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Austrian Perspectives on the Future of Financial Market Regulations

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Erwin-Schrödinger-Saal
Plenary / Panel
german language

Speakers

Vice-Governor, OeNB - Oesterreichische Nationalbank, Vienna Abstract
- Banken müssen weiterhin die Dienstleister der Wirtschaft bleiben. Die Refinanzierung der Realwirtschaft ist die zentrale Aufgabe der Kreditwirtschaft. Der klassische Bankkredit wird weiterhin aufgrund der stark mittelständisch geprägten Unternehmensstruktur und der retailorientierten Bankenstruktur in Österreich die wichtigste Außenfinanzierungsquelle bleiben.
- Die österreichischen Regional- und Universalbanken müssen ihre idR krisenbewährten und soliden Geschäftsmodelle mit Blick auf Nachhaltigkeit weiter verfolgen und im Kundengeschäft stark verankert bleiben und sollen sich nicht zu Investmentbanken entwickeln.
- Mehr Sicherheit im Bankensystem wird etwas kosten. Kurzfristig könnte Basel III daher auch zu höheren Refinanzierungskosten - insbesondere bei Unternehmen mit schlechter Bonität - führen, denn Banken müssen in Zukunft noch stärker auf risikogerechte Zinsen für Kredite achten. Aus ökonomischer Sicht wird dadurch jedoch die Stabilität des Finanzsystems und der Realwirtschaft erhöht und wirkt sich positiv auf das nachhaltige Wirtschaftswachstum aus.
- Basel III ist wichtig und ein bedeutender Meilenstein der Bankenregulierung, aber künftige Finanzkrisen können damit nicht ausgeschlossen werden; künftige Krisen werden unerwartet aus anderen Richtungen kommen. Aber das Bankensystem wird durch die neuen Regulierungsvorschriften robuster und kann künftige Finanzverwerfungen besser bewältigen.
- Bei der Etablierung des Rahmenwerks ist als eine der essentiellen Lehren aus der Krise zu berücksichtigen, dass nationale Aufsichtsbehörden bei der Entstehung von makroprudentiellen Risiken für die Finanzmarktstabilität frühzeitig adäquate Maßnahmen setzen können, wobei dem ESRB - als makroprudentielles europäisches Aufsichtsgremium - eine wichtige Rolle in der Sicherstellung der Kohärenz der Maßnahmen zukommt. Darüber hinaus ist es erforderlich, neben diesen Maßnahmen der Krisenprävention noch einen geeigneten Rahmen für die Lösung von potentiellen künftigen Krisenfällen zu entwickeln.
Member, Group of the European People's Party (Christian Democrats), European Parliament, Brussels Abstract
Die Wirtschafts- und Finanzwelt sind in den letzten Monaten und Jahre Kopf gestanden. Mutige Integrationsschritte sind die einzige verantwortungsbewusste Krisenreaktion. Denn: die WWU steht nur auf einem Bein, die Wirtschaftsunion ist weit entfernt von "abgeschlossen". Die Vorschläge des Parlaments umfassen die Umwandlung des Eurorettungsschirms in eine EU-Schuldenagentur, die Anregung zu einer Euromarkt-Anleihe sowie eine Erhöhung der EU-Eigenmittel. Wir wissen heute auch, dass die Krise in erster Linie eine Liquiditätskrise war. Bei der Überarbeitung der Eigenkapitalregelungen für Banken (CRD IV) wird dieser Aspekt in Form von zwei Kennzahlen behandelt werden.
Member, Social Democratic Group, Austrian National Council; Vice President, Austrian Federal Economic Chamber, Vienna Abstract
Wir haben aus der Krise zu wenig gelernt. Noch immer treiben Spekulationsmilliarden auf den Finanzmärkten ganze Staaten und mittlerweile die Euro Zone vor sich her. Erste Regelungsansätze setzen viel zu stark in  konservative Bankengeschäfte statt bei Hedgefonds, Pensionsfonds, Investmentbanken und anderen Großplayer an den Finanzmärkten und dem derzeitigen Derivate  Milliardenbusiness an. Das Problem der Finanzkrise 2008/2009 waren nicht die Kredite der Realwirtschaft, sondern die Toxicpapers und das Platzen der Spekulationsblasen. Österreich muss sich bei der europäischen Rechtssetzung für Basel III mit vollem Einsatz für die Kredite der Klein- und Mittelbetriebe (weniger Basel III) und dafür für eine stärkere Regulierung von Investmentfonds, Banken, Hedgefonds und dergleichen einsetzen.
Chief Executive Officer, Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG, Linz Chair

Mag. Andreas ITTNER

Vice-Governor, OeNB - Oesterreichische Nationalbank, Vienna

 Since 1983 Oesterreichische Nationalbank, Vienna
  11 years Director of the Financial Stability and Bank Inspections Department
  10 years Head of the Secretariat for the President
 Since 2013 Vice-Governor, responsible for Financial Stability, Banking Supervision and Statistics, Oesterreichische Nationalbank, Vienna
2008-2013 Member of the Governing Board, responsible for Financial Stability, Banking Supervision and Statistics, Oesterreichische Nationalbank, Vienna

Mag. MBL-HSG Othmar KARAS

Member, Group of the European People's Party (Christian Democrats), European Parliament, Brussels

 Hochschulen
1996 Universität Wien, Sponsion zum Mag. phil. (Grund- und Integrativwissenschaftliche Fakultät)
1997 Hochschule St.Gallen, Sponsion zum M.B.L. (Postgraduate) (Europäisches und internationales Wirtschaftsrecht)
 Berufliche und politische Funktionen (Auszug)
2013 Donau-Universität Krems, Ehrenprofessor
1979-1981 Politischer Referent der ÖVP
1981-1995 Leitender Angestellter im Banken- und Versicherungssektor
1983-1990 Abgeordneter zum Nationalrat
1995-1999 Generalsekretär der ÖVP
seit 1999 Mitglied des Europäischen Parlaments
 Europäisches Parlament
seit 2007 Lektor, Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien
1999-2004 Präsidiumsmitglied und Schatzmeister der EVP-Fraktion
2002-2004 Wirtschaftssprecher der EVP-Fraktion
2004-2011 Vizepräsident und Schatzmeister der EVP-Fraktion
seit 2004 Präsident der SME Intergroup
2006-2009 Obmann des ÖVP-Europaklubs
2009-2013 Präsident der Kangaroo Group
seit 2010 Berichterstattung zu Basel III und die Überarbeitung der Richtlinien über Eigenkapitalanforderungen (CRD 4)
seit 2011 Obmann des ÖVP-Europaklubs
2012-2014 Vizepräsident des Europäischen Parlaments

Dr. Christoph MATZNETTER

Member, Social Democratic Group, Austrian National Council; Vice President, Austrian Federal Economic Chamber, Vienna

1978-1983 Degree in Political Science, University of Vienna
1980-1985 Trainee Auditor and Tax Consultant
since 1985 Registered Auditor & Tax Consultant
since 1995 Software Writer - Registered as IT Services Business since 2003
  Party Executive Committee, & SPÖ Party Treasurer
  Member, Supervisory Board, SPÖ Party Executive Committee
since 2000 Member, Social Democratic Party of Austria (SPÖ)
2001-2002 Research for Thesis (Ph.D.)
since 2002 Elected Representative, National Council, SPÖ, Legislative Period XXII- XVIII
since 2005 Chairman, SPÖ Wirtschaftsverband Österreich (Social Democratic Party Business Federation)
2007-2008 State Secretary, Austrian Federal Ministry of Finance
since 2008 Elected Representative, National Council, SPÖ, Legislative Period XXIV
since 2009 Vice-President, Austrian Federal Economic Chamber

Dr. Heinrich SCHALLER

Chief Executive Officer, Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG, Linz

1978-1984 Study of Law, Johannes Kepler University Linz; Study of Commercial Science, WU Vienna University of Economics and Business, Vienna
1986 Judicial Clerkship
1987-2000 Head of Treasury; Head of Futures and Options Trading, Project Manager, regarding the foundation of an Austrian Futures and Options Exchange, RZB - Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, Vienna
2000-2004 Deputy Member, Managing Board, Treasury, Marketing and Retail Sales, Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG, Linz
2000-2004 Chairman, Supervisory Board, Kepler-Fonds Kapitalanlagegesellschaft m.b.H., Linz
2003-2006 Member, Supervisory Board, Raiffeisen Kapitalanlage-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Vienna
2004-2006 Member, Managing Board, Treasury, Marketing and Retail Sales, Insurance Business and Building Society Savings, Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG, Linz
2006-2012 Member, Managing Board, Vienna Stock Exchange AG, Vienna
2006-2012 Member, Managing Board, CEESEG AG, Vienna
since 2012 Chief Executive Officer, Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG, Linz
since 2013 Chairman, University Council, Johannes Kepler University Linz