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Planning urban expansion

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Liechtenstein-Hayek-Saal
Plenary / Panel
german language

Speakers

Raumplaner, Filmemacher und Fachpublizist, Wien Abstract Key Note
Städtebau, sprich der Bau neuer Städte bzw. Stadtteile wird derzeit  zumindest in Öster-reich  oft viel zu linear und oberflächlich betrieben: Ein Masterplan setzt die  meist vom gegebenen Bodenpreis abgeleitete  Bebauungsdichte eines Viertels in baublockgroße Kubaturen um, deren Realisierung dann Investoren und Bauträgern übertragen wird  im Vertrauen darauf, dass eine gewissen Vielfalt an Bauherren und Architekten schon urbane Vielfalt erzeugen wird. Zur Festschreibung der  oft auch nur vage formulierten  Quali-tätskriterien dienen einzig die dafür unzureichenden Bebauungspläne sowie die Marke-tingbroschüren der Projektentwickler. Dass die neu gebauten Viertel dann auch nicht an-nähernd dem entsprechen, was man sich gemeinhin unter  städtisch vorstellt, zeigt, wie untauglich diese Art von planerischem laissez faire in Wirklichkeit ist.
Das Impulsreferat analysiert anhand ausgewählter Beispiele neuer Stadtviertel die Gründe des städtebaulichen Scheiterns und definiert Kriterien für eine qualitätvolle Entwicklung von Neubaugebieten  die von sozialen, kulturellen und partizipativen Aspekten über Ver-kehr und öffentlichen Raum bis hinzu wirtschaftlichen Anforderungen reichen.
Abgeordneter zum Wiener Landtag und Gemeinderat, Die Grünen, Wien
Vorstand, Wien 3420 Aspern Development AG, Wien Abstract
aspern Die Seestadt Wiens gehört zu den größten Stadtentwicklungsgebieten in Europa.
Größe alleine ist aber definitiv kein Erfolgsrezept. Stadtentwicklung ist bedeutend mehr als die Ansammlung von Kubatur und Bruttogeschoßflächen. Erfolgreiche Stadtentwicklung bezieht den Menschen in den gesamten Umsetzungsprozess ein (Konzeption, Planung, Realisierung).
Trotzdem vergisst sie dabei nicht auf die Festlegung von übergeordneten Zielen und Strategien. Planung, im Verständnis der Wien 3420, die Entwicklungsgesellschaft für aspern Die Seestadt Wiens, bedeutet daher einerseits die Formulierung eines Entwicklungszieles (räumlich, funktionell, inhaltlich) als Leitbild bzw. als Vision.
Insbesondere bedeutet Planung aber Prozess und damit die ständige
Abwägung von Ansprüchen und Interessen. Das Zusammenspiel aus notwendigen Vorgaben (übergeordnete Festlegungen), erforderlicher Offenheit (selbstständige Gestaltung des eigenen Umfelds) und gewünschter Sicherheit (rechtlich, ökonomisch) der unterschiedlichen Akteure ist ein sensibles Gleichgewicht und eine große Herausforderung.
Oberbaudirektor, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Hamburg
Architekturjournalistin, Der Standard und ORF - Österreichischer Rundfunk, Wien Chair

Dr. Reinhard SEISS

Raumplaner, Filmemacher und Fachpublizist, Wien

1988-1994 Studium Raumplanung und Raumordnung, Technische Universität Wien
1993-1996 Arbeitsaufenthalte in Berlin, Dresden und Nordrhein-Westfalen
seit 1993 Produktion und Gestaltung urbanistischer Film- und Fernsehdokumentationen
  Architektur-, Planungs- und Kulturfachzeitschriften, diverse Buchbeiträge
  Gastvorlesungen u. a. in Wien, Stuttgart, Hannover, Zürich, Paris, Teheran, Mumbai und Yogyakarta
seit 1994 Fachpublizist, regelmäßige Beiträge für internationale Zeitungen
1995-2000 Mitarbeit, Stadtplanungsprojekte, Russland
1998 Lehrauftrag, Fakultät Medien, Bauhaus-Universität Weimar
1999 Gründung, seither Leitung, Verein URBAN+ [Kommunikation in Stadt- und Raumplanung], Wien
  konzeptionelle und beratende Tätigkeit für Stadtplanungsämter
  Architekturfakultäten, Wissenschafts- und Kulturinstitutionen
  internationale Vortragstätigkeit, Gestaltung urbanistischer Hörfunkbeiträge
seit 1999 Autor diverser Studien, Organisation und Moderation von Fachveranstaltungen
2004 Experte, parlamentarische Enquete-Kommission "Architekturpolitik und Baukultur in Österreich"
2005-2008 Lehrauftrag, Kunstuniversität Linz, Institut Raum und Design
2007 Promotion, Technische Universität Wien
2007/2009 Lehraufträge, Technische Universität Wien, Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwerfen
seit 2009 Mitglied, Beirat für Baukultur, Bundeskanzleramt

Mag. Christoph CHORHERR

Abgeordneter zum Wiener Landtag und Gemeinderat, Die Grünen, Wien

 Studium der Volkswirtschaftslehre (Schwerpunkt Umweltökonomie) an der Wirtschaftsuniversität Wien
1986-1991 Referent für Wirtschafts-, Verkehrs- und Energiepolitik im Grünen Parlamentsklub
seit 1987 Lektor an der Wirtschaftsuniversität Wien, Lehraufträge an der Universität Wien und der Technischen Universität Wien
1991-1996 Stadtrat in Wien
1991-1997 Geschäftsführer der "Chorherr & Reiter Ökologische Bauprojekte", Realisierung einiger Musterprojekte in Niedrigenergiebauweise
1996-1997 Bundessprecher der Österreichischen Grünen
1997-2004 Klubobmann der Wiener Grünen
seit 1997 Grüner Gemeinderat und Landtagsabgeordneter in Wien
seit 2012 Sprecher der Wiener Grünen für Energie, Klimaschutz und Stadtplanung

Dipl.-Ing. MBA Claudia NUTZ

Vorstand, Wien 3420 Aspern Development AG, Wien

1998-1999 ecoplus Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich / ecoplus Business Agency of Lower Austria
2000-2001 BOE-Bauobjekt-Entwicklung GmbH & Co KG (Geschäftsfeld BOE-Consulting)/ (business segment BOE-Consulting)
2002-2004 immovement Immobilien- und Facility Management Consulting GmbH (vormals BOE Consulting)
seit 2004 Unternehmensberatung (Einzelunternehmen) / Business Consulting (individual enterprise)
2004-2007 Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), Projektentwicklung / Federal Real Estate Company of Austria, Project director
seit 2006 Vorstand der Wien 3420 Aspern Development AG, Entwicklungsgesellschaft von aspern, Die Seestadt Wiens

Dipl.-Ing. Prof. Jörn WALTER

Oberbaudirektor, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Hamburg

1976-1982 Studium der Raumplanung an der Universität Dortmund
1982-1984 Städtebaureferendariat beim Regierungspräsidenten Düsseldorf und der Landeshauptstadt Düsseldorf
1985-1991 Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Maintal
1991-1999 Leiter des Stadtplanungsamtes der Landeshauptstadt Dresden
 Hochschultätigkeiten:
seit 1999 Oberbaudirektor der Freien und Hansestadt Hamburg
1997 Gastprofessor für städtebauliches Entwerfen an der Technischen Universität Wien
1998 Lehrauftrag für städtebauliches Entwerfen an der Technischen Universität Dresden
seit 2001 Honorarprofessor an der Hochschule für bildende Künste Hamburg
2003-2005 Mitglied des Hochschulrates der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg
seit 2006 Mitglied des Hochschulrates der HafenCity Universität Hamburg

Dipl.-Ing. Ute WOLTRON

Architekturjournalistin, Der Standard und ORF - Österreichischer Rundfunk, Wien

 Studium der Architektur, Technische Universität Wien
 Redakteurin Wirtschaftsmagazin TREND, Nachrichtenmagazin PROFIL, Tageszeitung DER STANDARD
 Lehrauftrag an der Technischen Universität Wien (Architektur und Medien, Wettbewerbs- und Vergabewesen)
 Kommunikationsleiterin der BIG