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Development of the Banking Supervision

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Erwin-Schrödinger-Saal
Plenary / Panel
german language

Speakers

Abgeordneter zum Nationalrat, Parlamentsklub der Österreichischen Volkspartei; Generalsekretär, Österreichischer Sparkassenverband, Wien Key Note
Vice-Governor, OeNB - Oesterreichische Nationalbank, Vienna Abstract Key Note
 Herausforderungen für Finanzmarktaufsicht

Die zunehmende Integration auf europäischer und globaler Ebene, die Krise und deren Bewältigung sowie die steigende Komplexität von im multilateralen Umfeld tätigen Bankengruppen stellen die Bankenaufsicht seit Jahren laufend vor neue Herausforderungen. Die Finanzkrise hat zudem deutlich gemacht, dass neben der Einzelaufsicht auch der Systemaufsicht eine bedeutende Rolle bei der Bekämpfung von Stabilitätsbedrohungen zukommen muss. Mit Schaffung der neuen europäischen Aufsichtsarchitektur, die am 1. Jänner 2011 in Kraft getreten ist, und der anstehenden Umsetzung von Basel III wurden in diesem Sinne bereits wichtige Schritte gesetzt, um das Finanzsystem und die Effektivität grenzüberschreitender Aufsichtsprozesse zu stärken. Darüber hinaus hat die Europäische Kommission im Juni einen Vorschlag für eine Richtlinie für  Sanierung und Abwicklung für Kreditinstitute und Wertpapierfirmen präsentiert, mit dem erstmals einheitliche Mechanismen zur Krisenlösung, insbesondere auch für grenzüberschreitend tätige Kreditinstitutsgruppen, geschaffen werden sollen.
Die jüngsten Entwicklungen haben jedoch deutlich gemacht, dass die bisher getroffenen Maßnahmen in Richtung eines verstärkten Bekenntnisses zu  Mehr Europa weiter auszubauen sind. So werden unter dem Stichwort einer  Bankenunion nunmehr eine Europäische Bankenaufsicht, eine gemeinsame Einlagensicherung im Euroraum und ein gemeinsamer europäischer Abwicklungsfonds diskutiert. Hier gilt es im nächsten Schritt eine Roadmap mit den notwendigen Voraussetzungen und klar definierten Meilensteinen zu entwickeln.
Nicht nur Aufseher und Regulatoren haben Lehren aus der Krise zu ziehen, sondern auch der Finanzsektor selbst ist gefordert, Antworten auf die geänderten Rahmenbedingungen und strukturellen Herausforderungen zu finden, um nachhaltige Geschäftsmodelle, stabile Refinanzierungsstrukturen, verbesserte Governancestrukturen und ein effizientes Risikomanagement zu gewährleisten.
Executive Director, Member of the Governing Board, Payment Systems, IT and Infrastructure, Oesterreichische Nationalbank, Vienna Abstract
Erfahrungen aus 10 Jahren FMA und einem Jahr neuer Europäischer Aufsichtsarchitektur &

Die wesentlichen Lehren aus den ersten 10 Jahren FMA sind: Der Ansatz einer integrierten Finanzmarktaufsichtsbehörde, die die Aufsicht über Banken, Versicherungen, Pensionskassen, Investmentfonds sowie den Wertpapierbereich unter einem Dach vereint, hat sich bewährt; gerade im Krisenmanagement. Es hat sich überdies erwiesen, dass es ein starkes Ineinandergreifen von mikro- und makroprudentieller Aufsicht geben muss. Immer größere Bedeutung kommt in der Aufsicht der grenzüberschreitenden, der internationalen Zusammenarbeit zu. Hier zeigt es sich aber, dass es dazu eines Mindestmaßes an Harmonisierung der regulatorischen Rahmenbedingungen, und zwar nicht nur zur Sicherung eines  level-playing-field sondern auch zur Sicherung von Effizienz und Effektivität der Aufsicht bedarf. Am Ende des Entwicklungsprozesses der europäischen Aufsicht muss eine starke integrierte europäische Aufsichtsinstitution stehen, die sich auf das Netzwerk der nationalen Aufseher stützt. Zur Stärkung der Krisenfestigkeit der Banken sind insbesondere vier Maßnahmen erforderlich: Erstens, die Kapitalpölster müssen risikoadäquat erhöht werden; zweitens, die Qualität des Eigenkapitals ist zu stärken; die Verschuldungshebel, die  leverage-ratios müssen begrenzt werden; und viertens, die Flucht aus den Bilanzen muss gestoppt werden, das gesamte Risiko muss in der Bilanz erfasst und damit dem Risikomanagement unterworfen werden. Überdies muss Eines allen klar sein: Künftig lautet die Vorgabe, Probleme von Banken sind ohne den Einsatz des Geldes der Steuerzahler zu lösen. Daher brauchen wir so rasch wie möglich ein praktikables Banken-Sanierungsrecht mit ex-ante gefüllten Restrukturierungstöpfen und ex-ante-gefüllter Einlagensicherung. Und natürlich muss die  Goldene Regel der G-20 umgesetzt werden:  Kein Markt, kein Anbieter, kein Produkt darf mehr ohne Aufsicht sein.
Managing Director, Division Bank and Insurance, Austrian Federal Economic Chamber, Vienna Abstract
--Bekenntnis zu effizienter Aufsicht und Lehren aus der Krise ziehen.
Regulierungsflut überfordert Kreditinstitute zunehmend, derzeit sind bereits 9.000 Seiten an Regularien einzuhalten.

--Ziele verbesserter Aufsicht diskutieren
- Schaffung von Vertrauen und Stabilität
- Kundenerwartungen erfüllen (Betreuung, Sicherheit, Konditionen)

--Daher Lösungsansätze

-  Proportionalität leben
- Klarheit über Roadmap der Regulierungen  Planbarkeit als Voraussetzung für Stabilität und Vertrauen àð Realistische Zeitpläne
- Kunde im Fokus der Banken, aber auch der Regularien.
- Europäische Strukturen weiter zulassen. CRR/CRD IV als Beispiel
dafür für alle Kreditinstitute anwendbar.
Vice-Rector for Financial Affairs and Infrastructure, Vienna University of Economics and Business, Vienna Chair

Mag. Michael IKRATH

Abgeordneter zum Nationalrat, Parlamentsklub der Österreichischen Volkspartei; Generalsekretär, Österreichischer Sparkassenverband, Wien

1975-1983 Studium der Rechtswissenschaften, Universität Wien
1982-1983 Vereinigung Österreichischer Industrieller, Wien
1984-1985 Product Manager Henkel Austria, Wien
1985-1994 Leiter des Bereiches Vorstandssekretariat / Strategisches Management / Volkswirtschaft, GiroCredit Bank AG, Wien
1994-2004 Leiter der Bereiche Konzernkommunikation, Marketing und Sparkassen sowie Konzernkommunikation und corporate affairs, Erste Bank AG, Wien
seit 2003 Abgeordneter zum Nationalrat (ÖVP) und Stv. Vorsitzender des Finanzausschusses, Wien
seit 2004 Generalsekretär, Österreichischer Sparkassenverband, Wien

Mag. Andreas ITTNER

Vice-Governor, OeNB - Oesterreichische Nationalbank, Vienna

 Since 1983 Oesterreichische Nationalbank, Vienna
  11 years Director of the Financial Stability and Bank Inspections Department
  10 years Head of the Secretariat for the President
 Since 2013 Vice-Governor, responsible for Financial Stability, Banking Supervision and Statistics, Oesterreichische Nationalbank, Vienna
2008-2013 Member of the Governing Board, responsible for Financial Stability, Banking Supervision and Statistics, Oesterreichische Nationalbank, Vienna

Mag. Dr. Kurt PRIBIL

Executive Director, Member of the Governing Board, Payment Systems, IT and Infrastructure, Oesterreichische Nationalbank, Vienna

1975-1980 Master's Program in Business Administration, Vienna University of Economics and Business
1980-1983 Doctoral Studies in Business Administration, Johannes Kepler University Linz
1982-1987 Adviser, International Division, OeNB - Oesterreichische Nationalbank, Vienna
1988-1991 OeNB Representative in Brussels
1991-1995 Economic Adviser to Federal Minister Wolfgang Schüssel, Federal Ministry for Economic Affairs, Vienna
1995-1999 Economic Adviser to Vice Chancellor Wolfgang Schüssel, Federal Chancellery, Vienna
1999 Deputy Head, Foreign Research Division, OeNB, Vienna
1999-2001 Head, Foreign Research Division, OeNB, Vienna
2001-2013 Member of the Executive Board, FMA - Austrian Financial Market Authority, Vienna
 Since 2013 Member of the Governing Board, OeNB - Oesterreichische Nationalbank, Vienna
2013 Director, Oesterreichische Nationalbank, Vienna

Dr. Franz RUDORFER

Managing Director, Division Bank and Insurance, Austrian Federal Economic Chamber, Vienna

1982-1985 Assistant, Department Civil and Roman Law, University of Linz
1986-1992 Legal Expert, Division Bank and Insurance
1992-2012 Managing Director-Deputy, Division Bank and Insurance
since 2013 Managing Director, Division Bank and Insurance, Austrian Federal Economic Chamber

Mag. DDr. Regina PREHOFER

Vice-Rector for Financial Affairs and Infrastructure, Vienna University of Economics and Business, Vienna

1974-1980 Study of economics at the University of Economics and Business Administration in Vienna
1977-1980 Study of law at the University of Vienna
1980 Doctor's degree in both fields of study
1980-1981 Legal practice at court
1981-1987 Deputy Head of Legal Department/ Export Guarantees, Oesterreichische Kontrollbank AG
1987-1999 Creditanstalt-Bankverein (from 1 January 1998 Creditanstalt AG)
1992 Head of Trade and International Project Finance
1993 Assistant General Manager and Deputy Head of Finance Division
1995 Deputy General Manager and Head of Finance and Consulting Division, additionally from
 
 Following the integrations steps in the Bank Austria Creditanstalt Group from July 1999:
1998 Head of Division, Multinational Corporates and Insurance Sector
1999-2002 Head of Group Division, Multinational Corporates and Products, Bank Austria AG
2000 Head of Multinational Corporates, Corporate and Trade Finance Division, additionally from
2002 Head of Corporate Customers Division
2002 Head of Multinational Corporates, Corporate and Trade Finance Division, Bank Austria Creditanstalt AG
  responsible for Multinational Corporates, Corporate Customers and Real Estate Finance (April 2003 - January 2004)
  additionally responsible for the CEE region (January 2004 - May 2006)
  Corporate Banking and UniCredit Group's Leasing Operations (May 2006 - December 2007)
  Corporate Banking and Sponsor for Global Account/ Cross Border Business Management within the UniCredit Corporate
  Division Executive Management Committee (January 2008 - September 2008)
2003 Member of the Management Board, Bank Austria Creditanstalt AG
 May 2011 Vice-Rector, Infrastructure, Vienna University of Economics and Business
 Oct. 2011 Vice-Rector for Financial Affairs and Infrastructure, Vienna University of Economics and Business
2008-2010 Member of the Managing Board and Chief Executive Austrian Banking, BAWAG P.S.K. (responsible for Retail and Commercial Business)