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Shaping Opinions, Winning Trials? Public Relations at the Bar and on the Bench

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Liechtenstein-Hayek-Saal
Plenary / Panel
german language

What are the aims of litigation PR and PR in general in the justice system? What are the aims of media in the legal field? Who is supposed to be responsible for litigation PR, and to which extent is it justified?

Speakers

Professor for Public Law, University of Salzburg; Full Member, Austrian Academy of Sciences, Vienna Abstract
Die Justiz in dem durch Meinungs- und Medienfreiheit geprägten demokratischen Verfassungsstaat kann nicht unter einen Glassturz gestellt werden. Dies gilt auch dann, wenn durch immer raffiniertere Formen einer  prozessbegleitenden Öffentlichkeitsarbeit durch Anwälte und Parteien gewisse, ebenfalls verfassungsrechtlich geschützte Werte wie die richterliche Unabhängigkeit und die Gleichheit vor dem Gesetz gefährdet werden. Die amtliche Öffentlichkeitsarbeit selbst befindet sich gegenüber den zum Teil massive Strategien der modernen Ligitation-PR strukturell in der Defensive und kann ihnen nur begrenzt durch professionelles Handeln entgegen wirken. In dieser Lage wäre vor allem ein verantwortungsbewusster und unabhängiger Journalismus gefordert, der sich nicht zum Handlanger und Sprachrohr von eigennützigen Interessen machen lässt.
Attorney-at-Law and Managing Partner, Lansky, Ganzger & Partner Rechtsanwälte GmbH, Vienna Abstract
Verfahrensbeteiligte Kommunikation ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtstrategie in einem Rechtsstreit. Die Ziele der verfahrensbeteiligten Kommunikation sind exakt zu definieren und, je nach Verlauf des Rechtsstreits, regelmäßig zu evaluieren. Im österreichischen Rechtssystem wird die Verfahrensbeeinflussung als Ziel eher selten zu erreichen sein, viel wesentlicher wird in den meisten Fällen sein, durch geeignete verfahrensbegleitende Kommunikation den eigenen Standpunkt in der Öffentlichkeit zu kommunizieren und  nach Möglichkeit  die Reputation der Streitpartei zu schützen und zu bewahren. Um die Ziele der verfahrensbeteiligten Kommunikation zu erreichen, ist es insbesondere notwendig, festzulegen, ob, und wenn ja, wer, wann, in welcher Form, was kommuniziert.
Editor-in-Chief, Falter, Vienna Abstract
Österreich erlebt eine Rückkehr zur "Kabinettsjustiz". In den letzten Jahren hat sich die Machtfülle der weisungsgebundenen Staatsanwalt erweitert, die unabhängigen Gerichte wurden geschwächt. Nur ein kleiner Bruchteil der Strafverfahren landet noch vor unabhängigen Richtern. Umso wichtiger wird die mediale Kontrolle des strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens bei clamorosen Verfahren, da dort die Weichen für den Strafprozess gestellt werden. Öffentlichkeit im Strafverfahren ist ein Grundrecht.
Journalisten müssen sich aber bewusst sein, dass sie von Litigation-PR-Vertretern, Anwälten, Beschuldigten und Opfern instrumentalisiert werden können. Weiters muss es einen besseren medienrechtlichen Schutz für jene Beschuldigten geben, die im Vorverfahren zu Unrecht öffentlich verdächtigt wurden. Bessere Entschädigungen für Opfer medialer Kampagnen, Professionalisierung des investigativen Handwerks und mehr professionelle Transparenz seitens der Ermittlungsbehörden, wenn es um Korruptionsermittlungen geht sind unumgänglich
Head, Public Prosecuter s Office for Combatting Economic Crime and Corruption, Vienna
Speaker of the Senate, ELI - European Law Institute; Former President, Supreme Court of Justice, Vienna Chair

Dr. Walter BERKA

Professor for Public Law, University of Salzburg; Full Member, Austrian Academy of Sciences, Vienna

1967-1972 Studies in Political Science, Communication Science and Law, University Salzburg
1972 Doctorate in Law, University Salzburg
1992-1994 Full Professor, University Linz
1994 Full Professor for Constitutional and Administrative Law, University Salzburg
1998-2004 Dean of the Law School, University Salzburg
since 2005 Member of the Austrian Science Council
since 2008 Full Member of the Austrian Academy of Science
since 2010 Vice President of the Science Council
2011-2013 Head of the Academy Council

Dr. Gerald GANZGER

Attorney-at-Law and Managing Partner, Lansky, Ganzger & Partner Rechtsanwälte GmbH, Vienna

1984 Doctorate in Law, University of Vienna
1984-1985 Court year
1985 Studies in Law, University of Vienna
1985-1989 Trainee lawyer
1989 Independent lawyer
2002 Managing Partner, LANSKY, GANZGER & Partner Rechtsanwälte GmbH
2010 Lecturer at the University of Applied Sciences in Vienna

Dr. Florian KLENK

Editor-in-Chief, Falter, Vienna

1991-1996 Studies of Law at University of Vienna
1996 Erasmus Fellowship, University of Leiden
1996-1997 Legal Advisor, Refugee-Organisation "Helping Hands"
1997-1998 Redaktionslehrgang Magazinjournalismus (school of journalism), University of Vienna/ Profil-Trend Verlag
1998 Editor, Falter Magazine, Vienna (specialised in human-rights-issues and legal affairs)
2000 Dissertation (PhD-Thesis) University of Vienna (Presumption of Innocence vs. Freedom of Press)
2003 3-month-internship at Die Zeit, Hamburg
2005-2007 Editor, Die Zeit, Hamburg
2007-2012 Deputy Editor-in-Chief and Head of Political Desk, Falter Magazine, Vienna
2012 Editor-in-Chief, Falter Magazine

Dr. Irmgard GRISS

Speaker of the Senate, ELI - European Law Institute; Former President, Supreme Court of Justice, Vienna

1978 Bar exam
1975 LL.M., Harvard University
1974-1975 International Legal Studies, Harvard Law School
1970 LL.D.
1966-1970 Law studies, University of Graz
1971-1975 Department Assistant, University of Graz
1976-1979 Law clerk in the law firm Dr. Mosing, Vienna
1979-1980 Judge, Commercial District Court Vienna
1981-1987 Judge, Commercial Court Vienna
1987-1992 Judge, Court of Appeal Vienna
1993-2011 Judge, Austrian Supreme Court
2007-2011 President of the Supreme Court