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Wide Spread Diseases – Cardiovascular Diseases

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Liechtenstein-Saal
Plenary / Panel
german language

Speakers

Chair, Department of Cardiology, Medical University of Innsbruck Abstract
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nach wie vor mit 40% die führenden Todesursachen in unserer Gesellschaft. Nicht nur in allen Industrieländern, sondern auch zunehmend in den Entwicklungsländern werden diese Erkrankungen zur Todesursache Nr. 1.
2005 verstarben in Europa 2,3 Mio. Frauen und 1,9 Mio. Männer an diesen Erkrankungen, womit heute bei beiden Geschlechtern, Mann und Frau, diese Erkrankungen die Haupttodesursache darstellen.
In der Vergangenheit standen im Mittelpunkt unserer Bemühungen die Mortalitätssenkung und damit die Verbesserung der Lebenserwartung. Mit großem Erfolg wurde dies in vielen westlichen Ländern durch eine imposante Reduktion der Sterblichkeit an Herzerkrankungen erreicht.
Das heißt, in den letzten 25 Jahren erfolgte 85% der Verbesserung der Lebenserwartung durch Senkung der kardiovaskulären Sterblichkeit!!
Dies wurde als Triumph unseres Gesundheitssystems, der modernen Kardiologie, gewertet!
Das Gesundheitsproblem Nr. 1 ist aber auch ein wirtschaflichtes Problem, indem die medizinischen Fortschritte natürlich die sozialen und ökonomischen Belastungen erhöhen.
Dies darf jedoch zu keinem ökonomischen Fiasko werden, da die Gesamtzahl der Patienten mir Herzerkrankungen infolge der zunehmenden Überalterung bis 2025 stetig zunehmen wird.
Wenn man sich diese demographischen Zahlen vor Augen hält, dann wird klar, dass das quantitative Problem der kardiovaskulären Belastung mit allen therapeutischen Implikationen als die Herausforderung für das nächste Millenium anzusehen ist!
Gleichzeitig ergeht ein Appell an die Gesundheitspolitiker den Kampf als nicht gewonnen zu betrachten und die Geldquellen für Forschung und Management kardiovaskulärer Bereiche nicht einzuschränken, sondern zu intensivieren.
Wir Ärzte tragen bei dieser gesellschaftlichen Herausforderung eine ernorm große Verantwortung, dass Ressourcenverteilung nach entsprechenden Qualitätskriterien (outcome Daten) erfolgt. Ein Vergleich der drei Länder Österreich, Schweiz und Deutschland zeigt, dass bei gleicher Inzidenz von Herzinfarkten und gleicher Sterblichkeit am Herzinfarkt deutlich unterschiedliche Leistungsangebote in den einzelnen Ländern zum Tragen kommen. Eine signifikant höhere Ausweitung des Leistungsangebotes in Deutschland hat zu keiner zusätzlichen Abnahme der Sterblichkeiten bei manchen Herzerkrankungen geführt.
Medizinisch Machbares muss nicht immer sinnvoll sein  diese Erkenntnis muss auch in die Gesundheitspolitik incorporiert werden!
Die Präventiv-Maßnahmen mit dem Ziel der Verlagerung des Beginnes der Morbitität wurden in ihrer Bedeutung unterschätzt. Die INTERHEART-Studie hat klar demonstriert, dass mit 9 relativ leicht fassbaren Risikofaktoren das Risiko für einen ersten Herzinfarkt zu 90% assoziiert ist und diese Faktoren unabhängig von Geographie, ethnischer Gruppe, Geschlecht und Alter modifizierbar sind. Die Modifikation der derzeit bekannten Risikofaktoren hat daher das Potential, die meisten vorzeitigen Herzinfarkte weltweit zu reduzieren!
Wenn dies gelänge, könnte der Zeitpunkt des Beginnes der Erkrankung hinausgeschoben werden und durch die derzeit medizinischen Fortschritte die Lebenserwartung verlängert und damit insgesamt der zeitliche Krankheitsverlauf komprimiert werden.
Vernünftige gesundheitspolitische Entscheidungen und Weichenstellungen werden erforderlich sein, damit diese Zielvorgaben erreicht und erfolgreich umgesetzt werden.
Abteilungsvorstand, Medizinische Abteilung/Kardiologie, Sozialmedizinisches Zentrum Süd - Kaiser-Franz-Josef-Spital, Wien
Bundesgeschäftsführer, Österreichischer Herzverband, Graz Abstract
Der Österreichische Herzverband ist seit 30 Jahren in Österreich tätig und hat sich die Aufgabe gestellt, Herzerkrankungen vorzubeugen und Erkrankten zu helfen, mit ihrer Krankheit eine hohe Lebensqualität zu erlangen.

Unser Bemühen galt in den ersten Jahren hauptsächlich den bereits Erkrankten - ihnen zu helfen mit ihrer Krankheit leben zu lernen.

Nach wie vor helfen wir Herzpatienten und deren Angehörigen und bieten ihnen ein breites Programm. Doch bemühen wir uns seit Jahren, in Zusammenarbeit mit Ärzten und Fachleuten, verfrühten Herztod zu verhindern und vermeidbaren Herzerkrankungen vorzubeugen.
Wir haben ein sehr umfangreiches Service -Angebot für Mitglieder und Interessenten (sowohl Patienten wie auch Gesunde) entwickelt.
Dies umfasst folgende Bereiche:
Primäre und sekundäre Prävention:
Vor allem der Bereich der Bewegungstherapie und Bewegungsorientierter Herz-Kreislauf-Prävention.
Die Gemeinschaft ist uns wichtig:
Das persönliche Gespräch ist für Herzpatienten eine große Hilfe. Auch die körperliche Aktivität, wie Turnen, Wandern, Radfahren und Langlaufen, machen in der Gemeinschaft viel mehr Spaß.
Information:
Eine beliebte und interessante Informationsquelle sind unsere Herz-Journale, welche vierteljährlich in allen Bundesländern erscheinen.
Die Herztage bringen Vorträge von Spezialisten, bilden eine Gesprächsplattform mit Ärzten und Therapeuten und bieten präventive Untersuchungen wie z. B. Blutdruckmessen, Cholesterin- und Blutzucker-Kontrollen. Ernährungswissenschafter beraten bei Ernährungsproblemen.
Unser wichtigstes Ziel wird auch weiterhin sein, die Bevölkerung über die Risikofaktoren breitenwirksam aufzuklären (wenn möglich schon in der Schule) und mitzuhelfen Herzerkrankungen vorzubeugen sowie den plötzlichen Herztod zu verhindern.

Ich glaube, dies gelingt nur, wenn das Thema Herzerkrankung und plötzlicher Herztod wirklich in das Bewusstsein der Menschen gelangt.
Präsident, Oberösterreichische Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (OBGAM), Linz
Rector, Innsbruck Medical University, Innsbruck Chair

Dr. Otmar PACHINGER

Chair, Department of Cardiology, Medical University of Innsbruck

1962-1968 Studium der Medizin an der Universität Wien
1968-1970 Univ.-Assistent, 1. Med. Univ.-Klinik, Wien
1970/71 Wiss. Assistent, Physiologisches Institut, Universität Freiburg i. Breisgau
1972 Research Fellow, University of Southern California, USA
1973-1974 Fellow in Cardiovascular Radiology, University of Loma Linda, USA
1974-1986 Leitender Oberarzt, AKH Wien
1979 Habilitation für das Fach Innere Medizin, Med. Fakultät der Universität Wien
1985 Zuerkennung des Berufstitels a.o. Univ.-Prof.
1986-1997 Vorstand, 2. Interne Abteilung, AKH Wels
seit 1997 Ordinarius für Kardiologie, Medizinische Universität Innsbruck

Dr. Andrea PODCZECK-SCHWEIGHOFER

Abteilungsvorstand, Medizinische Abteilung/Kardiologie, Sozialmedizinisches Zentrum Süd - Kaiser-Franz-Josef-Spital, Wien

1972 Matura
1972-1974 Studium der Sozialwissenschaften, Universität Bonn
1973-1976 Medizinstudium, Universität Bonn
1976-1979 Medizinstudium, Universität Wien

Helmut SCHULTER

Bundesgeschäftsführer, Österreichischer Herzverband, Graz

1956 Schulabschluss und anschließende kaufmännische Berufsschule
1959 Kaufmanns-Gehilfenprüfung
1960-1961 Präsenzdienst beim österreichischen Bundesheer
1961-1990 Reisender bei den Firmen Knorr und Persil sowie die letzten 12 Jahre als Gebietsleiter bei der Firma Haribo im Außendienst tätig
1990 Herzinfarkt und Bypassoperation
1991 Schlaganfall und auf Anraten der Ärzte anschließende Berufsunfähigkeitspension
1991 Beitritt zum Österreichischen Herzverband
1993 Übernahme der Bundesgeschäftsführung des Österreichischen Herzverbandes (Koordination aller 9 Landesverbände)

Dr. Wolfgang ZILLIG

Präsident, Oberösterreichische Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (OBGAM), Linz

1971 Matura Stiftsgymnasium Wilhering/OÖ
  Turnusausbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin in Linz
1977 Medizinstudium Universität Innsbruck, Promotion
1983 Praxisgründung in 4020 Linz, Grundbachweg 42

Dr. Herbert LOCHS

Rector, Innsbruck Medical University, Innsbruck

 Studium der Humanmedizin, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
 Forschungsaufenthalt an der University Pittsburgh, USA
 Facharzt - u. Oberarzt am AKH - Medizinische Universitätsklinik Wien
 Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik Universitätsklinikum Charité, Berlin
 Rektor der Medizinischen Universität Innsbruck

Health Symposium

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