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Special Lecture: Burnout – Health Promotion and Prevention

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Liechtenstein-Hayek-Saal
Plenary / Panel
german language

Speakers

Präsident, Österreichische Ärztekammer, Wien Abstract
Bis zu 50 Prozent der Ärztinnen und Ärzte gelten als Burnout-gefährdet, bis zu ein Fünftel zeigt Symptome von Burnout. In aktuellen Umfragen meinte bis zu einem Drittel der Befragten, den Arztberuf rückblickend nicht mehr ergreifen zu wollen. Und mehr als die Hälfte gab an, am Ende des Tages völlig erledigt zu sein.
Ursachen für die Überlastung sind Arbeitsdruck und die hohe psychische Belastung und Verantwortung, aber auch Konflikte mit Kolleginnen und Kollegen oder anderen Berufsgruppen, die Belastung durch viele nicht ärztliche Tätigkeiten sowie die immer mehr werdende Bürokratie.
Besonders gefährdet sind gerade die Besten: Ärztinnen und Ärzte mit hoher Einsatzbereitschaft, hoher Kompetenz und ausgeprägter Empathie, die sich besonders für die Patienten einsetzen.
Um Übermüdung, Erschöpfung und Frustration rechtzeitig vorzubeugen, wird die Begrenzung der Arbeitszeiten und Nachtdienste gefordert.
Spokesman of the Managing Board, Billa AG, Wiener Neudorf Abstract
BILLA ist sich seiner Leitfunktion im Land bewusst, denn große Unternehmen und große Organisationen haben auch eine Vorbildwirkung aufgrund Ihrer Leitfunktion, um soziale Standards zu setzen. Das betrifft natürlich einerseits viele arbeitsrechtliche Fragen, die in einem fruchtbaren Dialog mit den Gewerkschaften und anderen Sozialpartnern gefunden werden. Andererseits geht es um Fragen der Arbeitslust, Freude an der Arbeit und damit verbunden vor allem um die Wertschätzung der Mitarbeiter. Denn der wichtigste Erfolgsfaktor eines Unternehmens ist die Leidenschaft der Mitarbeiter. Nur leidenschaftliche Mitarbeiter schaffen begeisterte Kunden.
 Burnout ist ein wichtiges Thema in der Gesellschaft. BILLA nimmt sich dieses nicht nur ernsten, sondern auch sehr heiklen Themas an.  Heikles Thema deshalb, weil es eine sehr hohe Sensibilität von den Führungskräften abverlangt  Burnout ist noch immer eine sozial stigmatisierte Krankheit und nicht so akzeptiert wie ein Beinbruch von der letzten Skitour, der auf großes Verständnis und Rücksichtnahme bei den Kollegen stößt.
Zur Behandlung des Themas wird BILLA - beginnend mit diesem Herbst - ein vier Punkteprogramm einführen, das sich einerseits auf Prävention und andererseits auf Rehabilitation konzentriert. 1. Aufklärungsarbeit, 2. Gelebtes Wertesystem, 3. Schulung von Führungskräften und 4. Hilfe für Betroffene.
BILLA hofft damit nicht nur den eigenen Mitarbeitern mit tatkräftiger Unterstützung zur Seite zu stehen und sie vorab vor Burnout zu bewahren, sondern BILLA ist ein Leitbetrieb und hofft auch viele andere Unternehmen dazu anzustiften, BILLA in diesem Bereich zu kopieren und sich daran zu orientieren.
Ärztlicher Direktor, Lebens.Resort Ottenschlag
Vizepräsidentin, Swiss Expert Network on Burnout; Leiterin, Züricher Empowerment Programm, Universität Zürich Abstract
Glaubt man den zahlreichen Medienberichten erleben wir derzeit eine regelrechte Burnout-Epidemie. Im Klima der verstärkten öffentlichen Diskussion zu beruflichen Stressbelastungen und einer gleichzeitigen  Heroisierung des Burnoutbegriffs als eine Art Leistungsausweis sprechen immer mehr Menschen von  Ausbrennen , wenn sie sich bei ihrem Arzt vorstellen. Dieser Beitrag beleuchtet anhand aktueller wissenschaftlicher Befunde das Für und Wider eines solchen Szenarios.
Ungeachtet der Populariät des Burnout-Begriffs zeichnet sich in der Arbeitspsychologie gegenwärtig eine positive Wende ab. Bei Interventionen für Gesundheit am Arbeitsplatz ist zunehmend von einer Stärkung des Mitarbeiterengagements die Rede, von der Förderung gesunder Strukturen und Prozesse anstelle der Prävention von Störungen im System, wie Stress oder Burnout. Aufbauend auf die Klärung der Begriffe Burnout und Engagement werden Strategien hergeleitet, mit denen Organisationen, Führungskräfte und Mitarbeitende die arbeitsbezogene Gesundheit effektiv stärken können. Schliesslich wird Ressourcenmanagement als neue und entscheidende Kernkompetenz im Berufsleben herausgestellt.
Head, Centre of Public Health, Medical University of Vienna Chair

Dr. Walter DORNER

Präsident, Österreichische Ärztekammer, Wien

 Medizinstudium an der Universität Wien
1969 Promotion zum Doktor der gesamten Heilkunde
1969-1975 Turnusausbildung im Krankenhaus Göttlicher Heiland
1975 Anerkennung zum Facharzt für Chirurgie
1975-1979 Assistenzarzt und Oberarzt an der chirurgischen Abteilung des Krankenhauses Göttlicher Heiland
1976 Eröffnung einer Ordination mit kleinen Kassen in Wien 9
seit 1979 Facharzt für Chirurgie im Heeresspital in Stammersdorf
1988 Stellvertretender Kommandant des Heeresspitals und ärztlicher Leiter
1981 Wahl in die Vollversammlung der Ärztekammer für Wien
1985-1996 Obmann der Sektion Fachärzte der Ärztekammer für Wien
1985 Ernennung zum Oberstarzt
seit 1985 Vorstandsmitglied der Ärztekammer für Wien
1987-2003 Ärztlicher Leiter Heereskrankenanstalt Wien und Kommandant der Van-Swieten-Kaserne
1996-1999 Dritter Vizepräsident der Ärztekammer für Wien
seit 1999 Präsident der Ärztekammer für Wien
1999 Zweiter Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer
2003 Neuerliche Wahl zum Präsidenten der Ärztekammer für Wien
seit 2003 Erster Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer
2007 Neuerliche Wahl zum Präsidenten der Ärztekammer für Wien
2007 Wahl zum Präsidenten der Österreichischen Ärztekammer

Mag. Volker HORNSTEINER

Spokesman of the Managing Board, Billa AG, Wiener Neudorf

  Studium der Betriebswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien
1995 Traineeausbildung bei Billa
1996 Rayonsleiter
1998 Billa-Verkaufsleiter
2000 Verleihung der Prokura
2001 Ernennung zum Vorstandsdirektor für den gesamten Bereich Verkauf der BILLA AG
seit 2006 Vorstandssprecher der BILLA AG

Dr. Johannes PÜSPÖK

Ärztlicher Direktor, Lebens.Resort Ottenschlag

 Turnusausbildung im KH Waidhofen
 Fachausbildung KH Zwettl
 Kurärztliche Tätigkeit im Moorheilbad Harbach, zuletzt Funktion des ärztlichen Direktors der Sonderkrankenanstalt
1978 Promotion, Studium der Medizin an der Universität Wien
 Wissenschaftliche Leitung der Abteilung Gesundheitsvorsorge des NÖ Gesundheits- und Sozialfonds
2008 Eröffnung des Lebensresort Ottenschlag, danach ärztliche Leitung der Sonderkrankenanstalt

Dr. Beate SCHULZE

Vizepräsidentin, Swiss Expert Network on Burnout; Leiterin, Züricher Empowerment Programm, Universität Zürich

 Studium der Soziologie, Psychologie und Volkswirtschaft an den Universitäten Chemnitz (D) und Cork (IRL)
 Nachdiplomausbildung in European Politics and Cultures an den Universitäten Brüssel (B), Tilburg (NL), Bilbao (E) und Loughborough (GB)
1996-2001 Aufbau und Leitung des Forschungsbereichs Psychiatrie und Öffentlichkeit an der Universität Leipzig
2002-2004 Koordination des EU-Projekts "Migrant-friendly hospitals" am Ludwig-Boltzmann-Institut für Medizin- und Gesundheitssoziologie in Wien
seit 2004 Oberassistentin an der Universität Zürich
seit 2009 Inhaberin Schulze Resource Consulting

Dr. Anita RIEDER

Head, Centre of Public Health, Medical University of Vienna

1989 Dr.a med., Medizinische Fakultät, Universität Wien
  Boston, Marie Curie Cancer Center Warschau, Ann Arbor Univ.of Michigan, Royal Hospital London, Bethesda Maryland, Harvard School of Public Health, Bochum
1995 Fachärztin für Sozialmedizin, FA-Ausbildung Institut für Sozialmedizin, Medizinische Fakultät, Universität Wien; mehrere Auslandsaufenthalte im Rahmen der Ausbildung, u.a. Tufts University
seit 1993 Gesundheitspsychologin
1997 Habilitation Sozialmedizin, ao.Univ.Prof. am Institut für Sozialmedizin, Medizinische Fakultät, Universität Wien
1999 Gastprofessorin, National Heart Institute, University of Ottawa
2000 Professorin, Sozialmedizin mit besonderer Berücksichtigung der Herzkreislauferkrankungen, Institut für Sozialmedizin, Zentrum für Public Health, Medizinische Fakultät, Universität Wien
2002-2003 Maria Göppert-Mayer-Gastprofessorin, Gender Medicine und Public Health, Medizinische Hochschule Hannover
seit 2005 Wissenschaftliche Leiterin, Universitätslehrgang "Master of Public Health", Medizinische Universität Wien
seit 2007 Curriculumdirektorin für die Studienrichtung Humanmedizin, Leiterin der Curriculumkoordination, Department für Aus- und Weiterbildung, Medizinische Universität Wien
seit 2010 Mitglied der erweiterten Lehrgangsleitung Versicherungsmedizin, Universität Basel und ASIM

Health Symposium

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