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Challenges to the healthcare reform

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Erwin-Schrödinger-Saal
Plenary / Panel
german language

Speakers

Unabhängiger Gesundheitsökonom, Wien Abstract Key Note
"Aktuell besteht das österreichische Gesundheitssystem aus einem undurchsichtigen Konglomerat von Machtkomplexen, die längst den Sinn eines Gesundheitssystems aus den Augen verloren haben und ihre Aktivitäten am eigenen Machterhalt ausrichten. Weder Wettbewerb noch Demokratie werden als Steuerungsinstrumente zugelassen, einzig paternalistische und monopolistische Bestrebungen definieren die Entwicklung.

Die einzige Berechtigung für ein solidarisch finanziertes Gesundheitssystem ist es aber, bei gegebenen Ressourcen einen höheren Nutzen zu erzeugen als dies ohne ein Gesundheitssystem möglich wäre. Nur, wenn für den Patienten ein  Mehrwert erreicht wird, den er selbst nicht erreichen würde, ist ein Gesundheitssystem ethisch gerechtfertigt. Die Herausforderung an eine Reform ist also, wie schnell oder überhaupt können die Akteure so umdenken, dass dieses Ziel wichtiger wird, als Struktur- und Machterhalt."
Co-Leiter, College M - College für Management im Gesundheitswesen, Bern Abstract
Ziel und Resultat, welche viele Gesundheitsreformen anstreben, sind eine stärkere Integration der Versorgung und der Gesamtsysteme. Mit gutem Grund, denn nur in einem integrierten Versorgungssystem lassen sich zukünftig Qualität aufrechterhalten und Kosten steuern. Die Herausforderung an Reformvorhaben ist die Tatsache, dass alle Gesundheitssysteme grundsätzlich nicht-integriert, d.h. fragmentiert sind. Grund dafür sind vor allem divergierende Grundsätze der jeweiligen Subsysteme.
Voraussetzungen für gelingende Integrationsvorhaben sind deshalb (1) Integration gelingt nur mit Einbezug ALLER Perspektiven, insbesondere jener der Professionen, (2) Machtpolitik und Machterhalt (z.B. der Ärzteschaft) sind im Grundsatz  nur aktivierte professionelle Immunsysteme, (3) Integration im Gesundheitssystem kann sich nur innerhalb ausgewogener (gesetzlicher) Rahmen und differenzierter (ökonomischer) Anreize ausbreiten und (4) kompatible gesetzliche Rahmen und ökonomische Anreizsysteme lassen sich nur auf Grund (gesellschaftlich) akzeptierter Grundsätze entwickeln.
Präsident, Deutsche Gesellschaft für Versicherte und Patienten e.V., Heppenheim Abstract
Das Gesundheitssystem in allen Nationen muss ausgerichtet werden auf die Bedürfnisse der Versicherten und Patienten und nicht wie bisher, nach den starken oder weniger starken Einflüssen der Lobbyisten. Die politischen Mandatsträger müssen dazu die Rahmenbedingungen für ihre Wähler schaffen und die Selbstverwaltungen / Lobbyisten müssen sich diesen geänderten Bedingungen anpassen. Durch intensive Information müssen die Bürgerinnen und Bürger zu einem mündigen Partner im Gesundheitswesen erzogen werden. Die Beteiligung der Versicherten und Patienten an der Gestaltung der Strukturen des Gesundheitswesens muss nicht Kür, sondern Pflicht werden.
Managing Editor, Der Standard, Vienna Chair

Dr. Ernest PICHLBAUER

Unabhängiger Gesundheitsökonom, Wien

1987-1997 Medizinstudium Wien
1995-1997 Dissertation, "Untersuchungen von Allelen von GABA-A- Rezeptor-Untereinheiten auf eine mögliche Assoziation mit der Pyknolepsie"
1997-2001 Univ.Ass. Klinische Pathologie AKH-Wien
2000 Controllingausbildung am ÖCI - Österreichischen Controlling Institut
2001-2003 Consultant, FOCUS Managementberatung
2003-2006 ÖBIG - Österreichisches Bundesinstitut für Gesundheitswesen
2006-2007 NÖGUS - Niederösterreichischer Gesundheits- und Sozialfonds
seit 2008 Selbständig als unabhängiger Experte für Gesundheitsökonomie und Gesundheitsversorgung

Dr. med. Peter BERCHTOLD

Co-Leiter, College M - College für Management im Gesundheitswesen, Bern

 Facharzt für Innere Medizin mit Forschungstätigkeit im Bereich Immunologie und Hämatologie.
 Langjährige Führungstätigkeit als internistischer Spitalarzt auf allen Funktionsebenen und 1995 bis 1998 als operativer Leiter des Departements Innere Medizin am Universitätsspital in Bern. Mitbegründer und seit 1999 Co-Leiter des College M. Lehraufträge an verschiedenen Universitäten und Fachhochschulen. Präsident des Forum Managed Care.
 Tätigkeitsschwerpunkte sind Führungsweiterbildung in Spitälern, Führungscoaching, Projekte zur Verbindung von Wissenschaft und Kunst sowie Entwicklung und Evaluation von Integrationskonzepten in der Gesundheitsversorgung.

Wolfram-Arnim CANDIDUS

Präsident, Deutsche Gesellschaft für Versicherte und Patienten e.V., Heppenheim

1958 Abschluss als Groß- und Außenhandelskaufmann
1961 Staatsexamen als OP-Pfleger
1961-1964 Examinierter Krankenpfleger im Operationsbereich im ev. Krankenhaus Düsseldorf und Wesel
1964-1968 Key Account Manager für die 3M Company Düsseldorf, Bereich Medizin
1968-1972 Marketingleiter bei der Firmengruppe Feldmühle/Dynamit Nobel, Faserprodukte, Düsseldorf/Lahnstein
1972-1977 Geschäftsführer und Mitgesellschafter der Firma Blom Disposables für Deutschland
1977-1980 Verkaufs- und Marketingdirektor der Firmengruppe Pfizer/Howmedica/Shiley/Deknatel/Dr. Hammer für Europa, den Mittlerer Osten und Afrika
1980-1986 Geschäftsbereichsleiter der Firma Becton & Dickinson Heidelberg für die Länder Deutschland, Österreich und Schweiz
seit 1986 Management Consultant, Personalberater und Berater für Strategie-, Organisations- und Personalentwicklung im Gesundheitswesen
seit 2006 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Versicherte und Patienten e.V., Heppenheim

MPA. Dr. Eric FREY

Managing Editor, Der Standard, Vienna

1981 Student of Public Affairs, Princeton University
1991-1996 Deputy Foreign Editor, Der Standard
1996-1998 Foreign Editor, Der Standard
1998-2001 Business Editor, Der Standard
2001-2002 Marshall Plan Chair for Austrian Studies, University of New Orleans
since 2002 Managing Editor, Der Standard

Health Symposium

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