to Content
Header Image

Market economy and politics

-
Erwin-Schrödinger-Saal
Plenary / Panel
german language

Are our national and European decision-making processes able to confront the challenges of globalization? What about the state, voting rights, and social partnership, and how do they relate to market economies? What can be done to make sure that politics and business complement each other successfully meeting the demands of the future?

Speakers

Professor und Direktor, Institut für Finanz- und Steuerrecht, Universität Heidelberg Key Note
Managing Director, EFSI - European Fund for Strategic Investments, Luxembourg Key Note
Dekan, Rechtswissenschaftliche Fakultät sowie Professor, Institut für Staats- und Verwaltungsrecht, Universität Wien
Executive Vice President, Cosma International, Magna International Inc.; Präsident, management club, Vienna Abstract
In vielen Staaten, auch in Österreich, geht wieder ein wirtschaftspolitisches Gespenst um: Das Gespenst des Protektionismus. Wer über den Atlantik blickt, der sieht, dass sich viele Wirtschaftsexperten sehr vor den protektionistischen Attitüden eines Barack Obama fürchten, weil sie damit reale Wohlstandsverluste verbinden. Aber auch in Europa sind die Neo-Protektionisten und auch die Neo-Sozialisten wieder unterwegs  und zwar in der gesamten Parteienlandschaft. Ich beobachte eine gefährliche Tendenz der Lafontainisierung in der Politik, wo der wirtschafts- und gesellschaftspolitische Sachverstand über Bord geworfen wird, um kurzfristig am Wählermarkt zu reüssieren. Das hat aber mittel- und langfristig schwerwiegende Konsequenzen am Wachstums- und Wohlstandsmarkt. Und das können, das dürfen wir uns nicht erlauben.
Wir brauchen in Politik und Gesellschaft mehr Bewusstsein für die Wichtigkeit von Wettbewerb als zentralem Gestaltungskriterium unserer Wirtschafts- und Sozialordnung. Es führt kein Weg daran vorbei: Wettbewerb ist das entscheidende Gestaltungsprinzip für Wachstum und Wohlstand, ist es ist das entscheidende Zukunftsprinzip für die Gestaltung von Zukunft überhaupt.
Vorsitzender des Vorstandes, Verbund - Österreichische Elektrizitätswirtschafts AG, Wien Abstract
Die politischen, ökonomischen und ökologischen Entwicklungen, die die Parameter für die Energiewirtschaft vorgeben und ihre Rahmenbedingungen festlegen, durchliefen in den letzten Jahren einen kontinuierlichen Transformationsprozess. In der Energiebranche ist diese Transformation durch die Liberalisierung des Energiemarktes in Europa und der Tatsache, dass die Europäische Union Energiepolitik zu einem ihrer Schwerpunktthemen gemacht hat, besonders spürbar. Die Energiewirtschaft ist schon lange nicht mehr an nationale Grenzen gebunden, sondern wird durch globale Entwicklungen dominiert.
Den Herausforderungen von morgen kann nicht mit Maßnahmen und Denkmustern von gestern begegnet werden. Eine der großen Herausforderungen wird darin liegen müssen, nationale Entscheidungsprozesse zu optimieren, um für europäische und globale Herausforderungen gerüstet zu sein. Für den Verbund, der sich von einem österreichischen Stromproduzenten zu einem der führenden europäischen Energieversorger aus erneuerbaren Energiequellen entwickelt hat, gilt dies vor allem für den dringend erforderlichen Ausbau in der Erzeugung wie auch in der Infrastruktur.
Permanent Representative of Austria to the European Union, Brussels Abstract
Globale Ungleichgewichte, die Finanzkrise und zuletzt der Anstieg der Erdöl- und Nahrungsmittelpreise haben den Glauben in die Selbstregulierungskräfte der Märkte untergraben.
In der EU wurden erst mit der Einführung des Euro und der Lissabonstrategie (2000) Ansätze einer koordinierten Wirtschaftspolitik entwickelt.
Das Wechselspiel von Marktwirtschaft und Politik im europäischen Rahmen basiert zunehmend auf der Aufgabenteilung zwischen der Unionsebene und den Mitgliedsstaaten. Die Globalisierung zwingt zum Überdenken nationaler Spielräume und der Rolle Europas als Mitgestalter der globalen Rahmenbedingungen. Die primäre Verantwortung für die Wirtschafts- und Sozialpolitik verbleibt bei den Mitgliedsstaaten; der europäische Mehrwert wird durch Beschränkung auf strategische Bereiche sichtbarer.
Editor-in-Chief, Kurier, Vienna Chair

Prof. Dr. Dres.hc. Paul KIRCHHOF

Professor und Direktor, Institut für Finanz- und Steuerrecht, Universität Heidelberg

1962-1966 Studium der Rechtswissenschaften, Universitäten Freiburg und München
1966 Erste Juristische Staatsprüfung, München
1968 Promotion zum Dr. jur., München
1969 Zweite Juristische Staatsprüfung, Stuttgart
1970-1975 Wissenschaftlicher Assistent, Institut für deutsches und internationales Steuerrecht, Universität Heidelberg
1973 Abordnung zum Landtag von Baden-Württemberg, Kulturpolitischer Ausschuss
1974 Habilitation, Fächer Staats- und Verwaltungsrecht, insbesondere Wirtschaftsverwaltungsrecht, Finanz- und Steuerrecht sowie Verwaltungslehre, Juristische Fakultät, Universität Heidelberg
1975-1981 Ordentlicher Professor für Öffentliches Recht unter besonderer Berücksichtigung des Finanz- und Steuerrechts, Universität Münster; Direktor, Institut für Steuerrecht, Universität Münster
1976-1978 Prorektor, Universität Münster, Stellvertreter des Rektors
1980-1981 Richter im Nebenamt, Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen
  Universität Heidelberg
seit 1981 Ordentlicher Professor für öffentliches Recht unter besonderer Berücksichtigung des Finanz- und Steuerrechts an der Universität Heidelberg; Direktor, Institut für Finanz- und Steuerrecht
1984-1985 Dekan, Juristische Fakultät, Universität Heidelberg
1987-1999 Richter, Bundesverfassungsgericht; Mitglied des Zweiten Senats
2000 Neugründung der Forschungsstelle Bundessteuergesetzbuch, Institut für Finanz- und Steuerrecht, Universität Heidelberg

Mag. Wilhelm MOLTERER

Managing Director, EFSI - European Fund for Strategic Investments, Luxembourg

  Chairman of Student's Union, Johannes Kepler University Linz
1974-1980 Studies, Social Economics, Johannes Kepler University Linz
1979-1981 Assistant, Department of Agricultural Policy, University of Linz
1981-1984 Head, Economic Policy Division, Austrian Farmers' Federation
1985-1986 Employee, Provincial Government of Upper Austria
1985-1987 Municipal Councillor in Sierning
1987-1989 Secretary of the Office, Federal Minister Dr. Josef Riegler
1989-1990 Head of the Office, Federal Minister Dr. Franz Fischler
1990-1993 Director, Austrian Farmers' Federation
1990-1994 Member, National Council of Austria
1993-1994 Secretary-general, Austrian People's Party
1994-2000 Austrian Federal Minister of Agriculture and Forestry
2000-2003 Austrian Federal Minister of Agriculture, Forestry, Environment and Water Management
2003-2007 Chairman, Austrian People's Party Parliamentary group
2007-2008 Vice Chancellor and Federal Minister of Finance of the Republic of Austria
2007-2008 Chairman, Austrian People's Party
2008-2011 Member, National Council, Spokesperson on Constitutional Matters
2011-2015 Vice-President, European Investment Bank, Luxembourg
since 2015 Managing Director, EFSI - European Fund for Strategic Investments, Luxembourg

DDr. Heinz MAYER

Dekan, Rechtswissenschaftliche Fakultät sowie Professor, Institut für Staats- und Verwaltungsrecht, Universität Wien

1969 Dr. iur. University of Vienna
1970 University Assistant at the Institute of Administrative and Constitutional Law, Vienna University of Economics and Business Administration
1973 Dr. rer. pol. University of Vienna, employment in the local administration at the district authority (Bezirkshauptmannschaft) Mödling, Lower Austria
1975 Habilitation on National Public Law at the Vienna University of Economics and Business Administration
1977 Occupation as lecturer at the Federal Administration Academy in Vienna
1979 Assistant Professor at the Faculty of Law of the University of Vienna
since 1983 Full Professor at the Faculty of Law of the University of Vienna
1991-2003 Scientific head of the Ludwig Boltzmann-Institute for legislation und application of law
since 2006 Dean of the Faculty of Law of the University of Vienna
since 2007 Member of the European Academy of Science and Arts

Dipl.-Ing. Herbert PAIERL

Executive Vice President, Cosma International, Magna International Inc.; Präsident, management club, Vienna

1975 Graduation at the Vienna University of Technology
1975-1981 Research Center Graz, Department for Environmental Research
1981-1993 Cabinet Chief of the Governor of Styria Dr. Josef Krainer
1993-1996 CEO/Spokesman of the Board of the Steirische Wasserkraft- und Elektrizitätswerke AG (STEWEAG)
1996-2004 Member of the Styrian Provincial Government (Economy/Finance)
2004-2005 Manager at Cosma/Magna International, Kanada
2007-2009 Member of the Management Board of Unternehmens Invest AG (UIAG)
since 2004 Independent Entrepreneur ("pcb Paierl Consulting Beteiligungs GmbH")
since 2007 President of the Management Club Österreich
since 2009 Executive Vice President of the European Cosma-Group of Magna International Inc.

Dr. Michael PISTAUER

Vorsitzender des Vorstandes, Verbund - Österreichische Elektrizitätswirtschafts AG, Wien

1968 Promotion; Univ.-Assistent an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
1970 Großglockner-Hochalpenstraßen AG (GROHAG); später Alleinvorstand und Generaldirektor
1990 Mitglied des Vorstands der Tauernkraftwerke AG
1994 Mitglied des Vorstands (CFO) des Verbund (Österreichische Elektrizitätswirtschafts-AG); seit 2003 stv. Vorsitzender des Vorstandes
2002-2005 Präsident des Verbandes der Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ); derzeit Vize-Präsident
2007 Vorsitzender des Vorstandes des Verbund

Dr.iur. Hans-Dietmar SCHWEISGUT

Permanent Representative of Austria to the European Union, Brussels

1974 Graduation, Law Faculty (Dr. Jur.), Innsbruck University
1975 MCL, SMU, Dallas, USA
1975-1977 Postgraduate studies, Diplomatische Akademie Wien (Diplomatic Academy Vienna)
1977 Joins the Austrian diplomatic service
1979-1983 Permanent Mission of Austria to the United Nations, New York
1983-1984 Head of the office, State Secretary for Economic Coordination in the Austrian Federal Chancellery
1984-1986 Secretary and later head of the office to the Federal Minister for Public Economy and Transport of Austria
1986-1987 Economic advisor to the Austrian Federal Minister of Finance
1987-1991 Minister at the Austrian Embassy, Tokyo
  Institutions, European Integration, Customs and excise taxes
1991-1999 Director General for Economic Integration and Customs of the Federal Ministry of Finance, responsible for economic and monetary policy, international affairs, including the International Financial
1999-2003 Ambassador of Austria to Japan
2003-2007 Ambassador of Austria to the People's Republic of China
since 2007 Permanent Representative of Austria to the European Union in Brussels

Dr. Helmut BRANDSTÄTTER

Editor-in-Chief, Kurier, Vienna

1973-1978 Studium der Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaft, Universität Wien
1977-1979 Vorsitzender der Hochschülerschaft, Universität Wien, Gerichtspraxis
1979-1980 Auslandsstudium an der Johns Hopkins University, Bologna
1981 Volontariat, Europäischen Kommission, Generaldirektion Erziehung und Wissenschaft, Brüssel
1982-1984 Redakteur, Fernsehen Ausland, ORF
1984-1985 Korrespondent, Studio Bonn, ORF
1985-1986 Redakteur, Fernsehen Inland, ORF
1986-1987 Studioleiter Brüssel, ORF
1987-1991 Studioleiter Bonn, 1990 auch zuständig für DDR, ORF
  Moderator "Auslandsreport", "Inlandsreport", ORF
1991-1995 Hauptabteilungsleiter Politik und Zeitgeschehen, ORF
1995-1997 Sendungsverantwortlicher Moderator "REPORT", ORF
1997-2003 Geschäftsführer und Chefredakteur n-tv, Der Nachrichtensender, Berlin
  Produktion der ProSieben Austria News
2003-2004 Geschäftsführender Gesellschafter der Puls-TV GmbH
2005-2010 Geschäftsführender Gesellschafter der Brandstätter Business Communications - Agentur für Strategie, PR und Coaching GmbH.
seit 2009 Member of LEADING Advisors Group GmbH
 Agenturenverbund von: Brandstätter Business Communications GmbH, brainbows Informationsmanagement GmbH, Ecker & Partner Öffentlichkeitsarbeit & Lobbying GmbH, Institut für Strategieanalysen und Kommunikationsforschung, Public Interest - Lobbying Consultants GmbH, Sophie Karmasin Market Intelligence GmbH, Wolfgang Rosam Change Communications GmbH
seit 2010 Chefredakteur, Kurier

Economic Symposium

show timetable

26.08.2008

14:00 - 14:15OpeningPlenary
14:15 - 16:15Keynote speechesPlenary
16:45 - 18:30The contribution of companies to a humane economic orderPlenary
20:30 - 23:00Reception hosted by the Austrian National BankSocial

27.08.2008

09:00 - 11:00Market economy and politicsPlenary
11:30 - 13:00Competitive pressure and the "productivity whip" - where do people fit in?Plenary
15:00 - 18:00AK 01: Values, that are worth fighting for...Breakout
15:00 - 18:00AK 02: Wirtschafts- und Sozialsysteme der mittelosteuropäischen LänderBreakout
15:00 - 18:00AK 03: Globaler Finanzmarkt - Zusammenhänge, Abhängigkeiten und wechselseitige Beeinflussung internationaler KapitalmärkteBreakout
15:00 - 18:00AK 04: Cash in spite of a crash? The role of alternative investments for private investorsBreakout
15:00 - 18:00AK 05: Liberalisierung und Schutz strategischer Infrastruktur - ein Widerspruch?Breakout
15:00 - 18:00AK 06: Das (Verhältnis-)Wahlrecht in Zeiten der Globalisierung  brauchen wir neue Antworten?Breakout
15:00 - 18:00AK 07: Braucht Europa eine Rohstoffstrategie?Breakout
15:00 - 18:00AK 08: Menschenrechte, Nachhaltigkeit und Unternehmensführung: Anspruch oder Widerspruch?Breakout
15:00 - 18:00AK 09: Zukunft der Bildung - Die Rolle des MarktesBreakout
15:00 - 18:00AK 10: Biotech - Leben im ZukunftsmarktBreakout
15:00 - 18:00AK 11: Wer will im Tourismus arbeiten?Breakout
15:00 - 18:00AK 12: Kommunikationsaufgabe Marktwirtschaft. Globalisierung, Europäisierung, Ökonomisierung. Wo findet sich der Einzelne?Breakout
15:00 - 18:00AK 13: Strategic & Financial Leadership in Osteuropa: Parallelen und Unterschiede zu ÖsterreichBreakout
19:00 - 20:00Special Lecture: Kosovo - A state emergingPlenary
20:30 - 23:00Reception hosted by T-Systems Austria and Tele2Social

28.08.2008

09:30 - 12:15The future of the market economy: Political perspectivesPlenary
12:15 - 12:30Closing statementPlenary