalen Organisationen nach 1989/91, aber auch die neue Stellung EU-Europas in der Welt.
Professor für Politikwissenschaften, Institut für Politikwissenschaft, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck Abstract
Russland nach dem Zerfall des Imperiums:
Zwischen Verfall und Selbstbehauptung

Der Zerfall der UdSSR war für die russländische Elite und die Gesellschaft eine ambivalente Erfahrung: Der Macht- und Statusverlust Russlands wurde als traumatischer Einschnitt erfahren, schien aber zugleich die Option auf eine nachhaltige russländische Staatlichkeit, sozialen Fortschritt und partizipative politische Strukturen bereitzuhalten. Russland aber erfuhr stattdessen eine radikale Dekonstruktion von Staatlichkeit, politischer Ordnung und Stabilität; die russländischen Bürger fielen mehrheitlich der sozialen Verelendung anheim. Die grosse Depression der neunziger Jahre, das Trauma einer veräusserten Gesellschaft, wurden zu Bausteinen eines autoritären Herrschaftskonzepts, einer demobilisierten Bürgerkultur und wachsender Machtarroganz der politischen Eliten Russlands nach Innen und nach Außen.
Former Prime Minister of Romania, Bucharest
Vorsitzender, IDM - Institut für den Donauraum und Mitteleuropa, Wien Chair

Dr. Pavol DEMES

Director for Central and Eastern Europe, The German Marshall Fund of the U.S., Bratislava

 Prior to the "Velvet Revolution" in November 1989 bio-medical researcher at Comenius University in Bratislava
1980 graduation of Charles University in Prague
1990-1991 Director of the Department of International Cooperation at the Ministry of Education
1991-1992 Minister of International Relations in the government of the Slovak Republic
 Executive Director of the Slovak Academic Information Agency-Service Centre for the Third (NGO) Sector
 since 2000 Director for Central and Eastern Europe at the German Marshall Fund of the United States, Bratislava
1993-1997 Foreign Policy Advisor to the President of the Slovak Republic

Dr. Michael GEHLER

Professor und Leiter, Institut für Geschichte, Fachbereich Erziehungs- und Sozialwissenschaften, Universität Stiftung Hildesheim

1982-1988 Studium der Geschichte und Germanistik, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
1987 Abschluss des Doktoratsstudiums mit "ausgezeichnet"; Promotion zum Dr. phil.
1988 Abschluss des Lehramtsstudiums Geschichte/Sozialkunde
1989-1996 Lehrbeauftragter und freier Mitarbeiter, Institut für Zeitgeschichte, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
1990-1991 Erfassung des Karl Gruber Archivs, Institut für Zeitgeschichte, mehrwöchige Forschungsaufenthalte in Wien, Paris und London; Projekt "Edition der Reden Karl Grubers 1945-1953" (publiziert 1994)
1992 gemeinsam mit Univ.-Prof. Steininger Begründer des Arbeitskreis Europäische Integration, Institut für Zeitgeschichte, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
1994-1998 Projektleiter eines Historikerteams im Rahmen eines Bundesländerforschungsprojekts zur Geschichte Tirols 1945-1995
1996 Universitätsassistent, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
1996 Außerordentlicher Professor, Institut für Zeitgeschichte, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
2000 Senior Fellow, Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
2001 Mitorganisator des Symposiums der University of New Orleans gemeinsam mit der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck "Austria in the EU. A First Assessment after 5 years" (publiziert 2003)
2001-2002 Alexander von Humboldt - Forschungsstipendiat, Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI), Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
seit 2002 Permanent Senior Fellow, ZEI, Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
2004-2005 Mitwirkung am Internationalen Graduiertenkolleg "Politische Kommunikation zur Herrschaftslegitimation. Von der Antike bis zum 20. Jahrhundert"
2006 Berufung an die Stiftung Universität Hildesheim als W3-Professor für Neuere Deutsche und Europäische Geschichte und Leiter des Instituts für Geschichte

Mag. Dr. Gerhard MANGOTT

Professor für Politikwissenschaften, Institut für Politikwissenschaft, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

 Studies in Political Science, History and Slavonics at the Universities of Innsbruck and Salzburg with a special focus on Comparative Political Science (political systems of Eastern Europe and the USSR) and International Relations
1991-2008 Permanent and Senior Research Fellow on Eastern Europe and the former USSR at the Austrian Institute for International Affairs (OIIP) in Vienna
since 1995 Lecturer at the Diplomatic Academy in Vienna
since 2003 Professor of Political Science at the University of Innsbruck
since 2009 Scientific Adviser on Post-Soviet Affairs for the Austrian Institute for International Affairs (OIIP) in Vienna
since 2009 Faculty Head of Studies at the Faculty of Political Science and Sociology

Dr. Mihai-Razvan UNGUREANU

Former Prime Minister of Romania, Bucharest

1992-2006 Assistant Professor, Reader and Maître de conférences in Modern Romanian History, Faculty of History, "Al.I. Cuza", University of Iasi
1998-2001 State Secretary with the Ministry of Foreign Affairs of Romania, Bucharest
2001-2003 Director General - Regional Envoy of the Stability Pact for South-Eastern Europe
2001-2003 Deputy Coordinator for the South-East European Cooperation Initiative (SECI), Vienna
2004-2007 Minister of Foreign Affairs of Romania
since 2007 University Professor, Romanian History, Faculty of History, University of Bucharest
2007-2012 Director, Foreign Intelligence Service of Romania
2012 Prime Minister of Romania

Dr. Erhard BUSEK

Vorsitzender, IDM - Institut für den Donauraum und Mitteleuropa, Wien

1959-1963 Studium an der Universität Wien, Juridische Fakultät
1964-1968 Parlamentssekretär im Österreichischen Nationalrat
1966-1969 Vorsitzender des Österreichischen Bundesjugendringes
1972-1976 Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes
1975-1976 Generalsekretär der Österreichischen Volkspartei
1976-1978 Stadtrat in Wien
1976-1989 Landesparteiobmann der Wiener Volkspartei
1978-1987 Landeshauptmann-Stellvertreter und Vizebürgermeister von Wien
1989-1994 Bundesminister für Wissenschaft und Forschung
1994-1995 Bundesminister für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten
1991-1995 Vizekanzler der Republik Österreich und Bundesparteiobmann der Österreichischen Volkspartei
2000-2001 Regierungsbeauftragter der österreichischen Bundesregierung für EU-Erweiterungsfragen
2002-2008 Sonderkoordinator des Stabilitätspaktes für Südosteuropa
2004-2005 Vizepräsident des Vienna Economic Forums (VEF)
2008-2009 Berater des Außenministers der Tschechischen Regierung in Fragen des westlichen Balkans während der EU-Präsidentschaft 1. Hälfte 2009
2000-2012 Präsident des Europäischen Forums Alpbach
 
 Aktuelle Funktionen:
2005-2014 Vorsitzender der ERSTE Stiftung
seit 1995 Vorsitzender des Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM)
seit 1996 Koordinator der Southeast European Cooperative Initiative (SECI)
seit 2005 Präsident des Vienna Economic Forums (VEF)
seit 2008 Vorsitzender des Universitätsrates, Medizinische Universität Wien
seit 2008 Jean Monnet Chair ad personam
seit 2009 Präsident des Herbert-Batliner-Europainstituts
seit 2010 Präsident des EU-Russia Centre

Political Symposium

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kategorie: Alle PlenarySocial