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New tools for an improved building culture

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Liechtenstein-Hayek-Saal
Plenary / Panel
german language

Speakers

Vorstandsvorsitzender, Bundesstiftung Baukultur, Potsdam Abstract Key Note
Neue Instrumente für eine neue Baukultur? Was wir brauchen ist eine öffentliche Debatte über Verantwortung und Können, so dass alle Beteiligten ihr Bestes zu geben bereit sind. Diese Motivation muss wieder auf reale Werte zurückgeführt werden, nachdem vordergründiges Renditedenken unseren Stadtstrukturen immens geschadet hat und vermeintliche Verschönerungsmaßnahmen durch die Rekonstruktionen von unserer baukulturellen Gegenwart ablenken. Wir müssen uns der  Baukultur des Alltäglichen annehmen, die jedoch weniger von prominenten Projekten geprägt wird, als vielmehr durch eine Debatte über die Wertigkeit unserer öffentlichen Räume, seien es die Straßen, Plätze oder Grünflächen. Hier finden wir Identität, indem wir über Ansprüche und Kompetenzen von Nutzern und Gestaltern debattieren, darüber welche Anmutung diese öffentlichsten Orte unserer Gesellschaft haben sollen, welchen Qualitätsanspruch  in den Prozessen wie in den Projekten  wir unserer Gemeinschaft zugestehen.
Raumplaner; Vorstand a.D., Abteilung für Raumplanung und Verkehr, Stadt Salzburg Abstract
Die Stadt Salzburg zählte in den 60er-und 70er Jahren unter den österreichischen Städten zu den Schlusslichtern hinsichtlich neuer Architekturqualität. Mit der 1983 durchgeführten Architekturreform , die unter Anderem eine komplette Neuordnung der Architekturbegutachtung und die Einführung des Gestaltungsbeirates brachte, nimmt Salzburg eine auch international vielbeachtete Vorbildrolle im Ringen um Architekturqualität und Baukultur ein. In meiner Funktion als Vorstand der zuständigen Planungsabteilung innerhalb des Magistrates war ich neben Johannes Voggenhuber , dem damaligen politischen Planungsstadtrat und Initiator der Architekturreform, für ihre verwaltungsmäßige Umsetzung verantwortlich und begleitete sie über mehr als 20 Jahre unter drei verschiedenen politisch verantwortlichen. Die Kernbotschaft von 1993 war die demokratische Öffnung, die Ermöglichung eines transparenten fachlichen Diskurses über Planungsentwicklung und Planungsentscheidungen. Nach mehr als 25 Jahren kann trotz einiger kritischer Einzelergebnisse von einem überzeugenden Erfolg gesprochen werden.
Architekt; Büroinhaber, Sauer+Ebbing Architekten; Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Deutsches Institut für Stadtbaukunst, Technische Universität Dortmund Abstract
Auf der Grundlage von Einverständnis, kultureller Erfahrung und gemeinsamer Zielsetzung einer Gemeinschaft können durch Satzungen Konventionen in Architektur und Städtebau begründet aber vor allem wiedergewonnen werden.
Gestaltungssatzungen sind ein wichtiges Instrument, um zu einer zeitgemäßen Stadtschönheit beizutragen.
Vor allem aber sind sie dazu geeignet alle am Bau der Stadt beteiligten Disziplinen zu einer neuen Stadtbaukunst zusammen zu führen.
Architekt; Professor, Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwurf, Technische Universität Wien Abstract
Verhandeln statt Verordnen:
Für die Entwicklung einer neuen Baukultur stellen die herkömmlichen
Planungsmechanismen ein wesentliches Hindernis dar. Die im Laufe von über 100 Jahren
städtebaulicher Planung entwickelten Instrumente, die einstmals wegweisend die
Stadtentwicklung steuerten, dienen im bebauten Stadtgebiet mittlerweile ausschliesslich der
Bestandsverwaltung, der Verteidigung partikulärer, insbesondere spekulativer Interessen.
Das bebaute Stadtgebiet ist jedoch das Aktionsfeld für die zukünftige Entwicklung der Stadt
schlechthin  falls wir nicht noch mehr offenes Land der Urbanisierung opfern wollen. Aus
städtebaulicher Sicht heisst  bessere Baukultur ganz zuvorderst bessere Nutzung und
optimalen Abgleich der Ressourcen in Form von Boden, Infrastrukturen, Energien,
Immobilien. Das ist genau das Gebot nachhaltiger Entwicklung, das sich aber aktuell nicht
wirklich befolgen lässt, weil der planerische (und normative) Überbau viel zu hypertroph ist.
Zu fordern ist deshalb eine radikale Vereinfachung der planerischen Vorgaben zugunsten
situativ orientierter, auf Aushandlung der Interessen aller Beteiligten beruhender Verfahren.
Member of the Board, Österreichisches Siedlungswerk, Charitable Real Estate Public Limited Company, Vienna Abstract
Baukultur ist auch eine Frage der Auftraggeberkultur. Daher ist im Österreichischen Siedlungswerk der baukünstlerische Aspekt im Unternehmensleitbild festgeschrieben, das sozial und ökologisch verträgliche Planen und Bauen ein fixer Bestandteil der Unternehmenskultur.
Die berechtigte Forderung nach Qualität im geförderten Wohnbau in Wien wird unter Berücksichtung von architektonischer, ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit durch den Grundstücksbeirat sichergestellt. Wenn heute die Stadt Wien nach der aktuellen Mercer Studie die Stadt mit der weltweit höchsten Lebensqualität ist, dann ist der geförderte Wohnbau mit seinem Qualitätsanspruch dafür in hohem Ausmaß verantwortlich.
Direktor, Bereichsleiter, Bereich Neubau Wien, PORR Projekt und Hochbau AG, Wien Abstract
Der Begriff Baukultur öffnet ein breites Interpretationsspektrum. Ist Baukultur ein gesellschaftlicher Grundwert ? Ist Baukultur der Bauträgerwettbewerb als Qualitätswettbewerb im Wiener Wohnbau? Ist Baukultur das Streben nach Nachhaltigkeit bei einem Neubauprojekt ?
Als langjähriger Baupraktiker interpretiere ich Baukultur als die Kultur des Umganges aller an einem Projekt beteiligten Personen untereinander. Ganz im Sinnes unseres Unternehmensleitbildes in der Porr Projekt und Hochbau AG:  Wir nehmen auf persönliche Interessen Rücksicht und wissen, dass der Beitrag jedes Einzelnen wesentlich für die erfolgreiche Errichtung eines Bauvorhabens ist. Wir legen höchsten Wert auf die Ausbildung, Förderung und Weiterbildung unserer Mitarbeiter durch fachliche und persönliche Herausforderungen.
Neue Instrumente für eine bessere Baukultur sind daher auch Instrumente, die die Kommunikation bzw. das Miteinander verbessern.
Chief Executive Officer, d. swarovski tourism services gmbh, Wattens Chair

Prof. Michael BRAUM

Vorstandsvorsitzender, Bundesstiftung Baukultur, Potsdam

1974-1980 Studium an der Technischen Universität Berlin; 1980 Diplom TU Berlin bei Prof. Dr. Dieter Frick
1980-1988 Mitarbeiter der Freien Planungsgruppe Berlin
1984-1988 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Technische Universität Berlin, Fachgebiet Städtebau des Instituts für Stadt- und Regionalplanung, Prof. Dr. Martin Daub
1989-1996 Gesellschafter der Freien Planungsgruppe Berlin GmbH
1996-2005 Conradi, Braum & Bockhorst Stadtplaner und Architekten
1998-2008 Koordinator der Auslandskontakte der Fakultät für Architektur und Landschaft
seit 1998 Ordentlicher Universitätsprofessor, Leibniz Universität Hannover, Fakultät für Architektur und Landschaft, Institut für Städtebau und Entwerfen
seit 2002 Vorstandsmitglied des Zentrums für Gartenkunst und Landschaftsarchitektur CGL der Leibniz Universität Hannover
seit 2006 Michael Braum & Partner - StadtArchitekturLandschaft
2006-2008 Prodekan, Fakultät für Architektur und Landschaft, Leibniz Universität Hannover
seit 2008 Vorstandsvorsitzender, Bundesstiftung Baukultur, Potsdam

Dipl-Ing. Dr. Gerhard DOBLHAMER

Raumplaner; Vorstand a.D., Abteilung für Raumplanung und Verkehr, Stadt Salzburg

1959-1965 Architekturstudium an der Technischen Universität Wien
1970 Promotion an der TU Wien
1965-1968 Universitätsassistent am Institut für Städtebau und Raumplanung der TU Wien
1968-2004 Stadtplaner in der Stadt Salzburg
1968-1970 Bearbeitung des Stadtentwicklungsmodells 1970 (erste Stadtentwicklungsplanung in Österreich) , das vom Gemeinderat der Stadt Salzburg als langfristiger Entwicklungsplan einstimmig 1970 beschlossen wurde.
1972-1978 Leiter des Amtes für Stadtplanung
1972-1982 Flächendeckende Bearbeitung von städtebaulichen Strukturplänen als Stadtteilentwicklungsplanung mit einem dazu entwickelten umfassenden Bürgerbeteiligungsmodell (erstmals in Österreich)
1982-1987 Wesentliche Mitwirkung an der Architekturreform der Stadt Salzburg mit Einführung des Gestaltungsbeirates und der Planungsvisite sowie an der Grünlanddeklaration der Stadt Salzburg, die 1985 vom Gemeinderat beschlossen wurde.
1978-2004 Vorstand der Abteilung Raumplanung und Verkehr
seit 2004 Freiberuflicher Konsulent

Dipl.-Ing. Georg EBBING

Architekt; Büroinhaber, Sauer+Ebbing Architekten; Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Deutsches Institut für Stadtbaukunst, Technische Universität Dortmund

 Architekturstudium in Berlin und Zürich
 Arbeit als Architekt bei:
  Prof. O. M. Ungers, Köln
  Kleihues und Kleihues, Berlin
  Prof. W. A. Noebel, Berlin
 Wissenschaftlicher Mitarbeiter in Forschung und Lehre am Lehrstuhl Städtebau, Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen, Technische Universität Dortmund
 Doktorant im graduierten Kolleg "Städtisches Bauen in NRW"
2006 Bürogründung mit Carolin Sauer, Dipl. Ing. Architektin

Dipl. Arch. Christoph LUCHSINGER

Architekt; Professor, Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwurf, Technische Universität Wien

1973-1979 Architekturstudium an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, Dipl. Architekt ETH
1980-1989 Assistent am Lehrstuhl für Städtebaugeschichte und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut GTA, ETH Zürich
1988-1992 Dozent für Städtebaugeschichte an der ETH Zürich
seit 1990 Architekturbüro in Luzern
1990-1999 Redakteur der Zeitschrift "Werk, Bauen+Wohnen"
1995-2009 Dozent an der Zürcher Fachhochschule Winterthur
1998-1999 Gastprofessor für Entwurf an der ETH Zürich
2003 Gastprofessor für Entwurf an der Architekturfakultät der Universität Ljubljana/Slowenien
2004 und
2007 Gastprofessor an der TU Graz
 
 Forschungen/Researches:
 Strassenräume sind Stadträume, Forschungsauftrag des Verbands Schweizerischer Verkehrsingenieure, 2009
 Strategien für eine nachhaltige Entwicklung von Einfamilienhaussiedlungen, Nationales Forschungsprogramm Nr. 54 der Schweizerischen Eidgenossenschaft, 2009 (Publikation 2010)
seit 2009 O. Univ. Professor für Städtebau und Entwerfen an der TU Wien

Arch. Dipl.-Ing. Michael PECH

Member of the Board, Österreichisches Siedlungswerk, Charitable Real Estate Public Limited Company, Vienna

1986 Diplom an der Technischen Universität Wien (Architektur)
1986-1990 Universitätsassistent am Institut für Städtebau, TU Wien
1994 Ziviltechnikerprüfung für das Fachgebiet Architektur, Befugnis eines Architekten (ruhend)
1995-1998 Lehrbeauftragter am Institut für Städtebau (UE-Studio), TU Wien
seit 1997 Vorstand Österreichisches Siedlungswerk Gemeinnützige Wohnungsaktiengesellschaft
seit 1998 Lehrbeauftragter, Continuing Education Center, TU Wien
2005 Befähigungsnachweis für Immobilientreuhänder (Bauträger, Immobilienmakler und Immobilienverwalter)
2013 MRICS, Member of the Royal Institute of Chartered Surveyors

Dipl.-Ing. Alfred VANDROVEC

Direktor, Bereichsleiter, Bereich Neubau Wien, PORR Projekt und Hochbau AG, Wien

1981-1986 Studium Bauingenieurwesen an der Technischen Universität Wien
1988-1997 Techniker, Bauleiter, Oberbauleiter bei Dipl.-Ing. Hugo Durst GmbH/Wien
1998-2005 Technischer Geschäftsführer der Dipl.-Ing. Hugo Durst GmbH/Wien, Innsbruck
seit 2005 Abteilungsleiter PORR Projekt und Hochbau AG, Hochbau 3
seit 2007 Bereichsleiter, Bereich Neubau Wien, PORR Projekt und Hochbau AG

Dr. Andreas BRAUN

Chief Executive Officer, d. swarovski tourism services gmbh, Wattens

1969-1982 Verwaltungs- und Verfassungsjurist im öffentlichen Dienst
ab 1982 Leiter der Tirol Werbung, Wegbereiter für eine breite Thematisierung des Phänomens Tourismus
  Positionierung und Leitung der Swarovski Kristallwelt als eine Verschmelzung von Industrie, Tourismus und Kultur
ab 1995 Kommunikationsmanager bei der Swarovski Gruppe
2001-2010 Vertretung des Landes Tirol im Stiftungsrat des ORF
seit 2001 Geschäftsführer der d. swarovski tourism services gmbh, einer 100 %igen Tochtergesellschaft von Swarovski