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Culture Spaces

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Erwin-Schrödinger-Saal
Plenary / Panel
german language

Speakers

Freie Schriftstellerin, Wien Abstract
Die Schriftstellerin Sabine Gruber (Jahrgang 1963), als Tochter einer "Katzelmacherin" und eines "crucco" in Südtirol aufgewachsen, erzählt von ihrer literarischen Sozialisation im Land der ethnischen Trennung, von den politisch verhärteten Fronten Mitte der 70er, Anfang der 80er Jahre, von verbotenen Theaterbesuchen und falsch verstandener faschistischer Architektur, von prägenden Lektüreerfahrungen und nicht zuletzt vom Schreiben als einem Akt der Unterwanderung und Umgehung nationaler Zuschreibungen.
"Literatur ist für mich häufig eine Form von Transplantation, von Einverleibung des Fremden, von Einübung in fremde Lebenswelten." In diesem Sinne stiftet sie auch zur Empathie an; sie fordert den Leser/die Leserin auf, verschiedene Positionen gleichzeitig einzunehmen - ein Vorgang, der in Südtirol nicht selbstverständlich ist.
Professor für Gräzistik und Latinistik, Institut für Sprachen und Literaturen, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck Abstract
Eine positive Einstellung zum Gebirge, die in ihm eine Art Ideallandschaft und einen Ort gesteigerter Lebensfreude sieht, mag uns heute, im Zeitalter des alpinen Tourismus, selbstverständlich erscheinen  in Wirklichkeit ist sie das jedoch keineswegs. Bis vor wenigen hundert Jahren galten Berge vielmehr als gefährliche, verabscheuenswerte Gegend. Wie konnte es zu einer derart radikalen Umwertung kommen? Der Vortrag versucht, eine Antwort auf diese Frage zu skizzieren. Anders als zumeist angenommen, war nicht die Aufklärung mit berühmten Vertretern wie Albrecht von Haller oder Jean-Jacques Rousseau, sondern vielmehr der lateinische Humanismus des 16. Jahrhunderts für den grundlegenden Wandel im Verhältnis des Menschen zum Gebirge verantwortlich.
Professor emeritus für Germanistik, Universität Sorbonne Nouvelle, Paris Abstract
Von allen deutschsprachigen Autoren gehören nur zwei wirklich zum französischen Kanon der Weltliteratur. Beide stammen aus Prag: Rilke und Kafka, beide haben ihren Platz in der Klassikerbibliothek La Pléiade gefunden. Während Kafka erst nach seinem Tod entdeckt und übersetzt wurde, war Rilke fest im literarischen und künstlerischen Milieu von Paris verankert und zählte Künstler wie Rodin, Gide und Valéry zu seinen Mentoren. Dazu kam, dass er in der letzten Phase seines Schaffens selbst auf Französisch schrieb und die Übersetzung seiner deutschen Gedichte faktisch untersagte. Nur die Übertragung des Romans  Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge autorisierte und überwachte er in seinen letzten Lebensjahren. Umso erstaunlicher ist die intensive und wechselvolle Rezeption auch der Lyrik, die in den 30er Jahren eingesetzt hat und bis heute unvermindert andauert.
Rektor, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck Chair

Sabine GRUBER

Freie Schriftstellerin, Wien

1977-1982 Humanistisches Gymnasium in Meran
1982-1988 Studium der Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaften in Innsbruck und Wien
1988-1992 Universitätslektorin am Germanistik-Institut Ca'Foscari in Venedig
seit 2000 Freie Autorin

Mag. Dr. Martin KORENJAK

Professor für Gräzistik und Latinistik, Institut für Sprachen und Literaturen, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

1990- 1994 Studium der Klassische Philologie (Griechisch und Latein Lehramt) sowie der Sprachwissenschaft (Erweiterungsstudium), Diplomprüfung mit Auszeichnung
1994-1996 Forschungsaufenthalt in Heidelberg
1996 Promotion mit einer Dissertation über Die Ericthoszene in Lukans Pharsalia bei den Professoren G.W. Most und M. v. Albrecht (magna cum laude)
1996-1997 Unterrichtspraktikum in den Fächern Griechisch und Latein in Salzburg
1997-2003 Universitätsassistent am Institut für Sprachen und Literaturen (vormals: für Klassische Philologie) der Universität Innsbruck.
1998 Forschungsstipendium des DAAD an der Universität Freiburg im Breisgau
1999 Habilitation an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck für das Fach "Klassische Philologie" mit der Habilitationsschrift "£Í½µÁ³¿Â Ä¿æ »­³¿½Ä¿Â. Die Rolle" - Die Rolle des Publikums und seine Interaktion mit dem Redner in der sophistischen Rhetorik der Kaiserzeit
2001 Forschungsaufenthalt an der Fondation Hardt (Vandceuvres bei Genf)
2002 Rufe an die Universitäten Frankfurt (Latinistik, Nachfolge Prof. Neumeister) und Bern (Klassische Philologie mit Schwerpunkt Latinistik, Nachfolge Prof. Schäublin). Annahme des Rufes nach Bern
seit 2003 Professor für Klassische Philologie (Schwerpunkt Latinistik) an der Universität Bern
2008 Ruf an die Universität Innsbruck (Klassische Philologie - Neulatein, Nachfolge Prof. Töchterle)
2009 Erster Listenplatz im Verfahren um die Professur für Latinistik an der Universität Freiburg im Breisgau (Nachfolge Prof. Fuhrer) - Bewerbung zurückgezogen
seit 2009 Professor für Klassische Philologie - Neulatein an der Universität Innsbruck

Dr. Gerald STIEG

Professor emeritus für Germanistik, Universität Sorbonne Nouvelle, Paris

1965 Magister phil. (Germanistik,Altphilologie), Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
1965-1969 Assistent am Institut für Deutsche Philologie, LFU Innsbruck
1969 Übersiedlung nach Paris als Lektor an der Sorbonne Nouvelle (Paris III)
1976 Doktorat, Sorbonne Nouvelle. Agrégation
1977 Maître de conférences, Sorbonne Nouvelle
1985 Habilitation
seit 1988 Professor an der Sorbonne Nouvelle
2000-2008 Institutsdirektor, Leiter des Forschungsteams Germanistik; Direktor der Ecole doctorale "Europastudien"

Dr. Dr. h.c. mult. Tilmann MÄRK

Rektor, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

1968 Ph.D. in Physics/Physiology, Institut für Experimentalphysik, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
1976 Habilitation, Experimental Atomic Physics
1976-1978 Member (Dozentenvertreter), Academic Senate, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
1980-1986 ao.Univ. Professor, Institute for Experimental Physics, Innsbruck
1983 Guest Professor (6 months) of Chemistry, Penn State University, PA, USA
since 1987 Univ. Professor, Institute of Ion Physics, University Innsbruck
since 1992 President/Vice-president, Board of Zuegg Companies
1993-2005 Head (Vorstand), Institute of Ion Physics, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
2001-2011 CEO, Ionicon Analytik (PTR-MS), Innsbruck
2001-2003 Chair, Fachgruppe Physik, Faculty of Science, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
2001-2003 Chair, Science Faculty (Fakultätsvorsitzender), Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
2001-2004 Chair, Electronic and Atomic Collisions Section, European Physical Society
since 2003 NATWI Delegate, Austrian Science Foundation (FWF)
2003-2012 Vice-Rector for Research, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
2004-2007 Dean, Faculty of Architecture, Innsbruck
2011-2011 Acting Rector, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
since 2012 Rector, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck