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Globale Welt – Lokales Leben

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Kaiser-Leopold-Saal
Plenary
german language

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Speakers

Rektor und Geschäftsführer, MCI - Management Center Innsbruck Abstract
Wissenschaft, die sich auf Lokales oder Regionales beschränkte, wäre zum Scheitern verurteilt. Gleiches gilt in analoger Weise für Wirtschaft, Gesellschaft, Bildung und Studium. Diese Einschätzung steht in keinem Widerspruch zur Identität und Kultur der jeweiligen Herkunft und zum eigenen regionalen Auftrag. Im Gegenteil: Wo sonst, wenn nicht in einem Studium wollte man Menschen für den Umgang mit anderen Kulturen sensibilisieren und auf internationale Herausforderungen vorbereiten? Um es pointiert zu formulieren: Es wäre geradezu fahrlässig, Tiroler unter Tirolern oder Österreicher und Österreichern (jeweils m/w) studieren, leben und arbeiten zu sehen. Die Verbindung aus Regionalität und Internationalität bietet den dialektischen Spannungsbogen, dem wir uns täglich neu zu stellen haben.
Professor, Political and Administrative Sciences, Institute of Public Law and Research Centre for Federalism, University Innsbruck; Director, Institute of Federalism, Innsbruck Abstract
Die wachsende Bedeutung der lokalen und regionalen Ebenen wird durch den Aufstieg des Begriffs "Multi-Level-Governance" sichtbar. Das "Regieren im Mehrebenensystem" erfordert ein Zusammenwirken sowohl der internationalen (europäischen) Ebene, der Nationalstaaten, der Regionen und Gemeinden. Dies hat zur Folge, dass eine scharfe Abgrenzung von Zuständigkeiten, die Idealvorstellung klassischer Bundesstaatlichkeit, immer seltener möglich ist. Multi-Level-Governance stärkt zwar in der Tendenz die lokalen und regionalen Ebenen, führt aber auch zu unklaren Entscheidungsstrukturen und verwischt mitunter Verantwortlichkeiten. Eine Lösung können flexible, transparente Netzwerke sein.
Universitätsprofessorin für öffentliches Recht, Institut für öffentliches Recht, Staats- und Verwaltungslehre, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck Abstract
Globalisierung fördert das Entstehen einer  Weltrechtsordnung , die nicht zuletzt eine Verengung rechtlicher Gestaltungsspielräume der Regionen zur Folge hat. In einer gegenläufigen Tendenz, die nur teilweise Parallelen zum  Aufstand der Regionen gegen nationalstaatlichen Zentralismus aufweist, versuchen Regionen, sich Mitwirkungsrechte an der übergeordneten Rechtssetzung zu sichern, und nutzen verstärkt Möglichkeiten, gemeinsame Interessen zu bündeln und grenzüberschreitend zusammenzuarbeiten. Eine nachhaltige und justiziable Verankerung des Subsidiaritätsprinzips im globalen Konstitutionalismus erscheint schon auf Grund der Vielfalt staatlicher Organisationsformen schwierig, aber langfristig nicht ausgeschlossen. Dabei zeigt sich in vielen Krisenherden der Welt, die auf ethnische oder kulturelle Spannungen zwischen Mehrheit und Minderheit zurückzuführen sind, dass Regionalismus als Kompromissmodell einen wichtigen Beitrag zur Friedenssicherung und Erhaltung regionaler Identität leisten kann. Angesichts jüngster Entwicklungen in Katalonien und Schottland blickt jedoch auch Europa gespannt auf (nicht nur) zwei Regionen, die über Regionalismus hinausdenken.
Professor, Institut für Populäre Kulturen, Universität Zürich
Ehemaliger Vorstand, Kulturabteilung, Amt der Tiroler Landesregierung, Innsbruck Chair

Dr. Andreas ALTMANN

Rektor und Geschäftsführer, MCI - Management Center Innsbruck

1989-1989 Studium der BWL, VWL und Internationalen Beziehungen in Linz und Innsbruck
1989-1992 Doktorand am Institut für Finanzwissenschaft der Universität Innsbruck
1992-1993 Studium der Internationalen Beziehungen in Bologna
1993-1995 Mitarbeiter im Projektteam Managementzentrum Tirol, Innsbruck
 Seit 1995 Geschäftsführer des Träger-Vereins Management-Zentrum Tirol, Innsbruck
 Seit 1997 Geschäftsführer des MCI Management Center Innsbruck
 Seit 2002 Professor am MCI Management Center Innsbruck
 Seit 2012 Rektor des MCI Management Center Innsbruck
1993-1994 Post-doc am Institut für Unternehmensführung der Universität Innsbruck

Dr. Peter BUSSJÄGER

Professor, Political and Administrative Sciences, Institute of Public Law and Research Centre for Federalism, University Innsbruck; Director, Institute of Federalism, Innsbruck

1986 Promotion zum Dr. iur.
seit 1987 Bediensteter des Landes Vorarlberg
2000 Habilitation, Universität Innsbruck (Habilitationsschrift: "Die Organisationshoheit und Modernisierung der Landesverwaltungen")
seit 2000 Lehrbeauftragter am Institut für Öffentliches Recht, Staats- und Verwaltungslehre, Universität Innsbruck
seit 2001 Direktor, Institut für Föderalismus, Innsbruck
2003-2012 Direktor, Vorarlberger Landtag, Bregenz
2005-2009 Mitglied, Verwaltungsgerichtshof des Fürstentums Liechtenstein, Vaduz
seit 2009 Mitglied, Staatsgerichtshof des Fürstentums Liechtenstein, Vaduz
seit 2013 Forschungsbeauftragter, Liechtenstein-Institut (Projektleiter Verfassungskommentar Liechtenstein), Vaduz
seit 2014 Univ.-Prof., Institut für Öffentliches Recht, Staats- und Verwaltungslehre, Universität Innsbruck

Dr. Anna GAMPER

Universitätsprofessorin für öffentliches Recht, Institut für öffentliches Recht, Staats- und Verwaltungslehre, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

1997 Sponsion zum Mag. iur. (Innsbruck), Studienaufenthalt an der University of Cambridge, UK
1999 Promotion zum Dr. iur. (Innsbruck), Studienaufenthalt am King's College London, UK
2004 Habilitation (Verleihung der Lehrbefugnis für "Öffentliches Recht, einschließlich Allgemeiner Staatslehre und öffentlich-rechtlicher Rechtsvergleichung")
seit 2008 Professorin für öffentliches Recht am Institut für öffentliches Recht, Staats- und Verwaltungslehre, Universität Innsbruck
seit 2013 Koordinatorin des Forschungszentrums Föderalismus der Universität Innsbruck

Dr. Bernhard TSCHOFEN

Professor, Institut für Populäre Kulturen, Universität Zürich

1984-1992 Studium der Volkskunde/Empirischen Kulturwissenschaft und Kunstgeschichte an den Univ. Innsbruck und Tübingen
1992-1995 Wiss. Mitarbeiter und Kurator am Österreichischen Museum für Volkskunde, Wien
1995-2004 Univ.Ass., später Univ. Doz. und Ao. Univ.Prof., Institut für Volkskunde/Europäische Ethnologie der Universität Wien (1999 Promotion, Univ. Tübingen, 2002 Habilitation für Europäische Ethnologie, Univ. Wien)
2004-2013 Professor für Empirische Kulturwissenschaft, Ludwig-Uhland-Institut der Univ. Tübingen, u.a. Tätigkeit als Direktor und Prodekan für Forschung
seit 2013 Professor für Populäre Kulturen an der Univ. Zürich

Dr. Christoph MADER

Ehemaliger Vorstand, Kulturabteilung, Amt der Tiroler Landesregierung, Innsbruck

 Studium der Geschichte und Alten Geschichte an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
1976 Promotion
1976-1978 Universitätsbibliothek Innsbruck
1978-1980 Diplomatische Akademie Wien
1980-2006 Kulturabteilung, Land Tirol
seit 1989 Vorstand Kulturabteilung, Land Tirol
1997-2003 "Gemeinsamer Ländervertreter" in EU-Kulturangelegenheiten

Kultur und Wirtschaft 2013

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