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Construction and reality as seen from the perspective of various disciplines

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Erwin-Schrödinger-Saal
Plenary / Panel
German and English language

Speakers

Professorin sowie Prodekanin, Fakultät für Informatik, Freie Universität Bozen Abstract
Technologies have been used in educational processes since more than 40 years, and the use of Internet in educational processes (e-learning) is at least 15 years old. The talk identifies the main challenges for the
future of e-learning, that is, what technologies will support the activities of learners, in line with modern pedagogical models and tendencies. The interdisciplinary discussions between technology and pedagogy has so far dentified a number of visions that will drive the ¨learning with technologies in the XXI century¨. Among them, one of the most promising is DULP, an acronym that, taking an holistic approach to learning, has identified these features: Design Inspired Learning, Ubiquitous Learning, Liquid Learning Places, Person-in-Place-centered Design.
The talk will conclude with a paradigmatic example of the role that technologies shall play in the future of learning. We shall briefly describe an on-going experience at FUB with students in Klimahaus Master, who develop
projects on solar radiation of city buildings.
Professor, Institut für Experimentalphysik, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck; Wissenschaftlicher Direktor, Institut für Quantenoptik und Quanteninformation, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Innsbruck
Professor, Institut für Sprachen und Literaturen sowie Vorsitzender des Senats, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
Professor, Institut für Erziehungswissenschaft, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck Abstract
Mit den Ausdrücken "Phantom" und "Wirklichkeit" eröffnet sich ein Spannungsfeld, das mindestens in zweifacher Hinsicht bedeutsam ist: Einerseits stoßen wir auf verschiedenste Phänomenbereiche, wenn wir uns mit Phantomen zu beschäftigen beginnen. Da ist zum Beispiel die Rede von Phantomschmerzen, Rinderphantomen oder Bibliotheksphantomen. Inwieweit weisen diese Phantome Ähnlichkeiten oder Gemeinsamkeiten auf? Wie können wir mit ihnen umgehen und welche Wirklichkeit kommt ihnen zu? - Andererseits stellt sich die Frage nach dem "phantomatischen Charakter" der Wirklichkeit auch allgemeiner. Sie taucht nicht zuletzt dann auf, wenn unsere Sehnsüchte nach der "wirklichen Wirklichkeit" enttäuscht werden oder unsere Wirklichkeitskriterien nicht gewohnheitsmäßig funktionieren. Wir gewinnen dann mitunter den Eindruck, dass es die Wirklichkeit gar nicht gibt. Im Vortrag werden einige Gesprächs- und Orientierungsangebote aus konstruktivistischen Perspektiven zur Diskussion gestellt.
Professor für Dogmatik, Institut für Systematische Theologie sowie Dekan, Katholisch-Theologische Fakultät, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck Abstract
Die biblische Erzählung über Jakobs Traum vom offenen Himmel und der Leiter dorthin (Gen 28,11-15) fasziniert nicht zuletzt deswegen, weil sie den tiefsten Grund für die nie auflösbare Dynamik von Entwurf und Wirklichkeit im Leben des Menschen anzeigt. Jakob erblickt diesen Grund jenseits seiner selbst, jenseits seiner Umwelt, ja jenseits der Geschichte. Aufgrund der Ausrichtung seiner  appetitio auf die im Bild des  offenen Himmels angedeutete Transzendenz vermag er, vermag das sich auf diesen Protoplasten zurückführbare Volk Israel, vermögen schließlich die an dem biblischen Erbe Anteil habenden Christen und Muslime Grenzen jeglicher Wirklichkeit zu sprengen: die bestehenden Verhältnisse - ganz gleich welcher Art - sind diesen Traditionen ja nicht die einzig möglichen! Da erst die im Himmel Wirklichkeit werdende  fruitio die Dynamik von Entwurf und Wirklichkeit zur Erfüllung bringt, bleibt der Mensch im Bereich des Diesseits der Dynamik der  profundior et universalior appetitio unterworfen, kann sich selber also auch als entwerfendes Wesen erfahren, diese Erfahrung gar als Partizipation an der schöpferischen Kraft Gottes deuten.

Ein derart thematisierter Zugang zur Fragestellung:  Entwurf und Wirklichkeit wird freilich auf eine radikale Kritik stoßen. Und dies schon deswegen, weil das auf die Transzendenz rekurrierende  entwerfende Wesen Mensch in der gegenwärtigen kulturpolitischen und auch wissenschaftlichen Diskussion einseitig mit dem religiös verbrämten Fundamentalismus in Verbindung gebracht und für Gewaltszenarien verantwortlich gemacht wird. Nicht erst die ambivalente religiöse Wirklichkeit stellt da den Grund für das sukzessive Zurückdrängen der Religion aus den normativen Entwürfen des Zusammenlebens in Europa dar. Der Entwurf der Religion selbst, der die Bindung des menschlichen Begehrens an die Transzendenz beinhaltet, wird zunehmend zum Stein des Anstoßes.


Die Und die Folgen für die  profundior et universalior appetitio und das  entwerfende Wesen Mensch ? Der Theologe nimmt die Verstärkung der Verführung der transzendenzberaubten appetitio zu jenem Schritt wahr, an dem der Mensch sein entwerfendes Wesen zunehmend auf sich selber beziehen und ein Experiment mit sich selber eingehen wird. Ein Experiment, das auch mit der Selbstabschaffung des Menschen enden kann.
President, Free University of Bolzano / Bozen
Professor, Institut für Mumien und den Iceman, EURAC - Europäische Akademie Bozen Abstract
Seit seiner Auffindung im Jahre 1991 gewährt uns die weltbekannte Gletschermumie, der Mann aus dem Eis oder einfach  Ötzi , einen tiefen Einblick in die Lebensumstände einer bis dahin wenig erforschten Bevölkerung, die vor über 5000 Jahren im alpinen Raum heimisch war. Durch die Verwendung modernster medizinischer und naturwissenschaftlicher Untersuchungen ist es gelungen, zahllose Details zu seinem Leben, aber vor allem auch zu seinen Krankheiten und zu seinem gewaltsamen Tod am Hauslabjoch zu erforschen. Neben dem rein geschichtlichen Interesse wurden aber auch im Zuge der Ötzi-Forschung neue medizinische Instrumente und bildgebende Verfahren entwickelt, die später in die klinische Anwendung übernommen wurden. Des Weiteren bietet die moderne Mumienforschung die Möglichkeit wichtige Erkenntnisse zum Auftreten und zur Entwicklung von Krankheiten zu erhalten. Im Rahmen des Vortrags soll anhand des Beispiels des Mannes aus dem Eis und anderer Mumienfunde, die Möglichkeiten aber auch Grenzen der Mumienforschung erörtert werden.
Vizerektorin für Lehre und Studierende, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck Chair

Dr. Gabriella Maria DODERO

Professorin sowie Prodekanin, Fakultät für Informatik, Freie Universität Bozen

1977 Laurea in Matematica, Università degli Studi di Genova
1981-1998 Researcher at Faculty of Mathematical, Physical and Natural Sciences, University of Genova
1992-1995 Director of Comett LI.Sa., the Regional University Enterprise Training Partnership, managing more than 500 international training placements funded by EU COMETT II programme, on behalf of University of Genova
1998-2006 Associate Professor at Department of Computer Science, University of Genova
2003-2006 Vice President of ISICT, a Consortium with University, public bodies and enterprises for promoting Excellency in ICT education
since 2006 Full Professor at Faculty of Computer Science, Free University Bolzano
2007-2009 Dean of the Faculty of Computer Science, on behalf of the Free University Bolzano
2001-2003 Technical Witness for the Camera Arbitrale Internazionale, Milano

Dr. Rudolf GRIMM

Professor, Institut für Experimentalphysik, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck; Wissenschaftlicher Direktor, Institut für Quantenoptik und Quanteninformation, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Innsbruck

1980-1986 Physikstudium, Universität Hannover
1986-1989 Doktorand, Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich
1989-1990 Gastforscher, Institute of Spectroscopy, Troitsk, UdSSR
1990-2000 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Max-Planck-Institut für Kernphysik, Heidelberg
1994-2000 Privatdozent, Universität Heidelberg
seit 2000 Professor für Experimentalphysik, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
seit 2003 Wissenschaftlicher Direktor, Institut für Quantenoptik und Quanteninformation, Österreichischen Akademie der Wissenschaften
seit 2010 Leiter, Forschungsschwerpunkts Physik, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

Dr. Ivo HAJNAL

Professor, Institut für Sprachen und Literaturen sowie Vorsitzender des Senats, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

1980-1985 Studium der Indogermanischen Sprachwissenschaft und Altphilologie an der Universität Zürich; in Folge Doktorat und Habilitation
1998-2001 Ordinarius an der Westfälischen Willhelms-Universität Münster; zuvor Gastprofessur an der Humboldt Universität Berlin, die er im Rahmen einer Rufzusage wahrnahm
seit 2001 Universitätsprofessor am Institut für Sprachen und Literaturen der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
seit 2003 Mitglied des Senats, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
seit 2005 Vorsitzender des Senats, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

Dr. Theo HUG

Professor, Institut für Erziehungswissenschaft, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

1978-1985 Studium der Psychologie, Pädagogik, Mathematik und Philosophie an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
1985 Promotion zum Dr. phil. in Psychologie und Pädagogik
1996 Habilitation an der Universität Innsbruck
1997 Ernennung zum außerordentlichen Universitätsprofessor
1997-1998 Gastprofessor an der Universität Wien
seit 1998 diverse Gastlehraufträge an in- und ausländischen Universitäten und Fachhochschulen
2001 Gastprofessor an der Universität Graz
2003-2006 Leitung des ARC Research Studios eLearning Environments
 Überdies ist er Sprecher des interfakultären Forums Innsbruck Media Studies, Delegierter der Universität Innsbruck ins Forum Neue Medien in der Lehre Austria sowie Neue Medien Beauftragter der Bildungswissenschaftlichen Fakultät
2005 Visiting scholar im Comparative Media Studies (CMS) program am Massachusetts Institute of Technology (M.I.T.)

Dr. Jozef NIEWIADOMSKI

Professor für Dogmatik, Institut für Systematische Theologie sowie Dekan, Katholisch-Theologische Fakultät, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

1969-1972 Studium der Philosophie und Theologie an der Katholischen Universität in Lublin
1972-1981 Studien bis hin zur Promotion an der Universität Innsbruck
1991-1996 Professor für Dogmatik an der Katholischen (Privat)Universität Linz
  Gastprofessuren in Jerusalem
seit 1996 Professor in Innsbruck

Dr. phil. Ulrike TAPPEINER

President, Free University of Bolzano / Bozen

 Studied Biology and Ecology at University of Innsbruck
1985-1996 Assistant Professor, Institute of Botany, University of Innsbruck
1994-2004 Visiting Lecturer and Visisting Professor, University of Bayreuth, University of Trier, University of Evora, Georgian Academy of Sciences, Tbilisi
1996-2005 Associate Professor, Institute of Botany, University of Innsbruck
2005 Offer to become Full Professor of Ecosystem Research at Univ. Münster, Germany, (declined)
since 2005 Full Professor of Ecosystem Research, Institute of Ecology, University of Innsbruck
since 2006 Co-ordination of the research centre ‘Ecology of the Alpine Regions’ at the University of Innsbruck
2006-2012 Head of the Institute of Ecology, University of Innsbruck
2012-2018 Dean of the Faculty of Biology, University of Innsbruck
2018 President, Free University of Bolzano / Bozen

Dr. Albert ZINK

Professor, Institut für Mumien und den Iceman, EURAC - Europäische Akademie Bozen

 Studies of biology
 Ph.D. thesis, "Kindersterblichkeit im frühen Mittelalter - Morphologische und paläopathologische Ergebnisse an der Skelettserie von Altenerding, Ldkr. Erding, Bayern", Institue of Anthropology and Human Genetics, University of Munich
  Egyptian mummies with a major interest in the molecular detection of pathogens by extracting and amplifying ancient DNA
1998-2002 Postdoctoral position, Institute of Pathology, München (Director: Prof. Dr. U. Löhrs), research focus (DFG research grant): Identification of pathological alterations in ancient
2002-2004 University Assistant, Division of Paleopathology, Institute of Pathology, Academic- Teaching Hospital München-Bogenhausen, continuation of the DFG research grant
  biological sample, structural and mechanical properties of collagen fibrils in normal and pathological bone tissue
2004-2007 Senior Researcher, Department of Earth and Environmental Sciences, AG Nanobiomed (group Prof. Dr. W.M. Heckl), research area: Application of nanotechnological methods for the study of
  Tuberkulose", Human Biology, Faculty of Medicine
2005 Habilitation (= Assoc. Professor), " Paläopathologie von Krankheiten im alten Ägypten unter besonderer Berücksichtigung molekularer Untersuchungen zur
since 2007 Scientific Director, Institute for Mummies and the Iceman, EURAC research, Bolzano

Mag. Dr. Margret FRIEDRICH

Vizerektorin für Lehre und Studierende, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

1974-1976 Studium der Psychologie, Universität München
1983-1988 Studium der Geschichte und Germanistik, Paris-Lodron-Universität Salzburg, (Mag.phil. 1988, Dr.phil. 1996)
1992-1993 Sekretär der Kommission für Neuere Geschichte Österreichs
1992-1996 Vertragsassistentin am Institut für Geschichte, Paris-Lodron-Universität Salzburg
seit 1996 Lehrtätigkeit in den Bereichen Österreichische Geschichte des 18., 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts, Frauen- und Geschlechtergeschichte sowie Theorien, Methoden und Geschichte der Geschichtswissenschaften. Tätigkeit in der Senatsarbeitsgruppe für Frauenforschung, Frauenförderung und Frauenstudien sowie im Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen, Engagement in der Institutskonferenz (alt), Studienkommission (neu) und im Dienststellenausschuss, Institut für Geschichte, Paris-Lodron-Universität Salzburg
  Mitarbeit an zwei Forschungsprojekten des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung zur Frauengeschichte sowie am Salzburger Quellenbuch "Die andere Geschichte"
2002 Habilitation, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
2004-2006 Fakultätsstudienleiterin, Philosophisch-Historischen Fakultät
2005 Vertretung des Dekans, Philosophisch-Historischen Fakultät
seit 2006 Vizerektorin für Lehre und Studierende, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck